Zum Hauptinhalt springen

Anlage des Jüdischen Friedhofs in Mittenwalde

Anlage des Jüdischen Friedhofs in Mttenwalde
Foto: Tabea Reinders
Blick von der westlich gelegenen Mauerstraße auf die Anlage des Jüdischen Friedhofs in Mttenwalde

Der jüdische Friedhof Mittenwalde erstreckt sich über eine Fläche von 529 m² und ist zwischen der heutigen „Am Hohen Holz“-Straße und der Mauerstraße lokalisiert [GPS: 52.267091, 13.537794]. Ein Teil des Grundstückes von 99 m² lag zwischen 1831 und 2011 im Grundbesitz der verstorbenen Eigentümergemeinschaft der Familie Schay Simon, Moses Sillman sowie David Rhein und Moses Richter. 

Die heutige Anlage folgt einem siebenteiligen Konzept, orientiert sich aber stark an der einstigen Struktur des historischen Friedhofs. Das Gelände wird von einer „hortus conclusus“ begrenzt, die die einstige Abschlussmauer nachbilden soll. Weiterhin wurden bis dahin noch vorhandene Bestandswände und Mauern restauriert und rekonstruiert. Um die Unantastbarkeit der Grabstätten nicht zu verletzen, wurden auf dem Gelände bauliche Konstruktionen ohne tiefe Fundamente installiert und nur die Hauptwege angelegt. Neben diesen befinden sich Plattenformationen („schwebende Schicht“) für zusätzliche Wege und Laufmöglichkeiten ohne das eventuelle Grabstätten betreten werden müssen. 

Ebenfalls folgt die räumliche Anordnung der Gedenksteine aus Naturstein der eines alten jüdischen Friedhofs und soll zur Verlangsamung und Andacht anhalten. Als Teil der Friedhofsstruktur zeigt sich auch die Partiell-Struktur der angepflanzten Gräser. Diese sollen die einstigen Achsen der Hauptwege symbolisieren, wie aus Luftbildern von 1945 hervorgeht. 

Tabea Reinders