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Lehrprojekt 2025/2026: Klimafolgen vor Ort erleben - Beobachtungen zur Klima(un)gerechtigkeit in Zimbabwe

Zu sehen ist eine Personengruppe mit 24 schwarzen bzw. weißen Personen, die vor einer gläsernen Gebäudefront stehen, lächeln und winken und verschiedenfarbige Tücher quer über den Körper tragen.
Foto: Gerd Antepohl
Die Exkursionsgruppe, bestehend aus den teilnehmenden Studierenden und Betreuer:innen der Universität Potsdam sowie lokalen Partner:innen, bei ihrer Ankunft in Harare im Februar 2026.

Zurück nach Zimbabwe - Ein Überblick über das aktuelle Projekt

Das Lehrprojekt Zimbabwe 2026 umfasste ein fachgeographisches und ein fachdidaktisches Vorbereitungsseminar sowie einen dreiwöchigen Feldaufenthalt in Zimbabwe. Im Zentrum stand die Auseinandersetzung mit Fragen der Klima(un)gerechtigkeit sowie mit unterschiedlichen Wahrnehmungen, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die Klimakrise im Globalen Norden und Globalen Süden. Der Fokus lag dabei auf Aspekten der globalen Gerechtigkeit, postkolonialen Verantwortung und des Austauschs mit Betroffenen der Klimakrise sowie mit Akteur:innen vor Ort, insbesondere aus der Forschungs- und Bildungsarbeit. 

Das zweite Studienprojekt ermöglichte es den Studierenden, Ungleichheiten in den Ursachen, den Auswirkungen und bei den Bewältigungsstrategien der Klimakrise unmittelbar zu beobachten, in lokalen und globalen Kontexten zu analysieren und kritisch zu reflektieren. Aus humangeographischer und fachdidaktischer Perspektive fördert das Projekt eine rassismuskritische, machtsensible und global ausgerichtete Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und stärkt das Bewusstsein dafür, dass ein zukunftsfähiger Umgang mit der Klimakrise gemeinsame, grenzübergreifende Handlungswege und Kooperationen erfordert.

Der Feldaufenthalt führte insgesamt zwölf angehende Geographielehrkräfte vom 13. Februar 2026 bis 10. März 2026 nach Zimbabwe. Das begleitende Exkursionsteam bestand erneut aus Prof. Dr. Manfred Rolfes und Dagmar Bode sowie aus Dr. Pola Serwene der Arbeitsgruppe Geographische Bildung, die das Lehrprojekt 2026 erstmals mitorganisierte. Somit wurde der Feldaufenthalt fachdidaktisch und fachwissenschaftlich professionell begleitet. Auch Gerd Antepohl begleitete die Exkursion erneut, um die Eindrücke, Erlebnisse und Lernprozesse vor Ort multimedial zu dokumentieren. 

Nach der Rückkehr der Exkursionsgruppe - vollzählig und wohlbehalten! - liegt nun der Fokus auf der Verabreitung, Auswertung und Reflexion der gesammelten Erfahrungen und Daten des Feldaufenthalts in Zimbabwe. Hierzu wird es, wie schon 2024, eine öffentliche Abschlussveranstaltung in Potsdam geben, auf der die Studierenden ihre wissenschaftlichen Arbeiten präsentieren und der Exkursionsfilm seine Premiere feiert.

Einladung: Abschlussveranstaltung am 10. Juli 2026

Wir möchten Sie ganz herzlich zur öffentlichen Abschlussveranstaltung des Lehrprojekts Zimbabwe am 10. Juli 2026 ab 17 Uhr unter dem Titel “Lernort Zimbabwe: Gemeinsamkeiten - Widersprüche - Reflexionen” einladen. Gemeinsam mit Ihnen - unseren Studis, Kolleg:innen, Freund:innen, Unterstützer.innen, Verwandten und interessierten Personen - möchten wir auf unsere Exkursion in Zimbabwe zurückschauen. 

Freuen Sie sich auf die Uraufführung des Exkursionkurzfilms und die Vorstellung der Forschungsprojekte unserer Studierenden. Die Veranstaltung findet im großen Hörsaal in Haus 12 auf dem Campus Golm statt. Den Abend lassen wir gemeinsam bei leckerem Gegrilltem und guten Getränken ausklingen.


Reiseberichte und Videoeinträge aus Zimbabwe

https://findpenguins.com/d-m-unterwegs/footprint/697e53ef4f07b4-10750689

Reiseverlauf und Tagesberichte der Exkursion auf FindPenguins

Über FindPenguins können Sie der Exkursion mithilfe von tagesaktuellen Berichten und Videos folgen. Dazu bitte einfach auf die Überschrift klicken.


Der Weg von der Uni Potsdam nach Zimbabwe

Foto: Sophie Mittag
Die Teilnehmenden der Exkursion 2026 mit Prof. Dr. Manfred Rolfes und Dagmar Bode bei der letzten gemeinsamen Veranstaltung an der Universität Potsdam.

Mit dem Ende des Wintersemesters 2025/2026 neigt sich auch die thematische Vorbereitung auf die Exkursion dem Ende zu. Gemeinsam mit weiteren Studierenden beschäftigten sich die Exkursionsteilnehmer:innen im Seminar "Globale Klimagerechtigkeit und postkoloniale Verantwortung" bei Prof. Dr. Manfred Rolfes mit den fachwissenschaftlichen Grundlagen für den Aufenthalt in Simbabwe. Sie analysierten mithilfe postkolonialer Theorien Prozesse und Strukturen in globalen Kontexten sowie anhand des Fallbeispiels Zimbabwe. Einige Teilnehmer:innen belegten zusätzlich das Seminar "Rassismuskritisch unterrichten" bei Dr. Pola Serwene. Hier erlernten sie die fachdidaktischen Grundlagen rassismuskritischen Unterrichts, beschäftigten sich mit konkreten Fallbeispielen und entwickelten eigene, machtsensible Unterrichtsmaterialien. 

Foto: Gerd Antepohl
Die Leiter:innen der Exkursion zu Besuch bei der simbabwischen Botschaft in Berlin.

Die Vorbereitungen für den Aufenthalt in Zimbabwe liefen ab Ende des Jahres 2025 auf Hochtouren. Hierzu gehörte auch ein intensiver Austausch mit der zimbabwischen Botschaft in Berlin, der die Kooperation und die gemeinsame Planung mit Akteur:innen vor Ort weiter vertiefte.

Foto: Manfred Rolfes
Reflexionsübung während des Workshops zu den gesellschaftlichen Machtdimensionen, persönlichen Positionierung innerhalb der Machtssphären und den eigenen Privilegien.

Die inhaltlichen Vorbereitungen des Projektes begannen im Wintersemester 2025/2026. Sie umfassten das humangeographische Seminar "Globale Klimagerechtigkeit und postkoloniale Verantwortung" und das fachdidaktische Seminar "Rassismuskritisch unterrichten: Globale Ungleichheiten thematisieren am Beispiel des südlichen Afrika". Die beiden Seminare standen auch interessierten Studierenden, welche nicht an der Exkursion teilnahmen, offen. Vertiefend für die Exkursionsteilnehmer:innen fand im November ein Workshop zum Thema interkulturelle Kommunikation statt. Der zweitägige Workshop mit Magdalena Freudenschuss von der RAA Brandenburg (https://raa-brandenburg.de/) beschäftigte sich unter anderem mit interkulturellen Herausforderungen, postkolonialen Machtverhältnissen und Reflexionsfragen. Er ermöglichte es den Studierenden, ihre eigenen Positionierungen in verschiedenen Systemen machtkritisch zu reflektieren, die Wirkungsweise von so genannten Single Stories zu analysieren und sich ihrer Verhaltensweisen bei Fremdheitserfahrungen bewusst zu werden.


Auf der Porträt-Aufnahme ist Prof. Dr. Manfred Rolfes zu sehen. Er trägt ein weißes Hemd und eine Brille und lächelt.
Foto: Stine Schönrock

Projektleiter | Prof. Dr. Manfred Rolfes

Projektmitarbeiterin | Dr. Pola Serwene