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Hinweise zur Suche von gefallenen sowie vermissten Angehörigen und militärischen Werdegängen von Angehörigen

Regelmäßig erreichen den Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt Anfragen, in denen es um den Verbleib von Angehörigen geht, die im Zweiten Weltkrieg – insbesondere an der Ostfront und gegen Kriegsende – mutmaßlich fielen oder seither als vermisst gelten. Auch erreichen den Lehrstuhl Anfragen zu militärischen Werdegängen/Lebensläufen von verstorbenen Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehörigen.

Wir können in diesen Fällen leider keine individuelle Beratung oder Auskunft geben. Auch führen wir keine entsprechenden Recherchen oder Auftragsarbeiten durch.

Es gibt jedoch mehrere Einrichtungen, die sich schwerpunktmäßig mit solchen Fragen befassen und Sie gerne (zumeist entgeltlich) bei Ihren Nachforschungen unterstützen. Untenstehend finden Sie eine Auswahl hilfreicher Behörden, Organisationen und Vereine im In- und Ausland. Die aufgeführten Einrichtungen haben informative und oft recht umfassende Internetangebote, die Sie unbedingt konsultieren sollten, bevor Sie Kontakt aufnehmen.

Seit einigen Jahren können auch Anfragen an fast alle genannten Behörden, Organisationen und Vereine über Webformulare oder als E-Mail gestellt werden, die Briefform ist nur noch in wenigen Ausnahmefällen nötig. Die erfahrungsgemäß wichtigste Einrichtung und empfohlene Erstanlaufstelle ist die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin.

Sollten Sie in unserer Übersicht Fehler oder veraltete Angaben finden oder weitere wichtige Anlaufstellen für Nachforschungen solcher Art kennen, bitten wir Sie, uns per E-Mail (an Heiko Brendel) auf diese hinzuweisen. Besten Dank!

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Alphabetische Übersicht relevanter öffentlicher und privater Einrichtungen


Bundesarchiv-Militärarchiv

Das Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau ist eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um die Personalakten von Offizieren und Beamten der Wehrmacht geht. Auch finden sich hier Unterlagen zur Verleihung von Orden und Ehrenzeichen sowie zur Wehrmachtsgerichtsbarkeit. Da das Archivgut der Kriegsmarine gut erhalten ist, bietet sich das Bundesarchiv-Militärarchiv insbesondere an, wenn Informationen über Marineangehörige gesucht werden.

Bundesarchiv-Militärarchiv
Wiesentalstraße 10
79115 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Telefon:+49 761 47817 0
Telefax:+49 761 47817 900
E-Mail:militaerarchiv@bundesarchiv.de
Web:bundesarchiv.de

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Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht

Finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), ist die WASt die mit Abstand wichtigste Anlaufstelle für alle, die deutsche Gefallene und Vermisste aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges suchen. Alle relevanten Informationen finden sich auf der Webseite der WASt. Bei der WASt erhält man den militärischen Lebenslauf des Soldaten für den Zweiten Weltkrieg und weitere Informationen. Die Bearbeitungszeit dauert oft mehrere Monate und manchmal auch ein Jahr oder länger.

Deutsche Dienststelle (WASt)
Eichborndamm 179
13403 Berlin
Deutschland

Telefon:+49 30 41904 0
Telefax:+49 30 41904 100
Web:dd-wast.de

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Sonderarchiv Moskau der Föderalstaatlichen Einrichtung „Russisches Staatliches Militärarchiv“ (Федеральное казенное учреждение „Российский государственный военный архив“ (РГВА/RGWA))

Jeder, der nach einem Angehörigen sucht, der an der Ostfront vermisst wird oder in sowjetische Gefangenschaft geraten sein könnte, sollte auch eine Anfrage an das „Sonderarchiv Moskau“ stellen, das Teil des RGWA ist. Dies gilt auch für die Suche nach vermissten Zivilpersonen. Beachten Sie bitte, dass die Sachbearbeitung auf Russisch erfolgt, Sie also Übersetzungskosten einkalkulieren sollten.

Российский государственный военный архив
125212, г. Москва
ул. Адмирала Макарова, 29
Российская Федерация/Russische Föderation

Telefon:+8 499 1598091
Telefax:+8 499 1598504
E-Mail:rgva_rfmailru
Web:rgvarchive.ru

Deutschsprachige Informationen zum Sonderarchiv Moskau des RGWA finden sich auf der privaten Webseite sonderarchiv.de.

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Suchdienst München des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von großer Bedeutung, trägt der DRK-Suchdienst in München noch heute dazu bei, Einzelschicksale aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu klären. Die Datenbanken des DRK wachsen stetig, da immer wieder neue Erkenntnisse insbesondere aus den Archiven der Nachfolgestaaten der Sowjetunion gewonnen werden.

DRK-Suchdienst
Standort München
Chiemgaustraße 109
81549 München
Deutschland

Telefon:+49 89 68 07 73-0
Telefax:+49 89 68 07 4592
E-Mail:infodrk-suchdienstde
Web:drk-suchdienst.org

Besonders verwiesen werden soll an dieser Stelle auf die Onlinerecherche der Vermisstenbildlisten „VBL“ des DRK-Suchdienstes.

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Verein zur Klärung von Schicksalen Vermißter und Gefallener e. V. (VKSVG)

Der VKSVG e. V. sucht nicht selbst, sondern hat das Ziel, andere Stellen bei der Vermisstenforschung und Gefallenenbergung zu unterstützen und zur Vernetzung in diesem Feld beizutragen. Der Verein ist für seine enge Zusammenarbeit mit Traditionsverbänden bekannt und kann wertvolle Tipps und weitere Hinweise geben – insbesondere, wenn alle anderen Rechercheversuche gescheitert sind.

VKSVG e. V.
Bodelschwinghstraße 32
75031 Eppingen
Deutschland

Telefax:+49 7262 912361
E-Mail:infovolksbundde
Web:vksvg.eu

Besonders verwiesen sei auf das „Vermisstenforum“ des Vereins.

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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (Volksbund)

Der Volksbund widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Er betreut Angehörige in allen entsprechenden Fragen der Kriegsgräberfürsorge und berät öffentliche und private Stellen.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Werner-Hilpert-Straße 2
34117 Kassel
Deutschland

Telefon:+49 561 7009-0
Telefax:+49 561 7009-221
E-Mail:infovolksbundde
Web:volksbund.de

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