Professur für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt

Team
Foto: Kai Bublitz Fotoproduktion
Team der Professur

Die Professur ist der Militärgeschichte sowie der Kulturgeschichte der Gewalt gewidmet. Sie ist die einzige ihrer Art in Deutschland und ist ein zentraler Ort der Vernetzung von universitärer und außeruniversitärer Forschung zur Militärgeschichte, von verschiedenen methodischen Ansätzen dieses vielgestaltigen Faches sowie des Wissenstransfers im nationalen und internationalen Rahmen. Wir wollen dazu beitragen, Potsdam mit seiner Geschichte und seiner Zukunftsorientierung als Zentrum der interdisziplinären Militärforschung international sichtbarer zu machen.

Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit der Militärgeschichte und der Kulturgeschichte der Gewalt von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Untersucht werden die Gründe, Dynamiken und Folgen von gewaltsamen Konflikten auf der nationalen wie der internationalen Ebene. Über interdisziplinäre Zugänge analysiert der Lehrstuhl wie Staat, Gesellschaft und Streitkräfte interagieren. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert.

A New Cohort Goes Up:

Opening Ceremony of the Academic Year and Awards

The Chair of War Studies welcomed the incoming students of its MA programs in International War Studies (IWS) and War and Conflict Studies (WCS) on 14. Oktober 2022. Over 60 students, parents, partners and friends were in attendance. The ceremony opened the new academic year with the usual pomp and circumstance: Prof. Dr. Sönke Neitzel warmly welcomed the incoming students and bade farewell to the outgoing cohort. Prof. Dr. William Mulligan, Head of the School of History at University College Dublin which is UP’s partner university for the double degree in International War Studies, also send a short welcome message by video.

Ms. Irene Sánchez Cózar was awarded the Chair of War Studies’ annual prize for best graduate. It includes a ring inscribed with the year of graduation and a prize money of 500 EUR as a recognition of this exceptional accomplishment. Ms. Sánchez, an IWS veteran who had already won last year’s UP tuition scholarship for UCD, has graduated with the best grade average ever since the inception of the WCS program in 2015. In her acceptance speech, she impressed upon her fellow students the responsibility her generation bears for making the world a safer and better place by understanding war and conflict so that humanity might take away the right lessons from history so as not to repeat past mistakes that have unleashed the hounds of war.

For the first time, the Chair was able to award two scholarships of 7.000 EUR each to help pay for the tuition fees for the Dublin year UCD. The scholarships are awarded on a merit basis as well and were won by Mr. Lukas Joselewitsch and Ms. Sarah Westvik respectively, two outstanding IWS students. Professor Neitzel thanked the benefactors at the Association of Friends of the Chair of War Studies for their sustained commitment to the MA programs, which – among many other things – includes supporting promising IWS students through a scholarship. The second scholarship was made possible by a generous grant by the consulting firm PriceWaterhouseCoopers.

Prof. Dr. Ilse Wischer, Deputy Student Dean of the Faculty of Arts at the University of Potsdam, then hailed all outgoing students and presented each of them with a certificate of completion. She also read out the titles of the MA theses written in Potsdam and Dublin which showed the impressive range of academic interests our students bring to their programs.

The evening ended with snacks and sparkling wine on the terrace of the Communs, with magnificent views of the New Palace at sunset. We congratulate the awardees for their sustained efforts and academic excellence and wish all of our new students a great start into the university year. Welcome to UP!

Best Prize Speech Ms. Irene Sánchez Cózar, october 14th 2022 (pdf)

Angesiedelt sind bei der Professur darüber hinaus zwei in Deutschland einzigartige Studiengänge im Masterbereich FAQ. Beide sind interdisziplinär, international und praxisorientiert angelegt: Der MA War and Conflict Studies ist ein Single Degree an der Universität Potsdam, in dem vorwiegend deutsche und europäische Studierende in Kleingruppen Geschichte und Gegenwart von Gewaltphänomenen erforschen. Der MA International War Studies ist ein Double Degree-Programm mit dem University College Dublin, das Studierenden die Möglichkeit bietet, sich stärker in der angelsächsischen Welt der War Studies zu vernetzen und sich vor allem an ein internationales Publikum richtet.

Beide Studiengänge verbindet die Ambition, das Kriegs- und Konfliktthema in Vergangenheit und Gegenwart aus einer Vielzahl an unterschiedlichen fachlichen und nationalen Perspektiven zu ergründen. Dabei sollen neben konkreten bewaffneten Konflikten die Wechselwirkungen beleuchtet werden, die zwischen Krieg und Gewalt, Sicherheit und Stabilität, Konflikt und Entwicklung existieren. Unser Lehrangebot bietet folglich eine breite Auswahl an Kursen aus der Geschichte, der Politikwissenschaft, der Soziologie und dem Völkerrecht: von Clausewitz zum Cyberkrieg.

Die Arbeit des Lehrstuhls profitiert dabei enorm von einer Vielzahl an Partnern, die in Potsdam selbst als auch im nahen Berlin angesiedelt sind. Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Partnern zählen das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ebenso wie das Bundesarchiv und dem dazugehörigen Militärarchiv. Auch zur Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) sowie zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik oder der hauseigenen Beratungsagentur der Bundeswehr bestehen gute Arbeitsverbindungen. Denkfabriken, politische Stiftungen und die Hauptstadtpresse unterstützen uns aktiv bei Lehrveranstaltungen und Praktika. Ausgezeichnete Verbindungen bestehen weiterhin zum Bundesministerium der Verteidigung, aber auch zum Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die sich dem Kriegs- und Konfliktthema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Die Internetpräsenz der Professur soll die ganze hier beschriebene thematische Breite der Arbeit des Lehrstuhls abbilden. Zögern Sie nicht, bei Interesse auf uns zuzukommen.

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Foto: Christian E. Rieck

"Empire of Destruction" nun auch auf Italienisch

Alex Kays preisgekröntes Buch "Empire of Destruction: A History of Nazi Mass Killing", das 2021 beim Yale University Press erschienen ist, wurde nun auch in italienischer Übersetzung vom renommierten Verlag Einaudi in dessen Reihe "La Biblioteca" veröffentlicht.

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Europavorlesung an der Universität Belgrad

Christian E. Rieck hielt die diesjährige Europavorlesung an der Universität Belgrad, deren Juristische Fakultät ein Masterprogramm in Europäischer Integration durchführt. Er argumentierte, dass der Krieg in der Ukraine das politische Kapital und die finanziellen Ressourcen absorbieren werde, die zur Aufrechterhaltung der globalen strategischen Ambitionen der EU notwendig wären.

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Vortrag: „Ein wahres Chamäleon“

Anmerkungen zu Kriegsbegriff und -theorie des Carl von Clausewitz.


Apl. Prof. Dr. Christian Th. Müller (Universität Potsdam)
1. Dezember 2022
16.00-18.00
Hörsaal 1.11.0.09 (und Zoom)

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Flyer

Europas nuklearer Moment ist: jetzt, WELT. (16.08.2022)

Die WELT veröffentlichte einen Gastbeitrag von Christian E. Rieck zu einer möglichen "europäischen erweiterten Abschreckung", die sich auf eine europäische nukleare Teilhabe gründen müsste.

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Expertenkommentar zu Deutschlands Zögerlichkeit im Ukrainekrieg

Bastian Matteo Scianna hat in FOREIGN POLICY mit einem Koautor zusammen einen Kommentar veröffentlicht, der Berlins Bremsen nach Kanzler Scholz’ bahnbrechender Zeitenwende-Rede kritisiert, das jede der in der Rede gemachte Versprechen verwässert und dabei Freunde und Verbündete düpiert.

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Preis an Prof. Dr. Neitzel verliehen

Preis an Prof. Dr. Neitzel verliehen

Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ in der Kategorie „Bildung und Kultur“ verliehen.

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Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Aufarbeiten – Universität Potsdam und ZMSBw erforschen Afghanistaneinsatz

Die Universität Potsdam, vertreten durch den Lehrstuhl Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt, und das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) wollen gemeinsam die Einsatzgeschichte der Bundeswehr erforschen. Im Fokus der wissenschaftlichen Zusammenarbeit wird vor allem der 2021 beendete Afghanistaneinsatz stehen.

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Walter Mattner and the Murder of Jewish Infants by Alex Kay

19. Juli 2022, In: YaleBooks. Yale University Press Official London Blog.

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Ringvorlesung Krieg und Frieden im 19. Jahrhundert

11.07.2022 Sönke Neitzel: Das Kaiserreich und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges

(Digitale) Ringvorlesung an der Humboldt-Universität zu Berlin am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts

Flyer und Anmeldung

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Buenos Aires

Sektionsleitung auf der WISC-Konferenz 2022 in Buenos Aires

Christian E. Rieck leitete in Buenos Aires eine Sektion zum Thema „Kleinstaaten im Multilateralismus“. Die mehrtägige Flaggschiffkonferenz des World International Studies Committee (WISC) fand Ende Juni in der Katholischen Universität von Argentinien statt und richtet sich vor allem an Wissenschaftler aus dem Globalen Süden.

Sixth Global International Studies Conference

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