Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Jetzt wo mein Erasmus in Stockholm vorbei ist, stelle ich mir selbst die Frage „Habe ich alles erreicht, was ich erreichen wollte?“ und die Antwort lautet „Ja“, also zumindest denke ich es. Die Idee, ein Erasmus-Semester zu absolvieren, war für mich eine Entscheidung aufgrund von Corona und der Lust, wieder ins Ausland zu gehen. Hierbei fiel meine Wahl auf Stockholm. Nachdem ich mich beworben habe und die Zusage erhalten habe, ging es für mich an die Auswahl meiner Kurse. Hier konnte ich aus unterschiedlichen Kurspaketen wählen, wobei ich mindestens einen Kurs am „Special Education Department“ wählen musste, da dies mein Austausch-Department war. Zeitgleich habe ich mich für einen Platz im Wohnheim beworben und auch in diversen Facebook-Gruppen nach Angeboten gesucht. Nachdem ich keinen Wohnheimplatz bekommen habe, habe ich weiter nach Angeboten in Facebook-Gruppen etc. gesucht. Am Ende habe ich ein Zimmer in einer privaten Unterkunft gefunden. Bei der Wohnungssuche würde ich jedem raten, früh genug anzufangen, da der Wohnungsmarkt in Stockholm schwierig ist, gerade für eine kurze Mietdauer. Um zu bezahlen, reicht in Schweden eine Kreditkarte – in Schweden nutzt fast keiner mehr Bargeld und man kann überall mit Visa etc. bezahlen.


Studienfach: Lehramt für die Primarstufe

Aufenthaltsdauer: 08/2021 - 01/2022

Gastuniversität: Stockholm University

Gastland:Schweden

Bezüglich der Anreise bietet es sich definitiv an, eine Woche vor Semesterbeginn zu kommen, da viele andere Studenten auch schon früher Anreisen und man in der Zeit schnell viele neue Leute kennenlernen kann. Außerdem läuft unter den Erasmus-Studenten vieles über WhatsApp ab, also schaut auf Facebook in den internationalen Groups nach WhatsApp-Gruppenlinks. Eine Besonderheit an Schweden ist, dass vieles über Facebook abläuft – Events, Chats etc. - also schaut auf jeden Fall auf Facebook nach unterschiedlichen Events (ESN, Fachschaften etc.). Ansonsten würde ich jedem raten, aus seiner eigenen Komfortzone rauszugehen und wirklich zu unterschiedlichen Treffen zu gehen, auch wenn man niemanden kennt. Ich selbst bin zu vielen unterschiedlichen Treffen gegangen und habe mir so ein sehr großes Sozialleben aufgebaut in Stockholm.

Studium an der Gastuniversität

Das Studium in Stockholm empfand ich als sehr angenehm. Das Semester ist in zwei Teile aufgeteilt und man hat meistens in jedem Teil des Semesters ein Kurspaket, welches sich aus Seminaren und Vorlesungen zusammensetzt. Hierbei wird großen Wert auf die Zusammenarbeit zwischen dem Studieren gelegt. Insgesamt merkt man an der Stockholm University auch, dass die Atmosphäre überall einlädt, sich zutreffen und zusammen zu arbeiten, da es diverse Cafés und Arbeitsplätze für Gruppenarbeiten gibt. Meine Unterrichtssprache war Englisch und ich hatte persönlich keine Probleme damit – darüber hinaus benötigt man in Stockholm eigentlich eher weniger Schwedisch, da jeder Englisch spricht (ich habe in dem halben Jahr ungefähr zwei Begegnungen gehabt, bei denen ich Schwedisch gebraucht hätte). Die Schweden sprechen auch sehr gerne Englisch und deshalb muss man sich meiner Erfahrung nach keinen Gedanken über die schwedische Sprache davor machen.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Um Schweden kennenzulernen, lohnt es sich, mit den unterschiedlichen Fachschaften in Kontakt zu treten – jede Fachschaft hat eine eigene Facebook-Seite und hier werden auch unterschiedliche Events bekannt gegeben. Hierbei ist es auch zu empfehlen, mal allein zu solchen Events zu gehen, damit man mehr aus seiner eigenen Komfortzone herauskommt.

Wohn- und Lebenssituation

Wie bereits gesagt, gibt es an der Stockholm University eigentlich alle 100 Meter günstigen Kaffee, mit dem Essen ist es etwas anders. Die Schweden haben zwar so etwas wie eine Mensa, aber diese ist deutlich teurer als in Deutschland. In Schweden ist es üblich, sich sein Essen mitzunehmen und es in einer der vielen Mikrowellen auf dem Campus aufzuwärmen. Ansonsten sind Lebensmittel definitiv teurer in Schweden, als wir es von Deutschland gewohnt sind. Ebenso Alkohol, den gibt es nur in speziellen Geschäften, welche samstags schon um 15 Uhr schließen und Sonntag zu haben. Alle anderen Geschäfte haben 7 Tage die Woche geöffnet und Supermärkte oft von 7-22 Uhr täglich. Ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr muss man sich selbst besorgen, hierbei kann man sich ein vergünstigtes Ticket kaufen (Monat ca. 64€). Hierfür müsst ihr der Student Union beitreten, was ungefähr 12€ kostet. Interessant zu wissen ist, dass ihr mit dem Monatsticket auch diverse Fähren kostenlos benutzen dürft – gerade um auf Inseln (Utö etc.) zu fahren, lohnt es sich. Ein Konzept, welches man in Schweden schnell kennenlernt, ist die „Fika“. Fika steht für nichts anderes als eine Kaffeepause, welche kurz oder auch lang sein kann. Hierzu bieten sich die zahlreichen Cafés in Stockholm an. Ansonsten gibt es auch eine große Auswahl an kostenlosen Museen. Ich selbst bin auch regelmäßig zu einem kostenlosen „Running Club“ gegangen, bei dem man auch sehr gut neue Leute kennenlernen konnte und auch die Stadt nochmal aus einer anderen Perspektive kennenlernt. Ein weiterer guter Tipp ist, dass die Oper in Stockholm für Studenten sehr günstig ist und es sich auch schon lohnt, um das Opernhaus von innen zu sehen. Bars gibt es auch ziemlich überall und da Stockholm klein ist bzw. die Bahnverbindung sehr gut ist, kann man auch gut Bar hopping machen. Hierbei solltet ihr euch aber dran gewöhnen, dass man oft ansteht, um in eine Bar zu kommen und auch sehr oft der Ausweis vorher kontrolliert wird.

Studienfach: Lehramt für die Primarstufe

Aufenthaltsdauer: 08/2021 - 01/2022

Gastuniversität: Stockholm University

Gastland:Schweden


Rückblick

Abschließend kann ich sagen, dass ich jedem ein Erasmus-Semester empfehlen würde, der aufgeschlossen ist, neue Leute und auch eine neue Kultur kennenzulernen. Ein Vorteil, den ich bei Erasmus sehe, ist, dass man sich Zeit nehmen kann, die Stadt und das Land näher kennenzulernen und auch den Alltag in dieser Stadt schätzen lernt.

Schweden

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