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Jüdischer Friedhof in Słubice / Frankfurt (Oder)

Quelle: Museum Viadrina, Sign. K 65
Ausschnitt aus dem "Plan der Stadt Franckfurth an der Oder und der Damm Vorstadt", 1785

Der jüdische Friedhof der alten Messe- und Handelsstadt Frankfurt (Oder) befindet sich heute im polnischen Słubice auf einer Anhöhe an der Reppener Chaussee (Szosa Rzepińska) und gehört zu den ältesten jüdischen Friedhöfen Mitteleuropas.

Mindestens seit der Stadtgründung im 13. Jh. lebten Juden in Frankfurt, handelten hier mit ihren Waren und trugen dazu bei, dass sich die Stadt zu einem Zentrum des hebräischen Buchdrucks entwickelte.

Von einst mehreren Tausend Grabmalen, die hier seit dem 14. Jh. errichtetet wurden, ist heute nur noch ein kleiner Bruchteil erhalten. Von sämtlichen Friedhofsbauten gibt es nur noch einzelne Spuren. Die flächendeckende Zerstörung und Entweihung dieses Gedenkortes begann nach den 1950er Jahren, die erst mit der Rückübertragung des Friedhofs in jüdisches Eigentum zu Beginn des 21. Jh. beendet wurde. Heute gehört er der Stiftung zum Schutz des jüdischen Erbes (Fundacja Dziedzictwa Żydowskiego), die ihren Sitz in Warschau hat.

Das Institut für Angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. veröffentlichte 2012 die Dokumentation „Makom tov – der gute Ort. Jüdischer Friedhof Frankfurt (Oder) / Słubice“ als Gemeinschaftsprojekt verschiedener Akteure, zu denen auch das Potsdamer Projektteam gehörte. Auf Grundlage dieses Buches entstand die nun vorliegende Web-Präsentation. Der besondere Dank dafür geht an die Herausgeber Magdalena Abraham-Diefenbach und Eckard Reiß.

Anke Geißler-Grünberg