Preise und Ehrungen
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Prof. Dr. Florian J. Schweigert wurde von der Universität Pécs in Ungarn mit dem PTE Award for Internationalization ausgezeichnet.
Die Universität würdigt damit Schweigerts Verdienste für die Internationalisierung im Rahmen der Etablierung des EDUC-Programms. Schweigert war von 2019 bis 2024 Präsident von EDUC, der European Digital UniverCity. Das Bündnis verbindet acht Universitäten in sieben europäischen Ländern und schafft einen internationalen Bildungs- und Forschungsraum für Studierende, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende. Der Fokus liegt dabei auf Digitalisierung, Inklusion, Mobilität und europäischer Zusammenarbeit, wobei die Universität Potsdam ist die koordinierende Hochschule von EDUC ist.
Florian Schweigert ist Inhaber des Lehrstuhls für Physiologie und Pathophysiologie der Ernährung und Vizepräsident für Internationales, Alumni und Fundraising an der Unversität Potsdam. Sein Forschungsschwerpunkt ist der Stoffwechsel von Mensch und Tier und die Funktion fettlöslicher Vitamine.
Sara M. Vallejo-Bernal wurde der Outstanding Student and PhD candidate Presentation (OSPP) Award 2025 verliehen.
Die Auszeichnung von der European Geosciences Union ehrt außerordentlich gute Poster von Studierenden und Doktorand*innen zu deren Forschungsprojekten. Vallejo-Bernal wurde für ihre Posterpräsentation mit dem Titel „Atmospheric Rivers as Interacting Elements of the Earth System: A Complexity Science Perspective” ausgezeichnet. In diesem visualisierte sie ihre Forschung dazu, wie Athmosphärische Flüsse – tausende von Kilometern lange Bänder von hochgesättigtem Wasserdampf in der Troposphäre – zu Starkregenereignissen und Erdrutschen beitragen.
Sara M. Vallejo-Bernal hat 2025 am Geowissenschaftlichen Institut der Universität Potsdam promoviert und ist aktuell Gastwissenschaftlerin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Postdoc am Institut für Erdsystemwissenschaft und Fernerkundung der Universität Leipzig.
Valeriya Denisova wurde mit dem Better World Award 2025 ausgezeichnet.
Der Preis wird jährlich von der Universitätsgesellschaft Potsdam e. V. und der Land Brandenburg Lotto GmbH vergeben und ist mit 3.333 Euro dotiert. Mit dem Better World Award werden junge Forschende geehrt, die mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gemeinschaft leisten. Denisova zeigte mit ihrer Masterarbeit, dass man die in der Nordsee vorkommende Alge „Ulva Compressa“ in einer salzhaltigen Grundwasserquelle in Brandenburg anbauen kann. Damit hat sie einen Beitrag Produktion alternativer Proteinquellen im Binnenland geleistet, die zudem Kohlendioxid bindet und kaum Fläche und kein Süßwasser verbraucht.
Die in Jekaterinburg geborene Valeriya Denisovas studierte Ernährungswissenschaft an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam. Die Masterarbeit ist im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts „food4future“ entstanden, das vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) e.V. koordiniert wird.
Prof. Dr. Thorsten Wagener wurde von der European Geosciences Union (EGU) die John Dalton-Medaille verliehen.
Die Medaille ist nach dem Englischen Naturforscher und Wegbereiter der modernen Chemie John Dalton benannt und wird für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Hydrologie verliehen. Die EGU ehrt Wagener damit für seine wegweisenden Beiträge zur Analyse hydrologischer Systeme und zur prozessbasierten Bewertung hydrologischer Modelle.
Thorsten Wagener studierte Bauingenieurwesen an der Universität Siegen und der Delft University of Technology in den Niederlanden. Nach Stationen an der University of Arizona (USA), der Pennsylvania State University (USA) und der University of Bristol (Großbritannien) ist er seit 2021 Alexander von Humboldt-Professor für die Analyse hydrologischer Systeme am Institut für Umweltwissenschaften und Geographie der Universität Potsdam.
Prof. Dr. Jiska Classen hat den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten.
Der mit 200.000 Euro dotierte Förderpreis wird in Anerkennung herausragender Leistungen an Wissenschaftler in einem frühen Karrierestadium vergeben und soll die Ausgezeichneten darin bestärken, ihren wissenschaftlichen Weg weiterzuverfolgen.
Classen befasst sich in ihrer Forschung mit Sicherheit und Datenschutz in mobilen und drahtlosen Anwendungen wie iOS, Android oder IoT-Geräten. Dabei deckt die Wissenschaftlerin mit ihrem Team gezielt Schwachstellen in verbreiteten Systemen auf und trägt dazu bei, diese besser abzusichern und die Balance zwischen Nutzbarkeit und Datenschutz zu optimieren. Seit 2025 ist Classen Professorin an der Digital Engineering Fakultät des HPI und der Uni Potsdam.
Prof. Dr. Axel Bronstert wurde mit dem Deutschen Hydrologiepreis 2026 der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft (DHG) ausgezeichnet.
Mit dem Deutschen Hydrologiepreis der DHG werden Personen ausgezeichnet, die durch ihr langjähriges Engagement in der hydrologischen Forschung und Lehre sowie durch herausragende Forschungsergebnisse die Hydrologie in Deutschland maßgeblich geprägt haben. Bronstert erforscht seit mehr als 20 Jahren die Auswirkungen von Klimawandel und menschlichen Eingriffen in den Wasserkreislauf und wie diese mit hydrologischen Extremen zusammenhängt.
Axel Bronstert promovierte 1994 an der Technischen Universität Karlsruhe und verbrachte anschließend Forschungsaufenthalte in Japan, Thailand und Australien. Er arbeitete ab 1995 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und war Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Berlin und der Freien Universität Berlin, bevor er im Jahr 2000 als Professor für Hydrologie und Klimatologie an die Universität Potsdam berufen wurde.
Dr. Haci Cevik wurde mit dem „Voltaire-Preis für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz“ 2026 ausgezeichnet.
Der von der Friede Springer geförderte und mit 5.000 Euro dotierte Voltaire-Preis wird jährlich an Forschende verliehen, die sich für die Freiheit der Wissenschaft und das Recht auf freie Meinungsäußerung einsetzen. Haci Cevik hat den Preis für seinen Einsatz für die marginalisierten kurdischen und syrischen Minderheiten in der Türkei bekommen. Mit der Auszeichnung wird auch sein Mut gewürdigt, diese Themen in einem politisch repressiven Kontext wie der Türkei öffentlich zu vertreten.
Dr. Haci Cevik hat in der Türkei Politikwissenschaft und Migrationsstudien studiert und befasst sich seither mit ethnischer Politik, Kurdistik, Diaspora-Bildung und den alltäglichen Dynamiken von Identität und Zugehörigkeit. Seinen Doktor machte Cevik an der Universität Potsdam. Aktuell ist er Postdoc an der Humboldt Universität zu Berlin.
Dr. Elisabeth Kaneza wurde durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Mit dem Bundesverdienstkreuz, der höchsten Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl vergibt, wurde Kaneza für ihr Engagement für Gleichberechtigung und Antirassismus, als auch ihre Resilienz auf ihrem persönlichen Weg, gewürdigt.
Nach ihrem Studium an der Universität Maastricht und der Alice Salomon Hochschule promovierte Sie an der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam zu den Rechten Schwarzer Menschen. 2013 gründete sie die Kaneza Foundation for Dialogue and Empowerment e.V. mit dem Ziel, gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten und einen Beitrag zur Förderung der Menschenrechte und Vielfalt in Deutschland zu leisten.
Dr. Joseph Whittingham hat den Dissertationspreis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin e.V.
Mit dem Preis wurde Wittingham für seine Doktorarbeit geehrt, in der er sich mit zwei grundlegenden Fragen der modernen extragalaktischen Astrophysik befasste: der Rolle magnetischer Felder bei der Verschmelzung von Scheibengalaxien sowie den physikalischen Prozessen, die zur Entstehung von Radio-Relikten in den äußeren Regionen von Galaxienhaufen führen. Beide Themen sind entscheidend für das Verständnis der Entwicklung kosmischer Strukturen.
Seine Dissertation fertigte er unter der Betreuung von Prof. Dr. Christoph Pfrommer am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) sowie an der Universität Potsdam an.
Prof. Dr. Isabelle Penning und Carolin Hammer haben den LeLa-Preis des Bundesverbands der Schülerlabore erhalten.
Der Verband würdigte damit die Arbeit des Lehr-Lernlabor inklusive Technische Bildung (LLiT), deren Initiatorin Isabelle Penning ist. Mit dem LLiT wurde eine Werkstatt geschaffen, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten ist. Zudem kann hier erforscht werden, wie sich Inklusion im Unterrichtsalltag praktisch umsetzen lässt. Der LeLa-Preis ist mit 40.000 Euro dotiert und ehrt jährlich die besten Lehr-Lernlabore Deutschlands.
Isabelle Penning ist seit 2021 Juniorprofessorin für Didaktik der ökonomisch-technischen Bildung im inklusiven Kontext, Förderschwerpunkt kognitive Entwicklung (Sekundarstufe I) an der Universität Potsdam. Carolin Hammer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin im LLiT.
Professor Dr. Adam Bodnar, LL.M. wurde mit der Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Unversität Potsdam gewürdigt.
Mit der Auszeichnung würdigte die Juristische Fakultät sowohl das wissenschaftliche Werk Bodnars auf den Gebieten der Grund- und Menschenrechte sowie des polnischen und vergleichenden Verfassungsrechts, als auch sein herausragendes Engagement für die Wahrung und Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit in Polen.
Adam Bodnar ist Professor für Rechtswissenschaft an der SWPS Universität Warschau, wo er zu Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Konstitutionalismus lehrt und forscht. 2023 ist er in den Senat der Republik Polen gewählt worden und ist Mitglied des Senatsausschusses für Auswanderung und Kontakte zu im Ausland lebenden Polen sowie des Senatsausschusses für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.
Professor Dr. Ralf Metzler wurde als gewähltes ausländisches Mitglied in die wissenschaftliche Akademie von Venedig, dem Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti aufgenommen.
Das Institutio Veneto di Scienze, Lettere ed Arti besteht aus einer naturwissenschaftlichen und einer geisteswissenschaftlichen Klasse. Mitglieder des Instituts setzen sich zusammen aus regulären, korrespondierenden und ausländischen Mitglied. Das Institut ernennt regelmäßig neue Mitglieder, die vom italienischen Kultusminister berufen werden.
Prof. Dr. Ralf Metzler studierte Physik an der Universität Ulm, wo er auch promovierte. Seit 2011 ist er Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam.
Professor Dr. Sylvie Paycha wurde in die Leibniz-Sozietät aufgenommen.
Die Wahl erfolgte in Anerkennung ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in einem breiten Spektrum mathematischer Disziplinen. Prof. Paycha hat sich zudem in der internationalen Wissenschaftsorganisation in vielfältiger Weise verdient gemacht, insbesondere durch Projektentwicklung, Drittmitteleinwerbung sowie durch ihre Mitwirkung in internationalen mathematischen Fachgesellschaften.
Dr. Johannes Gurke wurde mit dem Transferpreis geehrt.
Der Transferpreis wird jährlich im Rahmen des Neujahrsempfangs der Universität Potsdam verliehen. Die Universität Potsdam und die UP Transfer GmbH ehren damit Forschende, die sich für den Transfer von Wissen und Technologien in die Gesellschaft einsetzen.
Johannes Gurke befasst sich mit photochemischen Prozessen – chemischen Reaktionen unter der Einwirkung von Licht – und wie diese unter anderem in Hirnforschung, Neurochirurgie und bei der Entwicklung neuer Medikamente eingesetzt werden können. Er promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin, war Postdoktorand an der University of Cambridge, ist seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam und leitet aktuell die Forschungsgruppe „Angewandte Photochemie und 3D-Bioelektronik“.