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Vergangene Projekte (Archiv)


Klimapolitische Governance und partizipatorische Governance

Die Pilotphase wurde von der Universität Potsdam finanziert

Der Lehrstuhl für Politische Theorie ist gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Verwaltung und Organisation an der Pilotstudie „Klimapolitische Governance aus einer städtevergleichenden Perspektive: Identifizierung legitimer und erfolgreicher klimapolitischer Prozesse für Metropolregionen“ beteiligt. In diesem gemeinsamen Projekt untersucht der Lehrstuhl für Politische Theorie den Einfluss partizipativer Governance auf Klimastrategien und -politik in Metropolregionen. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Identifizierung verschiedener Formate der Bürgerbeteiligung sowie auf der normativen und empirischen Funktion solcher Beteiligungsformate.

Der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Verwaltung und Organisation konzentriert sich auf den Bereich der administrativen Governance und darauf, wie Metropolen ihre Klimastrategien entwickeln und umsetzen. Das Projekt befasst sich mit verschiedenen Metropolen weltweit, darunter Buenos Aires, Berlin, Amsterdam, Budapest und Paris.

Diese erste Pilotstudie ist Teil des Einstein-Zentrums für Klimawandel und öffentliche Politik menschlicher Siedlungen (ECCCPPHS)*, das derzeit aufgebaut wird. Gemeinsam mit Prof. Dr. Sabine Kuhlmann ist Prof. Dr. Fabian Schuppert als Vertreter der Universität Potsdam Mitglied des Vorstands des ECCCPPHS.

In diesem Forschungsprojekt haben gearbeitet: Janina Walkenhorst, Niklas Peters, Paula Gnielinski. 

Einige Publikationen sind hier zu finden: 

 

Die Beziehung zwischen Anerkennungstheorie und Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

„The Relation between Recognition Theory and Theories of Epistemic Injustice“ ist ein von der DFG gefördertes Forschungsnetzwerk mit insgesamt 16 internationalen Philosoph:innen, die gemeinsam seit Oktober 2021 arbeiteten.

Das wachsende Interesse am Zusammenhang zwischen Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit und der Anerkennungstheorie zeigt bislang, dass die Analyse und Kritik epistemischer Ungerechtigkeiten durch die Erkenntnisse der Anerkennungstheorie erheblich verbessert und fruchtbar bereichert werden kann; beispielsweise indem der strukturelle Charakter epistemischer Ungerechtigkeit beleuchtet und mögliche Wege aufgezeigt werden, andere soziale Gruppen und Gemeinschaften (epistemisch) zu respektieren.

Das Netzwerk möchte drei zentrale Fragen beantworten:

(1) In welcher spezifischen Beziehung stehen epistemische Ungerechtigkeiten und Versäumnisse der Anerkennung zueinander?

(2) In welcher Beziehung stehen sie zu anderen, sich überschneidenden Theorien wie Ideologiekritik, Vulnerabilität, Unwissenheit, gemeinschaftlichen Wissenspraktiken, doppeltem Bewusstsein, Bewusstseinsbildung, Echokammern, sozialen Bewegungen, Standpunkt-Theorie usw.?

(3) Welche Möglichkeiten gibt es, die Theorie in der Praxis anzuwenden?

Das Netzwerk hat zwischen Oktober 2021 und März 2024 Workshops, Konferenzen und öffentliche Veranstaltungen organisiert und diverse Publikationen erarbeitet.

Projektleitung: Dr. Hilkje C. Hänel

Mitglied: Prof. Fabian Schuppert

Weitere Informationen, einschließlich einer Liste aller Mitglieder des Forschungsnetzwerks, finden Sie hier: https://epistemic-misrecognition.weebly.com/

 

Landrechte in Zeiten des Klimawandels (mit Megan Blomfield)

Gefördert von der British Academy und dem Leverhulme Trust

Bestehende Landnutzungsmuster sind sowohl durch die Auswirkungen des Klimawandels als auch durch klimapolitische Maßnahmen bedroht. Klimawandelauswirkungen wie der Anstieg des Meeresspiegels und die Wüstenbildung werden voraussichtlich dazu führen, dass einige Regionen überflutet und andere unbewohnbar werden. Gleichzeitig wird zunehmend argumentiert, dass eine erfolgreiche Reaktion auf den Klimawandel den großflächigen Einsatz von Maßnahmen wie Aufforstung und den Anbau von Bioenergiepflanzen beinhalten muss – politische Maßnahmen, die darauf abzielen, Flächen in Anspruch zu nehmen, die bereits für andere Zwecke genutzt werden, was wiederum Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen hat. Die Frage, wie Landrechte in einer Welt, die auf den Klimawandel reagiert, anerkannt und geachtet werden können, ist daher von dringender Bedeutung. Dieses Projekt nutzt philosophische und politische Theorie, um diese Frage zu behandeln: Es untersucht die moralischen Dimensionen von Landrechten (einschließlich ihrer Grundlage, ihres Wesens und ihrer rechtmäßigen Inhaber) und geht der Frage nach, wie Konflikte und Abwägungen zwischen dem Schutz bestehender Landnutzung und der Umsetzung wirksamer Klimamaßnahmen bewertet werden sollten.

 

Die Notwendigkeit einer normativen Theorie des systemischen Risikos: Praktische Anwendungen und ein neuer Sozialvertrag? (mit Andrew Baker, Gerald Epstein, Daniela Gabor und Jay Cullen)

Gefördert vom Economic & Social Research Council und dem National Institute for Economic and Social Research

Die Bewertung und Steuerung systemischer Finanzrisiken ist seit der Finanzkrise von 2008 zu einer der neuen großen Herausforderungen für die makroökonomische Forschung und Politik geworden. Dieses Projekt untersucht, wie normative Prinzipien, die sich aus der bürgerlich-republikanischen politischen Theorie ableiten, in die Gestaltung und Umsetzung von Regulierungsinstrumenten zur Steuerung und Bewältigung systemischer Finanzrisiken einfließen könnten – als Teil eines neuen makroökonomischen Gesellschaftsvertrags zwischen Marktakteuren, Behörden und der breiten Bevölkerung.

Dieses Projekt ist Teil des „Finance Hub“ des Forschungsnetzwerks „Rebuilding Macroeconomics" (Rebuilding Macroeconomics research networks).