Professur für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt

Hinweis

Das Sommersemester 2021 wird uniweit, coronabedingt ausschließlich online stattfinden.

Das Sekretariat ist weiterhin per Email erreichbar und in dieser Zeit  in Notpräsenz geöffnet.

Team
Foto: Kai Bublitz Fotoproduktion
Team der Professur

Die Professur ist der Militärgeschichte sowie der Kulturgeschichte der Gewalt gewidmet. Sie ist die einzige ihrer Art in Deutschland und ist ein zentraler Ort der Vernetzung von universitärer und außeruniversitärer Forschung zur Militärgeschichte, von verschiedenen methodischen Ansätzen dieses vielgestaltigen Faches sowie des Wissenstransfers im nationalen und internationalen Rahmen. Wir wollen dazu beitragen, Potsdam mit seiner Geschichte und seiner Zukunftsorientierung als Zentrum der interdisziplinären Militärforschung international sichtbarer zu machen.

Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit der Militärgeschichte und der Kulturgeschichte der Gewalt von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Untersucht werden die Gründe, Dynamiken und Folgen von gewaltsamen Konflikten auf der nationalen wie der internationalen Ebene. Über interdisziplinäre Zugänge analysiert der Lehrstuhl wie Staat, Gesellschaft und Streitkräfte interagieren. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert.

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Foto: Christian E. Rieck

The Association of Friends of the Chair of War Studies will again provide one full tuition scholarship for students of the MA in International War Studies covering the EU rate tuition fees at UCD.

The Association of Friends of the Chair of War Studies will provide an excellence award for the best student of our MA programmes in War and Conflict Studies and International War Studies.

Angesiedelt sind bei der Professur darüber hinaus zwei in Deutschland einzigartige Studiengänge im Masterbereich. Beide sind interdisziplinär, international und praxisorientiert angelegt: Der MA War and Conflict Studies ist ein Single Degree an der Universität Potsdam, in dem vorwiegend deutsche und europäische Studierende in Kleingruppen Geschichte und Gegenwart von Gewaltphänomenen erforschen. Der MA International War Studies ist ein Double Degree-Programm mit dem University College Dublin, das Studierenden die Möglichkeit bietet, sich stärker in der angelsächsischen Welt der War Studies zu vernetzen und sich vor allem an ein internationales Publikum richtet.

Beide Studiengänge verbindet die Ambition, das Kriegs- und Konfliktthema in Vergangenheit und Gegenwart aus einer Vielzahl an unterschiedlichen fachlichen und nationalen Perspektiven zu ergründen. Dabei sollen neben konkreten bewaffneten Konflikten die Wechselwirkungen beleuchtet werden, die zwischen Krieg und Gewalt, Sicherheit und Stabilität, Konflikt und Entwicklung existieren. Unser Lehrangebot bietet folglich eine breite Auswahl an Kursen aus der Geschichte, der Politikwissenschaft, der Soziologie und dem Völkerrecht: von Clausewitz zum Cyberkrieg.

Die Arbeit des Lehrstuhls profitiert dabei enorm von einer Vielzahl an Partnern, die in Potsdam selbst als auch im nahen Berlin angesiedelt sind. Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Partnern zählen das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ebenso wie das Bundesarchiv und dem dazugehörigen Militärarchiv. Auch zur Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) sowie zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik oder der hauseigenen Beratungsagentur der Bundeswehr bestehen gute Arbeitsverbindungen. Denkfabriken, politische Stiftungen und die Hauptstadtpresse unterstützen uns aktiv bei Lehrveranstaltungen und Praktika. Ausgezeichnete Verbindungen bestehen weiterhin zum Bundesministerium der Verteidigung, aber auch zum Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die sich dem Kriegs- und Konfliktthema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Die Internetpräsenz der Professur soll die ganze hier beschriebene thematische Breite der Arbeit des Lehrstuhls abbilden. Zögern Sie nicht, bei Interesse auf uns zuzukommen.

Reihe Krieg und Konflikt

Herausgegeben von Martin Clauss, Marian Füssel, Oliver Janz, Sönke Neitzel und Oliver Stoll

Die weltweite Präsenz militärischer Konflikte in gegenwärtigen Gesellschaften hat auch das Bewusstsein der historischen Forschung verändert, die sich intensiv mit Kriegen, gewaltsamen Konflikten und dem Militär auseinandersetzt. Die 2017 begründete Reihe „Krieg und Konflikt“ versammelt Studien von herausragender wissenschaftlicher Qualität zur „modernen Militärgeschichte“ und zur „Kulturgeschichte der Gewalt“. Methodisch breit angelegt, schließt die Reihe auch soziologische und politikwissenschaftliche Zugänge mit ein. Der zeitliche und räumliche Rahmen ist ebenso breit gesteckt: Er reicht von der Antike bis zur Zeitgeschichte und setzt globalgeschichtliche Schwerpunkte, um insbesondere der außereuropäischen Militär- und Gewaltgeschichte im deutschsprachigen Raum zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

12.07.2021: Webtalk:

"Deutsche Krieger" und demokratische Soldaten

Wie viel Kampf verträgt die Bundeswehr?

Darüber diskutieren Prof. Sönke Neitzel mit dem Kommandeur Zentrum Innere Führung, Generalmajor André Bodemann und dem FDP-Verteidigungspolitiker Alexander Müller MdB.

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06.07.2021

Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion 1941 und seine Folgen: Neue Dokumente, Perspektiven, Forschungsansätze.

Kolloquium der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen.

06.07.2021

Wolfgang Schäuble stellt das Buch „Deutsche Krieger“ vor

06.07.2021: Virtual Panel:

Reckonings and Forced Confrontations after the Holocaust

As part of the Death Marches: Evidence and Memory exhibition events series, we are pleased to announce a virtual panel of speakers who will discuss aspects of reckonings with the Holocaust in the immediate post-war period. Chaired by Dr Alex Kay (University of Potsdam), the panel will explore the disintegration of the camps system; ‘forced confrontations’ between Allied militaries and the German civilian population; post-war trials of perpetrators involved in the death marches; and the lives of Holocaust survivors in the aftermath of liberation.

This event on the website of the Wiener Holocaust Library: 

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02.06.2021

Vorstellung des Berichts der NATO-Reflektionsgruppe

21.05.2021: Kriege der Vergangenheit – Konflikte der Zukunft

Wie steht es um die Verantwortung der Wissenschaft?

Webtalk der Friedrich-Naumann-Stiftung mit unserem Experten Prof. Sönke Neitzel

Die Veranstaltung ist Teil des Seminars: Freiheit & Verantwortung der Wissenschaft in Kriegen und Konflikten. Mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung am gesamten Seminar finden Sie hier:

Link zur Anmeldung

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„Blutige Enthaltung. Deutschlands Rolle in der Syrienpolitik“

11.05.2021 „Blutige Enthaltung"

 Deutschlands Rolle in der Syrienpolitik

Am 11. Mai fand in digitalem Rahmen die Vorstellung des Buches „Blutige Enthaltung. Deutschlands Rolle in der Syrienpolitik“ von Prof. Dr. Sönke Neitzel und Dr. Bastian Matteo Scianna statt. Die durch den Förderverein unterstütze Veranstaltung konnte als Gäste zudem Botschafter Boris Ruge (Vize-Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz), Karina Mößbauer (BILD) und Dr. Patrick Oelze (Herder Verlag) begrüßen, und war durch eine rege Diskussion der über 130 Teilnehmer geprägt.

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09.04.2021: Christian E. Rieck im RSIS-Webinar

“A Pacific Turn? European Foreign and Security Policy towards Asia”

Christian E. Rieck sprach am 09.04.2021 als Teil der Webinar-Reihe zu Multilateralismusstudien des RSIS zum Thema Europäische Außen- und Sicherheitspolitik im Indo-Pazifik. Die S. Rajaratnam School of International Studies an der Nanyang Technological University ist eine der führenden Fakultäten für Internationale Beziehungen in Asien.

Das Seminar auf der Seite des RSIS

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25.03.2021: 10 Jahre ohne Wehrpflicht - Erlahmt die Streitkraft?

Vor zehn Jahren beendete der Freiherr von und zu Guttenberg die Wehrpflicht. Es folgte innerhalb nur eines halben Jahres die radikalste Reform der Bundeswehr.
Bis heute fragt man sich, ob das richtig war. Wie kommen Demokratie und Armee ohne Wehrpflicht zurecht?
Thomas Ihm diskutiert mit:
Hans-Peter Bartels, ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags
Prof. Sönke Neitzel, Militärhistoriker, Universität Potsdam
Prof. Michael Wolffsohn, Historiker und Publizist

Sendung vom Mi, 24.3.2021 17:05 Uhr, SWR2 Forum, SWR2

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25.03.2021

The Mid-Level Managers of the Holocaust