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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Universidad Autónoma de Madrid


Studienfach: M.A. War and Conflict Studies

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 02/2018

Gastuniversität: Universidad Autónoma de Madrid

Gastland: Spanien

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Bevor ich mich für das Erasmus+ Programm entschieden habe, habe ich zuerst die Sprechstunde des Erasmus Koordinators des Lehrstuhls besucht und mich über die unterschiedlichen Möglichkeiten informiert. Da ich meine Spanischkenntnisse verbessern wollte, hatte ich mich schon im Voraus für Spanien als Gastland entschieden. Die Universidad Autónoma de Madrid (UAM) als Gastuniversität habe ich aufgrund guter Rankings gewählt und da ich dachte, dass sie am ehesten mit meinem Master kompatibel wäre. Die Kontaktaufnahme mit der Gastuniversität vor der Abreise lief leider nicht sehr gut. Das International Office der Universität war zwar recht schnell mit dem Antworten, aber ich benötigte auch Informationen des Lehrstuhls vor Ort und hier kamen nie Nachrichten zurück. Ich habe mehrere Male E-Mails an die offiziellen Adressen des Lehrstuhls sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch gesendet, die Verantwortlichen reagierten sehr lange nicht und erst nach dem dritten Mal kam eine E-Mail zurück, dass ich das vor Ort noch klären könnte.

Studium an der Gastuniversität

Die Betreuung vor Ort lief dann jedoch auch nicht ohne Probleme ab. Das International Office der Uni war zwar immer zu erreichen, viele Dokumente musste man jedoch vom International Office des Lehrstuhls unterschreiben lassen und hier war häufig niemand zu erreichen und auch während der offiziellen Sprechzeiten nicht im Büro. Außerdem wurde uns Erasmus-Studierenden nicht mitgeteilt, dass viele der Master-Kurse erst ein späteres Start-Datum hatten. So wartete ich mit drei anderen Erasmus-Studierenden in der ersten Woche vergeblich auf den Dozenten. Erst auf Nachfragen wurde uns mitgeteilt, dass die Kurse doch erst zwei Wochen später für Master-Studierende anfangen. Als die Kurse dann losgingen und ich auch überall eingeschrieben war, lief es reibungslos. Das Studienklima an sich ist sehr angenehm gewesen. Die Anzahl der Teilnehmerinnen in den Seminaren war nie höher als 12 und so konnte man immer auch einen guten Draht zu den Dozierenden aufbauen. Die technische Ausstattung war auch absolut in Ordnung. Die Anforderungen sind auf jeden Fall nicht zu unterschätzen: An meinem Lehrstuhl wurde kein einziger Kurs auf Englisch angeboten und die Dozierenden drückten auch kein „Auge zu“ aufgrund unseres Erasmus-Status. In jedem Seminar musste man im Laufe des Semesters mehrere Paper abgeben und mindestens eine Präsentationsprüfung halten. Die Benotung würde ich eher als streng beschreiben.

Kontakte zu  einheimischen und ausländischen Studierenden & Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Wie bereits erwähnt konnte ich nur Kurse auf Spanisch belegen. Dementsprechend hat sich mein Spanisch auf jeden Fall um einiges gebessert. Gleichzeitig muss ich sagen, dass dies mit einem enorm hohen Arbeitsaufwand verbunden war, obwohl ich mich auch vor dem Aufenthalt recht sicher mit der Sprache gefühlt habe. Dozierenden und Kommilitoninnen konnten meist kein Englisch – daher sollte man auf jeden Fall mindestens ein B2 Niveau haben, um dem Unterricht folgen zu können. Außerdem ist es ohne tiefere Spanischkenntnisse wohl auch extrem schwer, Anschluss an die Kommilitonen zu finden.

Wohn- und Lebenssituation

Die Wohnsituation in Madrid ist zurzeit sehr schwierig. Ich habe sehr lange vor meiner Abreise nach einer passenden Wohnung gesucht und dann letztendlich über uniplaces eine Wohnung „gebucht“. Ich habe von vielen Erasmus-Studierenden gehört, die vor Ort suchen wollten und dann sehr lange in AirBnBs oder Hostels unterkommen mussten und am Ende eher schlechte Wohnungen annehmen mussten. Bei der Wohnungssuche ist wahrscheinlich eine gute Anbindung das wichtigste, da die UAM sehr weit von Madrids Zentrum entfernt liegt und man auch mit guter Anbindung schon mindestens 40 Minuten Anfahrt hat. Trotzdem würde ich nicht empfehlen, in der Nähe der Uni etwas zu suchen, da man dann zu allem anderen ewig brauchen würde. Die Lebenshaltungskosten sind ähnlich wie in Deutschland. Ich habe im Stadtteil Lavapies gelebt und hatte hier eine schöne Zeit. Andere Stadtteile wie La Latina, Embajadores und Chueca sind für Studierende interessant und bezahlbarer als Malasana oder Sol.

Studienfach: M.A. War and Conflict Studies

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 02/2018

Gastuniversität: Universidad Autónoma de Madrid

Gastland: Spanien


Rückblick

Rückblickend hatte ich auf jeden Fall eine schöne Zeit und bin dankbar für die Möglichkeit, das Leben in Spanien und das Studentenleben an einer spanischen Uni kennengelernt zu haben. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass die Betreuung an der UAM auf jeden Fall hätte besser laufen können und auch die Benotung am Ende trotz hohen Arbeitsaufwands eher schlechter als erwartet ausgefallen ist. Trotzdem kann ich ein Erasmus-Semester in Madrid an sich empfehlen.

 

Spanien

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