Why focus on gender?

Gender und intersektionale Perspektiven in der politischen Bildung

Inhalte

Interdependente Macht- und Ungleichheitsverhältnisse zwischen Geschlechtern werden gesellschaftlich wiederkehrend verhandelt. Gibt es also nicht dringlichere als Gender-Fragen, die sich die politische Bildung stellen sollte? Politische Bildung ist in einer komplexer werdenden Welt situiert. Probleme und Herausforderungen können oftmals nur noch kooperativ gelöst werden, gesellschaftliche Strukturen stehen jedoch in der Gefahr weiter auseinander zu driften. Technologische Entwicklungen schreiten voran, deren soziale Benefits und Risiken noch abgeschätzt werden wollen. Der Beitrag einer (kontroversen) Genderperspektive gerade zu diesen politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen ist bislang noch nicht genügend berücksichtigt worden. Vor dem Hintergrund individueller und gesellschaftlicher Transformationen bleibt die Rolle von Geschlechterfragen und Heteronormativität für die politische Bildung offen.

Die Tagung möchte den Raum für die Diskussion von zwei thematischen Schwerpunkten öffnen: Der erste Schwerpunkt liegt auf Problemstellungen rund um Gender und Heteronormativität, soll eine Einführung in aktuelle wissenschaftliche Auseinandersetzungen zum Thema geben und die Potenziale und Herausforderungen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und Bildungspraxis aufnehmen. Die zweite Schwerpunktsetzung sammelt Auseinandersetzungen zur intersektionalen Verwobenheit von Gender/Heteronormativität und anderen Differenzkategorien, die anschlussfähig an genderreflexive, rassismus- und antisemitismuskritische sowie inklusive Ansätze in der politischen Bildung sind.

In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilinstitut Bremen, und dem Lehrstuhl für Politische Bildung an der Universität Potsdam lädt die Arbeitsgruppe Politische Bildung und Gender der GPJE dazu ein, gemeinsam über die Frage “Why focus on gender?” zu diskutieren.

TAGUNGSÜBERSICHT

DONNERSTAG, 7. JULI 2022


ab 13:45 Uhr: Ankommen


14:15 Uhr: Eröffnung der Tagung

Grußworte von Prof. Dr. Uwe Schimank  (Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilinstitut Bremen), Christina Wolff (Universität Potsdam, Koordinationsbüro für Chancengleich-heit), Dr.in Luisa Girnus (Universität Potsdam, Lehrstuhl für Politische Bildung)

Prof.in Dr.in Daniela Grunow (Goethe-Universität Frankfurt)
Keynote: Konflikte um Gender und Sozialen Zusammenhalt in Zeiten des Wandels

 

16:30 Uhr: Vorträge

Dr.in Yvonne-Rebecca Ingler-Detken
Politikerinnen und ihre Überwindung der „Fremdheit in der Politik“

Olaf Stuve
Lernen über Männlichkeit(en)

Felix Prehm (online)
Geschlechterverhältnisse in der Politischen Bildung 1960 bis 1990

Jonathan Vogt
Geschlechterstereotype in Schulbüchern

Prof.in Dr. Stefanie Kessler 
Tagesabschluss


Ab 18:30 Uhr: Gemeinsame Abendgestaltung

 

FREITAG, 8. Juli 2022


09:00 Uhr: Workshops - fallen leider aus
Anne Liebeck von Respekt beginnt im Kopf; Educat Kollektiv


10:45 Uhr: Vorträge

Elia Scaramuzza (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) - fällt leider aus
Politische Bildung als Reflexion vergeschlechtlichter gesellschaftlicher Erfahrung und Wissens

Prof.in Dr.in Sophie Schmitt (Justus-Liebig-Universität Gießen)
Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der autoritären und extremen Rechten – Impulse für eine geschlechtersensible und -reflektierende politische Bildung

Annika Spahn (Universität Basel) - online
Der demokratische Beitrag von Homo-, Bi-, Trans- und Inter*freundlichkeit im Politikunterricht

Udo Dannemann (Universität Potsdam)
„Dirty Capitalism“  - Ein intersektionales Analysekonzept für die Politische Bildung?


12:15 Uhr: Mittagspause
 

13:15 Uhr: Workshops:
Sarah Rebecca Strömel (Universität Regensburg), William Funke (HSD Hochschule Döpfer) Race und Gender. Ein Planspiel zu Intersektionalität; N.N.


15:00 Uhr: Podiumsdiskussion – Why focus on gender? mit Prof.in em. Dr.in Sibylle Reinhardt (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof.in Dr.in Sophie Schmitt (Justus-Liebig-Universität Gießen), Nina Hackmann (Universität Potsdam, Koordinationsbüro für Chancen-gleichheit), Dr.in Susanne Offen (Leuphana Universität Lüneburg)


16:30 Uhr: Tagungsabschluss

Hier zum Download

Kontakt zum Organisationsteam:

Theresa Bechtel (bechtelidd.uni-hannoverde)

Dr.in Luisa Girnus (luisa.girnusuni-potsdamde)

Dr.in Julia Grün-Neuhof (juneuhofuni-bremende)

Felix Prehm (felix.prehmtu-dresdende)

Jonathan Vogt (jonathan-vogtstud.uni-frankfurtde)