Aktuelles

Informationen zur Lehre im Wintersemester 2020/21

Liebe Studierende der Jüdischen Studien und der Religionswissenschaft,

wir hoffen, dass Sie trotz der großen Herausforderungen, auch im privaten Bereich, das Sommersemester gut bewältigen konnten.

Aufgrund der aktuellen Situation wird es leider auch im anstehenden Wintersemester Einschränkungen im Lehrbetrieb sowie bei der Nutzung der Bibliotheken und weiterer universitärer Einrichtungen geben.

Die Raumkapazitäten an der Universität und die zu beachtenden Abstandsregelungen lassen leider nur einen kleinen Teil der Lehrveranstaltungen als Präsenzveranstaltungen zu. Diese wird vor allem die Veranstaltungen für die Erstsemester betreffen. Der größere Teil der Lehrveranstaltungen, sowohl der Vorlesungen als auch der Seminare, wird wie auch im Wintersemester digital angeboten. Dabei werden in den Lehrveranstaltungen die vielfältigen technischen Möglichkeiten, wie Moodle, Videokonferenzen via Zoom, Diskussionsforen, intensiv genutzt, um über die Seminarinhalte mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, aber auch eine Diskussion unter den Studierenden zu ermöglichen.

Das Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester wird ab 1. Oktober über PULS zugänglich sein. Dort finden Sie auch Hinweise, wie die Veranstaltungen abgehalten werden. Der Fachbereich Religionswissenschaft hat einen Präsenztag eingerichtet, an dem die Lehrveranstaltungen, vor allem für die Erstsemester, gebündelt stattfinden, um den Studierenden den Studienalltag etwas zu erleichtern.

Die Einschreibung für die Veranstaltungen ist bei PULS vom 19. Oktober 2020 bis zum 30. November 2020 möglich, am 29. Oktober erfolgt die erste Zulassung seitens der DozentInnen. Die Vorlesungszeit beginnt am 2. November und endet am 12. Februar.

Wenn Sie Fragen zu den Lehrveranstaltungen und deren Ablauf haben, können Sie sich jederzeit gern auch vorab an die Dozentinnen und Dozenten per Mail wenden. Die Kontaktdaten finden Sie hier:

https://www.uni-potsdam.de/de/js-rw/institut/kollegium


Die LehrveranstaltungsplanerInnen geben Ihnen ebenfalls gern Auskunft, für die Religionswissenschaft Julian Holter; für die Jüdischen Studien Dr. Ulrike Schneider.

Weitere aktuelle Informationen zum Studium sind hier zusammengestellt:

https://www.uni-potsdam.de/de/studium/corona

Berücksichtigen Sie bitte auch die Anmelde-, Belegungs- und Rücktrittszeitraum für die Lehrveranstaltungen:

https://www.uni-potsdam.de/de/studium/termine/semestertermine

Wir freuen uns trotz der weiterhin ungewöhnlichen Ausgangsbedingungen auf das gemeinsame Semester mit Ihnen. Bereits jetzt möchten wir Sie zu unserer traditionellen Semestereröffnung herzlich einladen, die am 11. November um 18.00 Uhr stattfinden wird. Prof. Dr. Thomas Meyer wird diese mit einem Vortrag zu Hannah Arendt einleiten. Genauere Informationen zur Eröffnung veröffentlichen wir auf der Homepage des Instituts.


Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen zum Semesterstart

Die Dozentinnen und Dozenten des Instituts

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Herbst am Neuen Palais
Foto: Karla Fritze

Herzlich Willkommen!

Die Einführungsveranstaltungen für Erstsemester finden an folgenden Tagen statt:

 

Religionswissenschaft | 20.10.2020, 13:00 Uhr | Am Neues Palais, Haus 9, Raum 1.12

Jüdische Studien | 21.10.2020, 10:00 Uhr | Am Neuen Palais, Haus 9, Raum 1.12

 

Weitere Informationen: https://www.uni-potsdam.de/de/studium/konkret/anfaenger/einfuehrungsveranstaltungen/zwei-fach-bachelorstudiengaenge

 

Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier:

https://www.uni-potsdam.de/de/studium/zugang/immatrikulation-bachelor

Herbst am Neuen Palais
Foto: Karla Fritze

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"Moses war nicht Nathan"

Prof. Schulte sprach mit der Jüdischen Allgemeinen über den jüdisch-deutschen Aufklärer Moses Mendelssohn.

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Leschon ha-Kodesch
Quelle: privat

"Leschon ha-Kodesch" - Hebräisch als heilige Sprache

Am 20. Juli 2020 hielt Dr. Dorothea Salzer ihren Habilitationsvortrag zum Thema "Leschon ha-Kodesch: Entstehung und Entwicklung der Vorstellung des Hebräischen als heiliger Sprache des Judentums in der Antike".

Ausgehend von einer Bemerkung Gershom Scholems ("zum Bersten erfüllte Worte") schilderte Dr. Salzer die Aufladung des Hebräischen als "Leshon ha-Kodesh", heilige Sprache, auf verschiedenen Ebenen: Seit der Spätantike galt Hebräisch im Judentum als Sprache der Schöpfung, als menschliche "Ursprache", sowie als geoffenbarte Sprache. Die Folgen dieser "Heiligung des Hebräischen" sind unter anderem in der späteren synagogalen Liturgie und Poesie und den Identitäts- und Gruppenzugehörigkeitsdiskursen verschiedener Epochen zu besichtigen.

Im anschließenden Kolloquium wurden vor allem Fragen zum Verhältnis der Leschon ha-Kodesch zu säkularen Manifestationen des Hebräischen diskutiert. Trotz der aufgrund der Pandemieprävention reduzierten Teilnehmerzahl entwickelte sich eine lebendige Debatte. Im Anschluss gab es einen kleinen Sektempfang auf den Treppen der Communes am Neuen Palais.

Leschon ha-Kodesch
Quelle: privat

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Wir stören

Professor Christoph Schulte zur Geschichte des Faches Jüdische Studien und ihrer Rolle in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus; aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 1. Juli 2020.

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Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie

Liebe Studierende,

das Sommersemester wird aufgrund der aktuellen Situation in vollkommen anderer Weise ablaufen als bisher. Dies wird die Lehrveranstaltungen und Lehrformate in starkem Maße betreffen. Die Lehrveranstaltungen unseres Instituts werden bis auf Weiteres digital angeboten. Das Lehren und Lernen im Onlinemodus kann die klassische Seminarsituation mit ihrer Unmittelbarkeit und den aktiven Diskussionsmöglichkeiten nicht ersetzen. Trotzdem sollen in den Lehrveranstaltungen die vielfältigen technischen Möglichkeiten, wie Moodle, Videokonferenzen via Zoom, Diskussionsforen, intensiv genutzt werden, um über die Seminarinhalte mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, aber auch eine Diskussion unter den Studierenden zu ermöglichen.

Zentraler Anlaufpunkt für die Veranstaltungen ist der jeweilige Moodle-Kurs. Dort werden die wichtigsten Informationen zur Gestaltung des jeweiligen Seminars/der jeweiligen Vorlesung hinterlegt sein. Da die Einschreibung bei PULS erst am 20. April beginnt, möchten wir Sie bitten, sich sehr zeitnah nach der PULS-Freischaltung in die Kurse einzuschreiben, damit die Dozentinnen und Dozenten des Instituts Sie kontaktieren können. Wenn Sie Fragen zu den Lehrveranstaltungen und deren Ablauf haben, können Sie sich jederzeit gern auch vorab an die Dozentinnen und Dozenten per Mail wenden. Die Kontaktdaten finden Sie hier: https://www.uni-potsdam.de/de/js-rw/institut/kollegium.

Einige Moodlekurse sind bereits vor dem 20. April ohne Passwort zugänglich. Bitte schreiben Sie sich möglichst zeitnah in diese Moodle-Kurse ein. So kann der Kontakt zwischen Ihnen und den Lehrenden hergestellt werden.

Nach derzeitigem Stand beginnen die Lehrveranstaltungen in der Woche vom 20. April.

Eine Übersicht des Lehrangebots finden Sie auf der PULS-Seite:

Jüdische Studien (BA und MA):https://puls.uni-potsdam.de/qisserver/rds?state=verpublish&publishContainer=vvzpdfindexstgdoc&stgkz=JUD

Religionswissenschaft (BA):https://puls.uni-potsdam.de/qisserver/rds?state=verpublish&publishContainer=vvzpdfindexstgdoc&stgkz=REL

Weitere aktuelle Informationen zum Studium sind hier zusammengestellt: https://www.uni-potsdam.de/de/studium/corona.

Berücksichtigen Sie bitte auch den veränderten Anmelde-, Belegungs- und Rücktrittszeitraum für Lehrveranstaltungen, siehe dazu: https://www.uni-potsdam.de/de/studium/termine/semestertermine.

Sollten Sie dringende Fragen zu Ihren Modularbeiten, BA-Arbeiten oder MA-Arbeiten haben, kontaktieren Sie bitte die zuständigen Betreuer*innen dieser Arbeiten per E-Mail.

 

Wir freuen uns trotz der ungewöhnlichen Ausgangsbedingungen auf das gemeinsame Semester mit Ihnen, welches für uns alle ein Abenteuer werden wird.

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Juliane Rösch
Foto: privat

Juliane Rösch (1975-2020)

 

„Genießt die besonderen Momente und teilt sie mit anderen Menschen. Dann fühlt ihr das Glück gleich zweimal." Diese Worte, die Juliane Rösch in einem Abschiedsbrief Anfang dieses Jahres schrieb, standen gleichbedeutend für ihr Lebensmotto. Die ehemalige Jiddisch-Lehrerin und Kollegin in den Jüdischen Studien verkörperte diese Maxime sowohl in ihrem privaten als auch in ihrem beruflichen Leben. Juliane, die alle nur als ‚Jule‘ kannten, war eine Teamplayerin, eine, der die menschliche Begegnung und das gemeinsame Ziel immer wichtiger als der rein persönliche Nutzen waren.

Die gebürtige Thüringerin gehörte der Generation junger Ostdeutscher an, die in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren das europäisch-jüdische Vermächtnis erforschen und in die Kulturen des Judentums vor der Schoah eintauchen wollten. Zwischen 1999 und 2007 bereicherte sie mit ihrer Neugier, ihrer Tatkraft und ihrer sprudelnden Lebensfreude die Studierendenschaften der Jüdischen Studien, der Polonistik und der Geschichte an der Universität Potsdam.

Ihre große Liebe im Studium galt dem jiddischen Theater. Sie ko-initiierte das in der 25-jährigen Geschichte der Jüdischen Studien einzigartige Projekt der ‚Latutniks‘: eine Gruppe theaternärrischer Studentinnen und Studenten, die in den Jahren 2002/03 den sozialkritischen jiddischen Einakter ‚Gute Brider‘ (Avrom Rejsen) neu arrangierten und über ein Dutzend mal in Potsdam und überregional aufführten. Auch ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit war eine Gemeinschaftsproduktion: in Ko-Autorenschaft forschte sie über das jiddischsprachige Theater GOSET in Moskau, Berlin und Tel-Aviv der 1920er und 1930er Jahre. Als studentische Mitarbeiterin war sie mit der Erfassung und Katalogisierung mehrerer Judaica‐ und Hebraica‐Bestände  für die Universitätsbibliothek Potsdam befasst. Nach ihrem Studium arbeitete Jule als Jiddisch-Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin.

Ihre spätere berufliche Bestimmung fand sie in der Jugend- und Bildungsarbeit, im Zusammenbringen junger Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Seit Mitte der 2000er Jahre war sie für den Potsdamer Verein HochDrei tätig, zwischen 2010 und 2016 als Jugendreferentin beim Technischen Hilfswerk und zudem ab 2012 als Referentin und schließlich als Leiterin der Seminararbeit beim ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V. in Berlin.

Im Herbst 2018 erfuhr Juliane ‚Jule‘ Rösch erstmals von ihrer Krebserkrankung. Sie behielt bis zuletzt ihren unerschütterlichen Optimismus und ihre Menschenzugewandtheit, machte Pläne für die Zukunft. Ende Februar ist sie im Beisein ihrer Angehörigen verstorben. Sie hinterlässt drei erwachsene Kinder.

Eik Dödtmann

Juliane Rösch
Foto: privat

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Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.
Quelle: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Cod. Levy 22
Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg überschreitet die Grenzen der Wissenschaftsregion

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg, das 2017 online ging, wächst über seine regionalen Grenzen hinaus. Mit dem neuen Release werden nun auch die Bestände des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, die Library of Jewish Scepticism – Bibliothek des Maimonides Centre for Advanced Studies der Universität Hamburg, die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg und die Judaica-Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ausgewiesen. Diese können im Gesamtportal aber auch über Facetten direkt angesteuert werden.

Gleich mit Start des Portals 2017 waren die Fachbestände von 11 Berliner und Brandenburgischen Bibliotheken sowie der Artikelindex für Jüdische Studien, RAMBI, der Israelischen Nationalbibliothek im Portal gemeinsam recherchierbar. Ein Novum war zudem die Einbindung einer virtuellen hebräischen Tastatur und der Wechsel zwischen links- und rechtsläufiger Schrift, welche die Suche in Originalschrift ermöglicht.

Seitdem wird das Portal kontinuierlich erweitert. 2018 wurde die Digitale Sammlung Judaica der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main mit fast 50.000 Digitalisaten eingebunden. Seit 2019 sind auch die Judaica-Bestände des Deutschen Archäologischen Instituts, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und der Joseph Wulf Mediothek – Haus der Wannsee-Konferenz über das Portal recherchierbar.

Der Erfolg des Portals ist vor allem der engen Kooperation zwischen dem Fachverbund Judaica (Berlin-Brandenburg), dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) zu verdanken. Durch den vom KOBV entwickelten Discoveryservice ALBERT – Library Search Engine konnte ein Portal aufgesetzt werden, welches die zum Teil sehr spezifischen Ansprüche der Judaica-Fachbestände – wie transliterierte Titelangaben, Originalschrift und rechtsläufige Schrift - bedienen kann. Die vom KOBV gefundenen technischen Lösungen flossen zugleich in die grundlegende Weiterentwicklung des ALBERT-Systems ein. So ist das Judaica-Portal die erste ALBERT-Instanz, die Datensätze heterogener Quellen dedupliziert und weitere Mechanismen zur Datenvorverarbeitung analog zum KOBV-Portal einsetzt. Diese Weiterentwicklung wird mittelfristig auch anderen Fachbeständen zugutekommen, die z.B. ebenfalls Besonderheiten in Schriftbild und -richtung aufweisen.

Mit der Aufnahme der Hamburger Judaica-Bestände überschreitet das Portal nun seine bisherigen regionalen Grenzen der ausgewiesenen Bibliotheksbestände. Diese Erweiterung bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und allen Interessierten die Möglichkeit, einen Gesamteindruck der Judaica-Bestände der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg und Hamburgs zu erhalten und erleichtert den Zugang. Die Teilnahme von weiteren Bibliotheken mit Judaica-Beständen aus dem deutschsprachigen Raum ist geplant und erwünscht.

Text: Monika Schärtl, Andreas Kennecke

 

Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.
Quelle: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Cod. Levy 22
Bild: Illustration aus der Handschrift Hagadah shel Pesah im perush Yad Yosef u-perush al pi ha-sod, SUB Hamburg Cod. Levy 22, den Link zum Digitalisat finden Sie im Judaica-Portal.

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Arkadia Vershvovskaya, Studentin der Jüdischen Studien, im Porträt (Foto: Stephan Pramme)

Arkadia Vershvovskaya - Ein Porträt. Jüdische Allgemeine vom 12. September 2019

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 200 Jahre Wissenschaft des Judentums - Vom "Verein für Cultur und Wissenschaft der Juden" zu den modernen Jüdischen Studien

Quelle: Zukunft. Informationsblatt des Zentralrats der Juden in Deutschland, Nr. 10 (31. Oktober 2018), 18. Jhrg., S. 4-5.

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Das Institut verurteilt den Anschlag in Halle

Eine Doktorandin der Jüdischen Studien überlebte den Anschlag in der Synagoge

Das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft verurteilt den Anschlag auf die Synagoge in Halle an Jom Kippur aufs Schärfste. Christina Feist, eine Doktorandin des Instituts, war an Jom Kippur unter den Betenden in der Synagoge und hat nur durch Zufall diesen Akt des Rechtsterrorismus und des Antisemitismus überlebt.

Wir sind schockiert und traurig. Den Angehörigen der beiden Todesopfer drücken wir unser Mitgefühl aus. Den anderen Opfer sichern wir unsere Solidarität zu.

Als Bürger*innen und als Wissenschaftler*innen dürfen wir nicht vor der Gewalt des Rechtsterrorismus zurückweichen. Wir werden uns nicht verstecken und auch in Zukunft in aller Öffentlichkeit Jüdische Studien lehren und Antisemitismus bekämpfen.

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Hörsaal (negativ)
Quelle: N. N.

In eigener Sache – Bildung ist keine Massenware

Liebe Studierende,

die Universitätsleitung plant, im Rahmen des Ausbaus der Lehramtsstudiengänge (Aufwuchs Lehramt) neue Dauerstellen im Mittelbau mit einem Deputat von in der Regel 18 Semesterwochenstunden (SWS) zu besetzen. Das ist im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch. Wir würden damit die Situation der Fächer in der philosophischen Fakultät gegenüber vielen anderen Universitäten mittel- und langfristig deutlich verschlechtern. Eine qualitativ hochwertige, forschungsbasierte Lehre mit gleichzeitig bestmöglicher Betreuung der Studierenden wird auf dieser Basis nicht mehr möglich sein.

In seiner Sitzung am 23. Januar 2019 hat der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät beschlossen, sich den Vorgaben der Universitätsleitung zu widersetzen und keine Mitarbeiter*innenstellen mit einer Lehrverpflichtung von 18 SWS auszuschreiben. Das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft schließt sich der fakultätsweiten Forderung an, eine Begrenzung der SWS für Lehrende und Dozenten auf max. 12 SWS festzulegen, um den Fortbestand der forschungsbasierten Lehre und eine bestmögliche Betreuung der Studierenden zu sichern.

Hier finden Sie einen Link zur Petition „Bildung ist keine Massenware“, wo Sie sich weiter informieren können.

Offener Brief der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam

Hörsaal (negativ)
Quelle: N. N.

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