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Buchreihe: Region - Nation - Europa

LIT Verlag Münster - Hamburg - London

Herausgeber/ Editor/ Directeur de la Collection: 
Heinz Kleger
Lehrstuhl für Politische Theorie der Universität Potsdam
Postfach 6011553
14415 Potsdam

Über die Reihe            English Version            Version Française

Die interdisziplinäre Reihe ‚Region-Nation-Europa‘ geht von der verspäteten Region Berlin-Brandenburg nach 1989 in der neuen Mitte Europas aus. Regionale Handlungsfähigkeit ist ein durchgängiges Thema (Bd. 8, 15, 34, 39, 41, 51, 56), Städte und Stadtregionen spielen dabei eine besondere Rolle (Bd. 4, 7, 11, 14, 26, 30, 51, 83). Politische Theorie muss heute in einer verstädterten Welt urban aufgeklärte Theorie sein, die ihren Ort und ihre Zeit hat. Von Berlin-Brandenburg aus gesehen hat der europäische Integrationsprozess eine transformative Macht, welcher die Rolle der Nationalstaaten bzw. Deutschlands in Europa verändert. Die Reihe beginnt deshalb nicht zufällig mit der EU-Osterweiterung (Bd. 1) und blickt kontinuierlich auf das Nachbarland Polen (Bd. 3, 10, 28, 33, 39, 53, 58, 63). Mehrere Untersuchungen begleiten konstruktiv den europäischen Verfassungsprozess (Bd. 3, 20, 25, 27, 31, 46, 68, 73, 76). Dabei stellt sich die Frage nach einer neuen politischen (Mehrfach-) Identität auf den verschiedenen Ebenen (Bd. 2, 5, 17, 40, 46, 49, 59, 64). Außerdem wird Einwanderung, Migration und Integration zu einer permanenten Herausforderung der Bürgerschaft (Bd. 5, 17, 34, 42, 49). Eine multiple und partizipatorische Bürgerschaft ist gefordert, für die innovative Verfahren der Beteiligung und Konfliktlösung wichtig werden (Bd. 9, 14, 19, 22, 23, 29, 30, 47, 50, 60, 67, 70, 81). Statt eines populistischen Nationalismus wird mit der Reihe eine demokratische Bürgerschaftspolitik analysiert und unterstützt. Politische Theorie in diesem Sinne ist auf empirische Forschung ebenso angewiesen wie auf den Vergleich und die theoretische Reflexion. Sie ist nicht nur themen-, problem- und lösungsorientiert, sondern auch streitbar-demokratisch.

 


Samuel Beuttler-Bohn
Die Identifikation der Bürger mit ihren Metropolregionen durch Metropolitan Governance. Die Ballungsräume Stuttgart und Rhein-Neckar im Vergleich  

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 83, 2017, 320 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13840-8

 

Wie und warum unterscheidet sich die Identifikation der Bürger mit ihren Metropolregionen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Metropolitan Governance-Strukturen? Das Buch untersucht diese Fragestellung mittels eines Mixed-Methods-Designs und vergleicht die Ballungsräume Stuttgart und Rhein-Neckar miteinander. Dabei zeigt sich eine deutlich stärkere metropolregionale Verbundenheit mit der Agglomeration Rhein-Neckar im Vergleich zum Stuttgarter Raum. Diese Unterschiede werden anhand von fünf metropolpolitischen Faktoren analysiert. 

Dr. Samuel Beuttler-Bohn, Promotionsstipendiat der FES, promovierte bei Prof. Dr. Roland Sturm. 

Birgit Kletzin 
Europa aus Rasse und Raum. Die nationalsozialistische Idee der Neuen Ordnung

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 2, 2000, 256 S., 20.90 EUR, br., ISBN 3-8258-4993-7, 2. Auflage 

Die Idee der "Neuordnung" Europas bestimmte die Außenpolitik des Dritten Reiches. Geopolitik, Außenwissenschaften und Raumforschung entwickelten die vage propagierten Ideen weiter, wobei Europa gleichsam zur Verfügungsmasse wurde. Losgelöst von Holocaust und Eroberungspolitik verfügten die "Neuordnungsvorstellungen" über eine hohe Anziehungskraft. Es entstand die Vision einer "Europäischen Gemeinschaft" zwischen "Lebensraum", "Großwirtschaftsraum" und "Solidar- und Kampfgemeinschaft", die geopolitische, wirtschaftliche und ideologische Komponenten mit den spezifisch nationalsozialistischen Hegemonie- und Eroberungsabsichten verband. 

(Dr. phil. Birgit Kletzin, geb. 1964 in Magdeburg, Historikerin, bisher erschienen: Trikolore unterm Hakenkreuz. Deutsch-französische Kollaboration 1940-1944, Opladen 1996.)

Heinz KlegerIreneusz Pawel Karolewski, Matthias Munke 
Europäische Verfassung. Zum Stand der europäischen Demokratie im Zuge der Osterweiterung

Reihe : Region - Nation - Europa
Bd. 3, 2004, 616 S., 29,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5097-8, 3. erweiterte Auflage

Die Frage nach der Europäischen Verfassung gehört zu den Kernfragen der europäischen Integration. Der Terminus Verfassung wird dabei insbesondere im Kontext politischer Forderungen nach einem substanziellen Integrationsfortschritt verwendet. Das vorliegende Buch untersucht systematisch die Gegenwarts- und Zukunftsaspekte der europäischen Verfassung, indem es die Rechtsnatur der Europäischen Union und die historische Entwicklung der europäischen Integration untersucht. Ausgewählte Positionen werden vorgestellt, welche die Debatte um eine europäische Verfassung und die Zukunft der europäischen Integration prägen (u.a. Dieter Grimm, Jürgen Habermas, Joschka Fischer). Die Entwicklungstendenzen des Staates wie die Zukunft der Demokratie in Europa werden beleuchtet und durch den Einbezug osteuropäischer Sichtweisen, Situationsdeutungen und Problemwahrnehmungen wird Gesamteuropa als Arbeitsfeld in den Blick genommen. Verschiedene Aspekte des Themas werden in der Diskussion um Stand und Perspektiven einer Europäischen Verfassung zusammengeführt. Dabei zeigt sich, dass die europäische Integration Anlass ist, grundlegende Begriffe des politischen Denkens - Staat, Nation, Demokratie, Souveränität - einer Reflexion zu unterziehen. 

(Matthias Munke, Dipl.-Pol., geb. 1972 in Halle/S., Mitarbeiter eines Europa-Abgeordneten) 

Dieter Hassenpflug (Hrsg.)
Die Europäische Stadt - Mythos und Wirklichkeit

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 4, 2001, 304 S., 25,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5228-8, 2. Auflage 

Um die 'europäische Stadt' als Leitbild zukünftiger Stadtentwicklung zu bestimmen, muss man von den gebauten Städten abstrahieren, von ihren individuellen Formen und regionalen Ausprägungen. Es lässt sich dann ein `Telos' europäischer Stadtkultur ausmachen: die bürgerliche Gesellschaft als ein Zusammenhang aufgeklärter Individuen. Damit wandelt sich die Frage nach der Identität der europäischen Stadt in diejenige nach dem Raum, der die Zivilgesellschaft hervorbringt und den sich diese voraussetzt. Die europäische Stadt des 21. Jahrhunderts wird die konzeptionelle Reformulierung der zivilen Errungenschaften und räumlichen Begabungen ihres kulturellen Erbes sein. 

(Dieter Hassenpflug ist Professor für Soziologie und Sozialgeschichte der Stadt an der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar.) 

Gianni D'Amato
Vom Ausländer zum Bürger. Der Streit um die politische Integration von Einwanderern in Deutschland, Frankreich und der Schweiz

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 5, 2001, 304 S., 25,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5413-2, 2. Auflage 

Anhand der italienischen Migranten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz werden in der Studie der Charakter und die Reaktionsfähigkeit von politischen Systemen auf die Herausforderung einer multikulturellen Gesellschaft untersucht. Das Buch thematisiert die Theorien und Entwicklungslinien der bisherigen Migrationsforschung und bietet eine historisch kontextualisierte Darstellung der Koevolution von Einwanderung und Staatsbürgerschaft in den drei untersuchten Ländern. Gerade die von Städten ausgehenden Partizipationsbestrebungen - lokales Wahlrecht, erleichterte Einbürgerung, doppelte Staatsbürgerschaft - sind für diese Debatten von besonderer Relevanz. Der Autor plädiert für eine Bürgergesellschaft, die nach außen hin offen bleibt und sich durch offene politische Debatten immer wieder dynamisiert. Gerade die Ausweitung politischer Teilhaberechte auf ehemalige Ausgeschlossene seien eine Bedingung für eine sich als zivil verstehende Nation. 

(Gianni D'Amato ist Forschungsleiter am Zentrum für Migrationsforschung in Neuenburg/Neuchâtel, Schweiz) 

Frank Eckardt
Rotterdam. Konturen einer globalisierten Stadt

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 7, 2001, 216 S., 20,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5483-3 

Stolz präsentiert sich Rotterdam als multikulturelle Europäische Hauptstadt des Jahres 2001. Internationale Migration und die Anpassung an die Weltwirtschaft prägen die Hafenstadt. Mit diesem Rotterdam-Buch sollen soziale, ökonomische und kulturelle Auswirkungen der Globalisierung auf die Stadt betrachtet werden. Die Maasmetropole bietet damit einen Einblick in einen Transformationsprozess, wie ihn auch viele deutsche Städte erleben. Eingebettet in ein niederländisches "Poldermodell", das die Umbrüche sozial verträglich gestalten will, könnte sich in Rotterdam die europäische Antwort auf die Globalisierung erkennen lassen. 

Heinz Kleger (Hrsg.)
Gemeinsam einsam: Die Region Berlin-Brandenburg

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 8, 2001, 280 S., 20,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5493-0 

Berlin-Brandenburg ist die Werkstatt deutscher Einheit im Kleinen. Dabei geht es seit 1989 um den Prozess einer schwierigen mehrfachen Integration: Zwischen West- und Ostdeutschland, West- und Ostberlin, Berlin und Brandenburg, Deutschland und Polen. Zudem handelt es sich um eine Region, in der eine potenzielle Metropole neuen Typs und ein dünnbesiedelter Flächenstaat aufeinander stoßen. Politik und Planung eines solchen Metropolenraumes stehen vor besonderen Herausforderungen, die auch für Stadt-Umland-Beziehungen andernorts aufschlussreich sein können. 
Nach der gescheiterten Fusion der beiden Länder im Mai 1996 sind die Wege wieder auseinander gegangen: Berlin hat sich als neue Hauptstadt eingerichtet und Brandenburg als Land etabliert. Die Aufsätze des vorliegenden Buches wollen aus der gescheiterten Fusion lernen. Sie verstehen sich als Beiträge für einen zweiten Fusionsanlauf, der allerdings mit neuer Substanz und Strategie gefüllt werden muss. 

Carsten Herzberg
Wie partizipative Demokratie zu politisch-administrativen Verbesserungen führen kann

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 9, 2001, 168 S., 15,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5691-7, 3. Auflage 

Der Bürgerhaushalt hat in Porto Alegre die politische Kultur grundlegend verändert. In der 1,3 Mio. Einwohner zählenden südbrasilianischen Stadt bestimmen seit 1989 die Bürger über die vorzunehmenden Investitionen. Inzwischen ist das Modell weltweit bekannt geworden, und seine Erfolge wurden durch internationale Organisationen bestätigt. In dem vorliegenden Buch wird das Verfahren des Oramento Participativo (Bürgerhaushalt) detailliert beschrieben, und seine positiven Effekte, die nicht nur im Politischen, sondern auch im Administrativen liegen, werden systematisch dargestellt. Das Beispiel Porto Alegre wird dabei in ein Konzept aktiver Bürgerschaft eingeordnet. Aus den Leistungen des Bürgerhaushaltes werden allgemeine Kriterien abgeleitet, welche die auch in Europa wieder aktuell gewordenen Debatten um mehr Bürgerpartizipation bereichern können. 

(Carsten Herzberg, geb. am 3. 1. 1973 in Braunschweig, Politikwissenschaftler M.A., Absolvent der Universität Potsdam, Studienaufenthalte in Lateinamerika. Zur Zeit UN-Beauftragter für Stadtentwicklungsfragen in Lateinamerika und der Karibik.) 


Hier finden Sie den Flyer zum Thema "Vom Bürgerprotest zum Bürgerhaushalt". 

Dieter Holtmann, Peter Riemer (Hrsg.)
Europa: Einheit und Vielfalt. Eine interdisziplinäre Betrachtung

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 10, 2002, 344 S., 25,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5796-4 

Wenn Europa als Projekt gestaltet wird zu einer gemeinsamen Vielfalt der Kulturen und zu einem Wohlstandsausgleich zwischen den Regionen, so ist dies ein wesentlicher Zivilisationsfortschritt: Wege werden eröffnet, der Barbarei und Gewalt mit einer soliden Friedenspolitik zu begegnen. Da durch Migration, Reisen etc. quantitativ und qualitativ enorme Bewegungen und Kulturbegegnungen zu verzeichnen sind, handelt es sich um ein Projekt, das für einen ständigen Fluss des kulturellen Austauschs offen sein sollte. Eine Vision zur rechtlichen und politischen Gestalt Europas könnte in einer Gemeinschaft souveräner Staaten bestehen. Welche historischen, kulturelle, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Dimensionen in einem geeinten Europa vorhanden sind, wird in Beiträgen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen beleuchtet. 

Michael Sailer
Evaluierung auf kommunaler Ebene: Ein erweitertes Modell der Erfolgskontrolle in der Stadtsanierung

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 11, 2002, 232 S., 17,90 EUR, br., ISBN 3-8258-5847-2 

In den 60er und 70er Jahren wurden in den alten Bundesländern zahlreiche Stadtsanierungen in die Wege geleitet. Die Maßnahmen sind heute meist abgeschlossen. Erfolgskontrollen der geleisteten Maßnahmen wurden in der Vergangenheit jedoch kaum durchgeführt. 
In den neuen Bundesländern sehen sich heute viele Städte und Gemeinden mit der Sanierung der historischen Innenstädte vor eine große Herausforderung gestellt. 
Das Instrument der Erfolgskontrolle bietet die Möglichkeit, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden. Mit "Evaluierung auf kommunaler Ebene" wird ein flexibles Modell einer ex-post Erfolgskontrolle von Sanierungsmaßnahmen entwickelt und in der Praxis anhand eines Fallbeispiels aus den alten Bundesländern angewandt. Es werden grundlegende Anforderungen an Ziele und Zielsystem einer Sanierung erarbeitet und darüber hinaus ein Leitfaden für zukünftige Sanierungsprojekte entwickelt, der die Planung von Sanierungsmaßnahmen und die Erfolgskontrolle als miteinander verknüpften, kontinuierlichen Prozess betrachtet. Dieser Prozess kann allen Stadtsanierungen, insbesondere den noch jungen Projekten in den neuen Bundesländern, als Anregung und Leitfaden für die Planung und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen dienen. 

(Michael Sailer, geboren am 16. April 1970 in Sigmaringen, studierte Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz und promovierte an der Universität Potsdam.) 

 

Krister Volkmann
Lokale Agenda 21 in Potsdam und Osnabrück. Initiativen, Strukturen, Projekte

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 14, 2002, 160 S., 12.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6060-4 

Spätestens seit der großen Umweltkonferenz in Rio de Janeiro hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Umwelt und Entwicklung zwei Seiten einer Medaille sind, dass also ökologische, wirtschaftliche und soziale Gesichtspunkte mit ihren Wechselwirkungen gemeinsam betrachtet werden müssen. Diese Fragen sind aktueller denn je in dem Ringen darum, wie eine Globalisierung aussehen soll, die der großen Mehrheit der Menschen dient. Auf der Grundlage der Beschlüsse von Rio stellt die Lokale Agenda 21 einen Weg dar, vor Ort die Lebensqualität zu verbessern und dabei Verantwortung für die Erde als Ganze zu übernehmen. Im vorliegenden Buch werden diese Bemühungen in den Städten Potsdam und Osnabrück untersucht sowie ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet. Dabei wird auch nach der Rolle des "sozialen Kapitals" als Maß gesellschaftlichen Zusammenhalts gefragt und diskutiert, inwieweit das Modell einer "kooperativen Stadt" umgesetzt werden konnte. Unter dem Motto "Rio+10" wird 2002 eine Zwischenbilanz 10 Jahre nach der Rio-Konferenz gezogen, einen Beitrag dazu leistet dieses Buch. 

(Krister Volkmann, geb. am 1. Februar 1971 in Mainz, Diplom-Verwaltungswissenschaftler, Studium in Konstanz, Bielefeld (Soziologie) und Potsdam, Studienaufenthalte in Finnland.) 

Petra Newrly
Transnationaler Regionalismus. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein - ein Beispiel für die Fortentwicklung der europäischen Integration?

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 15, 2002, 144 S., 17.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6243-7 

Transnationaler Regionalismus - ein Phänomen, das aufgrund der zunehmenden nationalen Kompetenzübertragungen auf die supranationale Ebene und im Zuge der Globalisierung eine bedeutende Entwicklung erfahren hat. Ein Beispiel hierfür ist die seit den 60er Jahren gewachsene trinationale Euroregion Oberrhein, die im Mittelpunkt dieser Arbeit steht. Anhand von Theorien der Integrations- und der Grenzraumforschung wird untersucht, welchen Beitrag die grenzüberschreitende Kooperation am Oberrhein zur europäischen Integration leistet. Als Untersuchungsfeld dienen sowohl die politisch-administrativen Prozesse als auch die praktische Umsetzung grenzüberschreitender Projekte. Hieraus werden Kriterien für die Fortentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit abgeleitet, die gleichzeitig Einfluss auf die europäische Integration und den Bedeutungszuwachs der Region als Entscheidungsebene haben. 

Für das vorliegende Buch wurde die Autorin mit dem Europapreis 2002 des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller ausgezeichnet. 

(Petra Newrly, Dipl.-Pol., geb. 1975 in Stuttgart, studierte Politikwissenschaft an den Universitäten Marburg, Lausanne (CH) und Potsdam. Praktische Erfahrungen sammelte sie im Referat für "Regionale Zusammenarbeit" im Staatsministerium und bei der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel.) 

Jörn Knobloch
Defekte Demokratie oder keine? Das politische System Rußlands

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 16, 2002, 192 S., 17.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6325-5

Ist Russland eine Demokratie? Bei der Beantwortung dieser Frage herrscht häufig Unsicherheit. Dies zeigt sich insbesondere in der möglichen Zuordnung des politischen Systems in den Bereich der "defekten" Demokratie. In einer kritischen Auseinandersetzung mit diesem Konzept wird auf dessen erwartungsgetriebenen Ursprung verwiesen. Untersucht man stattdessen Russland mit Hilfe eines komplexen Demokratieansatzes lassen sich viele Momente für den undemokratischen Charakter des politischen Systems finden. In diesem Buch sind die Probleme auf die notwendige Input- und Output-Legitimation der Politik gegenüber der Gesellschaft fokussiert. Diese Probleme werden zusammengefasst, und Russland wird als ein nichtdemokratisches System beschrieben. Seine Besonderheiten weisen es als "Hybriden" aus. 

(Jörn Knobloch, geb. 1976 in Dresden, Diplom-Politikwissenschaftler, Studium in Potsdam und Berlin; Studien- und Forschungsaufenthalte in Rußland. Vgl. auch sein neues Buch "Hybride Systeme", Band 37 in dieser Reihe) 

Birgit Kletzin (Hrsg.)
Fremde in Brandenburg - Von Hugenotten, sozialistischen Vertragsarbeitern und rechtem Feindbild

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 17, 2003, 394 S., 20.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6331-x, 2. Auflage 

Fremde in Brandenburg - das sind die Glaubensflüchtlinge des 17./18. Jahrhunderts, die jüdische Bevölkerung, sozialistische Vertragsarbeiter in der DDR, aber auch das rechtsextreme Feindbild der Gegenwart. In einer Zeit, in der die Toleranz als eine der wichtigsten preußischen Tugenden genauso beschworen wird, wie die Übergriffe auf Ausländer Brandenburg eine traurige Berühmtheit verliehen haben, scheint es uns notwendig, den Umgang mit Fremden in der brandenburgisch-preußischen Geschichte zu hinterfragen, um aus diesen Erfahrungen einer mehr oder weniger pragmatischen, aber wirkungsvollen Toleranz und geglückten Integration Lösungsansätze und Konfliktpotentiale für die Gegenwart aufzuzeigen. 

(Dr. phil. Birgit Kletzin, geb. 1964 in Magdeburg, Historikerin, bisher erschienen: Trikolore unterm Hakenkreuz. Deutsch-französische Kollaboration 1940 - 1944, Opladen 1996; Europa aus Rasse und Raum. Die nationalsozialistische Idee der Neuen Ordnung, 2. Aufl., Münster-Hamburg-London 2001.) 

Thomas Fiegle
Von der Solidarité zur Solidarität. Ein französisch-deutscher Begriffstransfer

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 18, 2003, 320 S., 25.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6691-2 

`Solidarität' ist heute ein Schlagwort. Für die Begründer der modernen Sozialphilosophie stellte sie hingegen eine zentrale Kategorie dar, um die ethischen Grundlagen der Gesellschaft zu thematisieren. Das vorliegende Buch hat zum Ziel, einen spezifischen Aspekt der Geschichte dieses häufig in seiner theoretischen Bedeutung unterschätzten Begriffs herauszuarbeiten: den Transfer von der französischen `solidarité' zur deutschen `Solidarität'. Der Solidaritätsbegriff stammt nämlich nicht nur aus Frankreich, sondern er hat dort auch seine erste systematische Begründung erfahren. Das Verständnis des Begriffs in der deutschen Sozialphilosophie darf nun aber nicht einfach auf diesen etymologischen Ursprung zurückgeführt werden. Vielmehr ist es, so zeigt der Autor, einem komplexen Prozess der Interpretation und Reinterpretation, des Transfers und Gegentransfers geschuldet. 

(Thomas Fiegle, Dr. rer. pol., geb. 1969 in Pfullendorf (Baden-Württemberg), hat bei Prof. Heinz Kleger an der Universität Potsdam und Prof. Michael Werner an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris (EHESS) im Rahmen eines gemeinsamen Betreuungsverfahrens (`cotutelle') promoviert. Zuvor Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz und am Institut d'Etudes Politiques de Paris (SciencesPo). Die vorliegende Arbeit wurde mit dem "Preis für die beste Promotion 2001/2002" der Universitätsgesellschaft Potsdam ausgezeichnet.) 

Sophia Rost
John Deweys Logik der Untersuchung für die Entdeckung des Politischen in modernen Gesellschaften

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 19, 2003, 136 S., 10.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6956-3 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts konzipierte der amerikanische Pragmatist John Dewey (1859-1952) vor dem Hintergrund der problematischen gesellschaftlichen Bedingungen der industriellen Moderne ein neuartiges Öffentlichkeitsmodell. Auf der Suche nach einem Ausweg aus den Fehlidentifikationen von entweder ökonomischer oder etatistischer (De)-Regulierung und den einseitigen Ideologien von entweder Vergemeinschaftung oder Vergesellschaftung der Großen Gesellschaft, entwickelte er die Hypothese, das Politische müsse in einem interkommunikativen Untersuchungsverfahren zwischen Laien- und Expertenkulturen stets neu entdeckt werden. Darin liegt auch heute noch seine Aktualität. 

(Sophia Rost, geb. 1978 in Halle/S., Dipl.-Verw., Studium der Verwaltungswissenschaft und Philosophie in Potsdam und Montpellier (Frankreich), Praktikum im Wissenschaftszentrum Berlin(WZB).) 

Ann-Kathrin Fischer
Legitimation der Europäischen Union durch eine Verfassung?

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 20, 2003, 136 S., 10.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6958-x 

Verfassungen sind das Instrument zur Legitimation politischer Herrschaft. Deshalb erhofft man sich auch von einer europäischen Verfassung die Behebung des Legitimationsdefizits der EU. Doch die legitimierende Kraft staatlicher Verfassungen ist nicht einfach auf die EU übertragbar. Vor dem Hintergrund der Arbeit des EU-Verfassungskonvents hinterfragt die Autorin deshalb das traditionelle Verständnis politischer Legitimation und die Institution der Verfassung und sucht nach Wegen, beide Konzepte auf die EU zu übertragen. 

(Ann-Kathrin Fischer, Dipl.-Pol., geb. 1977 in Bückeburg (Niedersachsen), Studium in Potsdam und Frankreich, Praktikum im Europäischen Parlament.) 

Oliverio Angeli
Volk und Nation als 'Zukunftsbegriffe' -
Politische Leitbilder im begriffsgeschichtlichen Kontext der Aufklärung 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 21, 2004, 136 S., 10.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6960-1 

Als Lessing 1768 nüchtern konstatierte, "dass wir Deutsche noch keine Nation sind", galten "Nation" und "Volk" bereits als Zukunfts- und Erwartungsbegriffe, unbeschadet der Tatsache, dass die Mehrzahl ihrer Verwendungen weiterhin auf überlieferte, teils veraltete Formen der kollektiven Identitätsbildung verwies. Die erwünschte und künftig zu erwartende Nation sollte nicht die schon immer Gewesene und Vorhandene, sondern deren progressive, politische und soziale Weiterentwicklung werden und dabei oftmals dem demokratischen Reformwillen Ausdruck verleihen. 

(Oliviero Angeli ist derzeit Forschungsstipendiat der "Scuola Normale Superiore" in Pisa/Italien) 

Bodo Kochniss
Aktive Bürgerschaft. Über die Rollen des Bürgers im Verhältnis zur Verwaltung

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 22, 2003, 160 S., 10.90 EUR, br., ISBN 3-8258-7020-0 

Bürger als Untertan - das war einmal. Bürger als Kunde - das ist das Ziel der Dienstleistungskommune. Doch die Bürger können noch mehr. Als gleichberechtigte Partner der Verwaltung und der Politik können sie eine Kommune entscheidend weiter bringen. Zahlreiche Städte in aller Welt belegen diesen Trend. Das Ziel ist eine Aktive Bürgerschaft, die Leistungen nutzt, sie selber erbringt, aber auch plant und mitentscheidet. Dieses Buch zeigt, welche Rollen die Bürger im Verhältnis zur Verwaltung einnehmen können, und dass sie mehr sein können als passive Kunden und Wähler. 

(Bodo Kochniss, geb. 1977 in Zülpich/NRW, Diplom-Politikwissenschaftler, Studium in München und Potsdam, Journalist.) 

Christian Kreutz
Protestnetzwerke - 
eine neue Dimension transnationaler Zivilgesellschaft?

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 23, 2003, 168 S., 10.90 EUR, br., ISBN 3-8258-7069-3 

Seattle, Genua und Porto Alegre stehen für eine neue Form transnationalen zivilgesellschaftlichen Engagements. Aktivisten kritisieren die Folgen der Globalisierung, protestieren gegen die Politik internationaler Institutionen und schließen sich zu transnationalen Protestnetzwerken zusammen. Sie tragen unterrepräsentierte Themen in die Öffentlichkeit und demonstrieren grenzüberschreitend Solidarität. Geschickt nutzen diese Netzwerke das Medium Internet, um ihre Proteste zu koordinieren. Das vorliegende Buch analysiert diese neuen Netzwerke des politischen Aktivismus anhand zahlreicher Beispiele. 

(Christian Kreutz, Dipl.-Pol., geb. 1975 in Mainz, Studium an der Universität Marburg, University of Saskatchewan (Kanada) und Universität Potsdam; Mitarbeiter einer Bundestagsabgeordneten und Mitinhaber einer Internetfirma.) 

Heinz Kleger (Hrsg.)
Der Konvent als Labor. 
Texte und Dokumente zum europäischen Verfassungsprozess

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 25, 2004, 864 S., 34,90 EUR, br., ISBN 8258-7576-8 

Die Erklärung von Laeken zur Zukunft der Europäischen Union legte Ende 2001 neben der ‚besseren demokratischen Kontrolle‘, ‚Effizienz‘, ‚Transparenz‘ und ‚deutlichere Kompetenzverteilung‘ als weitere Ziele fest. Mit der Ablösung der Regierungskonferenzen durch die Konventsmethode konnte der Weg zu einer ‚Verfassung für die europäischen Bürger‘ beginnen. Der Verfassungskonvent vom 28. 2. 2002 bis zum 10. 7. 2003 glich dabei einem Labor, das neue Möglichkeiten eröffnete, um die grundsätzliche Ideendiskussion unter Einbeziehung einer größeren Öffentlichkeit (Beitrittskandidaten, Zivilgesellschaft, Jugendkonvent) gleichzeitig sachlicher, verbindlicher und kompromissbereiter zu führen. Ein Stück mehr Demokratie ist gewagt worden. Der europäische Verfassungsprozess mitBürgerbeteiligung hat damit begonnen und er wird noch lange dauern, denn zwischen Demokratie und Verfassung besteht ein enger Zusammenhang. Dabei ist die Banalisierung von Verfassung und Demokratie zu vermeiden. 

Michael A. Bihler
Stadt, Zivilgesellschaft und öffentlicher Raum.
Das Beispiel Berlin Mitte

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 26, 176 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-7821-x 

Die vorliegende Arbeit ist von der Überzeugung geleitet, dass der Stadt als sozialen Einheit und dem öffentlichen Raum als spezifisch (groß-) städtischem Raum eine zentrale Bedeutung zukommt und dass die Gestaltung des öffentlichen Raums ein wichtiger Indikator für den Zustand einer zivilen Gesellschaft ist. Am Beispiel der aktuellen und zukünftigen Bebauung im Regierungsviertel und am Alexanderplatz werden architektonische, soziologische und politische Blickwinkel miteinander verknüpft.

(Michael A. Bihler, geb. 1976 in Freiburg i. Brsg., Diplom- Verwaltungswissenschaftler; Studium in Potsdam, Berlin und Turin; Praktika bei der Stadt Freiburg und in einer Unternehmensberatung; freie Mitarbeit am Goethe-Institut Turin.)

Francis Cheneval (Hrsg.) unter Mitarbeit von André Utzinger und Sonja Dänzer
Legitimationsgrundlagen der Europäischen Union

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 27, 2005, 448 S., 29.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8011-7 

Die Referenden zum Verfassungsvertrag (2005) haben gezeigt, dass an einer bürgernahen Legitimation der Europäischen Union kein Weg vorbeiführt. Fazit: Europa stimmt, wenn es abstimmt. Dennoch umfasst Legitimation viel mehr als nur den klärungsbedürftigen plebiszitären Aspekt. Der vorliegende Band versucht, den philosophischen, historischen, ökonomischen, politikwissenschaftlichen und juristischen Gesichtspunkten der Legitimationsproblematik gerecht zu werden, indem er Beiträge von Fachleuten verschiedener Disziplinen aus mehreren europäischen Ländern vereinigt und wechselseitig aufeinander bezieht. 

Christine Normann
Polens Rolle in der EU-Verfassungsdebatte

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 28, 184 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8468-6 

Polen hat die EU-Verfassungsdebatte entscheidend mitgestaltet. Die Analyse der polnischen Europapolitik ist somit von besonderer Bedeutung in der erweiterten EU. Diese Studie beantwortet drei Leitfragen: 1. Wie hat sich Polen in der EU-Verfassungsdebatte verhalten? 2. Welche Vorstellungen hat Polen von der zukünftigen Gestalt der EU? 3. Welche Position möchte Polen darin einnehmen? 

(Die Grundlage dieser Publikation bildet die im April 2004 von Christine Normann an der Universität Trier im Fach Politikwissenschaften am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen/Außenpolitik eingereichte Magisterarbeit, die mit dem Förderpreis 2004 der Generalkonsul in der Republik Polen in Köln ausgezeichnet wurde.) 

Anja Röcke
Losverfahren und Demokratie

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 29, 152 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8544-5 

Aristoteles hielt das Losverfahren im Gegensatz zur Wahl für eine demokratische Prozedur - stimmt diese Aussage jedoch auch für andere Denker und Epochen? Anhand von Beispielen, die von der antiken Demokratie bis zu aktuellen Modellen der Bürgerbeteiligung reichen, werden in dem vorliegenden Buch Antworten auf diese Frage gesucht. Die Analyse des Losverfahrens bietet dabei neue Perspektiven auf aktuelle Fragen der Bürgerpartizipation. Darüber hinaus werden grundlegende Fragen einer demokratischen Ordnung neu gestellt: Wer soll partizipieren? Wer soll entscheiden? Wie "macht" man Demokratie? 

(Anja Röcke, 1978 geb. in Kuopio (Finnland), Studium der Sozialwissenschaften in Berlin und Paris, seit 2005 Promotion am Europäischen Hochschulinstitut Florenz.) 

Diese Arbeit erhielt den Erhard-Höpfner Studienpreis (2004)

Hannah Boie
Bürgerpartizipation und Stadtentwicklung Lokale Initiativen in Kairo

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 30, 120 S., 9.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8548-8 

Kairo ist als Millionenstadt mit Problemen wie Armut, Krankheiten, Umweltverschmutzung und einem niedrigen Bildungsniveau konfrontiert. Diese zeigen sich am deutlichsten in den illegal errichteten Siedlungen der Stadt. Gleichzeitig besteht gerade hier, wo Dichte und Unreguliertheit Kairos am größten sind, ein Potential für kreative und pragmatische Lösungsansätze der Stadtentwicklung. Im Sinn von politisch verstandener Urbanität stellt das vorliegende Buch die Bewohner der Stadt als Bürger in den Mittelpunkt des Stadtmanagements. Modelle für Bürgerpartizipation, die in Kairo getestet wurden, werden analysiert und als Impulsgeber für Stadtentwicklung bewertet. Das Buch beinhaltet eine arabische und eine englische Zusammenfassung. 

(Hannah Sophie Boie, geb. in Böblingen (Bad.-Württ.), Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin; Studium in Freiburg, Potsdam und Bordeaux; Forschungsaufenthalte in Kairo und Tel Aviv.) 

Helmut Heit (Hrsg.)
Die Werte Europas - Verfassungspatriotismus und Wertegemeinschaft in der EU?

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 31, 360 S., 29.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8770-7 

Mit der Idee einer europäischen Wertegemeinschaft verbindet sich der Gedanke, das neue Europa der 454,9 Millionen sei mehr als eine bloß ökonomisch und administrativ funktionale Institution. Geteilte Werte könnten zur sozialen Integration beitragen und die EU gründet sich ausdrücklich auf Werte wie Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Pluralismus, Toleranz, Solidarität. Aber in welchem Verhältnis steht Europa zu diesen Werten, oder diese Werte zu Europa? Inwiefern können universale Werte zugleich als europäisch gelten? Wie hält es Europa mit christlichen Werten oder anderen normativen Erbschaften? Kann eine Verfassung zur Identitätsbildung beitragen? In dreiundzwanzig z. T. kontroversen Beiträgen wird dem Verhältnis von Werten und Europa, von Wert und Gemeinschaft, von Verfassung und Patriotismus aus interdisziplinären Perspektiven und mit bemerkenswerten Ergebnissen nachgegangen. 

Hans-Joachim Feil
Regional Governance am Beispiel der Metropolregion Hamburg

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 32, 2005, 96 S., 9.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8844-4 

Dieses Buch widmet sich mit der Metropolregion Hamburg einem der bedeutendsten Agglomerationsräume in Deutschland. Der Autor verfolgt zwei Ziele: Zum einen geht es darum, vor dem Hintergrund der Regional Governance-Debatte die Kooperation in der Metropolregion Hamburg zu analysieren, zum anderen soll aber auch das Konzept der Regional Governance selbst einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. 

(Hans-Joachim Feil, geb. in Stade, studierte an den Universitäten Potsdam und Aarhus (Dänemark) Verwaltungswissenschaft mit den Schwerpunkten Public Management sowie Kommunal- und Regionalpolitik.) 

Thomas Lane, Elzbieta Stadtmüller (Eds.)
Europe on the Move - The Impact of Eastern Enlargement on the European Union

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 33, 208 S., 29.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8947-5 

This collection of essays by a multinational group of authors examines the political, social and economic consequences of the most recent enlargement of the European Union. It does not confine itself to a discussion of the impact on the new member states but also considers the likely effects of this enlargement on the EU itself. These effects include not only the familiar need for new modes of governance but also involve other changes resulting from a process of what has been called mutual learning. These essays analyse various aspects of this process starting with the Constitutional Convention. Sometimes the focus is on the impact on the new members, sometimes on the changes likely to occur in the EU and its older members as a result of this enlargement. The emphasis on change is encapsulated in the book's title, `Europe on the Move'. 

Heinz Kleger
Toleranz und 'Tolerantes Brandenburg'

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 34, 328 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9242-5 

Toleranz ist wieder ein Thema. Aufgrund des Mangels an Toleranz als Voraussetzung größtmöglicher Freiheit steht die junge Demokratie in Ostdeutschland nach 1989 vielerorts auf der Kippe. Gerade unter schwierigen Bedingungen - angesichts dauerhaft ungleicher Lebensverhältnisse in Ost und West - benötigt die vereinte Bundesrepublik mehr Toleranz. Diesem Defizit begegnet die Brandenburger Landesregierung seit Ende der neunziger Jahre mit dem Handlungskonzept ,Tolerantes Brandenburg'. Es zielt darauf ab, innerhalb zivilgesellschaftlicher Handlungszusammenhänge jene Werte zu fördern, die der Staat selber nicht schaffen kann. Mit dem Handlungskonzept knüpft die Landesregierung programmatisch an den demokratischen Geist von 1989 und die brandenburgisch-preußische Tradition der Toleranz an. Was kann man aus dieser Geschichte lernen? Für den Autor ist die Frage Ausgangspunkt einer Suche nach einer pragmatischen Vision für das Land, in der Toleranz zur zivilen Basis einer gelingenden Entwicklung gehört. 

 

Dazu ein Interview der PNN vom August 2006 mit Prof. Kleger: "Die Verschiedenheit anerkennen".

Thomas Beyer, Birgit Schulze
Toleranz an der Schule - 
Eine vergleichende Untersuchung über Auswirkungen eines deutsch-polnischen Schulprojekts in Frankfurt (Oder) auf den Toleranzbegriff der Schüler

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 35, 2006; 248 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9251-4 

Kann ein deutsch-polnisches Schulprojekt an einem Gymnasium in Frankfurt (Oder) die Toleranzvorstellungen und -bereitschaft beeinflussen? Welche Ziele verbinden die Beteiligten mit dem Projekt? Kann es dem Anspruch, Völkerverständigung, Begegnung und Toleranz zu fördern, gerecht werden? Diesen Fragen wird in einer vergleichenden empirischen Analyse nachgegangen. Die Autoren bieten außerdem einen Überblick über die ideengeschichtliche Entwicklung der Toleranz, ihre brandenburgisch-preußische Tradition, Sozialisations- und Erziehungstheorien, Interkulturelle Pädagogik und die aktuelle gesellschaftliche Situation in Brandenburg und Frankfurt (Oder). 

(Thomas Beyer, geb. 1979 ist Diplom-Politikwissenschaftler, er studierte in Bamberg und Potsdam. Birgit Schulze, M.A., geb. 1979, studierte Politikwissenschaften, Pädagogik und Öffentliches Recht in Bonn, Kopenhagen und Potsdam.) 

Ireneusz Pawel Karolewski, Viktoria Kaina (Eds.) 
European Identity - Theoretical Perspectives and Empirical Insights 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 36, 2006, 320 S., 29.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9288-3 

Despite its unequalled history of success, the European Union is still far from its citizens. In the aftermath of the failed referenda on the European constitutional treaty in France and the Netherlands in the early summer of 2005, the EU is facing a severe crisis of trust. Hence, the questions arise: how much pressure can the community tolerate in order to persist and what does hold it together in times of scarcity, conflict, danger, and threat? The contributions of this volume do not only provide a variety of conceptualizations of European identity in the broad field of social sciences such as sociology, political theory and International Relations, but first and foremost intend to enrich the present research by offering new theoretical perspectives and recent empirical findings. 

Jörn Knobloch
Hybride Systeme - Politische Praxis und Theorie am Beispiel Russlands

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 37, 2006, 256 S., 24.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9602-1 

Hybride politische Systeme sind Folgen der Globalisierung. Unter dem Druck globaler Einflüsse verändern Gesellschaften ihre Ordnung, doch entstehen dabei nicht die erhofften Kopien liberaler Demokratie, sondern Hybride. Das Buch stellt am Beispiel Russlands das Phänomen hybrider Systeme dar. Mit einem kulturtheoretischen Ansatz wird die politische Praxis untersucht und die Hybridität ausführlich dargestellt. Schließlich wird eine politische Theorie hybrider Systeme entwickelt, deren Schwerpunkt auf der Verarbeitung des Synkretismus und nicht auf enttäuschten Demokratisierungserwartungen liegt.

(Dr. Jörn Knobloch, Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam.)

Aleksandra Lewicki
Souveränität im Wandel - Zur Aktualität eines normativen Begriffes

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 38, 2006, 144 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9608-0 

Der Souveränitätsbegriff vereinigt zwei Grundfragen des Politischen: Die nach der ultimativen Autorität und jene nach ihrer Rechtfertigung. Seit seiner Entstehung bot der Terminus politische Lösungen für Autoritätskonflikte und Ausweitung von Partizipation. Diese Fragestellungen werden heute in den internationalen Beziehungen und im politischen System der Europäischen Union neu aufgeworfen. Verliert staatliche Souveränität an Bedeutung? Wie aktuell ist die Idee der Volkssouveränität in transnationalen Demokratieformen? Die Autorin knüpft einen Zusammenhang zwischen dem Wandel des Souveränitätskonzepts und seiner rechtfertigenden Kraft für zeitgenössische Probleme. So lange der Begriff seine Funktion auf kreative Weise erfüllt, ist er nicht obsolet. 

(Diese Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem "Europapreis des VBKI für Nachwuchswissenschafter", 2005) 

Erhard Stölting, Dietmar Rost, Tomasz Zarycki, Paolo Pasi, Ivan Pedrazzini, Anna Tucholska 
New Regional Identities and Strategic Essentialism - 
Case studies from Poland, Italy and Germany 

Identity has become an important issue in many European regions. However, it has happened at a time when many scientists adopt critical stances regarding the concept of identity. This paradox encourages the authors to explore some current discourse on regional identity in Poland ('Swietokrzyskie, 'Slaskie, Warmi'nsko-Mazurskie), Italy (Trentino-South Tyrol, Friuli Venezia Giulia, Veneto) and Germany (Brandenburg). 
Accounts of nation state contexts, thorough exploration of fields most important to the shaping of regional identity (school, regional media, representations of history, regional politics ), and reflections on the concept of strategic essentialism are among the book's key features. 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 39, 584 S., 39.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9656-0 

Hartmut Wagner
Bezugspunkte europäischer Identität - Territorium, Geschichte, Sprache, Werte, Symbole, Öffentlichkeit - Worauf kann sich das Wir-Gefühl der Europäer beziehen?

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 40, 2006, 128 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9680-3 

Worauf können die Europäer ihre gemeinsame Identität beziehen? Sechs Bezugspunkte werden aktuell diskutiert: Territorium, Geschichte und Sprache, Werte, Symbole und Öffentlichkeit. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob diese Bezugspunkte für die Bildung einer europäischen Identität geeignet sind. Fazit: Allein die europäischen Symbole gewährleisten die für die Identitätsstiftung der Europäer unabdingbare Abgrenzung gegen Nicht-Europäer. Deshalb ist das Wir-Gefühl der Europäer nur schwach ausgeprägt. 


(Hartmut Wagner M.A., hat Politikwissenschaft, Osteuropäische Geschichte und Russistik in Greifswald, St. Petersburg, Königsberg, Potsdam und Berlin studiert. Heute arbeitet er als Journalist.) 

Heinz Kleger, André Lomsky, Franz Weigt 
Von der Agglomeration zur Städteregion - Neue politische Denk- und Kooperationsräume

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 41, 2006, 448 S., 39.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9686-2 

Die Entwicklung hin zur Agglomeration, die das Gesicht unserer Gesellschaften so massiv verändert hat, ist weder sozial noch kulturell noch politisch bewältigt. Es ist geradezu ein Gegensatz 'Zersiedelung' versus 'Stadt' entstanden. In diese Bresche springt das Thema 'Stadtregion', das hier zu vertiefen ist. Zu den Folgewirkungen der Suburbanisierung gibt es inzwischen 'Gegenbewegungen' nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, dem klassischen Land der 'Suburbs'. Aus Agglomerationen sollen wieder Städte mit Profil und Ambition werden. Einleitung und Schluss der Herausgeber diskutieren die strategischen Visionen, die heute mit Stadtregionen verbunden werden. Sie stellen die behandelten Beispiele in die Perspektive einer aufgeschlossenen politischen Theorie des Weltortes Stadt, in der Lokalität, Regionalität und Globalität verknüpft sind. Dafür sind alle weltvermittelnden Sinne der (identitären) Orts-Stadt wie der (funktionalen) Raum-Stadt gefordert. Die heutige Agenda der Stadt erfordert eine neue Generation zivilen Handelns. 

Katharina Leinberger
Migrantenselbstorganisationen und ihre Rolle als politische Interessenvertreter.
Am Beispiel zweier Dachverbände in der Region Berlin-Brandenburg 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 42, 2006, 144 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9687-0 

Migrantenselbstorganisationen erfüllen neben ihrer sozialintegrativen eine politische Funktion. Im Rahmen der Zivilgesellschaft haben Zuwanderer - auch ohne Wahlrecht - die Möglichkeit, über ihr Engagement in Selbstorganisationen ihre Interessen in gesellschaftspolitische Prozesse einzubringen. Die Autorin untersucht am Beispiel zweier Organisationen in Berlin-Brandenburg die politische Wirkung von Migrantenselbstorganisationen, die explizit als Interessenvertreter auftreten. 

(Katharina Leinberger, geb. 1978 in Tübingen, Diplom- Verwaltungswissenschaftlerin, Studium in Marburg, Bilbao und Potsdam.) 

Alfio Cerami
Social Policy in Central and Eastern Europe.
The Emergence of a New European Welfare Regime 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 43, 2006, 280 S., 29.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9699-4 

By explaining the path of extrication from state socialism, this book clarifies the patterns of the welfare state's transformation in Central and Eastern Europe, at the national and EU level. It identifies the emergence of a peculiar Eastern European welfare regime through the fusion of pre-communist (Bismarck social insurance), communist (universalism, corporatism and egalitarianism) and post-communist features (market-based schemes). The author concludes by reflecting on how Eastern welfare states will fit in the future EU welfare regime. 

(Alfio Cerami has been post-doc research fellow at the Centre d'études européennes of Sciences Po (Paris) and visiting lecturer at the University of Erfurt (Germany) and at the State University of Saint Petersburg (Russia).) 

Dagmar Röttsches 
Die Verhandlungsmacht der Europäischen Kommission.
Zwei Fallstudien aus der Umweltpolitik 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 44, 2006, 296 S., 29.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9770-2 

Diese Arbeit bietet einen Einblick in europäische Entscheidungsprozesse und analysiert die Machtverteilung zwischen den zentralen europäischen Akteuren. Seitdem das Europäische Parlament im Mitentscheidungsverfahren den Status eines dem Ministerrat gleichgestellten Gesetzgebers erhalten hat, ist es um die Kommission als dritte Akteurin im Mitentscheidungsverfahren still geworden. Aber sie spielt auch weiterhin eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess. Die Autorin fragt nach den Bedingungen, unter welchen sie gegenüber den Mitgliedstaaten über Verhandlungsmacht verfügt. 

Julia Blasek
Vom Euroskeptizismus zum Integrationswiderstand?
Eine empirische Analyse der französischen Bevölkerungseinstellungen zum Prozess der europäischen Integration 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 45, 2007, 136 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-9944-8 

Das vorliegende Buch ist ein Beitrag zum besseren Verständnis der politischen Kultur des französischen Nachbarlandes. Ausgehend vom "Non" der französischen Bevölkerung zum europäischen Verfassungsvertrag beschäftigt es sich nicht nur mit den Beweggründen der Wähler, sondern wertet die langfristige Entwicklung der Unterstützung für den europäischen Integrationsprozess aus. Dabei wird insbesondere darauf geschaut, wie sich diese entwickelt hat und welche Tiefe sie besitzt. Die Arbeit stellt sich somit der Frage, welche Form die Unterstützung der französischen Bevölkerung zukünftig für die europäische Integration annehmen wird. 

(Julia Blaseck, geb. 1980 in Gera, Aufenthalte in Frankreich vor und während des Studiums, Master of Arts an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) 2006, lebt und arbeitet zurzeit in Colmar.)

Claudia Wiesner 
Bürgerschaft und Demokratie in der EU

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 46, 2007, 384 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-0079-6 

Die leitende Frage dieses Buches ist: Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der Entwicklung von Bürgerschaft in der EU für die Demokratisierung der EU und die zukünftige Demokratiequalität der EU ziehen? In der Untersuchung werden zunächst normative, methodologische und empirische Aspekte der Entwicklung eines Demos in der EU diskutiert. Anschließend wird die bisherige Entwicklung der EU-Bürgerschaft analysiert und vergleichend zu der in Deutschland und Frankreich betrachtet. Dabei zeigt sich eine Schlüsselfrage für die Demokratiequalität der EU: Inwieweit sind rechtliche und aktivbürgerschaftliche Entwicklungen aufeinander bezogen?

Sebastian Weise
Bürgerhaushalt in Berlin.
Das Bürgerhaushaltsprojekt des Bezirkes Lichtenberg 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 47, 2007, 141 S., 12.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-9944-8 

Nachdem das Konzept des Bürgerhaushaltes Ende der 90er Jahre Deutschland erreichte und zunächst in kleineren Gemeinden in die Praxis umgesetzt wurde, hält dieses Modell nun auch Einzug in eine Großstadt wie Berlin. Das Bürgerhaushaltsprojekt 2007 von Berlin-Lichtenberg stellt in Deutschland den ersten Versuch dar, dieses Element der partizipativen Demokratie auf einem Gebiet mit rund 250.000 Einwohnern zu verwirklichen. In dem vorliegenden Buch wird der erste Durchgang des Bürgerhaushaltes in Lichtenberg detailliert beschrieben. Anhand der Strukturen, Organisation und Durchführung werden Stärken und Schwächen des Projektes ermittelt und die Besonderheiten im Gegensatz zu anderen deutschen Bürgerhaushaltsmodellen aufgezeigt. 

(Sebastian Weise, geb. am 10.04.1981 in Karl-Marx-Stadt, Dipl.-Politologe, studierte Politikwissenschaft in Potsdam, Studienaufenthalt in Limerick (Irland), lebt in Berlin.) 

Hier finden Sie den Flyer zum Thema "Vom Bürgerprotest zum Bürgerhaushalt". 

Sebastian Seibert
God save Ulster!
Eine nationalismustheoretische Untersuchung des Selbstverständnisses der Protestant Community Nordirlands 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 48, 2007, 104 S., 14.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-0367-4 

Was ist eine Nation? Was ist Nationalismus? Die nach dem Ende des Kalten Krieges zu beobachtende Renaissance des Nationalismus hat diesen Fragen wieder größere Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen. Sie forderte geradezu dazu auf, eingeübte Erklärungsmuster zu hinterfragen und nach neuen Erklärungsansätzen zu suchen. Seibert führt aus, dass Nationen keine unveränderlichen Gegebenheiten sind. Vielmehr werden sie diskursiv konstruiert und immer wieder aufs Neue reproduziert. In seiner Untersuchung des Selbstverständnisses der Protestant community Nordirlands geht er der Frage nach, inwiefern diese eine eigene nationale Identität herausgebildet hat. Er analysiert dabei ebenso das Geschichtsbild dieser Gemeinschaft wie auch die Rolle der Märsche der Oranier sowie die Bedeutung der Religion.

Sebastian Seibert, M.A., geb. 1979 in Stuttgart, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Potsdam und lebte und arbeitete ein Jahr in Irland.

Simone Zurbuchen (Hg.) unter Mitarbeit von Daniel Schäppi
Bürgerschaft und Migration
Einwanderung und Einbürgerung aus ethisch-politischer Perspektive 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 49, 312 S., 25.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-0676-7 

Im Zuge der Globalisierung sind die Grenzen der Nationalstaaten durchlässig geworden. Politische Mitgliedschaft ist im heutigen Europa nicht mehr auf Einzelstaaten beschränkt, sondern konkretisiert sich auf mehreren Ebenen (z.B. als Staats-, EU- und Weltbürgerschaft) und Stufen. Diesem Trend zur Öffnung und Verschiebung von Grenzen steht jedoch das Bestreben gegenüber, Einwanderung und Einbürgerung von Migranten aus nicht-westlichen Staaten unter Anwendung von atavistischen nationalen Kriterien, die oft als willkürlich erscheinen, rigoros zu beschränken. Der vorliegende Band, der mit einem Beitrag des renommierten Politikwissenschafters Joseph H. Carens eröffnet wird, diskutiert die Frage, wie die Grundsätze der Freiheit und Gleichheit, auf die sich die westlichen Staaten verpflichten, im Umgang mit Immigranten angewendet werden sollten. 

Claudia Buß 
Partizipative Haushaltsfindung im Vergleich
Potsdam, Bobigny und Luzern 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 50, 2007, 160 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-0982-9 


Potsdam (Deutschland), Bobigny (Frankreich) und Luzern (Schweiz) lassen auf unterschiedliche Weise ihre Bürger am Willensbildungsprozess teilhaben. Potsdam und Bobigny nutzen unter anderem den Bürgerhaushalt. Es wird hier eine Momentaufnahme der ersten Durchführung dargestellt. Luzem als direktdemokratische Stadt soll als Vergleich bezüglich der Erfolge und Probleme dienen. Das Buch legt einen besonderen Fokus auf die bisherigen Verwaltungsmodernisierungen und die Beteiligungsmöglichkeiten. Ein Vergleich soll zeigen, welche Demokratieform sich durchsetzen konnte und positive Ergebnisse erbrachte.

  

Heinz Kleger 
Region - Nation - Europa
Eine politiktheoretische Zwischenbilanz nach 50 Bänden


170 S., 10.00 EUR, br., ISBN 978-3-940793-94-2 

Politische Theorie hat ihre Zeit und ihren Ort. 
Die Potsdamer Reihe ‘Region-Nation-Europa’ geht von der Region Berlin-Brandenburg in der neuen Mitte Europas aus.
Durch den europäischen Integrationsprozess gibt es tief eingreifende Entscheidungen, die von den Bevölkerungen diskutiert und bestätigt werden müssen.
Politische Theorie muss in der Fortschrittskrise einer verstädterten Welt urban aufgeklärte Theorie sein, sie ist ein Produkt der Stadt und nicht der Schule. 
Heinz Kleger, Prof. Dr. phil., geb. 1952 in Zürich, Philosoph und Sozialwissenschaftler, lehrt seit 1993 Politische Theorie an der Universität Potsdam, 2004-2008 auch an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.

Thorsten Kohlisch 
Regional Governance in europäischen Regionen
Eine empirische Analyse der transnationalen Verbünde Großregion/La Grande Région und Oder-Partnerschaft/Partnerstwo-Odra

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 51, 160 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1003-0 

Die Region ist im Aufwind! Regionale Entscheidungsträger erkennen zunehmend die vielfältigen Chancen, die sich aus der Verknüpfung der wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Potentiale lokaler Standorte zu einem wettbewerbsfähigen Handlungs- und Wirtschaftsraum ergeben. Zugleich werden regionale Vernetzungsaktivitäten über nationalstaatliche Grenzen hinweg aktiv von der Europäischen Union unterstützt. Mit der Großregion SaarLorLux - Rheinland-Pfalz - Wallonien und der deutsch-polnischen Oder-Partnerschaft konzentriert sich das vorliegende Buch auf zwei europäische Makroregionen, in denen sich die Akteure vor Ort dazu entschlossen haben, der Regionalentwicklung eine europäische Perspektive zu verleihen. 
Thorsten Kohlisch, Dipl.-Verwaltungswirt (FH) und Dipl.-Politikwissenschaftler, geb. 1978 in Berlin, studierte öffentliche Verwaltungswirtschaft an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin (FHVR) sowie Politikwissenschaft an den Universitäten Potsdam und Tartu (Estland).

Cornelia Schimpf 
Versagen einer Zufluchtsstadt
Kultur und Politik in der Weimarer Republik am Beispiel des Staatlichen Bauhauses in Weimar von 1919 bis 1925 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 52, 144 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1132-7 

Das Schicksal des Bauhauses war auf das Engste mit der Geschichte der Weimarer Republik verbunden. Es verknüpfte mehr als je zuvor Kunst, Politik und Gesellschaft. An der Bauhausidee entzündeten sich aber auch die konträren künstlerischen und politischen Ansichten der Jahre zwischen 1919 und 1933. Die Wirren der Republik liessen diese moderne Kunstschule zum Spielball der Politik werden. Mit ihren kühnen Ideen waren die Bauhäusler ihrer Zeit weit voraus, wurden aber von der Politik im Stich gelassen. Das Buch zeichnet diesen Prozess in Weimar auch anhand bisher unausgewerteter Quellen nach. 
Cornelia Schimpf, M.A., geb. 1987 in Zossen, studierte Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Medienwissenschaften an der Universität Potsdam.   

Uta Volgmann
Die politische Debatte über die europäische Verfassung in Polen
Kontinuität und Wandel europapolitischer Leitbilder

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 53, 200 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1656-8 
Die EU-Verfassungsdebatte hat verdeutlicht, wie wichtig es für die weitere europäische Integration ist, die europapolitischen Leitbilder aller Mitgliedsländer zu kennen. Während des Verfassungsprozesses kam Polen große Bedeutung zu. Ziel dieser Studie ist es, ein differenziertes Bild des polnischen EU-Verfassungsdiskurses zu zeichnen. Dazu wurden Sejmdebatten diskursanalytisch ausgewertet und die europapolitischen Leitbilder polnischer Parteien charakterisiert. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, welcher Beitrag künftig von Polen für die rechtliche Verfasstheit und die politische Integration der EU zu erwarten ist.

Andreas B. Bucher
Neue Medien und transnationale Demokratie

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 54, 168 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-80000-8 
Politische Debatten in den EU-Mitgliedsländern nehmen immer häufiger Bezug auf Europa, doch es gibt kaum Austausch von Informationen über die Landesgrenzen. Was können die Online-Medien leisten, um diese Segmentierung zu überwinden? Der Schweizer Politikwissenschaftler und Journalist Andreas B. Bucher demonstriert am Modell einer Internet-Plattform für das Schweizer Parlament, wie sich die Mediensysteme in der EU horizontal vernetzen lassen und wie damit europäische Politik einer nach wie vor national geprägten Öffentlichkeit angemessen vermittelt werden könnte. 

Anna Charlotte Thode
Italien - Nord und Süd
Die Question meridionale in der Politischen Theorie

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 55, 105 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10066-5 
Italien trägt seit seiner nationalen Einigung die Bürde der Disparität zwischen Nord und Süd. Die Autorin nimmt die Sezessionsdrohung der Lega Nord in den 1990er Jahren zum Anlass, um die Konfliktlinien der Questione meridionale nachzuzeichnen. Sie skizziert den Zusammenhalt einer politischen Gemeinschaft, erläutert die Facetten der Nord-Süd-Problematik und widmet sich schließlich der Frage, ob die Questione meridionale bereits eine Gefahr für die nationale Einheit darstellte, als Italien als Nationalstaat noch sehr jung war. Dazu werden ausgewählte Schriften aus der Politischen Theorie untersucht und schließlich der Bogen zur Gegenwart gespannt. 
Anna Charlotte Thode, geb. 1981, studierte Politikwissenschaft, italienische und französische Philologie in Leipzig, Bologna/Forli, Potsdam und an der Freien Universität Berlin.

Krister Volkmann
Regional - und trotzdem global
Solidarische Ökonomie im Spannungsfeld zwischen Regionalität und Globalität. Eine explorative Studie zu Regionalwährungen

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 56, 288 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10067-2 
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erleben wir an vielen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Neugründungen von Regionalwährungen - selbst gestaltetes Geld, das die Wirtschaftsentwicklung und den sozialen Zusammenhalt in der Region stärken soll. Regionale Währungen lenken die Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse der Menschen in der Region und auf ihre Fähigkeiten, die unter den konventionellen Bedingungen brachliegen. Angesichts des Zusammenbruchs der globalen Finanzwirtschaft gewinnen Gegenstrategien an Bedeutung, mit denen Menschen ihre Möglichkeiten zu einem selbstbestimmten Leben verbessern können. Die Studie untersucht, unter welchen Bedingungen Regionalwährungen ihr Potenzial entfalten können und Sinn machen. 
Dr. rer. pol. Krister Volkmann, geb. 1971; studierte an den Universitäten Konstanz und Potsdam Verwaltungs- und Politikwissenschaft; bisherige Forschungsschwerpunkte: Lokale Agenda 21, Global City Regions, Fairer Handel und Regionalwährungen.

Nicole Meier
Jenseits von Internationalismus und Weltbürgertum.
Subjektive Handlungsoptionen bei Rosa Luxemburg, Hannah Arendt und Agnes Heller

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 57, 304 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10097-9 
Rosa Luxemburg, Hannah Arendt und 'Agnes Heller repräsentieren, wenn auch nicht als dessen typische Vertreterinnen, politisches Denken im 20. Jahrhundert. Dieses reflektierten sie, kritisierten sie; alle drei standen eher in Opposition zum sie umgebenden philosophischen Zeitgeist. Sie alle drei - und auch das verbindet sie - suchten in ihrer jeweiligen Zeit die Frage zu beantworten: Wie können Menschen frei und selbstverwirklicht zusammen leben? Sie fanden darauf eine, in ihren Details durchaus unterschiedliche, gemeinsame Antwort: Nur ein "Jemand" vermag es, Selbstverwirklichung und Freiheit mit dem Zusammenleben in einer Gemeinschaft zu verbinden. Ihre unterschiedlichen Perspektiven, Luxemburgs strukturelle, Arendts intersubjektive und Hellers individuelle Sichtweise, erhellen einander und machen dieses Denken auch für unsere Zeit fruchtbar.

Thomas Mehlhausen
Polens Rückkehr nach Europa
Warum sich die Europäische Union für ihre Osterweiterung entschied.

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 58, 144 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10214-0 
Auf welche Motive ist die Osterweiterung der Europäischen Union zurückzuführen? Das vorliegende Buch präsentiert den gegenwärtigen Forschungsstand und diskutiert die Erklärungsschwächen bestehender Ansätze. Theoretisch illustriert ein eigener Ansatz das Akteursverhalten bei sich widerstrebenden materiellen Präferenzen und Gemeinschaftsnormen. Empirisch kann so demonstriert werden, dass die Osterweiterung erst möglich wurde, nachdem der Maastrichter Vertrag die erheblichen Verunsicherungen infolge der deutschen Wiedervereinigung gelöst hatte. Vor diesem Hintergrund lässt sich die EU während ihrer größten Erweiterung als `utilitaristische Wertegemeinschaft' charakterisieren. 
Thomas Mehlhausen, M.A., geb. 1979 in Warschau, Studium in Potsdam, Berlin, Krakau und Moskau, Preisträger des VBKI-Europapreises 2007.

Benjamin Heese
Die Union für das Mittelmeer.
Zwei Schritte vor, einen zurück?

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 59, 104 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10262-1 


Die Mitte 2008 ins Leben gerufene "Union für das Mittelmeer" weckte die Befürworter und Kritiker der Mittelmeerpolitik und setzte so eine eher vergessene Region wieder auf die Tagesordnung europäischer Politik. Die Europäische Union strebt im Zuge ihrer vertieften Mittelmeerpolitik in einigen Bereichen eine intensive Partnerschaft mit den Mittelmeerdrittländern an. Dieses Buch analysiert die Beziehungen der Europäischen Union mit ihren südlichen Nachbarstaaten im Mittelmeerraum und nimmt dabei den Prozess ihrer institutionellen Vertiefung in den Fokus sowie die Erfolge und zukünftige Aufgaben. 
Benjamin Heese, Dipl. Verwaltungswissenschaftler, geb. 1982 in Gütersloh, arbeitet seit 2007 im Deutschen Bundestag, praktische Erfahrungen beim NUMOV / Nah- und Mittelost-Verein e.V., im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie in der Deutschen Botschaft Manila, studierte Rechts- und Verwaltungswissenschaften mit dem Schwerpunkt "Internationale Organisation und Verwaltung" an den Universitäten Bielefeld, Konstanz, Potsdam, FU Berlin und Luzern (Schweiz). 

Eva Roeder
Der Bürgerhaushalt in Rosario (Argentinien)
Ein Beitrag zur Demokratisierung der lokalen Ebene

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 60, 128 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10508-0 


Der Bürgerhaushalt gilt als ein erfolgreiches Instrument der Bürgerbeteiligung auf lokaler Ebene. Diese Publikation beleuchtet detailliert die Erfahrungen in der argentinischen Stadt Rosario, wo dieses Modell seit dem Jahr 2002 umgesetzt wird. Neben den Lernerfahrungen der Bürger-Delegierten werden auch der Jugend-Bürgerhaushalt sowie der spezifische Gender-Ansatz untersucht. 
Eva Roeder, geb. im Jahr 1981 in Reinbek bei Hamburg, studierte Politikwissenschaft, VWL und Anglistik an der Universität Potsdam; Studienaufenthalt an der Universitat de Barcelona, Forschungsaufenthalt in Rosario (Argentinien). 
Hier finden Sie den Flyer zum Thema "Vom Bürgerprotest zum Bürgerhaushalt". 

Andre Franz
Die Europäische Union als externer Förderer von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
Ansätze, Determinanten und Wirkungsweise am Beispiel von Georgien und Aserbaidschan

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 61, 176 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10513-4 


Die Europäische Union fördert und fordert seit geraumer Zeit mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit von ihren östlichen Nachbarn ein. Im Gegensatz zu den Erfolgen in mittel- und osteuropäischen Staaten sind die positiven Effekte europäischer Demokratisierungsbemühungen in den Ländern östlich der heutigen EU-Außengrenze bislang jedoch größtenteils ausgeblieben. Vor diesem Hintergrund hinterfragt das vorliegende Buch, inwieweit die EU überhaupt in der Lage ist, ohne den Anreiz einer Beitrittsperspektive einen Einfluss auf die Demokratieentwicklung in den Nachbarschaftsstaaten auszuüben. Ausgehend von rationalistischen und konstruktivistischen Ansätzen werden Determinanten erarbeitet, anhand derer die Wirkungsweisen der EU-Politiken gegenüber den Länderbeispielen Aserbaidschan und Georgien analysiert werden. 
André Franz, geb. 1984 in Bautzen, Dipl.-Politikwissenschaftler, studierte in Jena, Budapest und Potsdam und lebt in Berlin. 

Melanie Hühn, Dörte Lerp, Knut Petzold, Miriam Stock (Hg.)
Transkulturalität, Transnationalität, Transstaatlichkeit, Translokalität
Theoretische und empirische Begriffsbestimmungen

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 62, 304 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10514-1 


Trans-Begriffe sind in! Wegen der zunehmenden Komplexität und Diversität grenzüberschreitender Phänomene, aber auch des Perspektivenwechsels in den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften erfreuen sich die Begriffe Transnationalität, Translokalität, Transstaatlichkeit und Transkulturalität einer wachsenden Beliebtheit. Gleichzeitig nehmen damit die Unschärfen in der Verwendung dieser Begriffe zu. Die Beiträge dieses Bandes haben es sich zum Ziel gesetzt, der Begriffsverwirrung entgegenzutreten. Sie stellen Vorschläge zur Diskussion, wie die Begriffe theoretisch untereinander und von verwandten Konzepten abgegrenzt werden können, und zeigen das breite Spektrum empirischer Phänomene auf, die mit den Trans-Begriffen innerhalb historischer, soziologischer, ethnologischer, kulturwissenschaftlicher und geographischer Studien gefasst und kritisch reflektiert werden. 

In Zusammenarbeit mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.

Aurica Bloom
Die Zivilgesellschaft Polens. Zwischen Aufbruch und Stagnation

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 63, 2013, 173 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10656-8


Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurden große Erwartungen in die Zivilgesellschaft Polens zur Unterstützung des demokratischen Konsolidierungsprozesses gesetzt. Diese Hoffnungen haben sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht erfüllt. Zwar hat es seit 1989 viele positive Veränderungen gegeben, doch steht die Zivilgesellschaft Polens durch geringes Sozialvertrauen, fehlende Fachkräfte und Finanzmittel sowie eine erst schwach ausgeprägte Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung weiterhin vor großen Herausforderungen. 
Aurica Bloom hat an der Universität Potsdam und der Freien Universität zu Berlin Politikwissenschaft und Osteuropastudien studiert. 

 

Wilfried Heller (Hg.)
Identitäten und Imaginationen der Bevölkerung in Grenzräumen
Ostmittel- und Südosteuropa im Spannungsfeld von Regionalismus, Zentralismus, europäischem Integrationsprozess und Globalisierung

 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 64, 2011, 312 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-10757-2


Europa wächst zusammen – aber nicht überall auf die gleiche Art und Weise. Besonders in Grenzräumen erweisen sich die Identitäten, Selbstwahrnehmungen und Fremdzuschreibungen der Bevölkerung als wichtige Momente der Ausgestaltung der unterschiedlichen Wege zu einem sozialen, politischen und ökonomischen Miteinander. Die Grenzregionen in Ostmittel- und Südosteuropa liefern mit ihren fragmentierten und vielfältigen Raum- und Bevölkerungsstrukturen prägnante Objekte für interdisziplinäre Studien. Anhand der Diskussion von regionalen Beispielen, die besonders die kulturellen Interferenzen beleuchten, will dieser Band zu einem besseren Verständnis der europäischen Vielfalt beitragen


Detlev Noack
Reform des Föderalismus in Deutschland
Schwierigkeiten, Hemmnisse, Perspektiven: Das Beispiel Berlin und Brandenburg

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 65, 465 S., 39.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10935-4 


Für die Neuordnung des bundesdeutschen Föderalismus werden seit geraumer Zeit vier zentrale Reformoptionen aufgezeigt. Die Neugliederung der Bundesländer als vierte Reformoption befindet sich seit Gründung der Bundesrepublik in der Diskussion, ohne dass ein Neuzuschnitt der Länderstrukturen realisiert worden wäre. Als Fallbeispiel für die Reformoption Länderneugliederung werden in dieser Arbeit die Neugliederungsbemühungen der Länder Berlin und Brandenburg nachgezeichnet und analysiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den Ursachen und Faktoren für das Scheitern des Fusionsanlaufes 1996 und der Fusionsinitiative 2006/09. 

Mareike Busch
Solidarität im beschleunigten Wandel
Das Beispiel Irland 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 66, 2012, 120 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-11079-4


Kann in einer sich beschleunigt verändernden Gesellschaft ein ausreichender sozialer Zusammenhalt bestehen? Im Zuge eines empfundenen oder tatsächlich stattfindenden beschleunigten Wandels spätmoderner Gesellschaften erscheint ein Nachdenken über Integrationsmodi unverzichtbar. Die Autorin schlägt ein mehrstufiges Solidaritätskonzept vor, welches an bekannte theoretische Ansätze zu Solidarität, Zeitschichten und Beschleunigung anknüpft. Die rasante sozioökonomische Umgestaltung der Republik Irland der letzten Jahre untermauert solche theoretischen Entwürfe. 

Christopher Gohl (Hg.)
Prozedurale Politik am Beispiel organisierter Dialoge. Wie politische Beteiligung professionell gestaltet werden kann - eine Grundlegung

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 67, 2011, 464 S., br., 29.90 EUR, ISBN  978-3-643-11083-1


Am "Ende der Basta-Politik" will die Republik "mehr Demokratie wagen". Aber warum sollte Demokratie ein Wagnis sein? Wer das Handwerk der politischen Beteiligung beherrscht, kann demokratische Verständigung, Beratung und Veränderung organisieren. Ob in Politik, Verwaltung, Bürgergesellschaft oder für nachhaltige Entwicklung: wer mehr Akteure besser an Politik als Problembearbeitung beteiligen will, braucht ein ausgeprägtes Verständnis für die methodische und strategische Gestaltbarkeit politischer Prozesse. Das Buch erarbeitet am Beispiel von Beteiligungsverfahren systematisch handlungspraktische Begriffe prozeduraler Politik, rekonstruiert die fundamentale Bedeutung der Wie-Frage und begründet ein prozedural-pragmatistisches Forschungsprogramm einer Wissenschaft, die professionelles Können schafft.  

Christopher Gohl hat den Demokratie-Preis der Universität zu Köln erhalten.

Jean-Christophe Merle (Hg.)
Die Legitimität von supranationalen Institutionen der EU. Die Debatten in den neuen und alten Mitgliedstaaten

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 68, 2012, 296 S., br., 29.90 EUR, ISBN 978-3-643-11207-1 


Die Debatte über die Legitimität des europäischen Integrationsprozesses und des Aufbaus von supranationalen Institutionen wird in den neuen EU-Mitgliedstaaten nicht mit den gleichen Schwerpunkten, Anliegen und Argumenten geführt wie in den alten Mitgliedstaaten. Obwohl sich überall sowohl Befürworter als auch Skeptiker zu Wort melden, ist der erlebte Integrationsprozess jeweils ein anderer. Die Beiträge dieses Bandes untersuchen, wie in beiden Kontexten die Möglichkeit der Bildung einer europäischen Verfassungsidentität und die Legitimität supranationaler Institutionen diskutiert werden. 

Robert Grzeszczak und Ireneusz Pawel Karolewski (Hg.)
The Multi-Level and Polycentric European Union: Legal and political studies

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 69, 2012, 176 S., br., 29.90 EUR, ISBN 978-3643901811


The volume offers a broad conceptual spectrum on the political and legal system of the European Union. The heuristic of multi-level governance relates to multiple actors, the interconnectedness between levels of decision-making and interpenetration of institutions and actors. Legal sciences stress additionally numerous legal centres, which on the one hand espouse independent legal orders, while communicating with each other through legislative acts, executive decisions and court decrees on the other. The fusion of the legal and political aspects of the EU provides an opportunity to view the sui generis system of the EU in a broader perspective, which promises to overcome reductionist approaches, both in legal and political sciences. 

Christopher Gohl und Hans-Peter Meister
Politische Mediation bei Infrastrukturprojekten. Das Beispiel des Ausbaus des Flughafens Frankfurt 1998-2008

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 70, 2012, 152 S., br., 19.90 EUR, ISBN 978-3643116376


Politische Mediation bei Infrastrukturprojekten kann aus Konfliktparteien Kooperationspartner machen. Das zeigt das Beispiel von Deutschlands größter und wirkungsvollster politischer Mediation, dem organisierten Dialog zum Ausbau des Frankfurter Flughafens zwischen 1998 und 2008. Der vorliegende Bericht arbeitet die Erfahrungen systematisch auf und zeigt Chancen und Erfolgsbedingungen politischer Beteiligung von Betroffenen. Das Plädoyer für ein pragmatisches Verständnis politischer Mediation dient als Wegweiser für den Infrastrukturausbau der Energiewende. 

Andreas Nix
Zivilreligion und Aufklärung. Der zivilreligiöse Strang der Aufklärung und die Frage nach einer europäischen Zivilreligion

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 71, 2012, 416 S., br., 39.90 EUR, ISBN 978-3643117403


Diese Abhandlung versucht den Begriff der Zivilreligion mittels eines ideengeschichtlichen Ansatzes zu erfassen. Es lässt sich zeigen, dass Zivilreligion und Aufklärung in einem engen Zusammenhang stehen. Aufklärung wird hier als eine geistige Strömung verstanden, die sich sowohl in ein positives als auch negatives Verhältnis zur Religion setzt. Die Art und Weise des kritischen Rückgriffs auf religiöse Traditionsbestände entscheidet dann auch darüber, ob diese funktional oder dysfunktional für ein Gemeinwesen reflektiert werden. 

Niels Haberlandt
Rechtsextreme Strategien im Sport. Der organisierte Sport im strategischen Konzept rechtsextremer Gruppen im Land Brandenburg

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 72, 2013, 228 S., br., 29.90 EUR, ISBN 978-3-643-11993-3


Strategie, Taktik oder Zufall? Wird die Sportorganisation im Land Brandenburg gezielt durch rechtsextreme Akteure genutzt oder gar unterwandert? Ist das Engagement Rechtsextremer im Sportverein unweigerlich auch rechtsextremes Engagement? 
Das vorliegende Buch behandelt Strategien rechtsextremer Gruppen im Land Brandenburg den organisierten Sport für eigene politische Zwecke nutzbar zu machen. Fallbeispiele aus der Beratungspraxis, die Auswertung einer Befragung von rund 300 Sportvereinen und 12 Interviews mit ausgewiesenen Experten im Themenfeld liefern das Datenmaterial für die Beantwortung dieser Fragen. 

Fabian Wiencke
Zur Legitimität von EU-Mehrheitsentscheidungen

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 73, 2013, 216 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12249-0


Die Frage, wie sich vor dem Hintergrund heterogener Identitäts- und Interessenkonstellationen in der EU politische Steuerung realisieren lässt, gehört zu den spannendsten unserer Zeit. Die europäische Politik hat diese Frage mit der Einführung des Mehrheitsprinzips auf EU-Ebene beantwortet. Die Verankerung des Entscheidungsprinzips in den EU-Verträgen hat jedoch bis heute nicht dazu geführt, dass Mehrheitsentscheidungen zur europapolitischen Praxis gehören. 
Das Buch widmet sich den Gründen für die ausbleibende Anwendung des Mehrheitsprinzips im Rat der EU in empirischer sowie normativer Hinsicht. 
Fabian Wiencke, geb. 1977, hat an der Europa-Universität Viadrina Europastudien mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaften studiert. 

Carl-Martin Hißler 
Zwischen Liberalismus und Christentum. Die sozialethischen Aspekte der Sozialen Marktwirtschaft

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 74, 2014, 360 S., 39.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12616-0


Das vorliegende Buch hat zum Ziel, die christlichen Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft mit einer ideengeschichtlichen Analyse zu rekonstruieren. Der Autor trägt damit zum besseren Verständnis der Entstehungsgeschichte der neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in der frühen Bundesrepublik Deutschland bei. Im Kern wird die Idee eines irenisch angelegten interkonfessionellen Kompromisses zur sozialpolitischen und wirtschaftlichen Etablierung der Sozialen Marktwirtschaft kritisch beleuchtet. Besonders hervorgehoben werden dabei die Diskussionen der Augsburger Begegnungen der 1960er Jahre zwischen den Vertretern des eher protestantisch geprägten Ordoliberalismus und den Vertretern der katholischen Soziallehre. 
Carl-Martin Hißler, Dr. rer. pol., geb. 1983 in Kaufbeuren (Bayern), hat bei Prof. Heinz Kleger an der Universität Potsdam promoviert, Studium der Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. 

André Michael Hein 
Does Transnational Mobilization Work for Language Minorities? A Comparative Study on Romanians in Serbia, Bulgaria, Ukraine and Hungary 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 75, 2014, 264 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-90581-9


This study scrutinizes the significance of transnational mobilization for language minorities, both with regard to their ability and their motivation to undertake such action. It is designed as interpretative case study on the Romanian minorities in the post-communist countries Serbia, Bulgaria, Ukraine and Hungary. It concentrates on immobile and marginal groups outside the focus of international politics and research. The book contributes to recent research on cosmopolitanism: only an in-depth study of actors' everyday reality can produce qualified claims on the tense relationship between local rootedness on the one hand and possibilities for international mobility on the other. This, in turn, is vital to assess the vigour of international processes such as globalization and European integration. 
Andre Michael Hein was researcher of Economic and Social Sciences at the University of Potsdam/Germany. 

Martin Spiering 
Föderale Konstitutionalisierung mit der Konventsmethode.
Ein Vergleich der Verfassungskonvente von Philadelphia und Brüssel 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 76, 2015, 326 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12969-7


Was bleibt vom Konvent als Methode? Ausgehend von der schwer greifbaren Wirkung des Zukunftskonvents von Brüssel geht das vorliegende Buch der Frage nach, was die EU von der Konventsmethode erwarten kann. Dazu wird der Brüsseler Konvent als Bestandteil eines föderalen Konstitutionalisierungsprozesses charakterisiert und mit dem Prototyp - dem US-Verfassungskonvent von Philadelphia - verglichen. Die vorliegende Arbeit nimmt damit erstmals einen strukturierten Vergleich der Konvente von Philadelphia (1787) und Brüssel (2002/03) aus politiktheoretischer Perspektive vor.  
Martin Spiering studierte an der Universität Potsdam Politikwissenschaft. Seit dem Konvent von Brüssel befasst er sich mit Konstitutionalisierungsprozessen unter föderalen Vorzeichen. 

Claudia Bacon
Europa im Rathaus.
EU-Arbeit der deutschen Großstädte 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 77, 2016, 296 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-13249-9


Seit den 1990er Jahren gehen von der europäischen Integration zunehmend Rückwirkungen auf die subnationalen Ebenen aus. In der Folge kann eine Vervielfachung der kommunalen EU-bezogenen Tätigkeiten sowie die Einrichtung spezieller Koordinierungsstellen beobachtet werden. Aufbauend auf einer Befragung unter allen deutschen Großstädten und anhand von Experteninterviews in Bremerhaven, Dresden und Bochum widmet sich dieses Buch der Ausgestaltung der kommunalen EU-Arbeit in der Praxis. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage nach dem Mehrwert einer zentralen EU-Stelle in der Stadtverwaltung.  
Claudia Bacon studierte Verwaltungswissenschaft an der Universität Potsdam und der INSEEC Paris. 

Matthias Erny
Externe Demokratieförderung durch die EU
Eine Analysen an den Beispielen Slowenien und Serbien 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 78, 488 S., 49.90 EUR, 49.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-80217-0


Das Herzstück des EU-Integrationsprozesses bildet die Konditionalität als anreizbasiertes Demokratisierungsinstrument. Damit will die EU das politische, wirtschaftliche und soziale Integrationsrisiko beitrittswilliger Staaten minimieren. Die Resultate dieses Ansatzes sind jedoch ambivalent. In der empirischen Untersuchung wird anhand von Slowenien und Serbien aufgezeigt, unter welchen Bedingungen die externe Demokratieförderung durch die EU einen Beitrag zur Beschleunigung des Transformationsprozesses leisten kann und wo deren Grenzen liegen. Darüber hinaus liefert das Buch Denkansätze für mögliche Entwicklungsrichtungen der EU-Demokratieförderung. 
Matthias Erny arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ZHAW School of Management and Law in Winterthur. 

Konrad Winckler
Unternehmer in den politischen Theorien der Bürgerschaft
Rechte- und Pflichtenorganisation der Wirtschaft in Region, Nation und Europa

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 79, 2016, 388 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13404-2


Ist Unternehmensethik nach angloamerikanischem Vorbild die Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? Viele Unternehmen versuchen Corporate Social Responsibility zu etablieren, um den Ansprüchen der Zivilgesellschaft gerecht zu werden. Aber sind Ethik und Verantwortung messbar und skalierbar - und damit wirtschaftlich sinnvoll? Hat die Soziale Marktwirtschaft im Zuge der Denationalisierung und Globalisierung ausgedient? Ein Vergleich von sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Theorien verschafft Klarheit. 

Stefan Huber
Basisaktivierung als Mittel gegen soziale Exklusion?
Ein Vergleich von Quartiersmanagement und Community Organizing an Berliner Beispielen 

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 80, 2016, 348 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13483-7


Seit Jahren steigen Politikverdrossenheit und die Zahl der Menschen an, die sich von der Gesellschaft exkludiert fühlen. Können Basisaktivierung durch Quartiersmanagement und Community Organizing diesen Trends entgegenwirken? Fördert die Ermöglichung der gesellschaftlichen Teilhabe von benachteiligten Bevölkerungsgruppen die Sozialkapitalbildung im Sinne Putnams? Um diese Fragen zu beantworten, wurden die vorhandene Literatur analysiert und zahlreiche Experteninterviews geführt. 
Stefan Huber hat an der der Universität Potsdam und Universität Bergen Verwaltungswissenschaft studiert.

 

Victor Perli
Atommüll - Vom Technik- zum Standortkonflikt? Konfrontation und Kooperation bei der Endlagersuche

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 81, 2017, 88 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13745-6


Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich der Konflikt um die Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle gewandelt hat und woran die Konfliktlösung bislang gescheitert ist. Es ist bisher nicht gelungen, die Gorleben- und Atomkraftgegner für den Verhandlungsprozess zu gewinnen. Es muss deshalb ein Verfahren gefunden werden, das alle relevanten Konfliktakteure als legitim anerkennen können. Die schwierige neue Endlagersuche kann nur gelingen, wenn sie nicht einer simulierten Akzeptanzbeschaffung dient. 


Victor Perli, geb. 1982 in Bad Oeynhausen, Politikwissenschaftler (M.A.), studierte an den Universitäten in Braunschweig und Potsdam. Er war Landtagsabgeordneter in Niedersachsen von 2008 bis 2013.

Eva-Charlotte Proll
Transnationale Gerechtigkeit in der EU
Entwurf einer Völkergesellschaft - Rawls weiterentwickelt

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 82, 2017, 392 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13776-0


Die Europäische Union muss sich 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge neuen Fragen stellen. Wie gerecht ist die EU? Wie gerecht kann sie normativ überhaupt sein? Im vorliegenden Band wird in Anlehnung an John Rawls die "Theorie der Gerechtigkeit" und das "Recht der Völker" modifiziert und auf den transnationalen Raum angewandt. Ziel dieses Bandes ist es, herauszufinden, ob und wie eine normative Gerechtigkeitsvorstellung im transnationalen Raum aussähe. Dafür wird die Idee der Völkergesellschaft entwickelt.


Eva-Charlotte Proll hat Soziologie, Politik und Verwaltung in Potsdam studiert.

Samuel Beuttler-Bohn 

Die Identifikation der Bürger mit ihren Metropolregionen durch Metropolitan Governance. Die Ballungsräume Stuttgart und Rhein-Neckar im Vergleich  

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 83, 2017, 320 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13840-8


Wie und warum unterscheidet sich die Identifikation der Bürger mit ihren Metropolregionen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Metropolitan Governance-Strukturen? Das Buch untersucht diese Fragestellung mittels eines Mixed-Methods-Designs und vergleicht die Ballungsräume Stuttgart und Rhein-Neckar miteinander. Dabei zeigt sich eine deutlich stärkere metropolregionale Verbundenheit mit der Agglomeration Rhein-Neckar im Vergleich zum Stuttgarter Raum. Diese Unterschiede werden anhand von fünf metropolpolitischen Faktoren analysiert. 


Dr. Samuel Beuttler-Bohn, Promotionsstipendiat der FES, promovierte bei Prof. Dr. Roland Sturm. 

Tobias Kilgus 

Der Integrationsprozess Kosovos in die Europäische Union. Eine Analyse der EU-Kosovo-Beziehungen und ihrer Zukunftsperspektiven  

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 84, 568 S., 59.90 EUR, 59.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-14079-1

Die Republik Kosovo stellt einen Beitrittskandidaten sui generis in der Erweiterungsgeschichte der Europäischen Union dar. Die besonderen Beziehungen zwischen der EU und dem "potenziellen" Kandidaten resultieren aus dem ungelösten Territorialkonflikt mit Serbien, dem unvollendeten Staatsaufbau sowie der eingeschränkten Souveränität Kosovos. Diese Einzelfallstudie untersucht Kosovos Integrationsprozess in den Staatenverbund im Kontext der Spezifika des Beitrittsaspiranten, der stockenden EU-Südosterweiterung und der multiplen EU-Krise. Davon ausgehend werden vier Zukunftsszenarien für Kosovos Integrationsverlauf, auch mit Blick auf differenzierte Integrationsoptionen, entwickelt.


Tobias Kilgus hat an der Universität Potsdam Politikwissenschaft und Neuere Geschichte studiert und arbeitet an der Freien Universität Berlin.