Team der Professur
Foto: Kadir Sanci
v.l.n.r.: Ulrike Kollodzeiski, Lilith Reuter, Johann Ev. Hafner, Frederik Hochdorfer, Kadir Sanci, Dirk Schuster, Wenke Papenhagen, Hans-Michael Haußig und Jenny Vorpahl

Professur für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Christentum

Profil

Die Professur wurde 2005 aus Mitteln des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft eingerichtet und 2010 vom Land Brandenburg übernommen und stellt - da sie an der Philosophischen Fakultät und nicht an einem theologischen Institut angesiedelt ist - eine Besonderheit in der Wissenschaftslandschaft dar. Aus dem "Schwerpunkt Christentum" ergibt sich eine dreifache Perspektive: Erstens, das Christentum meist im Vergleich mit einer anderen Religion von außen zu beschreiben, zweitens das Selbstverständnis des Christentums oft mit Rückgriff auf dogmatische Grundlagen nachvollziehbar darzustellen und drittens die Funktion dieses Selbstverständnisses mittels religionstheoretischer Modelle zu beobachten. Die Professur gehört dem Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft und dem Institut Lebensgestaltung Ethik Religionskunde (LER) an und kooperiert mit dem Institut für Jüdische Theologie und dem Institut für Philosophie.

 

Team der Professur
Foto: Kadir Sanci

Unsere Gegenstände von links nach rechts:

getrockneter Lama-Fötus „sullu“ aus La Paz/Bolivien. Wird beim Bau von Häusern in das Fundament gegeben, um die Bewohner vor bösen Blicken zu schützen

emaillierter Totenschädel „calavera“ aus Los Angeles/USA. Dient beim mexikanischen Fest „Dia de los muertos“ (an Allerheiligen/Allerseelen) als Schmuck auf Hausaltären

Glücksaltar „larario“ aus Potosi/Bolivien. Mit Kruzifixbild, Figürchen (Madonna, Jesus, Haus, Auto, Monstranz), Glühlampe und Gebet zum „Senor de Manquiri“

Holzskulptur St. Christophorus aus Garmisch-Partenkirchen/Deutschland. Der Heilige gilt als Patron der Reisenden und Beschützer vor ‚unversehenem‘ Tod, Figur aus spätantiken Legenden, 1969 aus dem katholischen Heiligenkalender gestrichen

Nachbildung einer Marmorbüste der Göttin Artemis:  Die „Artemis von Versailles“  (ca. 100 n.Chr., heute Louvre/ Paris) ist eine römische Kopie einer verlorenen griechischen Bronzestatue (ca. 330 v. Chr., Leochares zugeschrieben). Artemis zählt als Göttin der Jagdzu den zwölf olympischen Göttern.

Gipsfigur „RadhaKrishna“ aus Banaras/Indien. Die Figur des Götterpaares Radha und Krishna (blauhäutig, Kopf Krishnas fehlt) wurde bei einer Exkursion aus dem Ganges geborgen, in den Figuren nach Prozessionen hineingeworfen werden.

Bierflasche „Luther-Bier“ aus Wittenberg/Deutschland. Gebraut 2011 zum Reformationsjubiläum, Urtyp 5,1% alc., Aufschrift „ein kännlein bir gegen den teufel ihn damit zu verachten“

Deko-Figur eines „semazen“ / tanzender Derwisch aus Erbil/Kurdistan: Darstellung des Wirbeltanzes in weißem Gewand (tennure)  und Hut (sikke), die rechte Hand nach oben, die linke nach unten zeigend

siebenarmiger Leuchter „Menora“. War ein liturgisches Gerät im Bundeszelt (vgl. Ex 25), evt. im salomonischen (vgl. 1Kö 7) und sicher im Zweiten Tempel (vgl. Relief Titusbogen), dient heute v.a. Lampe vor dem Tora-Schrank in Synagogen