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Isaac Abraham Euchel - יצחק אייכל

auch: יציק איכל
(17. Okt. 1756 Kopenhagen - 18. Juni 1804 Berlin), Orientalist, Schriftsteller, Übersetzer, Verleger

Biographie

von Andreas Kennecke

Vater Abraham Israel (1731–1767) und Mutter Krenche (?–1784)1769, nach dem Tod des Vaters Besuch der Jeschiva in Berlin. Hier findet Euchel den ersten Kontakt zum sich etablierenden Kreis der jüdischen Aufklärer. 1773 nimmt er in Westfalen eine Stelle als Hauslehrer an. Euchel erweitert autodidaktisch sein Wissen in den weltlichen Wissenschaften.

1775/76 gelangt Euchel auf Empfehlung nach Hannover, wo er wahrscheinlich ebenfalls als Hauslehrer im Hause des Meyer Michel David in Stellung geht.Hier studiert er die Naturwissenschaften unter Anleitung des jüdischen Mathematikers und Leibniz-Schülers Raphael Levy.

1778 wird er auf Empfehlung von Meyer Michel David als Hauslehrer nach Königsberg zur Familie Friedländer vermittelt. Hier unterrichtet er vor allem die Friedländerkinder Michael und Rebecca.

1782–1786 Studium der Philosophie und Morgenländischen Sprachen an der Königsberger Albertina. Die Professoren Kant und Köhler unterstützen ihn 1786 die Bewerbung Euchels als Nachfolger von Köhler als Dozent für morgenländische Sprachen. Die Bewerbung scheitert an den Statuten der Königsberger Albertina Universität, die Juden und Katholiken die Professur verweigert.

1782 veröffentlicht Euchel sein erstes Sendschreiben Sephat Emet. Darin ruft er seine jüdischen Mitbürger zur Gründung einer Freischule auf. Der Aufruf findet in der Königsberger Gemeinde keinen Widerhall.

Im Dezember 1782 findet die Gründung der Gesellschaft hebräischer Literaturfreunde unter maßgeblicher Mitwirkung von Euchel statt. Ziel der Gesellschaft ist es, die Juden mit der Welt der Aufklärung vertraut zu machen und den Reformern innerhalb der jüdischen Gemeinden ein Podium zu geben.

Im September 1783 erscheint dann das erstes Heft der Monatschrift Hame’assef (Der Sammler), das mächtige Sprachrohr der Maskilim und zugleich die erste vollwertige Zeitschrift in hebräischer Sprache überhaupt. Die Zeitschrift wird mit der Schrift Nachal Habesor angekündigt, welche gleichzeitig auch das erste Programm der Bewegung der Maskilim darstellt.

Im ersten Heft veröffentlichte Euchel den Artikel Ein Wort an den Leser, der als Einleitung in die Rubrik „Geschichte der Großen Israels“ der Zeitschrift konzipiert war. Der erste Teil enthält die erste Paraphrase von Kants Kritik der reinen Vernunft in Hebräisch.

1784 eröffnete Euchel erneut die Debatte um die „frühe Beerdigung“ der Juden mit einem Entgegnungsschreiben an Anton Friedrich Büsching im deutschsprachigen Beiheft des Hame’assef: Der Sammler. Darin suchte Euchel die Vorwürfe Büschings zu widerlegen, daß die Juden ihre Toten vor der „frühen Beerdigung“ sicherheitshalber „ersticken“, damit die Möglichkeit eines Scheintodes umgangen wird. An der Beerdigungsdebatte beteiligte sich Euchel viele Jahre lang, dieser Artikel ist allerdings der einzige, der in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Die späteren wurden sämtliche in Hebräisch veröffentlicht, sie dienten ausschließlich dem Innendiskurs.

1784 unternimmt Euchel eine Reise nach Kopenhagen, kurz nach dem Tod seiner Mutter. Er reist in Begleitung von Mitgliedern der Familie Friedländer. Darunter nmöglicherweise auch Rebecca, seiner Schülerin. Stationen der Reise waren u.a.: 6. Mai, Stammbucheintrag: Abschiedgedicht der Gesellschaft hebräischer Literaturfreunde in Königsberg; 9. Mai Stammbucheintrag von Freund Magister K. L. Poerschke, ab 1787 Dozent an der Albertina, seit 1794: extra. Prof. Philosophie, 1812 gestorben; 13. Mai 1784: Danzig; 1. Juni: Stammbucheintrag in Berlin von Hartwig Wessely und von Schrenkendorf, einem sächsischer Offizier?; 28. Juli: Stammbucheintrag in Hamburg von Abraham Meldola; 7. Sept. Stammbucheintrag vom Kieler Reformpädagogen Martin Ehlers (1732-1800, seit 1776 Professor in Kiel); Beerdigung der Mutter auf dem Friedhof von Møllegade.

Im Oktober 1784 verfasste Euchel einen Brief an den dänischen König, in welchem er sich für die Errichtung einer jüdischen Schule mit Lehrerseminars in Kiel einsetzt. Der Vorschlag wurde vom dänischen König nicht verfolgt.

Auf der Reise zurück nach Königsberg machte Euchel 1785 Station in Berlin und besuchte u.a. Mendelssohn. Dieser übergab ihm die Unterlagen zur ersten Beerdigungsdebatte von 1772 zur Veröffentlichung. Sie wurden später im Hame’assef abgedruckt.

In den Jahren 1785–86 forcierte Euchel die Auseinandersetzung zwischen Reformern und Traditionalisten, der Ausgangspunkt hierfür war die Beerdigungsdebatte. Mehrere Artikel Euchels greifen die Problematik der „frühen Beerdigung“ auf, um den Rabbinen das Recht abzusprechen, das „wahre“ Judentum zu vertreten und zu bewahren. 1787 überredete Euchel Marcus Herz eine Schrift Über die frühe Beerdigung im Hame’assef und später als Monographie zu veröffentlichen.

Neben David Friedländer veröffentlichte auch Euchel im Jahre 1786 eine Übersetzung des Gebetbuch. Im Gegensatz zu Friedländer bediente sich Euchel nicht nur der deutschen Sprache sondern auch der deutschen Schrift. Diese Übersetzung stößt auf erheblichen Widerstand bei den Traditionalisten, wie aus seiner Verteidigungsrede Ein Wort an die Medabrim im Hame’assef 1786 nachlesen läßt.

1787 siedelt Euchel gemeinsam mit dem Hame’assef nach Berlin über. Dort übernimmt er die Leitung der Druckerei der Jüdischen Freischule. Im selben Jahr wir die Gesellschaft der Beförderung des Guten und Edlen gegründet, die Nachfolgegesellschaft der Königsberger Gruppe. Allerdings stehen nun nicht mehr die Erneuerung der hebräischen Sprache im Zentrum sondern die Aufklärung der Juden, die Reform des Judentums.

Die 1788 zuerst im Hame’assef erschienene Moses Mendelssohn-Biographie wurde die bekannteste Schrift Euchels. Es war die erste Biographie zu Mendelssohn und die erste umfassende Biographie eines europäischen Juden überhaupt. Sie trug wesentlich zur Verbreitung des im 19. Jahrhunderts herrschenden Bild Moses Mendelssohns unter den Juden Europas bei.

Ein weiteres Novum stellen die 1790 im Hame’assef erschienen Briefe des Meschulam dar. Dies sind Reisebriefe nach der Vorlage der Persischen Briefe von Montesquieu, die einen aufgeklärten Juden aus Aleppo in Europa zeigen, der die Wurzeln Europas und der Juden zu würdigen weiß.

Die Gründung der Gesellschaft der Freunde 1791 in Berlin soll Euchel auch weiterhin mit der Sitte der „frühen Beerdigung“ beschäftigen lassen. Die Gesellschaft setzt sich u.a. für die Errichtung einer Leichenhalle in Berlin ein. Euchel sitzt mehrere Jahre im Vorstand der Gesellschaft und vermittelt mehrmals zwischen dessen Berliner und Königsberger Teil.

Seine letzte Schrift für den Hame’assef ist der 1797 deutsche, in hebräischen Lettern gesetzte Artikel Ist nach dem jüdischen Gesetz das Übernachten der Juden wirklich verboten? Darin faßt er resümierend die Erfolge und Mißerfolge der Jahre des Hame’assef zusammen. Am Ende muß Euchel das Scheitern der Erneuerung der hebräischen Sprache konstatieren. Betroffen und bedauernd sieht Euchel ein, daß die Entwicklung der jüdischen Gesellschaft einen völlig anderen, als den von ihm gezeichneten Weg genommen hat. Für Euchel gehörten die Erneuerung der hebräischen Sprache und die Reform des Judentums immer zusammen. Die Kraft für die Erneuerung konnte nur aus den Quellen der eigenen Geschichte erwachsen. In dieser Schrift gibt es sein Projekt als gescheitert an.

Nicht verwunderlich deshalb, daß er sich in seiner letzten Arbeit, dem 1797 entstandenen Theaterstück Reb Henoch oder wos tu me dermit den Differenzen zwischen Orthodoxie und Reformbewegung, zwischen Hebräisch, Jiddisch und Deutsch, aber auch zwischen Gebildeten, Ungebildeten und Halbgebildeten zuwendet. Euchel hält seinen Zeitgenossen einen Spiegel vor. Nur der wahrhaft aufgeklärte, sich zu seinem Judesein Bekennende vermag ohne Scham hineinzuschauen.

18. Juni 1804 starb Euchel in Berlin, eine Frau und einen Sohn hinterlassend. Der Sohn Abraham, später den Vornamen August annehmend, zieht später nach Stettin um. Dort verlieren sich die Spuren der Familie und des Nachlasses Euchels.

Literatur

  • Euchel, Isaak: Reb Henoch, oder: woß tut me damit. Eine jüdische Komödie der Aufklärungszeit, Textedition von Marion Aptroot und Roland Gruschka mit einleitenden Beiträgen von Marion Aptroot u.a., Hamburg 2004. [dt. u. jidd.]
  • Euchel, Isaak: Vom Nutzen der Aufklärung. Schriften zur Haskala, hrsg., übersetzt und kommentiert von Andreas Kennecke, Düsseldorf 2001.
  • Feiner, Shmuel: יצחק אייכל- ה'יזם' של תנועת ההשכלה בגרמניה [Isaac Euchel – Der ‘Entrepreneur’ der Haskala­bewegung in Deutschland], in: Zion, 52. Jg. (1987), S. 427–469. [hebr.]
  • Kennecke, Andreas: Isaac Euchel. Architekt der Haskala, Göttingen 2007.
  • Sebastian Panwitz: Die Gesellschaft der Freunde (1792-1935). Berliner Juden zwischen Aufklärung und Hochfinanz (= Haskala, Bd. 34); Hildesheim: Georg Olms 2007.
  • Pelli, Moshe: Isaac Euchel. Tradition and Change, in: Moshe Pelli, The Age of Haskalah, Leiden 1979, S. 190–230.

Bibliographie

zusammengestellt von Andreas Kennecke

Bücher

1. שפת אמת [Sefat Emet], Königsberg 1781, 12 S. [anonym]

2. Das zwölfte Kapitel des Predigers Salomonis mit kritischen Anmerkungen, Königsberg (Hartung) 1782.[1]

3. Gebete der hochdeutschen und polnischen Juden / aus dem Hebräischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet. Auf Kosten des Verfassers, Königsberg (Kanter) 1786, XXXIV, 427 S.

4. Ueber wahre Fürsten-Grösse, in einer Gedächtniß-Predigt beym Absterben Sr. Königlichen Majestät Friedrich des Zweiten Königs von Preußen u. nach 1 Chron. 18, 8 gehalten in der hiesigen jüdischen Synagoge den 10. September 1786. von R. Ephraim Moses Heilboth. Zum Besten der Armen herausgegeben von Isaac Abraham Euchel. Königs­berg 1786. bey D.E. Kanter, Königl. Hofbuchdrucker.[2]

5. Der erste Mensch eine Erzählung. Meinem Eleven Joseph Meyer Friedlæender, am Tage Seiner Einsegnung gewidmet, Königsberg, den 28ten July 1787. [anonym]

6. תבנית חברת שוחרי הטוב והתושיה הנתיסדה בשנת תקמ"ז לאלף הששי. פלאן צו איינר גזעללשאפֿט דער בפֿערדרונג דעס עדלן אונד גוטן אונטר דעם העברעאישן נאמן שוחרי הטוב והתושיה. קעניגסבערג וברלין. [Plan zu einer Gesellschaft der Beförderer des Edlen und Guten unter dem hebräischen Namen שוחרי הטוב והתושיה הנתיסדה], Königsberg 1786/87, 12 S.

7. תולדות רבינו והחכם משה בן מנחם [Moses Mendelssohns Biographie], Berlin (Orientalische Buchdruckerei) 1788, 127 S.

8. משלי. עם תרגום אשכנזי ובאור, מאת איצק אייכל, דפוס חברת חנוך נערים, תקמ"ט. [Die Sprüche Salomos, mit Übersetzung und Kommentar von Isaac Euchel], Berlin (Druckerei der Jüdischen Freischule) 1789.

9. אייכל, איצק: איזט נאך דעם יידישן גזעטצע דאס איברנאכטן דער טאדטן ווירקליך פרבאטן? אין איינעם שרייבן אן דען פראפעסאר לעווע אין ברעסלויא, ברעסלויא (דפוס גראסס) תקנ"ז, עמ' 33. [Itzik Eichel: Ist nach dem jüdischen Gesetz das Übernachten der Toten wirklich verboten? In einem Schreiben an den Professor Löwe in Breslau, Breslau] (Deutsche und orientalische Graßische Stadt-Druckerey) 1796/97.

10. Reb Henoch oder was thut me dermit. Ein Familiengemälde in drei Abtheilungen, hrsg. von M. Allenstein, Berlin (Im Selbstverlag des Herausgebers) 1846, 56 S.

Von Euchel herausgegebene Bücher

1. פרקי רבי אליהו. עם תוספות ביאור והעתקת המלות ללשון אשכנז ..., ברלין [דפוס חנוך נערים] תקמ"ח. [Pirke Elijahu], Berlin (Druckerei der Jüdischen Freischule) 1788.[3]

2. ספר מורה נבוכים להרב הגדול החוקר האלהי החכם הכולל רבנו משה בן מימון זצ"ל / עם שני פירושים נכבדות מדובר בם המה / פירוש הרב החוקר המקובל החכם הפילוסוף משה נורבוני / ופירוש גבעת המורה, ברלין בדפוס חברת חינוך נערים תקנ"א-תקנ"ו. [Sive liber Doctor Perplexorum auctore R. Mose Majemonide arabico idiomate conscriptus a R. Samuele Abben Thibbone in linguam hebraeam translatus, novis commentaris uno R. Mosis Narbonnensis {…} altero anonymi cujusdam, sub nomine Gibeath Hamore {…} editus cura et impensis Isaaci Eucheli, Berolini (Officina Scholae Liberae Judaicae) 1791–1796, 3 Bd. {Bd. 1 mit dem Kommentar Givat Hamore von Salomon Maimon, Bd. 2–3 mit einem Kommentar von Isaac Satanow}], Berlin (Druckerei der Jüdischen Freischule) 1791–1793 [5551–5556].

Euchel gewidmete Schrift

1. Herrn I. A. Euchel und A. F. Wolff bey Ihrer Abreise von einigen Freunden, Königsberg [Gottl. Lebr. Hartung], den 8. Sept. 1787.

Artikel

Aus dem Hame’assef1. אייכל, איצק [ואחרים]: נחל הבשור. המאסף, א', תקמ"ד. [Nachal Habesor, Jg. 1, 5544 [1783], 14 S.]

2. דבר אל הקורא מתועלת דברי הימים הקדמונים. המאסף, א', תשרי תקמ"ד, עמ' ט'-י"ד. [Ein Wort an den Leser über den Nutzen der Geschichte, Jg. 1, Tischri 5544 [Sept./Okt. 1783], S. 9–14.]

3. ביאור [המלה עכס ופסוקים במשלי]. המאסף, א', אדר תקמ"ד, עמ' צ-צ"א. [Erklärung des Wortes עכס in den Mischlej, Jg. 1, Adar 5544 [Feb./ März 1784], S. 90–91.]

4. [מאמר על הדפסת ספר תהלים בביאורו של משה מנדלסון ובתרגום י. ברי"ל, פרק לדוגמה ובקשת חותמים]. המאסף, א', אדר תקמ"ד, עמ' צ"ב-צ"ו. [Artikel zur Psalmenübersetzung von Joel Bril mit dem Kommentar von Moses Mendelssohn, Jg. 1, Adar 5544 [Feb./ März 1784], S. 92–96.]

5. אור, נגה, חשך, אפלה. המאסף, ב', שבט תקמ"ה, עמ' ס"ט-ע"ו. [Erklärung der Worte אור und נגה und der ihnen entgegengesetzten Worte חשך und אפלה, Jg. 2, Schevat 5545 [Jan./Feb. 1785], S. 69–76.]

6. שאלה אל חכמי ישראל וראשיהם [על מנהג הלנת המתים]. המאסף, ב', אדר תקמ"ה, עמ' פ"ז-צ'. [Eine Frage an die Weisen des Volkes und ihre Führer zum Brauch der frühen Beerdigung, Jg. 2, Adar 5545 [Feb./März 1785], S. 87–90.]

7. אגרות יצחק אייכל לתלמידו מיכל פרידלענדער. המאסף, ב', אייר תקמ"ה, עמ' קט"ז-קכ"א; סיון תקמ"ה, עמ' קל"ז-קמ"ב. [Brief an den Schüler Michael Friedländer [1. Teil], Jg. 2, Ijar 5545 [April/Mai 1785], S. 116–121; Siwan 5545 [Mai/Juni 1785], S. 137–142.]

8. דברי האיש השואל על דבר מנהג הלנת המתים. המאסף, ב', תמוז תקמ"ה, עמ' קנ"ב-קנ"ד; המאסף, ג', אב תקמ"ו, עמ' קפ"ג-קצ"ב; אלול תקמ"ו, עמ' ר"ב-ר"ה. [Worte des Mannes, der eine Frage zum Brauch der frühen Beerdigung hat, Jg. 2, Tamus 5545 [Juni/Juli 1785], S. 152–154; Jg. 3, Av 5546 [Juli/Aug. 1786], S. 183–192; Elul 5546 [Aug./Sept. 1786], S. 202–205.]

9. דבר אל המדברים . המאסף, ג', אלול תקמ"ו, עמ' ר"ה-ר"י. [Worte an die Medabrim, Jg. 3, Elul 5546 [Aug./Sept. 1786], S. 205–210.]

10. הקדמה [לכרך ד': על יחס יהודי גרמניה לחכמה ולהשכלה, מהות החכמה והשלמות ותכנית המאסף]. המאסף, ד', תקמ"ח, 14 עמ' בלתי ממוספרים בראש הכרך. [Vorwort zum 4. Jahrgang des Hame’assef, Jg. 4, 5548 [1787], 14 S., ohne Seitenzählung.]

11. אגרת כתבתיה לאחד מתלמידי בשמעי עליו כי הוא מתעצל בתורה וחכמה. המאסף, ד', כסלו תקמ"ח, עמ' ס"ה-ע"א. [Brief an den in der Tora und Wissenschaft faulen Schüler, Jg. 4, Kislew 5548 [Nov./Dez. 1787], S. 65–71.]

12. תולדות רבנו משה בן מנחם. המאסף, ד',שבט תקמ"ח, עמ' קי"ג-קמ"ד; אדר ב' תקמ"ח, עמ' קע"ז-ר"ח; אב תקמ"ח, עמ' של"ז-שס"ח; המאסף, ה',מרחשוון תקמ"ט, עמ' ל"ג-ס"ד. [Die Geschichte des Lebens unseres weisen Lehrers Moses Mendelssohn, Jg. 4, Schevat 5548 [Jan./Feb. 1788], S. 116–144; 2. Adar 5548 [März/April 1788], S. 177–208; Av 5548 [Aug./Sept. 1788], S. 337–368; Jg. 5, Cheschwan 5549 [Nov. 1788], S. 33–64.]

13. [הודעה על תכניתו להוציא לאור את ספר משלי עם תרגום וביאור]. המאסף, ד', ניסן תקמ"ח, עמ' ר"ם. [Bekanntmachung der Veröffentlichung des Buches Mischlej mit Übersetzung und Kom­mentar, Jg. 4, Nissan 5548 [April/Mai 1788], S. 240.]

14. [הודעה על הוצאה לאור של מורה נבוכים עם הפירוש גבעת המורה של שלמה מימון ופירוש של משה נורבוני, כולל פרק הדגמה ושמות המפיצים]. המאסף, ד', אייר תקמ"ח, עמ' רמ"א-רמ"ג. [Bekanntmachung der Veröffentlichung des More Nevuchim mit dem Kommentar Givat Hamore von Salomon Maimon, Jg. 4, Ijar 5548 [Mai/Juni 1788], S. 241–243.]

15. אגרות משלם בן אוריה האשתמועי. המאסף, ו', מרחשוון תק"ן, עמ' ל"ח-נ'; כסלו תק"ן, עמ' פ'-פ"ה; אדר תק"ן, עמ' קע"א-קע"ו; אייר תק"ן, עמ' רמ"ה-רמ"ט. [Briefe des Meschulam ben Uriah Haeschtemoi, Jg. 6, Cheschwan 5550 [Okt./Nov. 1789], S. 38–50; Kislew 5550 [Nov./Dez. 1789], S. 80–85; Adar 5550 [Feb./März 1790], S. 171–176; Ijar 5550 [April/Mai 1790], S. 245–249.]

16. נאכריכט [הודעה על הופעת ספר משלי בתרגום וביאור איצק אייכל]. המאסף, ו', אדר תק"ן, עמ' קפ"ט-ק"צ. [(anonym) Ankündigung von Euchels Buch Mischlej mit Übersetzung und Kommentar, Jg. 6, Adar 5550 [Feb./März 1790], S. 189–190.]

17. [ביקורת ספר שירי תפארת מאת נפתלי הירץ ויזל]. המאסף, ו', ניסן תק"ן, עמ' ר"י-רכ"א. [(anonym) Kritik zu Hartwig Wesselys Buch Schirej Tiferet, Jg. 6, Nissan 5550 [März/April 1790], S. 210–221.]

18. תפלה לרפוא [מארקוס הערץ, בתרגום איצק אייכל]. המאסף, ו', אייר תק"ן, עמ' רמ"ב-רמ"ה. [Gebet eines Arztes. Übersetzung von Isaac Euchel, Jg. 6, Ijar 5550 [April/Mai 1790], S. 242–245.]

19. [ביקורת ספר שירי תפארת מאת נפתלי הירץ ויזל]. המאסף, ו', אלאל תק"ן, עם' שנ"ז-שס"ב. [(anonym) Kritik zu Hartwig Wesselys Buch Schirej Tiferet, Jg. 6, Elul 5550 [Aug./Sept. 1790], S. 357–362.]

20. ספר הרפואות. המאסף, ז', תקמ"ד, עמ' צ"ב-צ"ה. [Buch der Heilung, Jg. 7, 5554 [1793/94], S. 92–95.]

21. איזט נאך דעם יידישן גזעטצע דאס איברנאכטן דער טאדטן ווירקליך פרבאטן?. המאסף, ז', תקנ"ד, עמ' שס"א-שצ"א. [Ist nach dem jüdischen Gesetze das Übernachten der Toten wirklich verboten?, Jg. 7, Ijar 5554 [Mai 1794], S. 261–291.]

 

Aus dem deutschsprachigen Zusatzheft zum Hame’assef, Der Sammler:

1. Antwort, des Herrn Euchel, im Namen der Gesellschaft [,] Herausgeber des Sammlers. / Isaac Abraham Euchel, I, 1, Januar 1784, S. 11–14.

2. Auszug eines Briefes von einem Juden an seinen Freund, einen Christen, I, 1 (Januar 1784), S. 15–18

3. Einige Briefe an Herrn I. A. Euchel, über Massora, Psalmen[-]Uebersetzung[en] u.s.w. [1. Teil], Jg. I, 2, September 1784, S. 12–24.

4. Fortsetzung der Briefe an Herrn I. A. Euchel, über Massora, Psalmen-Uebersetzungen u.s.w. [2. Teil], Jg. II, 2, October 1785, S. 1–27.

5. Anhang. [Fortsetzung der Briefe an Herrn I. A. Euchel, über Massora, Psalmen-Uebersetzungen u.s.w.] [3. Teil], Jg. II, 2, October 1785, S. 27–28.

6. Ankündigung eines kritisch-philosophisch-hebräischen Wörterbuchs. / [Isaac Abraham Euchel], Jg. III, 1, [1786], S. 3–7.

7. Wessely, Hartwig: Philosophische Erklärung der Worte אור und נגה und der ihnen entgegengesetzen Worte חשך und אפלה. / [Naphtali Herz Wessely], Jg. III, 1, [1786], S. 7–36. (Übersetzung und Anmerkungen)

8. Nacherinnerung. / [Isaac Abraham] Euchel, Jg. III, 1, [1786], S. 38.

9. Auszug aus einem Schreiben an Herrn I. A. Euchel, Jg. III, 1, [1786], S. 54–56.

10. Nachricht. / [Isaac Abraham] Euchel, Jg. III, 1, [1786], S. 56.

11. Ankündigung: Gebete der hochdeutschen und polnischen Juden, aus dem Hebräischen[,] übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Isaac Abraham Euchel. Auf Kosten des Verfassers, Königsberg 1786 bey D.E. Kanter, Königl. Hofbuchdrucker. [Rubrik „Neu herausgekommene Bücher“.], Jg. III, 2, October 1786, S. 15–16.

12. Ankündigung: Ueber wahre Fürsten-Grösse, in einer Gedächtniß-Predigt beym Absterben Sr. Königlichen Majestät Friedrich des Zweiten Königs von Preußen u. nach 1 Chron. 18, 8 gehalten in der hiesigen jüdischen Synagoge den 10. September 1786. von R. Ephraim Moses Heilboth. Zum Besten der Armen herausgegeben von Isaac Abraham Euchel. Königsberg 1786. bey D.E. Kanter, Königl. Hofbuchdrucker. [Rubrik „Neu herausgekommene Bücher“.], Jg. III, 2, October 1786, S. 16. 

Briefe

an Euchel

  • Joel Bril an Isaac Euchel vom 25. April 1784, in: המאסף : לשנת התקמ"ד, כולל שירים ומכתבים אשר נאספו ונקבצו יחד על ידי אנשי חברת דורשי לשון עבר בקאניגסבערג; יצא שנית לאור בהגהה מדויקת עם נוספות חדשות על ידי מאיר הלוי לעטעריס; וויען, י' קנאפפלמאכער, תרכ"ה. [Hame’assef. Der Sammler, Jahrbücher der hebräischen Literaturfreunde in Königsberg. Jahrgang 1784. 2. Ausg. von Dr. M. Letteris, Wien (Hohwarth) 1862.] (hebr.)
  • Schalom Hacohen vom 18. Aug. 1799: שלום לאדוני אוהבי היקר החכם הנודע וכו' [Friede dem geliebten und geschätzten Weisen, dem bekannten usw.] in: Schalom Hacohen: כתב יושר [Katav Joscher], Wien 1820. S. 95f. (hebr.)
  • Salomon Rosenthal von 1789/90, in: הצופה מארץ הדר [Der Beobachter aus dem Land Hagar], 5 (1921), S. 51. 

von Euchel

  • Dem dänischen König vom 21. Oktober 1784 (Handschrift), unpaginiert (12 S.), in: Landesarchiv Schleswig-Holstein, Acta A, XVIII, Nr. 439.
  • Joel Bril von Feb./März 1788: מכתב לאיש בריתי, רעי כאח לי, יואל ברי"ל בשלחי לו את מחברת הזאת. als Vorwort zur Mendelssohnbiographie, unpaginiert, 10 S. (hebr.)
  • Joel Bril von Feb. 1797, als Anschreiben in „Ist nach dem jüdischen Gesetze das Übernachten der Toten wirklich verboten?“, in: Hame’assef, VII, S. 261–266. (hebr.)
  • Schalom Hacohen vom 21. August 1799: שלום למיודעי איש משכיל וכו' [Friede meinem Freund, dem Maskil usw.] in: Schalom Hacohen: כתב יושר [Katav Joscher], Wien 1820. S. 95f. (hebr.) 

Unveröffentlichte Schriften

  • Anthropologie des Herrn Prof. Kant in Königsberg, 1782/83. Fundort Riga, Staatsbibliothek, RA 182, Nr. 4. 
  • Gemeinsames Gutachten von Friedländer, Euchel und Bendavid vom 9. Februar 1800, GStAPK, I. HA, Reß. 76III, Ministerium der Geistlichen-, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten. Geistliche und Unterrichts Abtheilung, Sekt. 1, Abt. XIIIa, Generalia 1, Sekten- und Juden-Sachen No. 1, Vol. I: Acta betreffend die Ver­besserung der bürgerlichen Verhältnisse der Juden, ihres Cultus und Schulwesens sowie die Errichtung neuer und die Erhaltung schon bestehender Synagogen, 1809–1812, Bl. 8–11.

Fußnoten

[1] Diese Schrift ist verschollen; vgl. Euchel: Brief an den dänischen König, S. 57f., bibliographische Angaben in Schmidt/Mehring: Neuestes gelehrtes Berlin, Bd. 1, S. 116.

[2] Diese Schrift ist verschollen.

[3] NNL 1188212.

Zitierhinweis: Andreas Kennecke: Isaac Abraham Euchel. Biographie und Bibliographie, in: haskala.net. Das online-Lexikon zur jüdischen Aufklärung / hg. von Christoph Schulte, URL<>, letzter Zugriff [Datum, Uhrzeit].