Aktuelles

Einführungsveranstaltungen für Erstsemester zum Wintersemester 2022/23

Religionswissenschaft | 06.10.2022, 13:00 Uhr | Am Neues Palais, Haus 11, Raum 0.09

Dr. Michael Haußig
Am Neuen Palais, Haus 11, Raum 0.Z.07
Telefon: +49 331 977-1564
E-Mail: haussig [ät] uni-potsdam.de

 

Jüdische Studien | 12.10.2022, 10:00 Uhr | Am Neuen Palais, Haus 9, Raum 1.14

Ganztägige Einführungsveranstaltung (Hinweise zum Studiengang, Bibliotheks- und Stadtführung)

Dr. Ulrike Schneider
Am Neuen Palais, Haus 5, Raum 2.06
Telefon: +49 331 977- 4236
E-Mail: ulschnei [ät] uni-potsdam.de

Nach oben

International Conference: Jewish Responeses to Nationalism in Central and East Central Europe

In view of the current political boom of populist nationalism (not only) in Europe, the question of the exclusionary as well as openly anti-Semitic potential of contemporary nationalist rhetoric becomes virulent again. The conference will take a comparative look at historical and contemporary developments in Central and East-Central Europe focussing on Jewish critics of ethnic nationalism. We strive for a discussion of discursive and artistic challenges to nationalism by Jewish opponents as well as of the political options and strategies of action (as defense or intervention) of Jews associated with the critique of ethnic nationalism. The latter range historically from integrationist projects to ideas of Jewish autonomy and Jewish nationalism, utopias of overcoming the national in internationalism (including planned languages such as Esperanto) or communism. It is arguable to what degree the Jewish modernization processes in the Central and Eastern European diaspora can be attributed to the growing anti-Semitic nationalisms of the non-Jewish majority societies. We assume that the dynamics were determined in many ways. However, we would like to focus specifically on phenomena that provide information about the connection between (anti-Semitic) nationalism and Jewish counter-reactions. These include various forms of discursive criticism, artistic action, political imagination and intervention, or life design.

Program

Organizers

  • Prof. Dr. Magdalena Marszałek (Slavic Institute of the University of Potsdam
  • Prof. Dr. Christoph Schulte (Institute for Jewish Studies and Religious Studies of the University of Potsdam)
  • Dr. Marcos Silber (Department of Jewish History of the University of Haifa)
  • Dr. Cedric Cohen Skalli (Bucerius Institute for Research of Contemporary German History and Society at the University of Haifa)

Contact: Franziska Koch (frkoch@uni-potsdam.de)

Conference Venue
Gewölbehalle im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Nach oben

Forschungsprojekt Jüdisches Filmerbe

Innerhalb des DFG-Schwerpunktprogramms Jüdisches Kulturerbe haben Dr. Lea Wohl von Haselberg (Filmuniversität Babelsberg), Dr. Ulrike Schneider (Universität Potsdam, Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft) und PD Dr. Anna-Dorothea Ludewig (Moses Mendelssohn Zentrum) erfolgreich das Forschungsprojekt Jüdisches Filmerbe eingeworben.

Das Konzept des Filmerbes ist in den letzten Jahren zunehmend diskutiert worden. Auch wenn die Frage, was unter das ‚Filmerbe‘ fällt und was nicht, noch immer Gegenstand einer anhaltenden wissenschaftlichen Debatte ist, wird die Notwendigkeit seiner Erforschung und Bewahrung in einem Netzwerk von Archiven, anderen relevanten Einrichtungen wie Museen und der filmhistorischen Forschung heute weitgehend anerkannt. Der Begriffsbestimmung und einer Kartierung des Forschungsfeldes wird sich das Forschungsprojekt Jüdisches Filmerbe in den kommenden drei Jahren widmen.

Nach oben

Erklärung des Instituts für Jüdische Studien und Religionswissenschaft

Das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft distanziert sich mit Nachdruck von den Vorfällen sexualisierter Belästigung am Abraham Geiger Kolleg und an der School of Jewish Theology.

Professor:innen und Mitarbeiter:innen des Instituts für Jüdische Studien und Religionswissenschaft waren nicht an diesen Vorfällen beteiligt.

Die Universitätsleitung der Universität Potsdam fordern wir auf, im Interesse der Studierenden diese Vorfälle schnell, gründlich und transparent aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Der Institutsrat des Instituts für Jüdische Studien und Religionswissenschaft

11. Mai 2022

 

Falls Studierende der Jüdischen Studien und der Religionswissenschaft von diesen oder anderen Vorfällen sexualisierter Belästigung betroffen waren oder sind, können sie sich vertraulich wenden an:

Prof. Dr. Grazyna Jurewicz (Jüdische Studien) 

PD Dr. Dorothea M. Salzer (Jüdische Studien) 

Chris Schwinge (Fachschaftsrat Jüdische Studien) 

Dr. habil. Judith Klinger (Dezentrale Gleichstellungsbeauftragte)

Dr. Andrea Kinsky-Ehritt (Dezentrale Gleichstellungsbeauftragte)

Psychologische Beratung: www.uni-potsdam.de/de/studium/beratung/psychologische-beratung.html

Nach oben

Peter Weiss
Quelle: UP/Institut für Germanistik
Peter Weiss

„Der Störfall Peter Weiss“ - Öffentliche Vortragsreihe in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam (13./14.5.2022)

Die öffentliche Vortragsreihe findet aus Anlass des 40. Todestages von Peter Weiss statt. Sie wird vom Institut für Germanistik und dem Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam in Kooperation mit der Internationalen Peter-Weiss-Gesellschaft, der Rosa Luxemburg-Stiftung Brandenburg, der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam und dem Germanistischen Institut der Pädagogischen Universität Krakow ausgerichtet.

Peter Weiss
Quelle: UP/Institut für Germanistik
Peter Weiss

Nach oben

Einladung zur Eröffnung des Sommersemesters 2022

Die School of Jewish Theology und das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft laden alle Studierenden und Lehrenden herzlich zur Eröffnung des Sommersemesters ein.

Ort und Zeit:

20. April um 18.00 Uhr,
Campus Am Neuen Palais, Haus 8, Raum 0.56 (Foyer Audimax).
 
Neben einer Präsentation von Prof. Jonathan Schorsch zum Thema Pessach gibt es von den beiden Instituten Informationen zu Forschungsprojekten, Lehrveranstaltungen, Summer Schools usw.


Im Anschluss laden die Fachschaften zu einem kleinen Empfang ein.

Nach oben

Das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft gratuliert Grażyna Jurewicz zum Moses-Mendelssohn-Preis

Die Potsdamer Juniorprofessorin für Jüdische Religions- und Kulturgeschichte Mittel- und Osteuropas wurdd am 6. März 2022 in Dessau, der Geburtsstadt des Philosophen, ausgezeichnet. 

Nach oben

Miriam Visaczki: Ohne Titel, 2021
Bild: Miriam Visaczki
Ohne Titel (2021), Foto: Cédric Eisenring

Walfische und hebräische Buchstaben: Ausstellung einer Studentin der Jüdischen Studien

Miriam Visaczki ist bildende Künstlerin und studiert Jüdische Studien an der Universität Potsdam. Ende Januar eröffnete sie eine Ausstellung in einer Galerie am Bodensee.

Zur Person:

Ich habe an der Bauhaus-Universität Weimar Visuelle Kommunikation studiert und bin danach nach Berlin gezogen. Hier habe ich in vielen unterschiedlichen Jobs gearbeitet und als Künstlerin begonnen. In den ersten Jahren habe ich mich mit der NS-Geschichte und der Erinnerungskultur einer bayerischen Kleinstadt, in der meine Großeltern lebten, beschäftigt und dies mit künstlerisch-dokumentarischen Mitteln bearbeitet. Dann wurde ich Mutter und mein Interesse hat sich etwas verschoben. Mich interessierten stärker die Materialien selbst und was sie in der Hierarchie der Kunstwelt für einen Stellenwert einnehmen. Das historische Interesse habe ich beibehalten. An einem bestimmten Punkt wollte ich jedoch meine eigene Herangehensweise überprüfen und mir wissenschaftliche Methodik aneignen. Hebräisch hatte ich bereits einmal vor vielen Jahren angefangen zu lernen. Und in Potsdam gab es die Möglichkeit die Fächer Jüdische Studien und Geschichte in Kombination zu studieren. Dass der Hebräischunterricht hier zu Beginn so viel Raum einnimmt, war mir vorher nicht klar gewesen, aber es war genau richtig. Ich bin hier sehr glücklich.

Miriam Visaczki: Ohne Titel, 2021
Bild: Miriam Visaczki
Ohne Titel (2021), Foto: Cédric Eisenring

Nach oben

Aschkenasische Studien

Austauschprojekt mit der Universität Haifa

Projektkoordinatorin: Franziska Koch

Seit dem Wintersemester 2015/16 besteht zwischen der Universität Haifa und der Universität Potsdam ein institutionalisierter wechselseitiger Studierenden- und Dozent_innenaustausch auf dem Gebiet der aschkenasischen Studien (Jüdische Geschichte und Kultur in Mittel- und Osteuropa). Partner des gemeinsamen Vorhabens sind auf der Seite der Universität Potsdam das Institut für Slavistik und das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft sowie auf der Seite der Universität Haifa das Department of Jewish History und die School of History.

Auch zum Wintersemester 2022/23 werden wieder drei Stipendien für einen Studienaufenthalt an der Universität Haifa vergeben. Bewerbungen können bis zum 4. Februar 2022 eingereicht werden.

Alle Informationen finden Sie in der Ausschreibung und auf der Homeage des Programms Aschkenasische Studien.

Nach oben

Prof. Schulte in seinem Büro

Zeichen setzen gegen Ausgrenzungen aller Art

Inklusionspreis der Universität Potsdam für Christoph Schulte und Ljuba Kirjuchina

Christoph Schulte, außerplanmäßiger Professor für Jüdische Studien und Philosophie, und Dr. Ljuba Kirjuchina vom Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen haben den Inklusionspreis 2021 erhalten. Mit dem Preis werden die beiden für ihr besonderes Engagement bei der Organisation der Ringvorlesung „Strategien gegen Rassismus und Antisemitismus“ ausgezeichnet. Die Ringvorlesung fand im Wintersemester 2020/21 und Sommersemester 2021 statt und wird im Sommersemester 2022 fortgesetzt werden. Sie steht Studierenden aller Fachrichtungen offen und widmet sich Ausgrenzungsmechanismen aller Art, mit einem Schwerpunkt auf Rassismus und Antisemitismus. 

Weitere Informationen

Prof. Schulte in seinem Büro

Nach oben

Titelbild "Jüdische Erziehung"
Quelle: De Gruyter

Jüdische religöse Erziehung im Zeitalter der Emanzipation

Konzepte und Praxis 

Dorothea M. Salzer (Hg.)

285 Seiten, De Gruyter Oldenburg, Berlin/Boston 2022

https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110743050/html

Titelbild "Jüdische Erziehung"
Quelle: De Gruyter

Nach oben

Convivencia in the Mediterranean

Early Modern Perceptions, Practices, and Limits in Dealing with the Religious Other

Vogel und Ornamente
Foto: Museum für Islamische Kunst, Berlin

Organization: Selma Stern Center for Jewish Studies Berlin-Brandenburg

Convenors: Prof. Dr. Sina Rauschenbach, Dr. Susanne Härtel

November 21-23, 2021

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

The IXth International Conference of the Selma Stern Center for Jewish Studies Berlin-Brandenburg will be held in person, pandemic restrictions permitting. It will also be possible to participate online.

Please register to participate by November 12 at:

infoselma-stern-zentrumde

If you opt for a digital participation, you will receive access information a week prior to the conference.

Vogel und Ornamente
Foto: Museum für Islamische Kunst, Berlin

The concept of "convivencia" stems from the corpus of scholarship on the medieval Iberian Peninsula, where it is traditionally used to describe cultural and social interactions between the members of the major religious communities resident there. Similar to medieval Spain and after the Iberian expulsions, Christians, Jews and Muslims continued to live together in the Early Modern Mediterranean. In historiography, however, these Mediterranean regions have rarely been viewed through a comparative lens with regard to their religious make-up. Often very global interpretations dominate, perceiving places either as havens of tolerance or sites within an overarching oppression.

In their specific case studies, scholars presenting at the IXth International Conference of the Selma Stern Center for Jewish Studies Berlin-Brandenburg will analyze a variety of contacts between religious communities and individuals in North Africa, in the various provinces of the Ottoman Empire and in different parts of Italy. The conference seeks to investigate in how far the concept of "convivencia" can help us to better understand inter-religious relations in the Early Modern era and to discuss the significance of religious affiliations from comparative perspectives.

Nach oben

Fachtagung "Judentum und Psychotherapie"

In Zusammenarbeit mit dem Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen, dem Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen sowie dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. 

Datum und Ort:

8. November 2021

Wissenschaftsetage im Bildungsforum Potsdam
Am Kanal 47, 14467 Potsdam

Da nur noch wenige Plätze frei sind, wird die Veranstaltung per Zoom im Internet übertragen. 

Die Tagungsgebühren betragen (ohne Verpflegung) 50,00 EUR bzw. 20,00 EUR für Nichtverdiener und Studierende. 
Für die Teilnahme per Zoom gilt ebenfalls der reduzierte Satz.

Anmeldung:

Bitte ausschließlich per E-Mail an

psychosomatiktrb.johanniter-klinikende

Bitte teilen Sie uns Ihren vollständigen Namen und Titel sowie Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer mit. Die Anmeldungen werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Nähere Informationen zu Programm, Fortbildungspunkten und Hygienekonzept entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Zum Inhalt:

Im Unterschied zu den bereits verbreiteten, aus den fernöstlichen Religionen wie Buddhismus oder Taoismus stammenden Therapieansätzen wird das Gedankengut des Judentums in der gegenwärtigen psychotherapeutischen Fachliteratur eher wenig rezipiert.

Dabei können die klassischen Schriften des Judentums sowie jüdische Spiritualität, Philosophie und Lebenspraxis in ihren unterschiedlichen Formen eine sehr wertvolle Rezeptions- und Inspirationsquelle für die psychotherapeutische Arbeit darstellen.

Neben der Reflexion der historischen Rezeption des jüdischen Denkens wird sich die Fachtagung auch aus der Sicht der Psychotherapeuten des 21. Jahrhunderts mit dem Menschenbild und der Lebensweisheit des Judentums befassen und der spannenden Frage nachgehen, wie man diese heute therapeutisch deuten und nutzen könnte.

Die Tagung richtet sich an ärztliche und psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Spezial- und Kreativtherapeuten, Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Jüdischen Studien und benachbarter Disziplinen.

Nach oben

(Jüdische) Leben erzählen: Biographische Werkstattberichte

Ringvorlesung, Wintersemester 2021/22

Aufgeschlagenes Buch
Foto: Ping198 - stock.adobe.com

Veranstaltet von Prof. Dr. Grażyna Jurewicz
Universität Potsdam, Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft
Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

Aufgeschlagenes Buch
Foto: Ping198 - stock.adobe.com

Weitere Informationen finden Sie hier.

Nach oben

Herzliche Einladung zur Eröffnung des Wintersemesters 2021/ 2022

Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft / School of Jewish Theology

3. November 2021, 18.00 Uhr

Campus Neues Palais, Haus 9, Raum 1.14

Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns sehr, dass die Eröffnung des Wintersemesters wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden kann. Zu dieser laden wir Sie sehr herzlich am 3. November um 18.00 Uhr ein.

Prof. Grażyna Jurewicz, seit Februar 2021 Juniorprofessorin für Jüdische Religions- und Kulturgeschichte Mittel- und Osteuropas am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft, stellt ihre Arbeitsvorhaben und aktuellen Projekte vor.

Prof. Johann Ev. Hafner und Dr. Stefan Gatzhammer präsentieren den im September 2021 erschienenen Sammelband „Ferman 74. Der Genozid an den Jesiden 2014/2015“ und berichten von ihrer Exkursion in den Nordirak.

Die Fachschaftsräte stellen sich ebenfalls kurz vor.

Im Anschluss laden die Fachschaftsräte Jüdische Studien und Jüdische Theologie zu einem kleinen Umtrunk ein.

 

Nach oben

Einführungsveranstaltungen für Erstsemester zum Wintersemester 2021/22

Religionswissenschaft | 06.10.2021, 13:00 Uhr | Am Neues Palais, Haus 11, Raum 0.09

Dr. Michael Haußig
Am Neuen Palais, Haus 11, Raum 0.Z.07
Telefon: +49 331 977-1564
E-Mail:

haussig@uni-potsdam.de

 

Jüdische Studien | 21.10.2021, 10:00 Uhr | Am Neuen Palais, Haus 9, Raum 1.14

Ganztägige Einführungsveranstaltung (Hinweise zum Studiengang, Bibliotheks- und Stadtführung)

Dr. Ulrike Schneider
Am Neuen Palais, Haus 5, Raum 2.06
Telefon: +49 331 977-4236
E-Mail: ulschnei@uni-potsdam.de

Nach oben

Internationale Konferenz:

The Many Faces of Early Modern Italian Jewry

Organisiert von Dr. Martin Borýsek und Dr. Davide Liberatoscioli

4. - 6. Oktober 2021

Campus Griebnitzsee, Haus 1, Raum H10

Um Voranmeldung wird gebeten. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm

Unterschrift
Foto: Tobias Hopfgarten
Unterzeichnung des Letter of Intent im Senatssaal der Uni Potsdam: Prof. Dr. Miriam Rürup, Prof. Dr. Christoph Schulte, Marina Chernivsky, Prof. Oliver Günther, Ph.D. (v.l.n.r.)

Strategien gegen Rassismus und Antisemitismus – Pilotprojekt für die Lehramtsausbildung

Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) startete das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft ein dreijähriges Pilotprojekt zur Rassismus- und Antisemitismusprävention an Schulen.

„Als einzige lehrerbildende Hochschule Brandenburgs stehen wir in der Verantwortung, die künftigen Lehrerinnen und Lehrer für diese Probleme zu sensibilisieren und auf die damit verbundenen Herausforderungen in ihrem Beruf vorzubereiten“, erklärte Mitinitiator Christoph Schulte, Professor für Jüdische Studien und Philosophie, im Rahmen der gemeinsamen Unterzeichnung des Letter of Intent. 

Durch Vorlesungen, Workshops und Summer Schools sollen Lehrerinnnen und Lehrer auf den Umgang mit extremistischen und rassistischen Ideologien im Schulalltag vorbereitet werden.

Unterschrift
Foto: Tobias Hopfgarten
Unterzeichnung des Letter of Intent im Senatssaal der Uni Potsdam: Prof. Dr. Miriam Rürup, Prof. Dr. Christoph Schulte, Marina Chernivsky, Prof. Oliver Günther, Ph.D. (v.l.n.r.)

Nach oben

Beyond Ashkenaz: Sephardim and other Jews

Ringvorlesung in Kooperation mit dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien.

Die Vorlesung findet als ZOOM-Meeting statt. Bitte melden Sie sich an unter: infoselma-stern-zentrumde

In der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Wahrnehmung dominiert bis heute das Bild des aschkenasischen Judentums, wie es sich vor allem in Mittel- und Osteuropa seit dem Mittelalter und der Neuzeit ausgebildet hat. In der Ringvorlesung wird bewusst die Geschichte „anderer Juden” im Zentrum stehen. Einen Schwerpunkt bilden Vorträge zu den Nachfahren derjenigen Juden, die 1492-1498 auf der Iberischen Halbinsel zwangsgetauft oder von ihr vertrieben wurden. Darüber hinaus sind Einführungen in weitere jüdische Geschichten und Kulturen geplant, unter anderem in diejenigen der Juden Äthiopiens, des Iran, des Jemen und Marokkos. 

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien.

Nach oben

Einladung zur Semestereröffnung

Liebe Studierende, liebe Lehrende, 

die School of Jewish Theology und das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft laden Sie herzlich zur Eröffnung des Sommersemesters ein.


Sie findet am 28. April um 18.00 Uhr statt. Prof. Idan Dershowitz von der School of Jewish Theology hält den Eröffnungsvortrag zum Thema "A Proto-Biblical Book Has Come to Light: What Does It All Mean?".

Aufgrund der Pandemiesituation wird die Semestereröffnung digital stattfinden. Bitte melden Sie sich bei Dr. Ulrike Schneider (ulschnei@uni-potsdam.de) an. Die Zoom-Daten werden Ihnen dann zugeschickt.

 

Nach oben

Informationen zur Lehre im Sommersemester 2021

Liebe Studierende der Jüdischen Studien und der Religionswissenschaft,

wir hoffen, dass Sie trotz der großen Herausforderungen, auch im privaten Bereich, das Wintersemester gut bewältigen konnten.

Aufgrund der aktuellen Situation wird es leider auch im anstehenden Sommersemester Einschränkungen im Lehrbetrieb sowie bei der Nutzung der Bibliotheken und weiterer universitärer Einrichtungen geben.

Die Raumkapazitäten an der Universität und die zu beachtenden Abstandsregelungen lassen leider nur einen kleinen Teil der Lehrveranstaltungen als Präsenzveranstaltungen zu. Der größere Teil der Lehrveranstaltungen, sowohl der Vorlesungen als auch der Seminare, wird wie auch im Wintersemester digital angeboten. Dabei werden in den Lehrveranstaltungen die vielfältigen technischen Möglichkeiten, wie Moodle, Videokonferenzen via Zoom, Diskussionsforen, intensiv genutzt, um über die Seminarinhalte mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, aber auch eine Diskussion unter den Studierenden zu ermöglichen.

Das Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester ist seit dem 15. März über PULS zugänglich. Dort finden Sie auch Hinweise, wie die Veranstaltungen abgehalten werden.

Die Einschreibung für die Veranstaltungen ist bei PULS vom 6. April bis zum 9. Mai möglich, am 8. April erfolgt die erste Zulassung seitens der Dozent:innen. Die Vorlesungszeit beginnt am 12. April und endet am 23. Juli.

Wenn Sie Fragen zu den Lehrveranstaltungen und deren Ablauf haben, können Sie sich jederzeit gern auch vorab an die Dozentinnen und Dozenten per Mail wenden. Die Kontaktdaten finden Sie hier:

https://www.uni-potsdam.de/de/js-rw/institut/kollegium


Die LehrveranstaltungsplanerInnen geben Ihnen ebenfalls gern Auskunft, für die Religionswissenschaft Dr. Stefan Gatzhammer; für die Jüdischen Studien Dr. Ulrike Schneider.

Weitere aktuelle Informationen zum Studium sind hier zusammengestellt:

https://www.uni-potsdam.de/de/studium/corona

Berücksichtigen Sie bitte auch die Anmelde-, Belegungs- und Rücktrittszeitraum für die Lehrveranstaltungen:

https://www.uni-potsdam.de/de/studium/termine/semestertermine

Wir freuen uns trotz der weiterhin ungewöhnlichen Ausgangsbedingungen auf das gemeinsame Semester mit Ihnen. 


Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen zum Semesterstart

Die Dozentinnen und Dozenten des Instituts

Nach oben

Jan Wilkens
Foto: Jens Koschel

Neuerscheinung im Universitätsverlag: „Jewish, Gay and Proud: The Founding of Beth Chayim Chadashim as a Milestone of Jewish Homosexual Integration“

Zehn Fragen für ein Buch, gestellt an Jan Wilkens, Autor des Buches „Jewish, Gay and Proud: The Founding of Beth Chayim Chadashim as a Milestone of Jewish Homosexual Integration“, Universitätsverlag 2020

Jan Wilkens
Foto: Jens Koschel

Nach oben

"Moses war nicht Nathan"

Prof. Schulte sprach mit der Jüdischen Allgemeinen über den jüdisch-deutschen Aufklärer Moses Mendelssohn.

Nach oben

Leschon ha-Kodesch
Foto: privat

"Leschon ha-Kodesch" - Hebräisch als heilige Sprache

Am 20. Juli 2020 hielt Dr. Dorothea Salzer ihren Habilitationsvortrag zum Thema "Leschon ha-Kodesch: Entstehung und Entwicklung der Vorstellung des Hebräischen als heiliger Sprache des Judentums in der Antike".

Ausgehend von einer Bemerkung Gershom Scholems ("zum Bersten erfüllte Worte") schilderte Dr. Salzer die Aufladung des Hebräischen als "Leshon ha-Kodesh", heilige Sprache, auf verschiedenen Ebenen: Seit der Spätantike galt Hebräisch im Judentum als Sprache der Schöpfung, als menschliche "Ursprache", sowie als geoffenbarte Sprache. Die Folgen dieser "Heiligung des Hebräischen" sind unter anderem in der späteren synagogalen Liturgie und Poesie und den Identitäts- und Gruppenzugehörigkeitsdiskursen verschiedener Epochen zu besichtigen.

Im anschließenden Kolloquium wurden vor allem Fragen zum Verhältnis der Leschon ha-Kodesch zu säkularen Manifestationen des Hebräischen diskutiert. Trotz der aufgrund der Pandemieprävention reduzierten Teilnehmerzahl entwickelte sich eine lebendige Debatte. Im Anschluss gab es einen kleinen Sektempfang auf den Treppen der Communes am Neuen Palais.

Leschon ha-Kodesch
Foto: privat

Nach oben

Wir stören

Professor Christoph Schulte zur Geschichte des Faches Jüdische Studien und ihrer Rolle in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus; aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 1. Juli 2020.

Nach oben

Juliane Rösch
Foto: privat

Juliane Rösch (1975-2020)

 

„Genießt die besonderen Momente und teilt sie mit anderen Menschen. Dann fühlt ihr das Glück gleich zweimal." Diese Worte, die Juliane Rösch in einem Abschiedsbrief Anfang dieses Jahres schrieb, standen gleichbedeutend für ihr Lebensmotto. Die ehemalige Jiddisch-Lehrerin und Kollegin in den Jüdischen Studien verkörperte diese Maxime sowohl in ihrem privaten als auch in ihrem beruflichen Leben. Juliane, die alle nur als ‚Jule‘ kannten, war eine Teamplayerin, eine, der die menschliche Begegnung und das gemeinsame Ziel immer wichtiger als der rein persönliche Nutzen waren.

Die gebürtige Thüringerin gehörte der Generation junger Ostdeutscher an, die in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren das europäisch-jüdische Vermächtnis erforschen und in die Kulturen des Judentums vor der Schoah eintauchen wollten. Zwischen 1999 und 2007 bereicherte sie mit ihrer Neugier, ihrer Tatkraft und ihrer sprudelnden Lebensfreude die Studierendenschaften der Jüdischen Studien, der Polonistik und der Geschichte an der Universität Potsdam.

Ihre große Liebe im Studium galt dem jiddischen Theater. Sie ko-initiierte das in der 25-jährigen Geschichte der Jüdischen Studien einzigartige Projekt der ‚Latutniks‘: eine Gruppe theaternärrischer Studentinnen und Studenten, die in den Jahren 2002/03 den sozialkritischen jiddischen Einakter ‚Gute Brider‘ (Avrom Rejsen) neu arrangierten und über ein Dutzend mal in Potsdam und überregional aufführten. Auch ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit war eine Gemeinschaftsproduktion: in Ko-Autorenschaft forschte sie über das jiddischsprachige Theater GOSET in Moskau, Berlin und Tel-Aviv der 1920er und 1930er Jahre. Als studentische Mitarbeiterin war sie mit der Erfassung und Katalogisierung mehrerer Judaica‐ und Hebraica‐Bestände  für die Universitätsbibliothek Potsdam befasst. Nach ihrem Studium arbeitete Jule als Jiddisch-Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin.

Ihre spätere berufliche Bestimmung fand sie in der Jugend- und Bildungsarbeit, im Zusammenbringen junger Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Seit Mitte der 2000er Jahre war sie für den Potsdamer Verein HochDrei tätig, zwischen 2010 und 2016 als Jugendreferentin beim Technischen Hilfswerk und zudem ab 2012 als Referentin und schließlich als Leiterin der Seminararbeit beim ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V. in Berlin.

Im Herbst 2018 erfuhr Juliane ‚Jule‘ Rösch erstmals von ihrer Krebserkrankung. Sie behielt bis zuletzt ihren unerschütterlichen Optimismus und ihre Menschenzugewandtheit, machte Pläne für die Zukunft. Ende Februar ist sie im Beisein ihrer Angehörigen verstorben. Sie hinterlässt drei erwachsene Kinder.

Eik Dödtmann

Juliane Rösch
Foto: privat

Nach oben

Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.
Foto: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Cod. Levy 22
Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg überschreitet die Grenzen der Wissenschaftsregion

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg, das 2017 online ging, wächst über seine regionalen Grenzen hinaus. Mit dem neuen Release werden nun auch die Bestände des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, die Library of Jewish Scepticism – Bibliothek des Maimonides Centre for Advanced Studies der Universität Hamburg, die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg und die Judaica-Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ausgewiesen. Diese können im Gesamtportal aber auch über Facetten direkt angesteuert werden.

Gleich mit Start des Portals 2017 waren die Fachbestände von 11 Berliner und Brandenburgischen Bibliotheken sowie der Artikelindex für Jüdische Studien, RAMBI, der Israelischen Nationalbibliothek im Portal gemeinsam recherchierbar. Ein Novum war zudem die Einbindung einer virtuellen hebräischen Tastatur und der Wechsel zwischen links- und rechtsläufiger Schrift, welche die Suche in Originalschrift ermöglicht.

Seitdem wird das Portal kontinuierlich erweitert. 2018 wurde die Digitale Sammlung Judaica der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main mit fast 50.000 Digitalisaten eingebunden. Seit 2019 sind auch die Judaica-Bestände des Deutschen Archäologischen Instituts, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und der Joseph Wulf Mediothek – Haus der Wannsee-Konferenz über das Portal recherchierbar.

Der Erfolg des Portals ist vor allem der engen Kooperation zwischen dem Fachverbund Judaica (Berlin-Brandenburg), dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) zu verdanken. Durch den vom KOBV entwickelten Discoveryservice ALBERT – Library Search Engine konnte ein Portal aufgesetzt werden, welches die zum Teil sehr spezifischen Ansprüche der Judaica-Fachbestände – wie transliterierte Titelangaben, Originalschrift und rechtsläufige Schrift - bedienen kann. Die vom KOBV gefundenen technischen Lösungen flossen zugleich in die grundlegende Weiterentwicklung des ALBERT-Systems ein. So ist das Judaica-Portal die erste ALBERT-Instanz, die Datensätze heterogener Quellen dedupliziert und weitere Mechanismen zur Datenvorverarbeitung analog zum KOBV-Portal einsetzt. Diese Weiterentwicklung wird mittelfristig auch anderen Fachbeständen zugutekommen, die z.B. ebenfalls Besonderheiten in Schriftbild und -richtung aufweisen.

Mit der Aufnahme der Hamburger Judaica-Bestände überschreitet das Portal nun seine bisherigen regionalen Grenzen der ausgewiesenen Bibliotheksbestände. Diese Erweiterung bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und allen Interessierten die Möglichkeit, einen Gesamteindruck der Judaica-Bestände der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg und Hamburgs zu erhalten und erleichtert den Zugang. Die Teilnahme von weiteren Bibliotheken mit Judaica-Beständen aus dem deutschsprachigen Raum ist geplant und erwünscht.

Text: Monika Schärtl, Andreas Kennecke

 

Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.
Foto: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Cod. Levy 22
Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.

Nach oben

Arkadia Vershvovskaya, Studentin der Jüdischen Studien, im Porträt (Foto: Stephan Pramme)

Arkadia Vershvovskaya - Ein Porträt. Jüdische Allgemeine vom 12. September 2019

Nach oben

 200 Jahre Wissenschaft des Judentums - Vom "Verein für Cultur und Wissenschaft der Juden" zu den modernen Jüdischen Studien

Quelle: Zukunft. Informationsblatt des Zentralrats der Juden in Deutschland, Nr. 10 (31. Oktober 2018), 18. Jhrg., S. 4-5.

Nach oben

Das Institut verurteilt den Anschlag in Halle

Eine Doktorandin der Jüdischen Studien überlebte den Anschlag in der Synagoge

Das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft verurteilt den Anschlag auf die Synagoge in Halle an Jom Kippur aufs Schärfste. Christina Feist, eine Doktorandin des Instituts, war an Jom Kippur unter den Betenden in der Synagoge und hat nur durch Zufall diesen Akt des Rechtsterrorismus und des Antisemitismus überlebt.

Wir sind schockiert und traurig. Den Angehörigen der beiden Todesopfer drücken wir unser Mitgefühl aus. Den anderen Opfer sichern wir unsere Solidarität zu.

Als Bürger*innen und als Wissenschaftler*innen dürfen wir nicht vor der Gewalt des Rechtsterrorismus zurückweichen. Wir werden uns nicht verstecken und auch in Zukunft in aller Öffentlichkeit Jüdische Studien lehren und Antisemitismus bekämpfen.

Nach oben

Hörsaal (negativ)
Foto: N. N.

In eigener Sache – Bildung ist keine Massenware

Liebe Studierende,

die Universitätsleitung plant, im Rahmen des Ausbaus der Lehramtsstudiengänge (Aufwuchs Lehramt) neue Dauerstellen im Mittelbau mit einem Deputat von in der Regel 18 Semesterwochenstunden (SWS) zu besetzen. Das ist im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch. Wir würden damit die Situation der Fächer in der philosophischen Fakultät gegenüber vielen anderen Universitäten mittel- und langfristig deutlich verschlechtern. Eine qualitativ hochwertige, forschungsbasierte Lehre mit gleichzeitig bestmöglicher Betreuung der Studierenden wird auf dieser Basis nicht mehr möglich sein.

In seiner Sitzung am 23. Januar 2019 hat der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät beschlossen, sich den Vorgaben der Universitätsleitung zu widersetzen und keine Mitarbeiter*innenstellen mit einer Lehrverpflichtung von 18 SWS auszuschreiben. Das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft schließt sich der fakultätsweiten Forderung an, eine Begrenzung der SWS für Lehrende und Dozenten auf max. 12 SWS festzulegen, um den Fortbestand der forschungsbasierten Lehre und eine bestmögliche Betreuung der Studierenden zu sichern.

Hier finden Sie einen Link zur Petition „Bildung ist keine Massenware“, wo Sie sich weiter informieren können.

Offener Brief der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam

Hörsaal (negativ)
Foto: N. N.

Nach oben