Professur für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt

Hinweis

Bis zum Semesterende, 31.  März 2021, finden Coronabedingt uniweit keine Präsenzveranstaltungen statt!

Das Sekretariat ist weiterhin per Email erreichbar und in dieser Zeit nur  in Notpräsenz geöffnet.

Team
Foto: Kai Bublitz Fotoproduktion
Team der Professur

Die Professur ist der Militärgeschichte sowie der Kulturgeschichte der Gewalt gewidmet. Sie ist die einzige ihrer Art in Deutschland und ist ein zentraler Ort der Vernetzung von universitärer und außeruniversitärer Forschung zur Militärgeschichte, von verschiedenen methodischen Ansätzen dieses vielgestaltigen Faches sowie des Wissenstransfers im nationalen und internationalen Rahmen. Wir wollen dazu beitragen, Potsdam mit seiner Geschichte und seiner Zukunftsorientierung als Zentrum der interdisziplinären Militärforschung international sichtbarer zu machen.

Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit der Militärgeschichte und der Kulturgeschichte der Gewalt von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Untersucht werden die Gründe, Dynamiken und Folgen von gewaltsamen Konflikten auf der nationalen wie der internationalen Ebene. Über interdisziplinäre Zugänge analysiert der Lehrstuhl wie Staat, Gesellschaft und Streitkräfte interagieren. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert.

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Foto: Christian E. Rieck

Angesiedelt sind bei der Professur darüber hinaus zwei in Deutschland einzigartige Studiengänge im Masterbereich. Beide sind interdisziplinär, international und praxisorientiert angelegt: Der MA War and Conflict Studies ist ein Single Degree an der Universität Potsdam, in dem vorwiegend deutsche und europäische Studierende in Kleingruppen Geschichte und Gegenwart von Gewaltphänomenen erforschen. Der MA International War Studies ist ein Double Degree-Programm mit dem University College Dublin, das Studierenden die Möglichkeit bietet, sich stärker in der angelsächsischen Welt der War Studies zu vernetzen und sich vor allem an ein internationales Publikum richtet.

Beide Studiengänge verbindet die Ambition, das Kriegs- und Konfliktthema in Vergangenheit und Gegenwart aus einer Vielzahl an unterschiedlichen fachlichen und nationalen Perspektiven zu ergründen. Dabei sollen neben konkreten bewaffneten Konflikten die Wechselwirkungen beleuchtet werden, die zwischen Krieg und Gewalt, Sicherheit und Stabilität, Konflikt und Entwicklung existieren. Unser Lehrangebot bietet folglich eine breite Auswahl an Kursen aus der Geschichte, der Politikwissenschaft, der Soziologie und dem Völkerrecht: von Clausewitz zum Cyberkrieg.

Die Arbeit des Lehrstuhls profitiert dabei enorm von einer Vielzahl an Partnern, die in Potsdam selbst als auch im nahen Berlin angesiedelt sind. Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Partnern zählen das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ebenso wie das Bundesarchiv und dem dazugehörigen Militärarchiv. Auch zur Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) sowie zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik oder der hauseigenen Beratungsagentur der Bundeswehr bestehen gute Arbeitsverbindungen. Denkfabriken, politische Stiftungen und die Hauptstadtpresse unterstützen uns aktiv bei Lehrveranstaltungen und Praktika. Ausgezeichnete Verbindungen bestehen weiterhin zum Bundesministerium der Verteidigung, aber auch zum Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die sich dem Kriegs- und Konfliktthema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Die Internetpräsenz der Professur soll die ganze hier beschriebene thematische Breite der Arbeit des Lehrstuhls abbilden. Zögern Sie nicht, bei Interesse auf uns zuzukommen.

Reihe Krieg und Konflikt

Herausgegeben von Martin Clauss, Marian Füssel, Oliver Janz, Sönke Neitzel und Oliver Stoll

Die weltweite Präsenz militärischer Konflikte in gegenwärtigen Gesellschaften hat auch das Bewusstsein der historischen Forschung verändert, die sich intensiv mit Kriegen, gewaltsamen Konflikten und dem Militär auseinandersetzt. Die 2017 begründete Reihe „Krieg und Konflikt“ versammelt Studien von herausragender wissenschaftlicher Qualität zur „modernen Militärgeschichte“ und zur „Kulturgeschichte der Gewalt“. Methodisch breit angelegt, schließt die Reihe auch soziologische und politikwissenschaftliche Zugänge mit ein. Der zeitliche und räumliche Rahmen ist ebenso breit gesteckt: Er reicht von der Antike bis zur Zeitgeschichte und setzt globalgeschichtliche Schwerpunkte, um insbesondere der außereuropäischen Militär- und Gewaltgeschichte im deutschsprachigen Raum zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

18.01.2020: Prof. Sönke Neitzel zu Gast bei #KASkonkret

Prof. Sönke Neitzel wird morgen am 19.01. um 18:00 Uhr zu Gast bei #KASkonkret sein. Anlässlich des 150. Jahrestags der deutschen Reichs­gründung von 1871 analysiert diese Folge die Entwicklung des deutschen Militärs vom Kaiserreich bis heute. Aus historisch nachvollziehbaren Gründen ist das Verhältnis der Deutschen zu ihrem Militär ambivalent. Wofür kämpfen wir? Gegen wen kämpfen wir? Warum kämpfen wir überhaupt?

#KASkonkret | Folge 33: Deutsche Krieger – Vom Kaiserreich zur Berliner Republik

29.10.2020: Neue Publikation zum Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee erschienen

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Bucheinband

01.12.2020: Sammelband zu Demografie und Völkermord im Ersten Weltkrieg

Zur Neuigkeit

13.11.2020: Vortrag von Alex Kay: Bildung und Forschung zum Holocaust

Auf der vom Holocaust Memorial Center in Budapest veranstalteten inter­na­tio­na­len Konferenz “Holocaust Memory: Recent Challenges in Research and Representation” (10.11.2020–11.11.2020) hat Alex Kay einen Vortrag über “Holocaust Research in Germany: Current Status and Future Challenges” gehalten.

Eintrag der Konferenz und Programm auf der Webseite des Holocaust Memorial Centers

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10.11.2020: Christian E. Rieck im RSIS-Webinar “Europe in the Indo-Pacific”

Christian E. Rieck has spoken at a webinar on Europe in the Indo-Pacific, organized by RSIS in Singapore on November 10, 2020. The S. Rajaratnam School of International Studies at Nanyang Technological University is one of Asia‘s leading schools of international relations.

RSIS Panel Webinar on “Europe in the Indo-Pacific: Middle Power Patchwork or a Common European Strategy?”

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Buchcover

29.10.2020: Neue Publikation zum Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee

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