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Professur für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt

Das Lehrstuhlteam Militärgeschichte rund um Professor Neitzel
Foto: Kai Bublitz
Das Team des Lehrstuhls für Militärgeschichte

Der Lehrstuhl als Gastgeber für die SHOW-Konferenz 2025

SHOW 2025 während des Conferencedinners
Foto: Louisa Scholten

Im November 2025 richtete der Lehrstuhl Militärgeschichte gemeinsam mit der Society of the History of War (Show) und dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) die jährliche Tagung der Show aus. Diese Veranstaltung war ein besonderes Highlight im Jahresprogramm des Lehrstuhls und wurde mit großer Sorgfalt vorbereitet. Vom 27. bis 28.11.2025 trafen hier unter dem Thema „Kulturen des Krieges und der Gewalt” über 170 Teilnehmende aus aller Welt in Potsdam zum fachlichen Austausch aufeinander. Die Show fördert einen interdisziplinären Dialog über die Geschichte und Durchführung von Kriegen, um deren tiefgreifende Auswirkungen auf Gesellschaft, Kultur und den historischen Wandel zu verstehen. Die Veranstaltung dient aber nicht nur dem Austausch neuer Forschungsergebnisse, sondern fördert auch ein globales Netzwerk von Expertinnen und Experten, die sich der Bewältigung der fortdauernden Herausforderungen widmen, die aus den Vermächtnissen von Krieg und Gewalt erwachsen. Ihre Konferenzen führte die Show unter anderem nach Amsterdam (2022), Lissabon (2023), Nikosia (2024); dieses Jahr waren die Universität Potsdam und das ZSMBW Gastgeber. Während der Veranstaltung liefen bis zu acht Panels gleichzeitig. Die Keynote Speech hielt Professor Beatrice de Graaf.
Der Auftakt erfolgte am 27.11. am ZSMBW. Am zweiten Tag kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Campus Am Neuen Palais der Iniversität Potsdam zusammen.
An beiden Tagen unterstützten engagierte Studierende des Lehrstuhls Militärgeschichte die Veranstaltung und sorgten so mit für einen reibungslosen Ablauf. 

Der Förderverein Militärgeschichte hat einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Veranstaltung geleistet, ohne den z.B. die vielgelobte gute Verpflegung während der Konferenz nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank! In Kombination mit der ebenso hervorragenden Bewirtung durch die Bundeswehr trug dies dazu bei, dass der Austausch in den Panels von morgens früh bis spät in den Abend in einer äußerst produktiven Atmosphäre stattfinden konnte. 
Die Teilnehmenden äußerten sich positiv über die Gastfreundlichkeit der Universität Potsdam sowie die Breite der angebotenen Panels.
Als Highlight wurde mehrfach das Conference Dinner mit seinem tollen 3-Gänge-Menü genannt, welches den Abschluss der Veranstaltung bildete. Daher möchten wir auch der Mensa am Neuen Palais herzlich danken.

 

SHOW 2025 während des Conferencedinners
Foto: Louisa Scholten

Feierlicher Semesterauftakt 2025

Foto: Louisa Scholten

Am 10. Oktober 2025 fand der diesjährige feierliche Semesterauftakt statt.
Begrüßt wurden die neuen Kohorten in den Masterstudiengängen MA War and Conflict Studies sowie MA International War Studies.
Verabschiedet wurden die Studierenden aus dem Jahrgang 2023/24. Dazu schloss sich wie jedes Jahr der International War Studies Jahrgang 2024/25 der Tradition an, sich auf die zweite Reise des Studiums, zum Studienjahr nach Dublin zu begeben.
Geehrt wurden auch die Absolventen des vergangenen Jahres. Die Absolventen nahmen mit Freude ihre Urkunden entgegen, eine Ehrung, die sie sich nach langer Arbeit an erfolgreichen Masterarbeiten aus unterschiedlichen Themenbereichen redlich verdient haben.

Eine besondere Ehrung mit dem Bestpreis, welcher jedes Jahr verliehen wird um die besonderen Leistungen der Studierenden anzuerkennen, erhielten dieses Jahr die Absolventen Paul Behne und Raphael Nicolai aus dem MA War Studies. Der Bestpreis ist mit der Verleihung eines Ehrenrings und einem Preisgeld von 500 EUR verbunden, die beide durch den Förderverein des Lehrstuhls Militärgeschichte gestiftet werden. 
Ebenfalls zu verdanken ist es der Großzügigkeit des Fördervereins, dass in diesem Jahr zwei Studierende der International War and Conflict Studies-Kohorte mit jeweils 9.000 Euro ausgezeichnet wurden.
Dieses Stipendium soll das zweite Studienjahr in Dublin finanzieren helfen. Anton Fuchs und Moritz Hohmann, erhielten diesmal diese besondere Ehrung, die ihnen hoffentlich einen guten Start in Dublin ermöglichen wird. Wir gucken gespannt auf Ihren Abschluss im nächsten Jahr.

Nach der Preisverleihung klang die Veranstaltung auf der schönen historischen Terrasse des Universitätsgebäudes mit Blick auf das Neue Palais in entspannter Atmosphäre aus. Bei einem Glas Wein oder einer Apfelschorle bot sich den neuen Studierenden die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen. Besonders wertvoll ist natürlich auch für den neuen Jahrgang der Austausch mit Absolventen der vorherigen Jahre und anderen geladenen Gästen.
Somit konnte der diesjährige Semesterauftakt erfolgreich in das neue Wintersemester 25/26 einläuten.

 

Die Bestpreise-Rede von Paul Behne finden Sie hier.

Foto: Louisa Scholten
Historisches Nebengebäude des Neuen Palais, in dem heute Teile der Universität Potsdam untergebracht sind
Foto: Ernst Kaczynski

Die Professur ist der Militärgeschichte sowie der Kulturgeschichte der Gewalt gewidmet. Sie ist die einzige ihrer Art in Deutschland und ist ein zentraler Ort der Vernetzung von universitärer und außeruniversitärer Forschung zur Militärgeschichte, von verschiedenen methodischen Ansätzen dieses vielgestaltigen Faches sowie des Wissenstransfers im nationalen und internationalen Rahmen. Wir wollen dazu beitragen, Potsdam mit seiner Geschichte und seiner Zukunftsorientierung als Zentrum der interdisziplinären Militärforschung international sichtbarer zu machen.

Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit der Militärgeschichte und der Kulturgeschichte der Gewalt von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Untersucht werden die Gründe, Dynamiken und Folgen von gewaltsamen Konflikten auf der nationalen wie der internationalen Ebene. Über interdisziplinäre Zugänge analysiert der Lehrstuhl wie Staat, Gesellschaft und Streitkräfte interagieren. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert.

Angesiedelt sind bei der Professur darüber hinaus zwei in Deutschland einzigartige Studiengänge im Masterbereich FAQ. Beide sind interdisziplinär, international und praxisorientiert angelegt: Der MA War and Conflict Studies ist ein Single Degree an der Universität Potsdam, in dem vorwiegend deutsche und europäische Studierende in Kleingruppen Geschichte und Gegenwart von Gewaltphänomenen erforschen. Der MA International War Studies ist ein Double Degree-Programm mit dem University College Dublin, das Studierenden die Möglichkeit bietet, sich stärker in der angelsächsischen Welt der War Studies zu vernetzen und sich vor allem an ein internationales Publikum richtet.

Beide Studiengänge verbindet die Ambition, das Kriegs- und Konfliktthema in Vergangenheit und Gegenwart aus einer Vielzahl an unterschiedlichen fachlichen und nationalen Perspektiven zu ergründen. Dabei sollen neben konkreten bewaffneten Konflikten die Wechselwirkungen beleuchtet werden, die zwischen Krieg und Gewalt, Sicherheit und Stabilität, Konflikt und Entwicklung existieren. Unser Lehrangebot bietet folglich eine breite Auswahl an Kursen aus der Geschichte, der Politikwissenschaft, der Soziologie und dem Völkerrecht: von Clausewitz zum Cyberkrieg.

Die Arbeit des Lehrstuhls profitiert dabei enorm von einer Vielzahl an Partnern, die in Potsdam selbst als auch im nahen Berlin angesiedelt sind. Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Partnern zählen das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ebenso wie das Bundesarchiv und dem dazugehörigen Militärarchiv. Auch zur Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) sowie zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik oder der hauseigenen Beratungsagentur der Bundeswehr bestehen gute Arbeitsverbindungen. Denkfabriken, politische Stiftungen und die Hauptstadtpresse unterstützen uns aktiv bei Lehrveranstaltungen und Praktika. Ausgezeichnete Verbindungen bestehen weiterhin zum Bundesministerium der Verteidigung, aber auch zum Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die sich dem Kriegs- und Konfliktthema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Die Internetpräsenz der Professur soll die ganze hier beschriebene thematische Breite der Arbeit des Lehrstuhls abbilden. Zögern Sie nicht, bei Interesse auf uns zuzukommen.

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Foto: Christian E. Rieck