Allgemeine Geologie

Schneebedeckter Gebirgszug in den Anden
Foto: M. Strecker / UP
Aktive Gebirgsbildung in den Anden erforschen

Die Forschungen dieser Arbeitsgruppe verbinden Studien zur Tektonik mit Klima- und Oberflächenprozessen auf unterschiedlichen Zeit- und Raumskalen. Das übergeordnete Ziel ist es, die tektonischen und oberflächennahen Prozesse besser zu verstehen, die unseren Planeten und unseren Lebensraum formen. Diese vielschichtigen Wechselwirkungen verbinden dabei einige der faszinierendsten Bereiche der modernen Geowissenschaften.

Seit einiger Zeit ist uns bekannt, dass die Tektonik eine kritische Rolle im Klimageschehen einnimmt und dabei die Atmosphäre sowie die Stürmungen in den Meeren beeinflusst. Dennoch ist eine klare Unterscheidung von Prozessen und Wirkungen tektonischer und klimatischer Prozesse auf Stoffkreisläufe oder die topografische Entwicklung hochgradig komplex und wird durch Veränderungen von Hebungsraten sowie langwelligen klimatischen Veränderungen sowie kurzfristigen Klima-Variabilitäten stark beeinflusst.

Zum Beispiel zeigen Abweichungen der Abtragungsraten, die aus Modellen unterschiedlicher zeitlicher Reichweite bestimmt werden, dass Klimawechsel und Klimaveränderungen fundamentalen Einfluss auf die Effektivität von Erosion haben. Durch den Einsatz unterschiedlicher radiometrischer Verfahren zu Altersbestimmung, durch niedrig-Temperatur-Thermochronologie, durch Klima-Indikatoren in geologischen Archiven und satellitenbasierten Beobachtungen von Niederschlägen und Gletscherdynamiken versuchen wir tektonischen und klimatischen Prozesse auf unterschiedlichen Zeit- und Raumskalen zu identifizieren und zu bestimmen.

Dies eröffnet einzigartige und direkte Einblicke in die Prozesse und deren Geschwindigkeit, was schließlich dazu beiträgt, dass tektonische und klimatischer Kräfte besser abgeschätzt werden können, die das Angesicht unseres Planeten formen. Zusätzlich zu den geologischen Archiven nutzt die Arbeitsgruppe langzeitliche Effekte des tektonischen Spannungsfeldes und deren Wirkung auf Sedimentbecken, die Differenzierung von terrestrischen Sedimentbecken sowie das Verhalten verbundener Bruchsysteme um die Landschaftsprozesse entlang großer Gebirgszüge und Grabensysteme zu verstehen.

Schneebedeckter Gebirgszug in den Anden
Foto: M. Strecker / UP
Aktive Gebirgsbildung in den Anden erforschen

Prof. Manfred Strecker, PhD

AG Allgemeine Geologie

 

Campus Golm
Haus 27, Raum 1.33

Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam-Golm

Prof. Peter van der Beek

AG Allgemeine Geologie

 

Campus Golm
Haus 27, Raum 1.31

Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam-Golm