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[Anmerkungen] [Bibliographie] [Zitierhinweis] [Freymüthige Gedanken]

Sabattia Joseph Wolff

auch: Sabattja Joseph Wolff, Joseph Wolff

(12. September 1757 Berlin – 28. Februar 1832 Berlin), Arzt, Schriftsteller

Biographie

von William Hiscott 

Sabattia Joseph Wolff wurde am 12. September 1757 in Berlin geboren.[1] Väterlicherseits entstammt er einer Familie, die seit der Gründung der jüdischen Kolonie in Berlin ansässig war. Wie viele der ersten Einwanderergeneration in Berlin wurde sein Großvater, Wolff Veitel Meyer (ca. 1661–1739), in Wien geboren und war nach der Niederlassung in Berlin Kleinhändler von Beruf.[2] Wolffs Vater, Joseph Wulff (vor 1715–1778), war Krankenwärter der Berliner jüdischen Gemeinde.[3] Dessen etwas älterer Schwager, Baruch Bendit (gest. 1772), Wechsler und Händler von Beruf, diente Jahrzehnte lang als Vorsteher des Krankenpflege-Vereins.[4] Sein Sohn – Wolffs Cousin –, Jeremias Bendix (1734–1790), war wohlhabend, diente als Vorsteher der jüdischen Gemeinde und des Armen-Unterstützungsvereins und beteiligte sich aktiv an der Werbung für Mendelssohns Pentateuchübersetzung.[5] Über Wolffs Mutter, Sprinze (gest. 1778), ist wenig überliefert.[6] Wolff hatte eine deutlich ältere Schwester, Hanne (gest. 1816), die 1760 den Spandauer Gelehrten Wolff Joachim (1732–1793) heiratete.[7] 

Vermutlich ging Wolff selbst einer praktischen Tätigkeit im Heilkundebereich nach, bevor er sein Medizinstudium in den 1780er Jahren an der Viadrina in Frankfurt an der Oder aufnahm. Während seiner Zeit in Frankfurt hörte er die Aufklärungstheologen Gotthelf Samuel Steinbart (1738–1809) und Josias Friedrich Christian Löffler (1752–1813). Über Löffler schreibt Wolff: „Diesem würdigen Gottesgelehrten […] bin ich einen bedeutenden Theil meiner wissenschaftlichen Ausbildung schuldig.“[8] Mit einer mehrjährigen Unterbrechung in seiner universitären Ausbildung promovierte Wolff mit 43 Jahren 1799 bei Bernhard Christian Otto (1745–1835) über die Vorzeichen der Krankheiten mit der Schrift De prodromis morborum.[9] Nach seiner Promotion wurde Wolff am 3. Mai 1800 für Berlin approbiert, woraufhin er sich als Arzt in seiner Heimatstadt niederließ. 1801 heiratete er Caroline (1768–1834), eine Tochter Salomon Spiegels (gest. 1775), ein wohlhabender Kaufmann in Frankfurt am Main. Die Ehe blieb kinderlos.[10] Mit 74 Jahren starb Wolff 1832 in Berlin. 

Verhältnismäßig spät im Leben begann Wolff damit, eigenständig zu publizieren. Seine Erstschrift erschien 1792 und erst ab 1811 veröffentlichte er regelmäßig Werke. Von diesen sind seine Maimoniana. Oder Rhapsodien zur Charakteristik Salomon Maimon’s von 1813 am ehesten präsent geblieben.[11] In dieser Biographie beschreibt Wolff unretuschiert Maimons komplexe Persönlichkeit, dessen Schwierigkeiten mit anderen Menschen, darunter dessen Förderern, sowie dessen erdrückende finanzielle Lage. Wolff schildert Maimon „als den Outlaw der aufgeklärten jüdischen Gesellschaft Berlins“.[12] Darin erkennt der Biograph die Tragweite der philosophischen und autobiographischen Produktion Maimons an, ohne dabei seine ausgeprägten Eigentümlichkeiten unter den Teppich zu kehren. In einer Wolff zufolge von Maimon erzählten Anekdote lässt Wolff einen Leser von Maimons autobiographischer Lebensgeschichte zu der abfälligen Bemerkung, dass das Buch „auf der Bierbank“ geschrieben sei, erwidern: „[E]s wird aber in Kabinettern gelesen.“[13] 

Zwei Jahre zuvor veröffentlichte Wolff die medizinische Abhandlung Die Kunst krank zu seyn, nebst einem Anhang von Krankwärtern, wie sie sind und seyn sollten. Für Aerzte und Nichtärzte.[14] Der Titel dieses Christian Wilhelm Hufeland gewidmeten Werkes ist eine Anspielung auf dessen Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern von 1797.[15] Wolffs Beitrag zur medizinischen Volksaufklärung stützt sich auf die zeitgenössische rationale medizinische Literatur wie zum Beispiel Von der Erfahrung in der Arzneykunst des Arztes und Gelehrten Johann Georg Zimmermann (1728–1795).[16] Martin L. Davies fasst Wolffs zentrale Aussage treffend zusammen: „Die Kunst, krank zu sein, besteht darin, daß der Patient Verständnis für ärztliche Behandlungsweisen aufbringt und sich ihnen fügt, also daß er nicht aus eigener selbstverschuldeter Unwissenheit sowohl den therapeutischen Effekt der medizinischen Wissenschaft als auch den sozialen Fortschritt vereitelt.“[17] Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit sieht Wolff als eine Hauptaufgabe des Menschen an: „Die Wichtigkeit der Selbsterkenntnis, sowohl in psychologischer als auch in physischer Hinsicht, für jeden Menschen, ist hinlänglich längst schon anerkannt. Der Mensch, welcher gehörig auf sich acht hat, wird selten des Arztes bedürfen, und derjenige, welcher es nicht thut, wird selten gesund seyn, er mag auch noch so viele Aerzte brauchen.“[18] 

Obgleich die Selbstverantwortung für Wolff betont wird, ist dies nur im Rahmen seiner Vorstellungen, ein professionalisiertes, gut funktionierendes und für alle Mitglieder der Gesellschaft insgesamt wirksames Gesundheitswesen, aufzubauen. Hierin unterscheidet er zwischen drei Klassen – „Reiche, Mittelstand und Arme“ – wobei er über die Gesundheit der letztgenannten Klasse wenig schreibt, da diese „außer Stande gesetzt sind, weder für das Gegenwärtige noch für das Zukünftige etwas für ihre Gesundheit zu thun“.[19] Für Wolff soll sich dieser Zustand ändern: Er fordert die Vergesellschaftung beziehungsweise die Verstaatlichung des Medizinalwesens.[20] Im Anhang zum Werk Krankwärter, wie sie sind und seyn sollten beschäftigt sich Wolff anhand des ihm vertrauten Beispiels der Krankenwärter der Berliner jüdischen Gemeinde ebenfalls mit der Professionalisierung dieses Berufs und mit der Bildung einer gesundheitsfördernden medizinischen Infrastruktur.[21] Für Wolff ist dies generell unentbehrlich, doch für die Berliner jüdische Gemeinde umso dringender nötig. Das gesamte Gesundheitswesen – inklusive der Krankenwärter, die laut Wolff oft mehr Einfluss auf die Genesungschancen von Patienten haben als Ärzte – solle gründlich nach wissenschaftlichen, institutionellen und medizinpolizeilichen Gesichtspunkten reformiert werden. Für den aufgeklärten Mediziner des beginnenden 19. Jahrhunderts erscheint dies als ein großer, möglicherweise mit dem „babylonischen Thurme“ zu vergleichender Entwurf, doch Wolff ist „fest überzeugt, daß er nicht unausführbar sey“.[22] Zwei Jahrhunderte später ist der Vergleich des babylonischen Turms mit einem gesellschaftlich verankerten Gesundheitswesen, das für alle Mitglieder der Gesellschaft nachhaltig gut funktioniert, offenbar nicht überholt.

Wolffs weiteres Werk konzentriert sich auf drei Bereiche: 1) Zwei Schriften beschäftigen sich mit zentralen Themen der Haskala-Bewegung; 2) zwei weitere Schriften sind harsche Kritiken der Judenfeindschaft seiner Zeit; und 3) zahlreiche satirische Schriften.

Wolffs erste Publikation war die 1792 veröffentlichte, anonyme Denkschrift Freymüthige Gedanken über die vorgeschlagene Verbesserung der Juden in den Preußischen Staaten. Darin argumentiert Wolff für eine „Reformation“[23] des Judentums als vorbereitenden Schritt für die politische Emanzipation der Juden. Viele der aus Wolffs Sicht als Hindernisse für die bürgerliche Verbesserung verstandenen, halachischen Gesetze sowie die ritualisierten Gottesdienste sollten dementsprechend abgelegt werden. Stattdessen fordert Wolff, dass sich seine Glaubensgenossen auf das „Wesentliche der Religion“[24] konzentrieren sollten. Um Erfolg zu erzielen, müsse jedoch diese Reformation mit „Vorbereitung, Behutsamkeit [und] Beharrlichkeit“[25], u.a. durch die Expansion und Professionalisierung des jüdischen Schulwesens, durchgeführt werden, so dass „de[m] gemeine[n] Mann unter den Juden“ begreiflich gemacht werden könne, dass „so manche religiöse Einrichtung für unsere Zeiten eben so wenig passe, als ein Kleid anderer Himmelsgegend und anderer Zeiten“.[26] In dieser Schrift betont Wolff die Wichtigkeit einer von allen Juden gemeinsam getragenen Reform des religiösen und gesellschaftlichen Lebens. Für Wolff erscheint 1792 die Kluft zwischen orthodoxen und aufgeklärten Juden durch eine ordentlich geführte Reform überbrückbar. (Für nähere Ausführungen siehe eine Abschrift der Freymüthigen Gedanken sowie einen entsprechenden Quellenkommentar.)

In seiner zweiten Schrift zur Reform des Judentums – ein zwischen 1812 und 1824 verfasstes, von Wolff nie veröffentlichtes Manuskript unter dem Titel Status causae et controversiae in Sachen der Israeliten in Berlin, die deutsche Synagoge betreffend[27] – hegt Wolff nicht mehr die Hoffnung auf eine allen Juden einvernehmliche, schrittweise Reform des Judentums. Vielmehr argumentiert er für eine Pluralisierung des jüdischen religiösen und gesellschaftlichen Lebens. Für Wolff bedeutet dies jedoch nicht die Individualisierung, sondern die Akzeptanz zweier Richtungen im Judentum – die der orthodoxen und die der aufgeklärten Juden. Die Individualisierung der Religion nach dem Gutdünken einzelner Angehöriger versteht Wolff als ein Desaster für das Judentum und für alle beteiligten Juden sowie ferner auch für das Christentum und die Christen. Er sehnt sich nach dem Tag, an dem „alle Menschen nicht eben nothwendig eine und dieselbe Religion haben werden, sondern wo alle Menschen in der Religion, zu der sie sich bekennen, entweder ächte Orthodoxe, oder ächte Aufgeklärte […] sein werden!“[28] Gemäß dieses Arguments war Wolff 1823 einer von 151 Unterzeichnern einer Petition an die Vorsteher der jüdischen Gemeinde, welche diese aufforderte, die seitens der preußischen Regierung kritisch beäugten (und letztendlich abgelehnten) reformjüdischen Gottesdienste in deutscher Sprache zu verteidigen.[29] Zuvor, während der Debatte zu David Friedländers Reformvorschlägen im Kontext des 1812 proklamierten Emanzipationsedikts in Preußen,[30] unterschrieb Wolff ebenfalls eine diese Vorschläge bejahende Petition.[31]

Mit dem 1803 anonym veröffentlichten Sendschreiben eines Christen an einen hiesigen Juden, über den Verfasser der Schrift: Wider die Juden,[32] einer Replik auf einen jener Zeit heiß diskutierten, unverhohlen judenfeindlichen Traktakt des preußischen Justizkommissars Karl Wilhelm Friedrich Grattenauer (1773–1838) Wider die Juden: Ein Wort der Warnung an alle unsere christliche Mitbürger,[33] erweist sich Wolff als ein ernsthafter Kritiker der Judenfeindschaft. Eine apologetische Auseinandersetzung mit Grattenauers Werk und seiner ebenfalls 1803 veröffentlichten Erklärung an das Publicum über meine Schrift: Wider die Juden[34] ist Wolffs Schrift nicht. Bewusst verzichtend auf eine inhaltliche Widerlegung der Argumente gegen die Juden richtet sich Wolffs Kritik an Grattenauer selbst:

„[Z]u widerlegen ist nichts, und wenn er gleich ein seiner Nachschrift von Gegnern wähnet, so möchten es wohl Windmühlen des Don Quixotte seyn. […] Was soll denn eigentlich von Seiten der Juden gegen ihn widerlegt werden? Etwa, daß die Juden nicht der Krätze wegen aus Egypten gejagt worden sind, und daß er sammt seinem Lukretius von der Krankheit, welche man Elephantiasis nennet, eigentlich gar nichts weiß?“[35]

Aufgrund seiner Ignoranz nicht nur über den Gegenstand seiner Attacken, sondern auch über die neuen wissenschaftlichen Kenntnisse, hier am Beispiel einer Frage aus dem Wolff als Arzt vertrauten medizinischen Bereich, verdiene Grattenauer kaum Beachtung. Mit seinem „Ekel, Haß, Abscheu und Widerwillen gegen das Judenvolk“ sei er darüber hinaus nur zu Lasten der Glaubwürdigkeit des Kammergerichts in seinem Amt als Justizkommissar zu halten.[36]

Eine weitere Abwehrschrift Wieder Juden. Sendschreiben an Herrn Julius v. Voss, veranlasst durch die, von ihm mir gewidmete Schrift die Hep Heps, zur Vertheidigung der Christen verfasste und veröffentlichte Wolff 1819 mit ausdrücklichem „Widerwillen“.[37] Ging es 1803 lediglich um eine publizistische Attacke eines gestrigen Judenfeindes, waren die Hep-Hep-Aufstände im Sommer und Herbst 1819 Pogrome, die in Deutschland seit dem Mittelalter nicht mehr stattgefunden hatten. Doch das zuvor herausgekommene Pamphlet Die Hep Heps in Franken und anderen Orten des Volksschriftstellers Julius von Voß (1768–1832) ist Wolff gewidmet, daher erfordere die „erwiesene Ehre“ seines Freundes eine öffentliche Antwort.[38] Sowohl Voß’ Schrift für die Juden als auch Wolffs Replik gegen die Judenhasser zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich eindeutig gegen den in Gewaltakten ausgebrochenen, judenfeindlichen Zeitgeist stellen. Wie Voß erklärt: „Stiften Unbillige Zwietracht, müssen Billige öffentlich wieder freundliches Vernehmen darthun, ein Gegenwicht hervorzubringen.“[39]

Voß’ Interesse, in ideologisch aufgeladener Zeit durch Dialog Eintracht zwischen Christen und Juden zu bekräftigen, begegnet Wolff in seiner Replik positiv. Wolff widmet sein Sendschreiben „[a]llen guten, biedern und rechtschaffenen Menschen auf Gottes Erdboden, ohne Unterschied der Religion“.[40] Er stimmt der zentralen Aussage von Voß’ Schrift zu, dass die Beteiligten an den Pogromen keine „wahren Christen“ sein könnten.[41] Trotz aller historisch im Namen des Christentums ausgeübten „Barbarei“ gegen die Juden, konstatiert Wolff:

„Es steht bei mir fest, und ich rufe den Allwissenden zum Zeugen meines unerschütterlichen Glaubens, daß der wahre Christ nie der eigentliche Judenfeind war, noch es gegenwärtig ist, daß die christliche Religion eben so wenig als die mosaische Menschenhaß, Intolleranz und Verfolgung lehrt, und wenn oder wo die Erfahrung dieser Wahrheit zu widersprechen scheint, es immer nur Einzelne sind, welche durch Privathaß dazu verleitet wurden, und dann den Juden mit Juden oder wohl gar mit Judenthum verwechseln. Bei dergleichen Gelegenheiten läuft das Herz mit dem Kopfe davon, und Leidenschaften nehmen die Vernunft gefangen.“[42]

Zur Unterstützung seines Arguments berichtet Wolff, dass er über Jahrzehnte oft christliche Gottesdienste besucht und von zahlreichen christlichen Gelehrten – „geliebten und schätzenswertesten Freunden“ – gelernt habe.[43] Von diesen nennt Wolff sowohl Steinbart und Löffler als auch den Prediger Christian Friedrich Sintenis (1750–1820) in Zerbst, den Wolff zirka 1816 in einer dortigen Kirche hörte. In all dieser Zeit, schreibt Wolff, habe er „nie […] etwas gehört, was als Intoleranz gegen die Juden gedeutet werden könnte“.[44] Er bedauert nur, dass in der Kirche zu oft über „damalige Juden“, d.h. die Juden der biblischen Zeit, bei gleichzeitigem Schweigen zur zeitgenössischen Lage der Juden, erzählt wird.

Für Wolff sind Christen und Juden – wie alle Menschen – miteinander verbrüdert, nur lassen sich Menschen als solche allzu oft zum Hass und zur Verachtung gegenüber anderen verleiten. 1819 sieht Wolff vor allem politisch-ökonomische Gründe für die judenfeindlichen Ausschreitungen. Wie 1803 stellt Wolff diese Judenfeinde selbst in den Mittelpunkt seiner Schrift. Obgleich unscharf analysiert und mehr satirisch als wissenschaftlich behandelt, definiert Wolff fünf Klassen von Judenfeinden: (1) Bürger im Wohlstand, die keine pekuniären Sorgen haben, sich aber wünschen, dass das Geld der jüdischen Bürger lieber ihnen gehören solle;[45] (2) Bürger und Amtsträger, die sich vor Wohlstands- und Statusverlust vor allem durch Betrugsgeschäfte fürchten und diese Furcht auf die Juden projizieren;[46] (3) von Verarmung bedrohte Handwerker und ihre Gehilfen, die zwar aufgrund der Berufsbeschränkungen gegenüber Juden keine unmittelbare Konkurrenz erleben, jedoch in wirtschaftlicher Not „mit leichter Mühe zu allem, wozu man [sie] nur haben wolle, aufgeregt werden: gegen Juden, Christen, Monarchen, Republiken“;[47] (4) Händler, Kaufleute und Bankiers, die sich gern der jüdischen Konkurrenz entledigen wollen und denken: „[W]enn du doch so ganz allein den Handel hättest, und es in deiner Gewalt stände mit so oder so vielen Prozenten, Gewinn handeln zu können; welch ein Leben, wenn man nicht mehr sagen könnte: bei Moses, Abraham, Isaak und Jacob kauft man bei weiten billiger, weil sie sich mit einem kleinen Vortheil begnügen!“;[48] und (5) Menschen aus dem Volk, die durch eine allgemeine Verteuerung von Bedarfsartikeln in Bedrängnis geraten.[49] Allein die Lage der letzteren Gruppe von Judenfeinden verdient nach Wolff „wirkliche Theilnahme“ dafür, dass sie sich von ihren Leidenschaften dazu verleiten lasse, „die Juden ohne allen Grund, ohne alle Ursache [zu hassen], bloß weil es die Art und Weise ein Mahl so wollte“.

Wolffs Wieder Juden ist in mehreren Hinsichten bemerkenswert: Seine Klassifizierung der unterschiedlichen Gruppen von Judenfeinden illustriert einen frühen Versuch, mittels Methoden der empirischen Psychologie und politisch-ökonomischen Analyse fruchtbare Erkenntnisse im Bereich der Judenfeindschafts- und Vorurteilsforschung zu gewinnen. Schon vorher in seinen Freymüthigen Gedanken klassifizierte Wolff verschiedene Typen von Juden entlang der Achsen orthodox vs. aufgeklärt einerseits und gebildet vs. ungebildet andererseits; in seiner Kunst krank zu seyn teilt Wolff die Menschen strikt nach ökonomischen Faktoren in Klassen ein. Gleichzeitig markiert Wolffs Zustimmung gegenüber Voß’ Argument, dass es „1819 keine eigentlichen Judenfeinde mehr geben könne“, da „[d]ie wahren Christen […] sind und konnten es wahrlich nie seyn“,[50] ziemlich gut den epochalen Wandel zwischen religiös begründetem, christlichem Antijudaismus und einer modernen, säkularen Judenfeindschaft aufzeigt. Zudem erscheint dieser öffentliche Austausch zwischen Voß und Wolff als ein frühes Beispiel des modernen christlich-jüdischen Dialogs.

Bislang unterschätzt in ihrem Witz und ihrer Pointe sind Wolffs satirische Schriften. Zwischen 1815 und 1827 veröffentlichte Wolff in Kommission insgesamt neun Bände leichter Lyrik und Prosa, darunter drei Bände Streifereien im Gebiete des Ernstes und des Scherzes,[51] wozu im ersten Band der Rabbiner und Autor mehrerer literarischer Werke Lippmann Moses Büschenthal (1784–1818) ein kurzes Vorwort beisteuerte. Wie gute Satire vom Anfang des 19. Jahrhunderts beinhalten Wolffs literarische Schriften meist eine philosophische oder gesellschaftskritische Aussage. Zentral steht immer der Widerspruch im Mittelpunkt, beispielsweise in dem Dreizeiler unter dem Titel Die größte Thorheit aus seiner 1815 erschienenen Tripotage!: „Es gibt im menschlichen Leben / keine größere Thorheit als eben: – / Das menschliche Leben!“[52] oder im Loos aller Menschen: „Ein Sehen und nicht wissen was – / Was anders heißt wohl das, / Als sehend und doch blind? – / Du bist es, Menschenkind!“[53]

In seiner vorletzten Schrift Kritik der reinen Narrheit, als Versuch zu einem Narrenwörterbuche klassifiziert Wolff auf satirische Weise die verschiedenen, unter den Menschen existierenden Narrentypen. Der Titel ist eine Anspielung auf Kants Kritik der reinen Vernunft. In der Vorrede erklärt Wolff, dass die reine Narrheit als Begriff „relativ, als Gegensatz der reinen Vernunft, genommen werden [soll]. Beide scheinen mir nur als Begriffe, entweder in unserer reinen Vernunft oder in unserer reinen Narrheit, ihr Daseyn zu haben; denn etwas so ganz Reines gibt es unter der Sonne nicht.“[54] Narrheit ist also nicht absolut, sondern in Gradation in jedem Menschen vorhanden, genauso wie Klugheit:

„Man kann in tausend Dingen klug, und im Ganzen dennoch ein Narr seyn, und umgekehrt. Schwachheiten, Albernheiten, Narrheiten und Thorheiten, alle diese -heiten gehören zum Wesen des Menschen, sind Fehler und Gebrechen, die ihm als Mensch schlechterdings zukommen. […] Die Natur hat gewiß mit weiser Absicht jedem Menschen seine Portion Narrheit zugetheilt, und diese ist vielleicht zu seiner Glückseligkeit nothwendiger noch, als die ihm so karg gemessene Weisheit.“[55]

Nach diesem ernsthaften Punkt zum Wesen des Menschen geht Wolff über zum Wörterbuch der „ABC-Narren“, nicht ohne zuvor die Unvollständigkeit dessen zu erklären: „Wollte ich aber alle Narren […], systematisch in Klassen, Species und Ordnungen abgetheilt, vorführen, so würde das ein maximae formae liber werden und meine Kräfte vielfach übersteigen […].“[56] Ab dem Buchstaben H gibt es vergleichsweise wenige Einträge; offenbar waren die Bögen schon so gut wie voll mit den Narrentypen der ersten sieben Buchstaben. Unter „A“ definiert Wolff abergläubige, abgehärtete, abgelebte, abgünstige, abstreitende, abenteuerliche, abscheuliche, abspringende, artige, ausfallende, aussprengende und ausgelassene Narren, unter „B“ bedauernswerte, begeisterte, beherzte, behutsame, beißende, belachende, beneidenswerte, beobachtende, bequeme, berühmte, besoffene, blöde, boshafte und brave sowie Bilder- und Bücher-Narren. Unter dem letzteren versteht Wolff „diejenigen, welche ohne alle Auswahl Bücher kaufen, schön einbinden lassen und recht zierlich aufstellen, um eine schöne Bibliothek zu besitzen, ohne daß sie jemals Zeit oder Lust haben, auch nur einen Blick hinein zu thun, […] um nicht nur eine schöne, sondern auch eine große Bibliothek die ihrige nennen zu können“.[57] Doch auch wirklich Gebildete können Narren sein, die Stichwörter eingebildete, gelehrte und kenntnisreiche geben Auskunft darüber. Großmütige und übermütige Narren bespricht Wolff, aber unter dem Eintrag zu mächtigen Narren ist der Text ganz kurz: „Ganz unterthänigster Diener, ich werde kein Narr seyn – !!!“[58] Mächtige Narren, will wohl Wolff hiermit sagen, ausführlich zu persiflieren sei nicht immer eine gute Idee, vor allem weil die Geschichte zur Genüge belege, wie brachial närrische Mächtige auf Satire und Spott reagierten. Aus heutiger Sicht scheint Wolffs Kritik der reinen Narrheit keine Aktualität eingebüßt zu haben – genauso wie seine Klassifizierung der verschiedenen Judenfeinde sowie seine Einteilung der Menschen in politisch-ökonomische Klassen.


Anmerkungen

[1] Vgl. Jacobson, Jacob. Jüdische Trauungen in Berlin 1759–1813. Berlin: de Gruyter 1968, S. 432 (Nr. 815 I 1); möglicherweise ist Wolff auch „im September 1756“ geboren. Hitzig, Julius Eduard (Hg.). Verzeichniss im Jahre 1825 in Berlin lebender Schriftsteller und ihrer Werke. Aus den von ihnen selbst entworfenen oder revidirten Artikeln zusammengestellt und zu einem milden Zwecke herausgegeben. Berlin: F. Dümmler 1826, S. 306. [2] Vgl. Jacobson. Jüdische Trauungen in Berlin, S. 26 (Nr. 26 III 6).  [3] Vgl. ebd., S. 50 (Nr. 48 II 2a). [4] Vgl. ebd., S. 26 (Nd. 26 II 2). [5] Vgl. ebd., S. 25 (Nr. 26 I 1). Siehe Behm, Britta L. Moses Mendelssohn und die Transformation der jüdischen Erziehung in Berlin: Eine bildungsgeschichtliche Analyse zur jüdischen Aufklärung im 18. Jahrhundert (Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland, Bd. 4). Münster, et al.: Waxmann 2002, S. 224. [6] Vgl. Jacobson. Jüdische Trauungen in Berlin, S. 50 (Nr. 48 II 3a). [7] Vgl. ebd., S. 50 (Nr. 48 I 1 und 1a). [8] Wolff, S[abattia] J[oseph]. Wieder Juden. Sendschreiben an Herrn Julius v. Voss, veranlasst durch die, von ihm mir gewidmete Schrift die Hep Heps, zur Vertheidigung der Christen, Berlin: in der Maurerschen Buchhandlung 1819, S. 38. Über Löffler siehe: Barthel, Wolfgang. J.F.C. Löffler in Frankfurt an der Oder 1782–1788. Mit einem Seitenblick auf Heinrich von Kleist. In: Ebd. (Hg.). Beiträge zur Kleist-Forschung. Frankfurt (Oder): Kleist-Gedenk-und-Forschungsstätte 1984, S. 7–35. [9] Vgl. Wolff, Josephus. De Prodromis Morborum […] (Diss.). Frankfurt (Oder): Traiecti ad Viadrum e typographeo Apitziano 1799. [10] Vgl. Wolff. Wieder Juden, S. 48. [11] Vgl. Wolff. Maimoniana. Oder Rhapsodien zur Charakteristik Salomon Maimon’s. Aus seinem Privatleben gesammelt. Berlin: G. Hayn 1813 (Neudruck: Parerga Verlag 2003). [12] Schulte, Christoph. Die jüdische Aufklärung. München: C.H. Beck 2002, S. 216. [13] Wolff. Maimoniana, S. 82. Siehe: Salomon Maimons Lebensgeschichte. Von ihm selbst geschrieben und herausgegeben von K[arl] P[hilipp] Moritz, 2 Bde. Berlin: bey Friedrich Vieweg dem ältern 1792–1793. [14] Vgl. Wolff. Die Kunst krank zu seyn, nebst einem Anhange von Krankwärtern, wie sie sind und seyn sollten. Für Aerzte und Nichtärzte. Berlin: Amelang 1811. [15] Vgl. Hufeland, Christoph Wilhelm. Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern. Jena: in der akademischen Buchhandlung 1797. [16] Vgl. Zimmermann, Johann Georg. Von der Erfahrung in der Arzneykunst, 2 Bde. Zürich: B. Heidegger 1763–1764. [17] Davies, Martin L. Nachwort zum Neudruck des Maimoniana, hg. von ebd. und Schulte, Christoph. Berlin: Parerga 2003, S. 139–153, hier S. 145. Siehe auch: Davies. Sabbatja Josef Wolff, in: Kilcher, Andreas B. und Fraisse, Otfried (Hg.). Metzler Lexikon jüdischer Philosophen. Stuttgart/Weimar: Verlag J.B. Metzler 2003, S. 202–204. [18] Wolff. Die Kunst krank zu seyn, S. 57. [19] Ebd., S. 30. [20] Vgl. ebd., S. 47f. [21] Vgl. ebd., S. 216–254. [22] Ebd. S. 253. [23] [Wolff]. Freymüthige Gedanken über die vorgeschlagene Verbesserung der Juden in den Preußischen Staaten von einem Juden mit Zusätzen eines Christen, Halle: Johann Jacob 1792., S. 4. [24] Ebd., S. 33. [25] Ebd., S. 24. [26] Ebd., S. 30. [27] Vgl. [Wolff]. Status causae et controversiae in Sachen der Israeliten in Berlin, die deutsche Synagoge betreffend. Frei und unparteiisch von einem alten Israeliten (Ms.), teilweise gedruckt in: Meyer, Michael A. The Orthodox and the Enlightened. In: Leo Baeck Year Book XXV. London: Secker & Warburg 1980, S. 101–132, hier S. 111–130. [28] Wolff, Status causae, S. 130. Über Wolffs Begriff der Orthodoxie im Kontext seiner Verschiebung zu Beginn des 19. Jahrhunderts, siehe: Blutinger, Jeffrey C. „So-Called Orthodoxy“: The History of an Unwanted Label. In: Modern Judaism, Bd. 27, Nr. 3, (Oktober) 2007, S. 310–328, hier S. 320ff. [29] Vgl. Berlin-Sammlung (KGe 2/81), Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem; Vgl.: Meyer. The Orthodox and the Enlightened, S. 105, Anm. 14. [30] Vgl. Meyer. The Orthodox and the Enlightened, S. 104; siehe: [Friedländer, David]. Über die, durch die neue Organisation der Judenschaften in den Preußischen Staaten nothwendig gewordene, Umbildung 1) ihres Gottesdienstes in den Synagogen, 2) ihrer Unterrichts-Anstalten, und deren Lehrgegenstände, und 3) ihres Erziehungs-Wesens überhaupt. Ein Wort zu seiner Zeit. Berlin: Dieterici 1812. [31] Vgl. Stern, Moritz. Beiträge zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Heft 6. Berlin 1934, S. 19–21; Vgl.: Meyer. The Orthodox and the Enlightened, S. 107, Anm. 21; bezüglich des Reformstreites, siehe: ebd. The Religious Reform Controversy in the Berlin Jewish Community, 1814–1823. In: Leo Baeck Year Book XXIV. London: Secker & Warburg 1979, S. 139–151. [32] Vgl. [Wolff]. Sendschreiben eines Christen an einen hiesigen Juden über den Verfasser der Schrift: Wider die Juden, Berlin: C.G. Schöne 1803. [33] Vgl. Grattenauer, Karl Wilhelm Friedrich. Wider die Juden. Ein Wort der Warnung an alle unsere christliche Mitbürger. Berlin: Johann Wilhelm Schmidt 1803. Die Schrift hat in kurzer Zeit mindestens fünf Auflagen erlebt. Grattenauer hat schon 1791 anonym ein judenfeindliches Pamphlet geschrieben: Ueber die physische und moralische Verfassung der heutigen Juden. Stimme eines Kosmopoliten. Germanien [Leipzig: Voß] 1791. [34] Vgl. Grattenauer. Erklärung an das Publicum über meine Schrift: Wider die Juden. Berlin: Johann Wilhelm Schmidt 1803. [35] [Wolff]. Sendschreiben eines Christen, S. 7f. [36] Ebd., S. 10. [37] Wolff. Wieder Juden. Sendschreiben an Herrn Julius v. Voss, veranlasst durch die, von ihm mir gewidmete Schrift die Hep Heps, zur Vertheidigung der Christen. Berlin: in der Maurerschen Buchhandlung 1819, S. 5. [38] Ebd. [39] Voß, Julius von. Die Hep Heps in Franken und anderen Orten. Teutonien [Berlin]: s.n. 1819, S. 8. [40] Wolff. Wieder Juden, S. 3. [41] Ebd., S. 8; vgl. Voß. Hep Heps in Franken, S. 44. [42] Wolff. Wieder Juden, S. 12. [43] Ebd., S. 36ff. [44] Ebd., S. 38f. [45] Vgl. ebd., S. 17–23. [46] Vgl. ebd., S. 24–26. [47] Ebd., S. 26–28, Zitat S. 28. [48] Ebd., S. 29–34, Zitat S. 32f. [49] Vgl. ebd., S. 34f., Zitat S. 34. [50] Ebd., S. 18. [51] Vgl. Wolff. Streifereien im Gebiete des Ernstes und des Scherzes mit einem Vorworte von L[ippmann] M[oses] Büschenthal, Bd. 1. Berlin: Ungersche Buchdruckerei: E.S. Mittler 1818; ebd. Streifereien im Gebiete des Ernstes und des Scherzes, Bd. 2. Berlin: Ungersche Buchdruckerei: E.S. Mittler 1819; und ebd. Aus dem Leben eines reisenden Schauspieldirektors: als 3tes Bändchen meiner Streifereien. Aus dem Spanischen übersetzt. Berlin: J.F. Ungersche Buchdruckerei 1821. Im letzteren geht es um einen von Wolff selbst geschriebenen Roman.[52] Wolff. Tripotage! bey verschiedenen Gelegenheiten eingebrockt und zubereitet, beygesetzt, gekocht und aufgetragen im Jahre 1814. Erstes Gerichtgen zur Speise 1815. Berlin 1815, S. 53. [53] Ebd., S. 60. [54] Wolff. Kritik der reinen Narrheit, als Versuch zu einem Narrenwörterbuche. Aus Erfahrungen geschöpft. Berlin: Gedruckt bei A.W. Schade, alte Grünstraße Nr. 18, Berlin 1827, S. VIII. [55] Ebd., S. IX. [56] Ebd., S. 1. [57] Ebd., S. 38. [58] Ebd., S. 88. 

Bibliographie

 zusammengestellt von William Hiscott

Bücher

  • Freymüthige Gedanken über die vorgeschlagene Verbesserung der Juden in den Preußischen Staaten von einem Juden mit Zusätzen eines Christen, Halle: Johann Jacob 1792, 56 S. [Verf. ermittelt]
  • De Prodromis Morborum […] (Diss.). Frankfurt (Oder): Traiecti ad Viadrum e typographeo Apitziano 1799, 32 S.
  • Sendschreiben eines Christen an einen hiesigen Juden über den Verfasser der Schrift: Wider die Juden, Berlin: C.G. Schöne 1803, 28 S.
  • Die Kunst krank zu seyn, nebst einem Anhang von Krankwärtern, wie sie sind und seyn sollten. Für Aerzte und Nichtärzte, Berlin: Amelang 1811, 254 S.
  • Maimoniana. Oder Rhapsodien zur Charakteristik Salomon Maimons. Aus seinem Privatleben gesammelt von Sabattia Joseph Wolff, Berlin: G. Hayn 1813, 264 S. (Nd. Berlin Parerga-Verl. 2003).
  • Tripotage! bey verschiedenen Gelegenheiten eingebrockt und zubereitet, beygesetzt, gekocht und aufgetragen im Jahre 1814. Erstes Gerichtgen zur Speise 1815, Berlin 1815, 208 S.
  • Launenpastete, als zweites Gerichtchen nach der Tripotage. Berlin: In Commission bei Ernst Siegfr. Mittler, Stechbahn Nr. 3 1816, 222 S.
  • Streifereien im Gebiete des Ernstes und des Scherzes mit einem Vorworte von L[ippmann] M[oses] Büschenthal, Bd. 1. Berlin: Ungersche Buchdruckerei: E. S. Mittler, 1818, 145 S.
  • Streifereien im Gebiete des Ernstes und des Scherzes, Bd. 2. Berlin: Ungersche Buchdruckerei: E. S. Mittler, 1819.
  • Wieder Juden Sendschreiben an Herrn Julius v. Voss, veranlasst durch die, von ihm mir gewidmete Schrift die Hep Heps, zur Vertheidigung der Christen, Berlin: Berlin: In der Maurerschen Buchhandlung. Poststrasse No. 29 1819, 52 S.
  • Aus dem Leben eines reisenden Schauspieldirektors: als 3tes Bändchen meiner Streifereien. Aus dem Spanischen übersetzt von Sabattia Joseph Wolff, Berlin: J.F. Ungersche Buchdruckerei, 1821. 119 S.
  • Der Tändler, oder, Früchte gut gelaunter müssiger Augenblicke. Berlin: Maurersche Buchhandlung, 1822, 110 S.
  • Status causae et controversiae in Sachen der Israeliten in Berlin, die deutsche Synagoge betreffend. Frei und unparteiisch von einem alten Israeliten (Ms.), zirka 1812–1824, teilweise abgedruckt in: Meyer, Michael A., The Orthodox and the Enlightened, in: Leo Baeck Year Book XXV, London: Secker & Warburg, 1980, S. 101–132.
  • Ausverkauf meiner schriftstellerischen Arbeiten oder Neueste Streifereien im Gebiete des Scherzes und des Ernstes. Berlin. Gedruckt bei A. W. Schade, Alte Grünstr. Nr. 18 1824. 114 S.
  • Fernerer Ausverkauf meiner schriftstellerischen Arbeiten oder allerneueste Streifereien im Gebiete des Scherzes und des Ernstes, 1825: gedruckt bei A.W. Schade, 110 S.
  • Kritik der reinen Narrheit, als Versuch zu einem Narrenwörterbuche. Aus Erfahrungen geschöpft von Sabattia Joseph Wolff, Dr. med. Berlin: Gedruckt bei A.W. Schade, alte Grünstraße Nr. 18, Berlin, 1827, 136 S.
  • Exkursionen in das Feld neuer Anekdoten und Spaziergänge in meinem Notiz-Garten: für Kopf, Herz und Zwerchfell. Berlin: Gedruckt bei A.W. Schade, 1828, 117 S.

Zitierhinweis:

William Hiscott: Sabattia Joseph Wolff. Biographie und Bibliographie (Version II, 2017), in: haskala.net. Das online-Lexikon zur jüdischen Aufklärung / hg. von Christoph Schulte, URL<>, letzter Zugriff [Datum, Uhrzeit].