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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Über das Erasmus Programm habe ich zu allererst einmal von Freunden oder Studierenden aus den höheren Semestern gehört. Die richtigen Informationen und eine super step für step Anleitung haben wir dann bei den Informationsveranstaltungen von der Uni Potsdam bekommen. Die lohnen sich auf jeden Fall und nehmen einem viel eigenständige Suche ab und klären eigentlich alle Fragen.

Nach Erledigung der notwendigen Schritte (Annahmeerklärung und so weiter) hat sich dann mein Erasmus Buddy sowieso mein Koordinator aus Spanien mit mir in Verbindung gesetzt. Das dauert alles ein bisschen und man muss sich gedulden, aber sie setzten sich mit mir in Kontakt und beantworteten ausführlich und geduldig meine Fragen. Meine Unterlagen wie Learning Agreement und so weiter bekam ich als Vorlagen von der Uni Potsdam Seite und musste sie nur noch ausfüllen und abschicken.


Studienfach: Soziologie

Aufenthaltsdauer: 09/18-02/19

Gastuniversität: Universidad de la Laguna

Gastland: Spanien

Studium an der Gastuniversität

Das Studium an der Universidad de La Laguna ist auf jeden Fall abenteuerlustig. Sehr chaotisch und harmonisch, inhaltlich jetzt nicht so anspruchsvoll, aber für die Leistungen muss man echt viel einreichen und Präsentationen halten. Die Kurse aus den höheren Semestern sind auf jeden Fall spannender, da ist auch ein wissenschaftlicheres Arbeitsniveau und die Leute sind sehr engagiert und interessiert.
Die spanischen Studenten sind alle sehr aufgeschlossen und es ist einfach Freunde zu finden, gutes Spanisch ist dafür und für ein Folgen des Unterrichts aber auf jeden Fall notwendig. Es gibt kaum Kurse auf Englisch und wenn, dann sind diese sehr schnell voll und vom Niveau so niedrig, dass sie eher langweilig sind. Die Professoren arbeiten viel mit Büchern, wenige mit PowerPoint und es ist 80% Anwesenheitspflicht, die auch jedes Mal mit Listen überprüft wird. Es macht also Sinn hinzugehen, damit man auch was mitkriegt und vor allem Leute kennenlernt. Die Bibliotheken sind ähnlich wie bei uns, nur nicht so voll. Die Professoren haben Verständnis, wenn man sie bittet langsamer zu reden und man darf in den Klausuren auch ein Wörterbuch verwenden. Andere, einfachere Klausuren oder eine leichtere Bewertung gibt es allerdings nicht und die Durchfallquote bei den Klausuren liegt in der Regel zwischen 30-50 %. Es lohnt sich einen Studienausweis zu beantragen, da man sonst keine Bücher ausleihen kann. Wörterbücher können nicht mit nach Hause genommen werden und sind aus den 80ern, hier macht es Sinn sich damit vorher selbst auszustatten.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Die anderen Studierenden sind alle sehr offen und aufgeschlossen, durch die viele Gruppenarbeit findet man schnell Anschluss. Dafür ist allerdings notwendig ein gutes Spanisch Niveau zu haben oder sich zumindest immer zu bemühen. Verständlicherweise sind die dortigen Studierenden sehr genervt von all den Deutschen, die nur mit Deutschen abhängen und in den Gruppenarbeiten keine effizienten Beiträge bringen. Vorher gutes Spanisch lernen ist wichtig, kaum jemand spricht dort Englisch (nichtmal die Profs).

Sprache

Wie bereits erwähnt, ist dort wirklich alles auf Spanisch. Der Koordinator Borges spricht gut Deutsch, er ist sehr hilfsbereit. Die anderen Studenten haben im Englischen ca. A1 Niveau, die Professoren auch. Literatur ist ebenfalls auf Spanisch, alle Abgaben und Präsentationen auch.

Wohn- und Lebenssituation

Es lohnt sich, sich rechtzeitig um Unterkünfte zu kümmern. Durch Airbnb gibt es insgesamt nicht genug Wohnungen für die Erasmus Studenten, zudem verlängern einige auf 1 Jahr und besetzen somit Wohnraum. Am Besten wendet man sich dazu an die Studierenden von der eigenen Uni, die im Semester vor einem gegangen sind. Die können dann gut vermitteln, somit verhindert ma auch abgezogen zu werden oder mit komischen, dreckigen Leuten zusammenzuwohnen. Seiten wie milanuncios, facebookgruppen oder auch airbnb sind hilfreich. Bei der Miete sollte man sich auf 200-300euro warm einstellen, auf keinen Fall mehr. Wohnorte Santa Cruz und La Laguna sind empfehlenswert, la Cuesta eher nicht so da es schlecht angebunden ist. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind tranvía (Straßenbahn), die aber mit vielen Umwegen von Santa Cruz sehr lange braucht zum Campus (20 minuten). Es gibt auch Autobahnbusse, die brauchen von Santa Cruz nur 8-10 minuten und von La Laguna 5 minuten. Die Monatsfahrkarte für die gesamte Insel kostet für Studenten 30 euro und lohnt sich auf jeden Fall, da man auch aus La Laguna nicht zum Campus Guajara laufen kann. Benzin kostet halb so viel wie in Deutschland, aber die Fähre vom Festland (wer sein Auto mitnehmen will) ist sehr teuer (200 Euro ein Weg).
Zum Geld abheben findet man immer Möglichkeiten wie Caixabank, das ist kein Problem. Allgemein ist Spanien weitaus billiger, vor allem Sachen wie Kaffee trinken (1euro) oder essen gehen (Drei-Gänge Menü 10 Euro) und Bierchen 1,50 lernt man dort sehr zu schätzen. Für Studenten ist es dort wirklich super, da man sich viel für wenig Geld leisten kann. Meine Miete waren 250 Euro, mit allem drum und dran schätze ich meine Kosten pro Monat auf 600 Euro. Lebensmittel im Supermarkt sind ebenfalls günstiger als in Deutschland. Krankenversicherung habe ich nicht extra abgeschlossen, die Techniker Krankenkasse covert alles bis auf Rücktransport und die dortigen Krankenhäuser haben laut Medizinstudierenden deutsche Standards.

Studienfach: Soziologie

Aufenthaltsdauer: 09/18-02/19

Gastuniversität: Universidad de la Laguna

Gastland: Spanien


Rückblick und sonstige Hinweise

Erasmus auf Teneriffa ist auf jeden Fall empfehlenswert. Nicht nur wegen des schönen Wetters, auch weil man es sich dort finanziell als Student gut gehen lassen kann. Es gibt extrem viele Aktivitäten auf der Insel zu tun. Surfen, Wandern, Unisport ist alles recht günstig und immer verfügbar. Außerdem kann man günstig mit Boot oder Flugzeug auf die anderen Inseln fahren.

Holt euch auf jeden Fall die "residencia" oder auch "certificado de viaje" genannt. Damit hat man 75% Rabatt auf alle Flüge und Booto innerhalb Spaniens und man toll umherreisen. Außerdem empfehle ich, sich möglichst schnell um alle Dinge wie Immatrikulation usw. an der Hochschule zu kümmern, da die Bürgerämter dort sehr schnell überfüllt und überfordert sind und sich all das dann ewig hinzieht. Miete niemand in bar zahlen, das ist illegal! Insgesamt, Wohnungen vorher besichtigen und sich Bescheinigungen über Kaution usw. ausstellen lassen.

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