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06.06.2019: Besuch des israelischen Botschafters

Foto: Bastian Matteo Scianna
Der Botschafter Israels in Deutschland, Jeremy Issacharoff, sprach vor Studenten der War and Conflict Studies über den Yom Kippur-Krieg und die Rolle Ägyptens im Nahen und Mittleren Osten.

Am 6. Juni 2019 sprach erneut der israelische Botschafter vor Studenten der War and Conflict Studies und führte mit ihnen einen intensiven Dialog zu Fragen einer Friedensordnung im Nahen Osten. Neben der historischen Dimension, persönlichen Erfahrungen und Ausblicken zeigte sich der Botschafter sehr interessiert an der Haltung junger Deutscher und plädierte für ein starkes Engagement Deutschlands für Frieden in der Region.

Botschafter Jeremy Issacharoff, der seit dem 29. August 2017 Israel in Deutschland vertritt, sprach über den Yom Kippur-Krieg von 1973 und ließ dabei auch persönliche Eindrücke aus jener Zeit einfließen. Er beschrieb nicht nur, wie der Überfall der arabischen Staaten in Israel damals und heute gesehen wurde, sondern ging in der Diskussion auch auf die Veränderungen im ägyptischen strategischen Denken ein. Issacharoff sah im ägyptischen Präsidenten Sadat einen aufgeklärten Politiker, der die Aussichtslosigkeit auch eines begrenzten, politischen Konflikts mit Israel gegen den Willen der Supermächte erkannte. Seine strategische Neuausrichtung der ägyptischen Israelpolitik gipfelte in den Friedensverträgen von Camp David im Jahre 1978, für die Sadat, der israelische Premierminister Begin und der US-amerikanische Präsident Carter den Nobelpreis erhielten – und nicht nur ein neues Kapitel israelisch-ägyptischer Kooperation eröffnete, sondern die Regionalmacht Ägypten auch dauerhaft zum amerikanischen Verbündeten im Nahen und Mittleren Osten gemacht habe. Unterstützt wurde dieser Besuch durch den Förderverein.

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