GesDimS Logo in grüner Schrift auf weißem Hintergrund
Source: Florian Seidel

„GesDimS“ – Gesellschaftlich-demokratische Teilhabe als Dimension des Studienerfolgs ist ein BMBF-gefördertes Verbundprojekt der Universität Potsdam und des Instituts für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF). Das Projekt verfolgt zwei zentrale Forschungsfragen:

  1. Wie entwickelt sich die gesellschaftlich-demokratische Teilhabefähigkeit unter Studierenden im Studienverlauf?
  2. Wird die Entwicklung der gesellschaftlich-demokratischen Teilhabefähigkeit durch das Qualitätsmanagement der Hochschulen überprüft und gefördert?

Innerhalb des Verbundvorhabens befasst sich die Universität Potsdam mit der ersten Forschungsfrage, das HoF mit der Zweiten. Zur Untersuchung seine Forschungsfrage ergänzt die Universität Potsdam das bestehende Studierendenpanel um ein Fragemodul zur gesellschaftlich-demokratischen Teilhabefähigkeit. Geplant sind Befragungen zu drei Zeitpunkten. Zudem werden bildungsbiografische Interviews mit Studienabbrecher_innen und Absolvent_innen durchgeführt.
Befunde zur Entwicklung gesellschaftlich-demokratischen Teilhabefähigkeit im Studieverlauf sind noch rar, da die Beurteilung hochschulischer Leistungsfähigkeit in Studium und Lehre eher entlang ökonomisierender Effizienzkriterien erfolgt. Zwar korreliert höhere Bildung positiv sowohl mit politischem und gesellschaftlichem Engagement als auch mit den damit zusammenhängenden Einstellungen (politisches Interesse, pro-demokratische Werte, etc.), aber inwiefern diese Teilhabefähigkeiten durch das Studium gefördert werden, inwiefern sie bereits vor Studienbeginn vorhanden waren oder inwiefern durch eine (Teil-)akademisierung auch Studienabbrecher_innen an diesen Demokratisierungsprozessen teilhaben und inwiefern diese Entwicklung intentional durch die Hochschulen gefördert wird, ist weitgehend unerforscht. Vor dem Hintergrund von Entwicklungen wie dem Erstarken extremer Rechter und dem sinkenden Vertrauen in die Politik kommt der Bearbeitung solcher Fragestellungen besondere Relevanz zu.
 

Vorstellung des Projekts auf der BMBF-Transfertagung: "Viele Wege führen zum Erfolg"


Das Projekt wird gemeinsam von der Professur für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam (Prof. Dr. Ulrich Kohler), dem Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (Bereich Hochschulstudien) und dem HoF realisiert.
 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ulrich Kohler
Moira De Angelis
Dorothea Harles
Frank Niedermeier

Prof. Dr. Peer Pasternack
Sylvi Mauermeister
Robert Aust
Marco Hennig (WHK)

Kontakt: gesdimsuni-potsdamde

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PX21009A gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

blaues Logo der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät auf weißem Hintergrund
blaues Logo des HOF auf weißem Hintergund
Förderlogo BMBF