Dokumentieren, vernetzen, sichtbar machen: Projekte zu Lehrkonzepten und ein Aufruf zur Mitarbeit

Gute Lehre kommt in den seltensten Fällen direkt aus dem hochschul- und/oder mediendidaktischen Methodenkoffer, sondern wird durch Lehrende vor dem Hintergrund ihrer je eigenen Arbeitsfelder, den spezifischen Herausforderungen sowie der im Lehralltag gemachten Praxiserfahrungen (weiter-)entwickelt. Die drei hier vorgestellten Projekte sind von diesem Grundgedanken getrage

Lehrideen vernetzen

Durch eine Publikumsabstimmung erhielt das Projekt „Lehrideen vernetzen“ der Hochschule Mainz und Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf der letztjährigen Tagung „Bildungsräume 2017“ den Best-Poster-Award. Bereits vor Beginn der ersten Testphase der Online-Plattform wurde so der Bedarf an Vernetzung von und Austausch über gute Konzepte für die Hochschullehre deutlich. Die zunächst nur für die beiden Mainzer Hochschulen offene Plattform will den Austausch zwischen Lehrenden über innovative Lehrideen und mediendidaktische Modelle fördern. Dazu können praktische Lösungen und Konzepte für Herausforderungen in der Lehre in Form von Übersichtsseiten auf der Plattform angelegt und Themenbereichen zugeordnet werden. Neben einer Kurzbeschreibung sind im Steckbriefformat Informationen zu Rahmenbedingungen, Themen, Inhalten, Methoden oder Ressourcen für die Lehridee zu finden. Zudem setzt sich parallel zu den Nutzer*innen-Einträgen eine Redaktion mit konkreten didaktischen Themen auseinander und bietet komprimiert Lösungen an. Über die Kontaktaufnahme auf der Plattform hinaus will das Projekt auch zu gegenseitiger Hospitation, gemeinsamen Workshops oder kollegialem Mentoring anregen.

Die unter https://www.lehrideen-vernetzen.de/ erreichbare Plattform soll nach einer ersten Testphase auch für andere Hochschulen geöffnet werden.

Digital Learning Map 2020 - Machen Sie mit!

Das Hochschulforum Digitalisierung verfolgt bereits seit März 2017 in enger Zusammenarbeit mit e-teaching.org im Projekt Digital Learning Map 2020 ein ähnliches Ziel. Neben der Analyse (inter-)nationaler Studien zu Gelingensbedingungen digital unterstützter Hochschullehre und der darauf basierenden Entwicklung eines Rahmenmodells relevanter psychologischer Prozesse soll eine Datenbank entstehen. Sie soll „Projekte, Initiativen und Produkte digitaler Hochschullehre“ auflisten und „den Austausch von Praxisbeispielen erleichtern und eine stärkere Vernetzung der Akteure ermöglichen“. Hinzu kommt ein Benchmark-Tool, das insbesondere Entscheider*innen nützliche Hinweise zur strategischen Entwicklung im Bereich der Digitalisierung von Hochschullehre liefern soll.

Der Bereich Lehre und Medien im ZfQ ermuntert Lehrende der Universität Potsdam ausdrücklich, sich mit Ihrer Lehridee oder einem Best-Practice-Beispiel zu beteiligen. Nutzen Sie dazu das Eingabeformular Eingabeformular (PDF) und senden es ausgefüllt an learningmaphochschulforumorg. In diesem Fall wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns kurz über Ihre Mitwirkung an Datenbank in Kenntnis setzen. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Verschriftlichung und Einreichung des Szenarios (lehre.medienuni-potsdamde).

Patterpool.de

Das Verbundprojekt des Hamburger Zentrums für Universitäres Lehren und Lernen und der Hochschule Emden/Leer (CampusDidaktik) nutzt den aus der Architektur stammenden Pattern-Ansatz dazu, erprobte didaktischer Entwurfsmuster und Lösungsarrangements zu sammeln und fach- und hochschulübergreifend zu teilen. Auf der wordpress-basierten Plattform OPTion (Open Pattern Tool for Higher Education Research and Practice) können angemeldete Nutzer*innen unter Berücksichtigung einheitlicher Kriterien ihre Lehr-Lernarrangements strukturiert beschreiben und miteinander teilen. Das Projekt sieht neben der Zurverfügungstellung von Patterns als Open Content auch das Open Research-Prinzip hinsichtlich der „Ordnung sowie auch Analyse von didaktischen Lösungsarrangements“ bzw. dessen Ermöglichung als eine seiner Aufgaben.

Unter www.patternpool.de können sich Interessierte kostenlos anmelden und die bereits existierenden Patterns durch eigene erprobte Beispiele erweitern.