Graduiertenprogramm

Studierende springen in die Luft
Photo: AdobeStock-Kzenon

Kontakt

Johanna Goral
Referentin für Bildungsforschung

E-Mail: bildungsforschunguni-potsdamde

Professionalisierung von Lehrkräften in der digitalen Welt

Professionalisierungsprozesse von Lehrkräften im Rahmen beruflicher Fort- und Weiterbildungen gelten als wichtige strukturierte Lerngelegenheiten für Lehrkräfte, die zur Entwicklung von Professionswissen und damit zur Erweiterung beruflicher Kompetenz beitragen. Theoretisch wie empirisch gut untersucht sind die Gelingensbedingungen des Fortbildungserfolges bei Lehrkräften, dazu zählen unter anderem die Dauer der Fortbildung, ein enger fachdidaktischer Fokus auf konkrete Probleme und der systematische Wechsel zwischen theoretischem Input und praktischen Erprobungsphasen. Wenig bekannt ist bislang hingegen über die Bedeutung, die gesellschaftliche Wandlungsprozesse wie die Digitalisierung von Lehr-Lernprozessen für die Professionalisierung von Lehrkräften in der dritten Phase der Lehrerbildung innehaben. Aus der schulbezogenen Unterrichtsforschung ist bekannt, dass digitale Technologien die Möglichkeit bieten, individualisiertes Lernen systematisch zu unterstützen, indem Lernende ihr eigenes Lerntempo festlegen, selbstständig Lernmaterialien auswählen und systematische Hilfestellungen erhalten. Lehrende können durch digitale Medien entlastet werden, da adaptives Feedback durch den Einsatz von Medien, beispielsweise die onlinegestützte Eingabe eigener Texte, leichter umsetzbar ist. Allerdings erzielt die Nutzung digitaler Medien in Lehr-Lernsettings erst dann einen Mehrwert, wenn sie didaktisch sinnvoll in Lernprozesse integriert werden. Für den schulischen Kontext existieren bereits Forschungsarbeiten zu Gelingensbedingungen und Konsequenzen digitaler Technologien in Lehr-Lernprozessen. Es ist allerdings nur wenig über die Bedeutung digitaler Medien in Professionalisierungsprozessen von Lehrkräften bekannt. Zudem betrifft der digitale Wandel diese Prozesse auf allen Ebenen gegenstandsbezogener Fortbildung.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Graduiertenprogramm der Frage, welche Bedeutung digitale Technologien sowohl als Inhalt als auch als Methode für Professionalisierungsprozesse von Lehrkräften in der dritten Phase der Lehrerbildung haben. Ziel des Programms ist die interdisziplinäre, theoriegeleitete und evidenzbasierte Untersuchung von Gelingensbedingungen bei der Gestaltung von Fortbildungsmaßnahmen zu Themen des Digitalen Wandels und mit Methoden des Digitalen Wandels.

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Johanna Goral
Referentin für Bildungsforschung

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