Diagnostik und Förderung

Sozial-emotionale Kompetenzen

15. Januar 2019 - 01/2019

Internalisierende Auffälligkeiten in der Schule erkennen

Autorinnen:

Lynn Scherreiks und Anja Schwalbe (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Psychische Auffälligkeiten, insbesondere internalisierende Auffälligkeiten, werden im Schulalltag häufig übersehen. Die Diagnostik internalisierenden Verhaltens bei Schülerinnen und Schülern wird zum einen durch schwer identifizierbare Symptome, und zum anderen durch die fehlende Sensibilisierung von Lehrkräften für das Thema erschwert. Für Schülerinnen und Schüler kann das bedeuten, dass sich ihre Symptome im Laufe ihrer Entwicklung manifestieren und verschlimmern. Aus diesem Grund wurde ein Fragebogen entwickelt, der die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften bei internalisierenden Auffälligkeiten erfasst. Mithilfe des Instruments soll untersucht werden, an welchen Dimensionen diagnostischer Kompetenz die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften ansetzen sollte.  Artikel


Schlagwörter:

Diagnostische Kompetenz, internalisierende Auffälligkeiten, Professionalität von Lehrkräften

15. Januar 2017 - 01/2017

„Nützt es was oder nützt es nichts?“ - Direct Behavior Rating (DBR) als diagnostische Methode zur zeitnahen Überprüfung des Fördererfolgs bei unterrichtlichem Schülerinnen- und Schülerverhalten

Autor:
Gino Casale (Universität zu Köln)

Zusammenfassung:
Die Umsetzung einer evidenzbasierten pädagogischen Praxis setzt diagnostische Verfahren voraus, die zur Überprüfung des Fördererfolgs im Einzelfall geeignet sind. In diesem Kontext haben sich Methoden der Verlaufsdiagnostik als geeignet erwiesen. Während für den Bereich des akademischen Lernens bereits einige solcher Verfahren entwickelt und evaluiert wurden, fehlen im Bereich des Unterrichtsverhaltens von Schülerinnen und Schülern noch vergleichbare Verfahren, die für eine engmaschige Erfassung des Verhaltens geeignet sind. Das Direct Behavior Rating (DBR) hat sich international und in ersten Studien auch in Deutschland als potenzielles Verfahren für diese Zwecke bewährt. Der vorliegende Beitrag stellt die Methode konzeptionell vor. Zentrale Aspekte des aktuellen Forschungsstandes zur Testgüte werden – vor dem Hintergrund der praktischen Relevanz – präsentiert. Die Methode wird anhand eines Fallbeispiels exemplarisch für die praktische Umsetzung angewendet. Zum Artikel

Schlagwörter: Verhaltensdiagnostik, Evidenzbasierte Praxis, Direct Behavior Rating

15. Juli 2016 - 07/2016

Depressionen und Ängste bei Schüler_innen
Unauffällige Auffälligkeiten

Autorin:
Jana Grubert (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Ängstliche und depressive Kinder und Jugendliche fallen in der Schule kaum auf. Sie benötigen aber ebenso wie verhaltensauffällige Schüler_innen Unterstützung, um Risiken hinsichtlich ihrer emotional-sozialen Entwicklung abzuwenden. Lehrkräfte können einen Beitrag zu frühzeitiger Feststellung psychischer Belastungen leisten, wenn sie über entsprechend unauffällige Symptome Bescheid wissen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über internalisierende Auffälligkeiten, diagnostische Verfahren und mögliche Ansätze der Früherkennung im Schulkontext. Zum Artikel

Schlagwörter:
Diagnostik, emotional-soziale Entwicklung, Depressionen, Ängste

15. Februar 2016 - 02/2016

Effektive Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen in der Grundschule mit Lubo aus dem All!

Autoren:
Dennis Hövel (Universität zu Köln), Thomas Hennemann (Universität zu Köln)

Zusammenfassung:
Der Beitrag thematisiert die Bedeutung manualisierter Präventionsprogramme zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im Kontext übergeordneter Bildungsziele. Zunächst wird das Programm „Lubo aus dem All!“ in seinen Inhalten und methodisch-didaktischen Möglichkeiten sowie dem Transfer der Trainingsinhalte in den Schulalltag vorgestellt. Abschließend werden die vier zum Programm vorliegenden Studien kurz vorgestellt und Implikationen für die Praxis diskutiert: Das Theoriewissen und der Alltagstransfer der Lehrperson ist maßgeblich für die Wirksamkeit des Programms mitverantwortlich. Zum Artikel

Schlagwörter:
Prävention, Lubo aus dem All!, sozial-kognitive Informationsverarbeitung, Gefühls- und Verhaltensstörungen

15. April 2015 - 4/2015

Im Unterricht über Gefühle sprechen?
Emotionales Verständnis fördern

Autor:
Theresa Gerlach (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Das Verstehen von Emotionen ist eine wichtige Kompetenz und beeinflusst sowohl das eigene Verhalten als auch soziale Beziehungen von Kindern. Dennoch wird das Emotionsverständnis in der Schule kaum gefördert. Ziel dieses Artikels ist es, die Notwendigkeit einer expliziten Förderung des Emotionsverständnisses in der Primarstufe zu begründen. Darüber hinaus sollen Fördermöglichkeiten dargestellt werden, die zugunsten der kindlichen Entwicklung und einer guten Lernatmosphäre im Unterricht umgesetzt werden können. Zum Artikel

Schlagwörter:
Emotionales Verständnis, Förderung emotionaler Kompetenz, soziale Inklusion, Grundschule

Akademische Kompetenzen

15. Juni 2018 - 06/2018

"Scaffolding - Erfolgreich Sprache bilden und Fördern im inklusiven Unterricht"

Autorin:

Antje Skerra  (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Die sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes sind eine wesentliche Voraussetzung für seine schulische Laufbahn. Sprachförderung und Sprachbildung ist damit in den letzten Jahren zu einem obligatorischen Handlungsfeld von Lehrkräften geworden. In dem vorliegenden Beitrag wird die Methode des Scaffoldings vorgestellt. Mit dem Scaffolding haben Lehrkräfte eine lerntheoretisch fundierte und wirksame Methode an der Hand. Sie bietet die Möglichkeit Kinder fächerübergreifend zu unterstützen. An Hand von Beispielen soll aufgezeigt werden, wie die Umsetzung im Unterricht aussehen kann. Zum Artikel


Schlagwörter:

Sprachförderung, Bildungssprache, Scaffolding

15. April 2018 - 04/2018

"Die Erfassung von Lernpotentialen und benötigter Unterstützung: Dynamisches Testen"

Autor:

Moritz Börnert-Ringleb (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Dynamisches Testen zeichnet sich durch eine Verbindung von Testung und Förderung im diagnostischen Prozess aus. Durch dieses Vorgehen sollen Informationen zu benötigter Unterstützung und Lernpotentialen von Kindern gewonnen werden. Diese Informationen erscheinen insbesondere im Kontext pädagogischen Handelns relevant und können eine wichtige Erweiterung zu bestehenden diagnostischen Zugängen darstellen. In dem vorliegenden Beitrag werden die grundlegenden Ideen und theoretischen Grundlagen des dynamischen Testens erörtert und in Bezug auf einen möglichen Nutzen im inklusiven Kontext diskutiert. Zum Artikel


Schlagwörter:

Dynamisches Testen, Schulische Diagnostik, Inklusiver Unterricht, Förderung

15. März 2018 - 03/2018

"Basale Lesefertigkeiten erfolgreich fördern.

Die Nutzung von Lautlese-Tandems an Grundschulen."

Autorinnen:

Susanne Fadler und Katrin Böhme (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Die Förderung der Lesekompetenz gilt als eine der wichtigsten Aufgaben der Grundschule. Viele Studien zeigen jedoch, dass sich die Lesekompetenz während der Grundschulzeit nicht bei allen Schülerinnen und Schülern ausreichend entwickelt. Der vorliegende Beitrag möchte daher eine Methode vorstellen, mit der basale Lesefertigkeiten in der Grundschulzeit erfolgreich gefördert werden können: die Lautlese-Tandems. Ausgehend von der wissenschaftlichen Fundierung dieser Methode wird zunächst deren Effektivität anhand empirischer Studien aufgezeigt und basierend auf Daten der ERIC-Studie dargestellt, dass Lautlese-Tandems gegenwärtig nur selten zum Einsatz kommen. Abschließend werden Lautlese-Tandems praxisnah vorgestellt und es wird erläutert, wie eine Umsetzung im Unterrichtsalltag gelingen kann. Zum Artikel


Schlagwörter:

Lesen, Lesekompetenz, Leseförderung, Lautleseverfahren, Lese-Tandem, Leseflüssigkeit

15. September 2017 - 09/2017

"Lernen individuell fördern – wie kann das gelingen?"

Autorin:

Karin Salzberg-Ludwig (Universität Potsdam) 

Zusammenfassung:

Schulisches Lernen gelingt nicht immer allen Kindern und Jugendlichen so gut, wie sie und auch die Lehrkräfte und Eltern es sich wünschten. Diese Kinder benötigen besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Neben einer kontinuierlichen Beobachtung und Analyse ihres Lernverhaltens ist es hilfreich, schnell und flexibel bei der Planung von Fördermaßnahmen zu reagieren. Doch wie kann das in dem regulären Schulalltag gelingen? 
Dieser Frage widmet sich der vorliegende Beitrag. Auf der Grundlage einer systematischen Analyse von Förderplänen und -maßnahmen und einer kurzen Beschreibung gelingender Lernhandlungen wird das in Brandenburger Schulen bereits erfolgreich eingesetzte Struktur- Lege-Verfahren zur individuellen Diagnostik und Förderplanung anhand eines Fallbeispiels vorgestellt. Zum Artikel

Schlagwörter:

Lernstörungen, individuelle Lernförderung, Modell der Lernhandlungen, Struktur-Lege-Verfahren, Erarbeitung von Förderzielen und -maßnahmen

15. April 2016 - 04/2016

Erzählfähigkeit im Grundschulalter

Autorin:
Theresa Gerlach (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Die Erzählfähigkeit ist eine wichtige sprachliche Kompetenz, die Kinder üblicherweise im Elementar- und Primarbereich erwerben und die Einfluss auf die weitere schulische und soziale Entwicklung hat. Der Ansatz der Geschichtengrammatik bildet die Basis dieses Beitrags, weil sie sowohl zur Bewertung einer mündlichen Erzählung geeignet ist als auch Grundlage für die Förderung des Erzählerwerbs im Unterricht sein kann. Auf weitere Unterrichtsprinzipien zur direkten Förderung wird eingegangen. Ebenfalls werden Ziele der indirekten Förderung thematisiert, die sich aus den kognitiven und sprachlichen Voraussetzungen des Erzählerwerbs ergeben. Zum Artikel

Schlagwörter:
Erzählfähigkeit, Spracherwerb, Sprachförderung, Grundschule

15. November 2015 - 11/2015

Gespräche mit Kindern über ihre Schreibungen als Möglichkeit der Förderdiagnostik im Schriftspracherwerb

Autor:
Katrin Böhme (Universität Potsdam) und Josefine Prengel (Papageno Grundschule, Berlin-Mitte)

Zusammenfassung:
Um rechtschreibschwache Kinder möglichst frühzeitig in ihrer Entwicklung gezielt zu unterstützen, muss zunächst geklärt werden, wo eine entsprechende Förderung ansetzen kann. Eine Möglichkeit hierfür ist ein Gespräch mit den Kindern über ihre Schreibungen und die Strategien, die sie beim Schreiben anwenden. Das Konzept solcher Gespräche ähnelt der Forschungsmethode des lauten Denkens. Diese Methode, Auszüge aus Gesprächen und Ergebnisse einer qualitativen Studie mit Dritt- und Viertklässlern möchten wir in diesem Beitrag vorstellen. Um die Gespräche auch zum Zweck der Förderdiagnostik einsetzen zu können, zeigen wir an Beispielen, welche Hinweise die Äußerungen der Kinder liefern und wie diese genutzt werden können. Zum Artikel

Schlagwörter:
Rechtschreibentwicklung, Rechtschreibstrategien, inklusive Förderdiagnostik, lautes Denken 

15. Oktober 2015 - 10/2015

Den Spaß in spaßig erkennen: Die Rolle der morphologischen Bewusstheit für das Leseverstehen

Autor:
Dr. Elisabeth Fleischhauer (Bergische Universität Wuppertal)

Zusammenfassung:
Die deutsche Rechtschreibung bildet nicht nur Laute ab sondern auch die Morpheme eines Wortes wie Vorsilben, Stämme und Endungen (z.B. : Rett-ung [=Stamm und Endung], un-glaub-lich [=Vorsilbe, Stamm und Endung]). Morpheme transportieren vielfältige Informationen eines Wortes, zum Beispiel seine Bedeutung und seine Wortart. Morpheme zu erkennen hilft daher dem Lesesinnverständnis. Sie werden im Leseunterricht der Primarstufe aber selten thematisiert. Dieser Beitrag soll herausarbeiten, inwiefern die Bewusstheit für Morpheme im Leseerwerb der Grundschule das Lesesinnverständnis fördert. Darüber hinaus werden Übungen zur Förderung der morphologischen Bewusstheit in der Primarstufe vorgeschlagen. Zum Artikel

Schlagwörter:
Schriftspracherwerb, Lesen und Schreiben, Förderung, morphologische Bewusstheit

15. Februar 2015 - 2/2015

Diagnostik von Rechenschwäche
Von der Klassifikation zur entwicklungsorientierten Diagnostik

Autor:
Miriam Balt (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Der Erwerb mathematischer Kompetenzen ist ein Entwicklungsprozess, der deutlich vor der Einschulung beginnt. Demzufolge starten die Kinder bereits mit unterschiedlichem mathematischen Vorwissen in den Anfangsunterricht. Um Kinder mit einem Risiko für eine Rechenschwäche (Fachbegriff: Dyskalkulie) frühzeitig identifizieren und ihren Bedürfnissen angemessen fördern zu können, ist die Einrichtung einer gut funktionierenden Diagnostik unerlässlich. Welche Relevanz hat aber die aktuell praktizierte Diagnostik nach ICD-10 Kriterien für die Förderplanung bezogen auf die individuelle Situation eines Kindes? Als notwendige Alternative wird eine entwicklungsorientierte Diagnostik vorgeschlagen, die Aussagen darüber zulässt, wo im Prozess der mathematischen Kompetenzentwicklung sich ein Kind befindet und welche Unterstützung es konkret benötigt. Zum Artikel

Schlagwörter:
Diagnostik, Rechenschwäche, mathematische Kompetenzentwicklung

15. Dezember 2014 - 2/2014

Lernverlaufsdiagnostik
Definition, Einsatzbereiche und Perspektiven für die pädagogische Praxis

Autor:
Moritz Börnert (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Die Lernverlaufsdiagnostik stellt eine Möglichkeit der Darstellung von individuellen Lernverläufen dar. Mit Hilfe dieser können Aussagen über gegenwärtige Bewältigung von schulischem Lernen getroffen und entstehende schulische Schwierigkeiten präventiv erkannt werden. Somit könnte Lernverlaufsdiagnostik einen wichtigen Beitrag zum Gelingen schulischer Inklusion leisten. In diesem Artikel wird das Konstrukt der Lernverlaufsdiagnostik erklärt und auf Schwierigkeiten in der Testerstellung und -auswertung aufmerksam gemacht. Zudem wird ein Überblick über existierende Verfahren zur Lernverlaufsdiagnostik im deutschsprachigen Raum gegeben. Evidenzen zur Wirksamkeit von Lernverlaufsdiagnostik werden zusammengefasst.   Zum Artikel

Schlagwörter:
Lernverlaufsdiagnostik, Inklusiver Unterricht

Spezifische Förderbereiche

15. Februar 2019 - 02/2019

Zum Zusammenhang von Lernschwierigkeiten und Verhaltensproblemen in der Schule: Wirkmodelle und Ansätze für pädagogisches Handeln

Autoren:

Moritz Börnert-Ringleb, Linda Kuhr und Ante Pavic (Universität Potsdam)


Zusammenfassung:

Das gleichzeitige Auftreten von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten in schulischen Handlungsfeldern stellt Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Voraussetzung für die Ableitung angemessener pädagogischer Entscheidungen für den Umgang mit dieser Gruppe von Lernenden stellt das Wissen über mögliche Erklärungsmodelle dar. Vor diesem Hintergrund sollen in diesem Beitrag, Einblicke in mögliche Entstehungsmuster von kombinierten Lern- und Verhaltensschwierigkeiten gegeben werden. Unterschieden wird dabei zwischen Verhaltensschwierigkeiten als Konsequenz von Lernschwierigkeiten, Lernschwierigkeiten als Konsequenz von Verhaltensschwierigkeiten und dem gleichzeitigen Auftreten von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten.   Artikel


Schlagwörter:

Lernschwierigkeiten, Verhaltensprobleme, Komorbidität, Förderung

15. August 2018 - 08/2018

"Motorisch ungeschickte (Schul)Kinder – Wie können wir sie erkennen?"

Autorin:

Heike Bott  (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

In den letzten Jahren ist aufgrund verschiedener nationaler und internationaler Leistungsüberprüfungen das Forschungsinteresse im Hinblick auf Lernstörungen und deren Früherkennung stetig gestiegen. Deshalb ist es wichtig, bereits frühe Hinweise auf mögliche Risiken zu erkennen, um geeignete Präventions- und Interventionsmaßnahmen anzubieten.
Die motorischen Leistungen der Kinder werden im Schulalltag selten in Zusammenhang mit Schulerfolg gebracht. Es zeigt sich jedoch, dass insbesondere bei Problemen in der Feinmotorik aber auch in der Grobmotorik die Auswirkungen auf die Schulleistungen nicht unerheblich sind. Eine Überprüfung der Leistungsfähigkeit sollte gezielt auch motorische Komponenten enthalten, um vor allem in der Schuleingangsphase die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen.  Zum Artikel


Schlagwörter:

motorische Fähigkeiten, Entwicklungsrisiken, Schulleistungen, visuellräumliche Fähigkeiten

15. Oktober 2017 - 10/2017

"Sprachentwicklungsverzögerung - Elternfragebögen als Möglichkeit der Früherkennung"

Autorin:

Eveline Pinstock (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Ein verzögerter Sprechbeginn weist auf eine mögliche Sprachentwicklungsstörung hin, kann eine Störung jedoch aufgrund interindividuell unterschiedlicher Entwicklungsverläufe nicht sicher vorhersagen. Durch Elternfragebögen können Sprachentwicklungsverzögerungen im Alter von zwei Jahren zuverlässig erkannt werden. Im deutschsprachigen Raum existieren diverse normierte Elternfragebögen (ELAN-R, ELFRA-2, FRAKIS bzw. FRAKIS-K, SBE-2-KT und A-CDI), die als Screeninginstrumente in Frage kommen. Für aussagekräftige Angaben zur prognostischen Validität der Fragebögen ist weitere Forschung notwendig. Ebenso ist eine einheitliche Klassifikation für eine verzögerte und gestörte Sprachentwicklung erforderlich. Zum Artikel

Schlagwörter:

frühkindliche Sprachentwicklung, späte Sprecher, gestörte Sprachentwicklung, Elternfragebogen, diagnostisches Screening

15. Januar 2016 - 01/2016

Wenn Kinder nicht zuhören wollen - oder können?!

Autorin:
Stefanie Borgward (Uni Potsdam)

Zusammenfassung:
Auditive Verarbeitungs- und Warnehmungsstörungen (AVWS) sind Defizite in der Verarbeitung von Sprachsignalen bei normalem Hörvermögen. Im Unterricht zeigt sich eine AVWS typischerweise durch ein eingeschränktes Sprachverstehen v. a. unter Störgeräuschen, ein unzureichndes Kurrzeitgedächtnis für Sprache und Geräusche sowie Problemen im Erkennen und Unterscheiden von Sprachlauten. Dieser Beitrag beschreibt das Störungsbild und stellt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der schulischen Lernsituation von Schülerinnen und Schülern mit AVWS vor. Diese betreffen die Gestaltung des Unterrichts, das Sprecherverhalten der Lehrperson und die räumlich-akustische Ausstattung des Klassenzimmers. Zum Artikel

Schlagwörter:
Auditive Verarbeitung, Schriftspracherwerb, Unterrichtsgestaltung, Sprecherverhalten, Klassenraumakustik

15. November 2014 - 1/2014

Selektiver Mutismus bei Grundschulkindern
Diagnose und Fördermöglichkeiten

Autor:
Anja Starke (Universität Potsdam, TU Dortmund)

Zusammenfassung:
Selektiver Mutismus ist eine relativ seltene Angststörung der frühen Kindheit, bei der Kinder in spezifischen Situationen (z.B. in der Schule) schweigen, obwohl sie über adäquate Sprachkompetenzen verfügen. Aufgrund der Seltenheit und Unscheinbarkeit des Phänomens wird selektiver Mutismus häufig erst spät erkannt. In diesem Beitrag werden Möglichkeiten der Diagnostik im schulischen Kontext vorgestellt. Ein Überblick über mögliche Interventionen im außerschulischen Bereich, sowie erste Hinweise für die Förderung schweigender Kinder in der Schule werden gegeben.  Zum Artikel

Schlagwörter:
Selektiver Mutismus, Schule, Diagnostik, Fördermöglichkeiten