Der Inspekteur des Heeres an der Universität Potsdam
Am 02.06.2026 fand an der Universität Potsdam eine Podiumsdiskussion mit Generalleutnant Dr. Christian Freuding, dem Inspekteur des Heeres statt. Unter dem Titel „Das neue Kriegsbild und die Folgen für die Bundeswehr“ diskutierte Freuding gemeinsam mit Dr. Hans-Peter Bartels, dem ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages und derzeitigen Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, über die drängendsten Herausforderungen für die Bundeswehr angesichts der angespannten Sicherheitslage in Europa.
Professor Sönke Neitzel führte in das Thema ein und moderierte die Veranstaltung, die gemeinsam von der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Lehrstuhl Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt organisiert wurde. Rund 280 Gäste wurden Zeugen eines spannenden und erkenntnisreichen Abends, der den Bogen von den Gründungsherausforderungen der Bundeswehr über ihre Profilveränderung nach 1990, die nachfolgenden Auslandseinsätze bis hin zur Veränderung des Lagebildes durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine spannte.
Hierbei wurde insbesondere über die akute Herausforderung des Aufwuchses der Bundeswehr und die daran anknüpfende Debatte um einen neuen Wehrdienst aber auch über die Rolle von hybrider Kriegsführung und den Einsatz von Drohnen debattiert. Sowohl Freuding als auch Bartels zeigten sich vorsichtig optimistisch, dass die jüngsten Entwicklungen innerhalb der Zivilgesellschaft, Politik sowie Bundeswehr einen positiven Trend zeitigen: Zwar brauche man Zeit, jedoch würden die wichtigsten Projekte entschlossen angegangen. Für die Universität Potsdam und den Lehrstuhl Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt war die Veranstaltung ein voller Erfolg, der einmal mehr zeigte, wie notwendig der Austausch zwischen Politik, ziviler Wissenschaft und Militär für die sicherheitspolitischen Debatten unserer Zeit ist.