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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Universidad de Zaragoza


Studienfach: Geschichte

Aufenthaltsdauer: 02/2018 - 06/2018

Gastuniversität: Universidad de Zaragoza

Gastland: Spanien

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Auf der Homepage der jeweiligen Institute findet man alle Informationen zu den Partneruniversitäten und den zuständigen Erasmuskoordinatoren. So erhielt ich einen ersten Überblick über meine Möglichkeiten. Ich würde jedem raten, den International Day zu besuchen, da man dort auch die Möglichkeit hat, direkt mit Erasmus-Alumni ins Gespräch zukommen und somit viele Fragen direkt klären kann.
Ich war mir unschlüssig darüber, für welche Uni ich mich bewerben soll (man kann 3 Wünsche äußern) und ließ mich deshalb von meinem Koordinator beraten, der auch selbst Erasmuserfahrung hatte. Die Bewerbung lief unkompliziert ab und ca. 5-6 Wochen später erhielt ich die Zusage.

Studium an der Gastuniversität

Das Studiensystem an meiner Universität war recht verschult. Die Seminare waren groß und einen wirklichen Unterschied zwischen Vorlesung und Seminar habe ich nicht erkennen können. Die Dozenten waren alle dennoch recht freundlich und da ich mit einem A1-Niveau in Spanien ankam, boten Sie mir auf Nachfrage an, die Prüfungen am Ende des Semesters auf Englisch zu machen. In der Regel konnte man zwischen zwei Bewertungssystemen wählen, die kontinuierliche oder endgültige Bewertung. Man gibt über das Semester hinweg einzelne kleinere Arbeiten ab, die zusammen mit der Klausur am Ende dann die Endnote ausmachen oder man schreibt nur die Klausur zum Ende des Semesters. In meinen Kursen war leider nur die letzte Option möglich.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Da mein Spanisch zu Beginn noch recht bescheiden war, war es nicht sehr leicht Bekanntschaften in der Uni zu machen, wann immer ich aber Hilfe gebraucht habe oder verloren rumstand, kam jemand auf mich zu und hat versucht mir zu helfen. Was mich doch sehr verwundert hat, ist, dass selbst an der Universität zwischen den ganzen jungen Studenten recht wenige mit Englischkenntnissen waren, was es aber umso einfacher und wichtiger machte, schnell die Sprache zu lernen.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich war mit einem bescheidenen A1 Niveau angereist, was auch schnell zum Problem wurde, weil der Koordinator der Gastuniversität mir eine Woche vor Anreise mitteilte, das meine komplette Kurswahl ungültig sei und ich andere, spanischsprachige, Kurse wählen soll. Ich hatte mir natürlich englischsprachige Kurse rausgesucht, um auch die geforderten Punkte erreichen zu können, das änderte sich dann aber und ich wählte spanische Kurse. Ich habe in den ersten drei Monaten einen 12-wöchigen Intensivkurs belegt, der das Niveau A1/A2/B1 abdeckte. Ich informierte die Dozenten natürlich direkt über mein Problem und sie hatten Verständnis und boten mir an, die Prüfungen zum Ende auf Englisch ablegen zu dürfen.

Wohn- und Lebenssituation

Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen, erstmal nach Zaragoza zu gehen und im  Hostel/Hotel/Airbnb unterzukommen. Die Wohnungslage ist wirklich sehr gut und man findet problemlos ein WG-Zimmer (ca.200€-350€). Facebookgruppen wie De Piso en Piso oder Seiten wie Zaragozaflatshare.com bieten eine große Auswahl. Man kann auch selber Anzeigen schalten, oft wird man auch selbst von Vermietern angeschrieben. Ich hatte über Zaragozaflatshare.com gebucht, musste auch schon vor Anreise die Kaution überweisen, um das Zimmer zu reservieren, das ist gängig in Spanien. Als Student hat man nicht automatisch ein Semesterticket, war aber auch nicht notwendig. Ich habe am Campus San Francisco studiert und hatte einen Fußweg von ca.15 min. Im Februar/März habe ich einige Male die Tranvia genutzt, aber nur weil es doch sehr kalt und regnerisch war, ansonsten bin ich immer zu Fuß unterwegs gewesen und habe es auch sehr genossen. Die Lebenshaltungskosten waren meinem Gefühl nach immer ein bisschen günstiger als in Berlin. Im Supermarkt waren die Unterschiede nicht wirklich spürbar, beim Ausgehen hat man das schon eher gemerkt, was einen natürlich erfreute.
 

Studienfach: Geschichte

Aufenthaltsdauer: 02/2018 - 06/2018

Gastuniversität: Universidad de Zaragoza

Gastland: Spanien


Rückblick

Zaragoza ist eine wirklich schöne Stadt, gerade im Sommer habe ich die Stadt nochmal ganz neu kennen und lieben gelernt. Ich würde jedem empfehlen, nach Zaragoza zu gehen. Anfängliche Sprachprobleme überwindet man schnell und die Menschen sind sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Die Stadt hat in meinen Augen die ideale Größe, da sie weder zu klein, noch zu groß ist. Ich habe mich schnell zurechtgefunden und auch Freundschaften schließt man sehr schnell. Über eine Erasmus Zaragoza Facebookgruppe wird man gerade anfangs über Veranstaltungen zum Kennenlernen sowie Tandemabende, Restaurantbesuche und Tagesausflüge in naheliegende Städte informiert. Ich würde jedem, der das Interesse hat, mal im Ausland zu studieren oder zu leben, empfehlen, einen Erasmusaufenthalt zu absolvieren. Ich selbst würde mich nicht als introvertierte oder schüchterne Person beschreiben, dennoch hat mir das Semester neue Seiten an mir gezeigt und mein Interesse für andere Lebensweisen und Kulturen nur verstärkt. Der sprachliche Aspekt ist natürlich ausschlaggebend, ich hatte auch die Möglichkeit, in ein englischsprachiges Land zugehen, habe mich aber bewusst dagegen entschieden. Ich denke, man sollte die Chance nutzen, wirklich aus seiner Komfortzone auszubrechen und sich selbst neuen Herausforderung stellen. Erasmus ist eine sehr gute Möglichkeit dazu.

Spanien

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