Neu ernannt

Das Bild zeigt Prof. Dr. Nanna Fuhrhop
Foto: Thomas Roese

Nanna Fuhrhop wurde zur W3-Professorin für Germanistische Linguistik/ Grammatik am Institut für Germanistik an der Philosophischen Fakultät ernannt.

Ihre Ernennung ist eine Rückkehr: Mit der Arbeit „Wortartige Zwischenfälle“ wurde Nanna Fuhrhop 2005 an der Universität Potsdam habilitiert. Seit 2007 war sie W3-Professorin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Begonnen hatte sie mit dem Studium der Allgemeinen und germanistischen Sprachwissenschaft, Literatur- und Bibliothekswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Stuttgart. Sie arbeitete anschließend am Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin (1994–1998). Promoviert wurde sie an der FU Berlin mit der Arbeit „Grenzfälle morphologischer Einheiten“ wie z.B. Fremdsuffixe und Fugenelemente. Nach der Promotion wechselte sie an die Universität Potsdam, forschte aber 2001 mit einem Postdoc-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Stony Brook, New York.

Die Forschungsinteressen von Fuhrhop sind wesentlich die Morphologie und die Graphematik (Schriftsystem) des Deutschen, aktuell mit Fokus auf die Interpunktion. Dabei lässt sie ihren Blick gerne weiter schweifen – so interessiert sie sich auch für die Schriftsysteme anderer Sprachen, die Vermittlung von Grammatik in der Schule und sprachliche Phänomene in der Literatur.

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Foto: Thomas Roese

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Foto: privat

Audrey Bürki Foschini wurde zur W2-Professorin für Psycho- und neurolinguistische Grundlagen der Sprachproduktion ernannt.

Audrey Bürki Foschini schloss 1999 ihr Studium der Logopädie an der Universität Neuenburg in der Schweiz ab und arbeitete neun Jahre lang als Logopädin. Sie erwarb 2005 einen Bachelor-Abschluss in Linguistik an der Universität Neuchâtel, 2007 einen Master-Abschluss in Phonetik und Phonologie an der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle und 2010 einen Doktortitel in Linguistik an der Universität Genf. Von 2011 bis 2016 arbeitete sie als „Maître-Assistante“ in Psycholinguistik sowie als Dozentin für Methodologie und Statistik an der Universität Genf. Sie absolvierte mehrere Forschungsaufenthalte, unter anderem an der University of York in Großbritannien und der Universität Aix-Marseille in Frankreich. Im Jahr 2016 wechselte sie als Nachwuchsgruppenleiterin an die Universität Potsdam. Im Jahr 2021 erhielt sie ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den kognitiven Prozessen, die der Sprachverarbeitung und dem Lernen zugrunde liegen und wie diese mit allgemeinen kognitiven Fähigkeiten (z.B. Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis) zusammenhängen. Sie hat sich auf Methoden und Statistik für die Kognitionswissenschaft spezialisiert.

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Foto: privat

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Foto: Leibniz-Institut für Wissensmedien

Katharina Scheiter wurde zur W3-Professorin für Digitale Bildung an der Humanwissenschaftlichen Fakultät am Department Erziehungswissenschaft ernannt. Die Professur wird durch die Hasso Plattner Foundation gefördert.

Katharina Scheiter studierte Psychologie an der Universität Göttingen und promovierte 2003 an der Universität Tübingen. 2009 wurde sie an die Universität Tübingen auf eine Professur für Empirische Lehr-Lernforschung berufen, die mit der Leitung einer Arbeitsgruppe am Leibniz-Institut für Wissensmedien verbunden war. Dort war sie unter anderem Mitantragstellerin der DFG-Forschungsgruppe „Analyse und Förderung effektiver Lehr-Lernprozesse“ sowie der im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Graduiertenschule und des Forschungsnetzwerks „Learning, Educational Achievement, and Life Course Development“, deren Ko-Sprecherin sie war. In ihrer Forschung beschäftigt sich Katharina Scheiter mit der Gestaltung lernwirksamer digitaler Lehr-Lernarrangements. Sie untersucht, welche Lernprozesse für eine erfolgreiche Nutzung digitaler Medien notwendig sind und wie diese instruktional unterstützt werden können. Scheiter interessiert, wie digitale Medien sinnvoll in den Unterricht eingebunden werden können und welche Kompetenzen Lehrkräfte hierfür aufweisen müssen.

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Foto: Leibniz-Institut für Wissensmedien

Das Bild zeigt Prof. Dr. Monika Wienfort. Das Foto ist von Thomas Roese.
Foto: Thomas Roese

Monika Wienfort wurde zur W2-Professorin für Brandenburgisch-Preußische Geschichte am Historischen Institut der Philosophischen Fakultät ernannt.

Wienfort studierte Geschichtswissenschaft, Soziologie und Germanistik an den Universitäten Bochum und Bielefeld. In Bielefeld wurde sie mit einer Arbeit zur Geschichte der Monarchie vom 17. bis zum 19. Jahrhundert promoviert. Die Habilitation erfolgte ebenfalls in Bielefeld mit einer Arbeit zur Geschichte der Patrimonialgerichtsbarkeit in Preußen 1770–1848/49. Sie lehrte und forschte u.a. an der Technischen Universität Berlin, der University of North Carolina at Chapel Hill und der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte Preußens. Besonders geht es um das Verhältnis von Monarchie und Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert. Außerdem stehen die Rechts- und Verfassungsgeschichte des 19. Jahrhunderts und die Ehe- und Familiengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. 

Die Professur trägt zum gemeinsamen Forschungszentrum „Research Center Sanssouci“ (RECS) bei, in dem die Universität Potsdam, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie die Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder in Forschung und Lehre zum brandenburgisch-preußischen Kulturerbe kooperieren.

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Foto: Thomas Roese

Das Bild zeigt Prof. Dr. Ilja Seržant. Das Foto ist privat
Foto: privat

Ilja Seržant  wurde zum W3-Professor für Slavistische Linguistik am Institut für Slavistik der Philosophischen Fakultät ernannt.

Ilja Seržant, geboren in Riga/Lettland, war zuvor Professor für Slavische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Historische Linguistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (2020–2022). 2011 wurde er an der Universität zu Köln zum „Kausativ im Tocharischen“ promoviert, 2012 folgte eine Promotion an der Universität Bergen/Norwegen. 2018 habilitierte er sich an der Universität zu Köln. „In der Welt gibt es etwa 7.000 Sprachen“, erläutert Seržant sein Forschungsgebiet. „Sie gehören unterschiedlichen Sprachfamilien an, unterscheiden sich gravierend in Bezug auf die Zahl der Sprecherinnen und Sprecher sowie auch auf die geographische Lage, Struktur und andere Eigenschaften. In meiner Forschung möchte ich zum Verständnis des Phänomens menschlicher Sprache beitragen.“ Welche Mechanismen sind für die Sprachveränderung verantwortlich? Welche sprachlichen Erscheinungen sind universell? Was passiert mit den benachbarten Sprachen, wie gleichen sie sich an einander an? Diese und andere Fragen erforscht der Linguist sowohl anhand von slavischen Sprachen als auch durch den Vergleich unterschiedlicher Sprachen weltweit.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Ilja Seržant. Das Foto ist privat
Foto: privat

Das Bild zeigt Prof. Dr. Martin Herold. Das Foto ist von GFZ.
Foto: GFZ

Martin Herold wurde zum W3-Professor für Fernerkundung an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät als gemeinsame Berufung mit dem Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) ernannt.

Martin Herold studierte Geographie an der Friedrich-Schiller Universität Jena (FSU Jena). Danach wechselte an die University of California in Santa Barbara und promovierte dort 2004 zu einem urbanen Monitoring- und Modellierungsthema. Während seiner anschließenden Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FSU Jena beschäftigte er sich der globalen Beobachtung von Landoberflächendynamiken und habilitierte sich im Jahr 2009. Im selben Jahr nahm er einen Ruf als „Full Professor of Geoinformation Science and Remote Sensing“ an der Wageningen Universität an und leitete dort das Laboratory for Geoinformation Science and Remote Sensing bis 2021. An der Universität Potsdam und dem GFZ wird er nun seinen Forschungsschwerpunkt in der Beobachtung und Bewertung der globalen Dynamik von Landoberflächen weiter vertiefen und sich in der Fernerkundungsausbildung am Institut für Geographie und Umweltwissenschaften aktiv einbringen. Herold leitet zudem die Sektion „Remote Sensing & Geoinformation“ am GFZ.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Martin Herold. Das Foto ist von GFZ.
Foto: GFZ

Das Bild zeigt Prof. Dr. Stefan Norra. Das Foto ist von C. Hau.
Foto: C. Hau

Stefan Norra wurde zum W3-Professor für Bodenkunde und Geoökologie am Institut für Umweltwissenschaften und Geographie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt.

Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind Bodenmineralogie/Bodenkunde, Aquatische Chemie, Umweltchemie, Stadtökologie und Habitatökologie. Seine Projekte führen ihn nach Ost- und Südasien (China, Vietnam, Indien) und neuerdings auch ins südliche Afrika. Aber auch über deutsche Ökosysteme forscht er.  Stefan Norra studierte an der Universität Karlsruhe (TH) Geoökologie und promovierte dort 2001. Zwischen Studium und Promotion arbeitete er für die damalige Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz) zur Stadtplanung in Sana’a im Jemen. Nach der Promotion war Stefan Norra am Institut für Geochemie und Lagerstättenkunde tätig und habilitierte sich 2008 über Urbane Geochemie am Karlsruher Institutes für Technologie (KIT), an dem er dann von 2009 bis 2013 das dortige Institut für Physische Geographie und Geoökologie leitete. Ab 2013 baute er dort die Arbeitsgruppe für Umweltmineralogie und Umweltsystemanalyse auf. Von 2011 bis 2019 war er Gast- und später Honorarprofessor an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und lehrte dort in den Fächern Bodenmineralogie und Stadtökologie. Derzeit ist Stefan Norra Sprecher der Commission 3.5 der International Union of Soil Science „Soil degradation control, remediation and reclamation“.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Stefan Norra. Das Foto ist von C. Hau.
Foto: C. Hau