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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Universidad de Oviedo


Studienfach: M.Ed. Spanisch und Polnisch

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 01/2018

Gastuniversität: Universidad de Oviedo

Gastland: Spanien

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Meine Vorbereitung zum Erasmussemester in Spanien hat im Januar 2017 angefangen, als ich mich für das Auslandssemester beworben habe. Dank der Rundmail von International Office der Universität Potsdam habe ich erfahren, wann die Frist der Bewerbung abläuft und was alles zu erledigen ist.Für die Bewerbung habe ich am Anfang nur das Bewerbungsformular und die Leistungsübersicht gebraucht. Die beiden Dokumente habe ich an Frau Dr. Wagner geschickt, die Departamental Erasmus Coordinator ist. Dann habe ich auf die Platzvergabe gewartet. Die Stadt, die mir zugewiesen wurde heißt Oviedo. Der nächste Schritt war die Unterschriftsammlung auf dem Erasmus-Formular von zwei Koordinatorinnen meiner Fakultät (Frau Dr. Wagner und Frau Prof. Dr. Kimminich). Nach der Abgabe des Formulars im International Office der Universität Potsdam habe ich auf die Rückmeldung von der Universität Oviedo gewartet. Eine E-Mail von dem International Office in Oviedo kam am Anfang Mail und hat die wichtigsten Informationen enthalten. Das International Office hat uns informiert, welche Dokumente wir per E-Mail einreichen sollen, wer unser Koordinator in Spanien ist und bis wann die Frist der Abgabe ist. Die ersten Orte, die ich in Oviedo besucht habe, waren das International Office und das Studierendensekretariat an der Universität. Ich wurde da informiert, wie ich mir das Online-Kursangebot anschauen kann. Leider ein Treffen mit unserem Koordinator fand erst drei Tage nach dem Semesteranfang statt, sodass ich zuerst die Kurse besucht habe und erst dann aufgeklärt wurde, was ich überhaupt wählen darf. Der organisatorische Punkt war aus diesem Grund nicht so gut bedacht. Viele Erasmus-Studierende (ich auch) mussten deren Pläne komplett umstrukturieren. Zum Glück die Anwesenheit in den ersten Wochen war nicht so streng kontrolliert, aber ein Teil des bearbeitenden Stoffes haben wir natürlich verpasst. Die ersten Wochen sollten uns dienen, um unsere Wunschkurse uns anzuschauen und entscheiden, welche von den wir am Ende belegen.

Studium an der Gastuniversität

Die Organisation der Lehrveranstaltungen sieht anders als in Deutschland aus. Die Kurse bestehen aus praktischen und theoretischen Teilen aus. Es gibt immer eine Pflichtvorlesung und Pflichtübung, die man im Rahmen einer Veranstaltung belegt. Außerdem kriegt man meistens 6 LP für einen Kurs, was auch mehr Aufwand bedeutet. In meisten Kursen muss man eine Hausarbeit anfertigen, eine Präsentation halten und eine Klausur schreiben. Das Studienklima war insgesamt in Ordnung. Die meisten Dozenten waren hilfsbereit und haben immer geholfen, wenn die ERASMUS-Studierenden irgendwelche Fragen hatten. In dem Sekretariat und International Office konnte man sich auch an die Mitarbeiter wenden. Viele von den Mitarbeiter haben auch Englisch gesprochen. Die dortigen Studierenden haben sich sehr gut um uns gekümmert. Als ich die einheimischen Studierenden um deren Hilfe gebeten hab, oder irgendwelche Inhaltsfragen hatte, kam immer eine positive Rückmeldung. Die technische Ausstattung der Universität ist leider bisschen schlechter, als unsere an der Uni Potsdam. Das betrifft auch die Bibliothek. Ich musste in Oviedo zwei Hausarbeiten anfertigen und zu beiden Themen hatte ich kaum Bücher gefunden. Die Unibibliothek hat sehr alte Bücher, die meistens nur in einem Exemplar zu Verfügung stehen. Außerdem gibt es nirgendwo Steckdosen, sodass man da länger auf dem Laptop nicht arbeiten kann, weil irgendwann auch die Batterie alle ist. Mit den PCs in der Bibliothek konnte man nicht viel machen. Die waren alt und haben nur zur Büchersuche gedient. Es gab auch wenige von den in den Lesesaals. Die Bibliothek war nur unter der Woche und in den Ferien nur bis 15 Uhr offen. Das hat bisschen die Recherche und Arbeit erschwert. Wenn man die Bücher verlängern wollte, musste man die alle in die Bibliothek mitbringen, die einscannen lassen und erst dann konnte man die für paar Tage länger mitnehmen. Die LV-Räumlichkeiten sind meistens mit einem Beamer ausgestattet. Die spanischen Dozenten nutzen sie gerne, aber die Präsentationen wurden selten hochgeladen. Deswegen tippen die meisten Studierenden alles ab, was meiner Meinung nach, nicht Zweck einer PPP ist.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Dank der ESN-Organisation und vielen externen Veranstaltungen konnte man Kontakte zu den einheimischen und ausländischen Studierenden haben. In Oviedo gibt es ein paar Cafés, die Sprachtandems und viele andere interessante Events organisieren. Die ESN-Leute bereiten viele Reisen, Veranstaltungen und Partys vor, sodass man wirklich viele tolle Menschen kennenlernen kann.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Dank den Kontakten mit den anderen Studierenden hat sich mein Spanisch wirklich verbessert. Ich habe endlich keine Barrieren zu sprechen und kann mich jetzt ohne Probleme ausdrücken. Obwohl ich nicht viele grammatische Fortschritte gemacht habe, habe ich den Eindruck, dass ich jetzt fließender rede. Zum Glück habe ich mit meinen Mitbewohnerinnen in meiner Wohnungsgemeinschaft nur Spanisch gesprochen und dadurch haben wir sogar uns gegenseitig korrigiert. Das hat uns allen drei sehr gut getan.

Wohn- und Lebenssituation

Oviedo liegt 200 km von Santander entfernt. Es gibt sehr gute und ziemlich billige Verbindung aus Berlin nach Santander. Das Problem ist nur mit der weiteren Ankunft von Santander nach Oviedo. Wenn der Flug eine Verspätung hat, schafft man den letzten Bus nach Oviedo nicht. Ich habe mich entschieden nach Spanien eine lange Reise mit dem Auto zu machen. Zusammen mit meinem Mann haben wir eine Pause in Frankreich gemacht und bisschen Nordspanien besichtigt. Das war eine tolle Idee und sie hat meinen Aufenthalt sehr erleichtert. Ich konnte mit dem Auto reisen und auch einfach zum Flughafen ankommen. Oviedo ist eine ziemlich kleine Stadt und man kann, wenn man nah am Campus wohnt, überall zu Fuß hingehen. Ich habe sehr nah vom Campus Milán gewohnt und ins Zentrum habe ich nur 15 Minuten zu Fuß gebraucht. Wenn man an einem anderen Campus studiert, ist es praktisch, da eine Wohnung zu finden. Bzw. näher vom Zentrum.  Meine Wohnung habe ich auf Idealista gefunden. Wenn ich das nochmal machen sollte, würde ich mich eher nur auf die Facebookgruppe der Erasmusstudierenden beschränken (bei Facebook: Erasmus Oviedo 2017 - 2018), weil da auch viele Empfehlungen von den Studierenden selbst erscheinen. Viele werben sogar deren eigene WGs und das erleichtert die Suche und man kann dadurch wirklich gute Zimmer finden. Ich war leider bei Facebook in der alten Erasmusgruppe vom Jahr 2016 und habe nur alte Anzeigen gesehen. Ich habe meine Wohnung am Anfang September gefunden, als ich in Oviedo ankam. Ich wollte unbedingt mir selber das Zimmer anschauen und nichts online reservieren. Mein Zimmer in Oviedo hat 190€ monatlich gekostet. Dazu sind die Nebenkosten gekommen und das hat ungefähr 250€ gemacht. Leider hatte ich Probleme mit dem Schimmel an allen Wänden in dem Zimmer und musste ausziehen. Die Wohnung hatte eine schlechte Heizanlage und dadurch war es sehr feucht. Ich bin nach drei Monaten ausgezogen und habe dann eine teure Wohnung gefunden. Mit den Nebenkosten habe ich 300€ monatlich bezahlt. Deswegen ist es sehr wichtig vorher zu klären, was die monatliche Gebühr enthält, ob die Heizung gut ist und ob die Wohnung sich einfach ventilieren lässt. Meistens zahlt man auch eine Kaution, die man am Ende bekommt. Man muss sehr aufpassen, weil an der Uni Oviedo vieles über Facebook veröffentlicht wird. Zum Beispiel hat mein Studiengang (Máster Universitario Internacional de Lengua Española y Lingüística) auch seine eigene Facebookgruppe gehabt und sogar Prüfungstermine wurden da veröffentlicht. Also die, die kein Facebook haben, sollten am besten das dem Koordinator melden, damit er Euch alle Infos per E-Mail schickt. Ich hatte keine Probleme mit meinem Bankkonto und dem Geldabheben in Spanien. Da Spanien auch in der Eurozone liegt, konnte ich gebührenfrei mit meiner Girokarte überall zahlen. Das Bargeld habe ich kostenfrei mit Hilfe von meiner Kreditkarte abgehoben. Und Überweisungen für die Wohnungsbesitzerin habe ich mit Online-Banking gemacht. Das ist auch sicherer, als das Geld jemandem in Bargeld zu zahlen, da man meistens keinen Bescheid bekommt. Ich habe der Besitzerin von Anfang an das Geld überwiesen und dadurch hatte ich auch eine Bestätigung für mich, dass ich die Miete zahle. Für meinen Aufenthalt in Spanien habe ich keine zusätzliche Versicherung gekauft und beim Arzt hat einfach ausgereicht, als ich meine deutsche Versicherungskarte vorgezeigt habe. Auf der Rückseite meiner Karte habe ich eine EU-gültige Krankenversicherungskarte, die in Spanien gültig war. Was die Lebens- und Wohnungskosten betrifft, kann man einen kleinen Unterschied zu Deutschland sehen. Die Wohnungen für die Erasmusstudierenden sind deutlich teurer als für die einheimischen Studenten. Sie zahlen ungefähr 50€ weniger, da sie langfristig die Zimmer mieten. Alle meine spanischen Freunde haben nicht mehr als 150€ monatlich bezahlt (mit den Nebenkosten). Die Preise von den Lebensmitteln sind vergleichbar mit den in Deutschland. Das Fleisch, Obst und Gemüse sind billiger. Das Ausgehen in Spanien ist auch billiger und man braucht nicht so viel Taschengeld, wenn man reist, da die Unterkünfte und Buse auch günstig sind.

Tipps und Hinweise

Als Tipp für die nächste Oviedo-Erasmusgeneration würde ich auf jeden Fall eine sehr genaue Wohnungssuche nennen. Schaut Euch nicht nur die Anzeigen an. Fragt die Nachbarn oder am besten Studierenden, die da schon gewohnt haben. Als ich (leider erst nach meinem Auszug) mit den Nachbarn gesprochen habe, hat sich ergeben, dass das ganze Gebäude Probleme mit dem Schimmel hat. Fragt auch vorher, ob ihr Besuch habe dürft. Meine Ex-Wohnungsbesitzerin hat zum Beispiel dafür Extrageld verlangt. Ein weiterer Aspekt sind die Mitbewohner. Unsere WG war toll. Ein Mädchen kam aus Deutschland, aber dadurch, dass wir eine italienische Mitbewohnerin hatten, die kein Englisch konnte, haben wir alle drei miteinander Spanisch gesprochen.

Studienfach: M.Ed. Spanisch und Polnisch

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 01/2018

Gastuniversität: Universidad de Oviedo

Gastland: Spanien


Rückblick

Traut euch ins Ausland, und vor allem nach Oviedo zu gehen. Es bereichert einen nicht nur sprachlich, sondern auch menschlich. Ich kann nur jedem Empfehlen, sich Spanien anzutun.

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