Jüdischer Friedhof in Skwierzyna (Schwerin / Warthe)

Zugang Friedhof Skwierzyna
Foto: Anke Geißler-Grünberg
Zugang zum Jüdischen Friedhof in Skwierzyna
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Foto: OLF1.1. FrankRuhlLibre

In Schwerin an der Warthe, dem heutigen Skwierzyna, gab es Juden vermutlich bereits im 14. Jh. Obwohl es in den folgenden Jahrhunderten immer wieder zu Konflikten mit der christlichen Mehrheit kam, war die jüdische Gemeinschaft der Stadt am Ende des 18. Jh. zur größten und bedeutendesten Gemeinde im westlichen Großpolen gewachsen. Sie besaß nicht nur eine gut funktionierende Infrastruktur, sondern war offen für die Impulse der jüdischen Aufklärung, der Haskala.

Die Juden nahmen aber auch an der ökonomischen Entwicklung von Schwerin intensiv teil und waren geachteter Teil der bürgerlichen Stadtgesellschaft. Dies änderte sich gravierend am Ende der Weimarer Republik und der folgenden Zäsur durch die Politik der neuen NS-Regierung.

Die jüdische Gemeinschaft von Schwerin wurde vertrieben und ermordet. Geblieben ist einzig ihr großer Friedhof – mit ungefähr 700 Grabsteinen. Heute steht er unter Denkmalschutz und ist der am besten erhaltende und größte jüdische Friedhof der Region Lebuser Land.

Die folgenden Beiträge zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde von Schwerin, ihrer Synagoge und ihres Friedhofes wurden von Andrzej Kirmiel verfasst und im Wirtualny Sztetl unter dem Eintrag zu Skwierzyna veröffentlicht. Nun erscheinen sie hier in deutscher Übersetzung mit geringfügigen  Anpassungen. Die Übersetzung erfolgte durch Matthias Diefenbach.

Anke Geißler-Grünberg

 

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Foto: OLF1.1. FrankRuhlLibre