Laufende Projekte

AKILAS – Adaptiver und intelligenter KI-Lern-Assistent im schulischen Kontext (2021-2024)

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektleitung: Prof. Dr. Katrin Böhme , Prof. Dr. Manfred Stede (Angewandte Computerlinguistik, Universität Potsdam), Prof. Dr. Sebastian Stober (Artifical Intelligence Lab, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), David Hörmeyer (solocode GmbH Berlin)

Projektteam: Janne Mesenhöller, Xiaoyu Bai (Angewandte Computerlinguistik, Universität Potsdam), Johannes Schleiss (Artifical Intelligence Lab, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg),

Ziel des Verbundprojekts „AKILAS - adaptiver und intelligenter KI-Lern-Assistent im schulischen Kontext“ ist es, auf die Bedürfnisse von Lernenden individuell einzugehen und damit der Heterogenität von Schüler:innen zeit- und ressourcenschonend gerecht zu werden. Für ausgewählte Lernbereiche soll der Lernassistent anhand der Kompetenzprofile der Lernenden die Aufgaben auswählen, die jeweils einen hohen Erkenntnis- oder Kompetenzgewinn versprechen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen dabei die folgenden Fragen: Wie können digitale Angebote Schüler:innen lernförderlich und motivierend unterstützen? Welche Art von Feedback ist für Lernende attraktiv und belohnend? Welche Medienkompetenzen werden für die Nutzung von Lernapps auf Seiten der Lernenden und Lehrkräfte vorausgesetzt und wie können digitale Angebote benutzer:innenfreundlich gestaltet werden? Durch welche Tools kann die intrinsische Motivation zur Nutzung von Lernapps beidseitig gefördert werden?

Geplant sind für die pädagogische Begleitforschung u. a. Kompetenztestungen und Fragebögen für Schüler:innen sowie für Lehrkräfte. Des Weiteren sollen ethische, rechtliche und soziale Implikationen des Verbundprojekts jederzeit kritisch reflektiert und datenschutzrechtliche Belange sensibel beleuchtet werden.

Lesen mit digitalen Medien – Leseförderung mit Kinderbüchern, Kinderbuch-Apps und digitalen Audiostiften (seit 2019)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme, Anja Rettig

Das Projekt „Lesen mit digitalen Medien“ ermöglicht, in einem praxisnahen Setting digitale und traditionelle Printmedien pädagogisch sinnvoll zu kombinieren und den kombinierten Einsatz zu erproben. Dazu gehört die didaktische Aufbereitung der kombinierten Nutzung mit dem Ziel, Differenzierung und Individualisierung im inklusiven Lese- und Literaturunterricht zu ermöglichen. Auf digitaler Seite wurde bereits der Einsatz von Kinderbuch-Apps zusammen mit entsprechenden analogen Kinderbüchern wiederholt erfolgreich umgesetzt. Darüber hinaus ist alternativ der Einsatz von digitalen Audiostiften vorgesehen. Digitale Audiostifte stellen eine Verbindung zwischen analogen und digitalen Medien her, indem Sie Printmedien hörbar machen und eigenen sich insbesondere für Einzelfördersettings.

Das beschriebene innovative Lehrprojekt wird im Rahmen des Seminars „Präventions- und Interventionsprogramme zur Förderung der sprachlichen und kommunikativen Entwicklung“ realisiert. Die am Lehrprojekt teilnehmenden Studierenden erarbeiten kooperativ und unter intensiver Begleitung Ideen für Leseprojekte bzw.  Einzelfördersettings und setzen diese an einer Brandenburger oder Berliner Grundschule um. Hierbei sammeln die Studierenden wertvolle Erfahrungen in der schulischen Praxis, erhalten kontinuierlich Feedback von den Dozentinnen und erleben selbst mediendidaktische Möglichkeiten und Grenzen des kombinierten Einsatzes von analogen und digitalen Medien.

MeWis: Mehrsprachigkeitsbezogenes Wissen von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften (2019-2023)

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme, Annemarie Michel, Prof. Dr. Christoph Schroeder (Institut für Germanistik, Zentrum Sprache, Variation, Migration)

Fach- und bildungssprachliche Texte und Aufgaben stellen für einige Schülerinnen und Schüler (SuS) besondere Herausforderungen dar. Betroffen sind oft mehrsprachige SuS sowie SuS aus bildungsfernen Elternhäusern. In diesem Projekt, das PSI-Potsdam angehört, sollen für diesen Kontext Wissen vermittelt und diagnostische Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden und perspektivisch Lehrkräfte gefördert werden. Konkret sollen Kompetenzen zur Diagnose sprachlicher Herausforderungen im Unterricht der Grundschule gefördert werden.

Evaluationsprojekt „Haus der Sprache“ (seit 2019)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme, Anja Rettig

Ziel des Projektes ist die längsschnittliche Begleitung und Evaluation der Neugründung einer Modellgrundschule mit integrierter Staatlicher Europa-Schule Berlin (SESB), die den Inklusionsgedanken der UN-Behindertenrechtskonvention (Artikel 24) in besonderer Weise umzusetzen anstrebt. Durch die wissenschaftliche Begleitung der Schulentwicklungsmaßnahme soll eine Grundlage für weitere Schulentwicklungsbemühungen geschaffen werden. Der Fokus der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation liegt auf Förderangeboten im Bereich Sprache sowie auf Schwerpunktthemen der partizipierenden schulischen Akteure. Die Neugründung der Schule ist für das Schuljahr 2020/21 geplant und von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) offiziell genehmigt. Die Evaluation ist für einen Zeitraum von 3 Schuljahren mit Start im Schuljahr 2019/20 vorgesehen, sodass zunächst eine Baseline der Evaluationsbereiche vor Schulneugründung erfasst wird. Zwei weitere Messzeitpunkte sind für das erste und das zweite Schuljahr nach Schulneugründung geplant und sollen die Entwicklung in den Evaluationsbereichen über einen mittelfristigen Zeitraum abbilden.

Leichte Sprache im schulischen Kontext (seit 2017)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme, Sarah Bormann

Ziel des Projektes ist es, die Potentiale einer Integration von Prinzipien Leichter und einfacher Sprache im inklusiven Unterricht auszuloten. Dabei werden sowohl Lehrkräfte bezüglich ihrer Einstellungen zu und Erfahrungen mit den beiden Konzepten befragt als auch konkrete Texte auf ihre Verständlichkeit hin untersucht. Dabei wird unter anderem folgenden Forschungsfragen nachgegangen: Auf welcher empirischen Grundlage stehen die Regeln Leichter Sprache? Sehen Lehrerinnen und Lehrer einen Bedarf für den Einsatz von Sachtexten verschiedener Schwierigkeitsgrade in ihrem Unterricht? Welche Regeln Leichter Sprache können die Verständlichkeit von Schulbuchtexten verbessern? Welche Schülergruppen profitieren beim verstehenden Lesen von Sachtexten, die nach den Regeln Leichter Sprache verfasst oder modifiziert wurden? 

INSIDE - Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland (2016-2020)

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme (Inklusionspädagogik Sprache), Dr. Cornelia Gresch und Prof. Dr. Petra Stanat (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach und Dr. Monja Schmitt (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe) sowie Prof. Dr. Michael Grosche (Universität Wuppertal) 

Das Forschungsprojekt „INSIDE - Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland“ zielt u. a. darauf ab, erstmalig ein für die Bundesrepublik umfassendes Bild vom Ist-Zustand der Umsetzungsformen schulischer Inklusion zu zeichnen. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen: In welcher Weise wird schulische Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland umgesetzt? Unter welchen Bedingungen führt Inklusion zu einer erfolgreichen individuellen Entwicklung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) und welche Effekte hat die inklusive Beschulung auf die nicht förderbedürftigen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden von Schülerinnen und Schülern mit SPF? Wie werden Unterrichtsprozesse entsprechend der individuellen Lernausgangslagen adaptiv und differenziert gestaltet? 

Geplant sind u. a. Kompetenztestungen und Fragebogen für Schülerinnen und Schüler sowie für Schulleiterinnen, Schulleiter und Lehrkräfte und eine telefonische Elternbefragung. Darüber hinaus wird eine vertiefende Untersuchung der Unterrichtsgestaltung durch den Einsatz von Unterrichtstagebüchern erfolgen.

Abgeschlossene Projekte

GramVo - Förderung grammatischer Voraussetzungen des Textverstehens und der Textproduktion bei Schülerinnen und Schülern (2017-2020)

Förderung durch Strukturbereichsmittel

Projektverantwortliche: Dr. Antje Skerra

Die Fähigkeit Texte zu verstehen und zu verfassen, aus Texten Wissen zu erschließen ist eine bedeutende Voraussetzung, um eine erfolgreiche Schullaufbahn einschlagen zu können. Das Verstehen und die Produktion von Texten liegen an der Schnittstelle zwischen verschiedenen sprachlichen Ebenen und außersprachlichem Wissen. Ziel des Forschungsprojektes GramVo ist es, eine sprachliche Fördermaßnahme zu evaluieren, die ihren Schwerpunkt in der Förderung grammatischer Voraussetzungen für das Verstehen und das Verfassen von Texten hat.

ELA-D (2018 – 2019)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme, Sarah Bormann

In Kooperation mit dem Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen Berlin (IQB) entwickelten wir in Vorbereitung des Bildungstrends 2021 neue Testaufgaben für das Fach Deutsch. Das Ziel war es, für alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe möglichst zugängliche Testaufgaben zu entwickeln, die gleichzeitig eine hohe diagnostische Aussagekraft besitzen. Die neuen Testaufgaben für die Kompetenzbereiche Lesen, Hörverstehen und Orthografie wurden im Frühjahr 2019 in einer Erprobungsstudie pilotiert.

TAMoLi - Texte, Aktivitäten und Motivationen im Literaturunterricht der Sekundarstufe I (2016 – 2018)

Förderung durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme (Inklusionspädagogik Sprache), Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann (FHNW)

TAMoLi ist ein Projekt der Pädagogischen Hochschule FHNW, der Universität Potsdam und der Universität Hildesheim. Uns interessiert die Praxisvielfalt des Lese- und Literaturunterrichts in der Sekundarstufe I. 

Welche Texte lesen Lehrerinnen und Lehrer mit Jugendlichen? Welche Ziele verfolgen sie im Unterricht? Welche Lesemotivationen entwickeln Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit? 

Die Ergebnisse des Projekts sollen Hinweise für eine bereichernde Gestaltung des Lese- und Literaturunterrichts liefern. Sie sollen Aufschluss über gute Unterrichtspraxis geben und die Lehrerinnen- und Lehrerbildung unterstützen.

Informationen zum Projekt TAMoLi finden sich unter: www.literaturunterricht.ch

ERIC - Effects of reading instruction on cognitive processes – Computer-based assessment in elementary schools (2015 - 2017)

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme ( Inklusionspädagogik Sprache), PD Dr. Sascha Schroeder (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin) und Prof. Dr. Dirk Richter (Universität Potsdam)

Das Forschungsprojekt „ERIC“ beschäftigt sich mit der computerbasierten Erfassung kognitiver Teilprozesse des Lesens und der Erhebung lesebezogener Lerngelegenheiten im Deutschunterricht der Grundschule. In diesem Projekt möchten wir auf der Basis von Lehrer-Logbüchern im Längsschnitt untersuchen, welche Lerngelegenheiten im frühen Leseunterricht in der Primarstufe zur Verfügung gestellt werden und daraus ableiten, wie verschiedene didaktische Konzepte zur Entwicklung kognitiver Teilprozesse des Lesens und der Lesekompetenz beitragen.

ELA - Entwicklung leichter Aufgaben (2014 - 2016)

Förderung durch die Länder Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Böhme (Inklusionspädagogik Sprache), Prof. Dr. Dirk Richter, Prof. Dr. Antje Ehlert und Prof. Dr. Jürgen Wilbert (Universität Potsdam) sowie Prof. Dr. Michael Grosche (Universität Wuppertal)

Das Forschungsprojekt „ELA – Entwicklung leichter Aufgaben“ widmet sich der Konstruktion und empirischen Erprobung von leichten, diagnostisch aussagekräftigen Testaufgaben in den Fächern Deutsch und Mathematik für Grundschulkinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Unser Ziel ist es, die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder bei der Entwicklung entsprechender Aufgaben besser zu berücksichtigen und die grafische und sprachliche Gestaltung der Aufgaben entsprechend anzupassen. Gleichzeitig zielen wir auf die äquivalente Messung zentraler Konstrukte (bspw. der Lesekompetenz) in großen Schulleistungsstudien, um auch für diese Schülerinnen und Schüler verlässliche Aussagen zur Qualität unseres Bildungssystems treffen zu können.