Anlage des Jüdischen Friedhofs in Storkow

Der Jüdische Friedhof von Storkow liegt auf einer leichten Anhöhe an der Reichenwalder Straße [GPS: 52.260963, 13.944401] in direkter Nähe zum Großen Storkower See und südöstlich des kommunalen Friedhofs.
Ein dreiteiliges schmiedeeisernes Tor mit je einem Davidstern und siebenarmigem Leuchter (Menora) ermöglicht den Zugang zum ca. 511 m² großen und sehr gepflegten Begräbnisplatz. Geschützt ist er zudem durch eine umlaufende Ziegel- und Feldsteinmauer, die mit Hilfe der Denkmalpflege restauriert wurde und komplett intakt ist. Eine noch 1994 beschriebene Wasserpumpe im Eingangsbereich ist nicht mehr vorhanden.
Etwas mehr als 90 Grabsteine in sieben Begräbnisreihen sind erhalten, zumeist aber umgestürzt und auf der Inschriftenseite liegend. Auch bestehen sie mehrheitlich nur noch aus Sandstein. Auffällig ist, dass die dritte Belegungsreihe aus Kindergräbern besteht. Sehr viele Sockel, auf denen einst Grabsteine standen, wurden entlang der östlichen Friedhofsmauer abgelegt.
Der älteste Grabstein kennzeichnet das Ableben des Kaufmanns Liepmann Lewin im Jahr 1836, das jüngste Grabmal ist dem 1928 gestorbenen Hermann Groß gewidmet. Der Informationstafel am Eingang zufolge war der Grabstein für die am 18. Januar 1934 begrabene Margarete Todtmann, geb. Groß, das jüngste Grabmal des Friedhofes. Allerdings konnte es bei der Dokumentation des Friedhofs im Herbst 2025 nicht mehr ausfindig gemacht werden.
Anke Geißler-Grünberg
