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Jüdischer Friedhof in Wusterhausen/Dosse

Foto: Anke Geißler-Grünberg
Fragmente der jüdischen Grabsteine im Wusterhausener Wegemuseum

Wusterhausen/Dosse befindet sich im westlichen Teil des historischen Ruppiner Landes und war seit dem Mittelalter ein wichtiger Knotenpunkt für Händler, Pilger und Postverkehr. Hierfür prägend war die strategische Lage zwischen Hamburg und Berlin.

Über die Geschichte der Juden in der Stadt ist aufgrund der spärlichen Überlieferung aber fast nichts bekannt. Die älteste Nachricht über ihre Anwesenheit stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Eine nennenswerte jüdische Gemeinschaft gab es erst 300 Jahre später. Um diese Zeit legte sie auch ihren Friedhof an, den sie aber schon 1909 wieder aufgab.

Heute sind von diesem Begräbnisort nicht mehr als drei Dutzend Fragmente einstiger Grabsteine erhalten. Geborgen wurden sie im Frühjahr 2018 auf einem Privatgrundstück und zu ihrem dauerhaften Schutz ins Wegemuseum Wusterhausen gebracht.

Anke Geißler-Grünberg