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Die 1. Förderphase des Universitätskollegs

Das Projekt Universitätskolleg wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und befindet sich nunmehr in der zweiten Förderphase. In der ersten Förderphase standen dem Projekt Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, die im Förderzeitraum 2016-2018 die Umsetzung der folgenden Teilprojekte ermöglichten. Die Angebote erstreckten sich auf die Studienorientierung, die Studienvorphase und den Studienbeginn: 


Koordination und Vernetzung der Studieneingangsphase

Das Ziel des Projekts „Universitätskolleg“ in der ersten Förderphase war es, an der Universität Potsdam eine Koordinationsstruktur zu allen Angelegenheiten der Studienvorphase und der Studieneingangsphase zu etablieren und als Netzwerker die relevanten Akteure miteinander in Austausch zu bringen. Um die Qualität und Reichweite der Studieneingangsphase nachhaltig und effizient zu verbessern, wurde deren Entwicklung zusätzlich zu bereits existierenden Instrumenten wissenschaftlich begleitet und ausgewählte Angebote regelmäßig überprüft. Dazu wurden qualitative und quantitative Erhebungsverfahren angewendet.

Eine weitere Aufgabe der Koordination lag in der didaktischen Verzahnung von Online- und Präsenzangeboten. Dazu ist unter anderem die Erstellung einer zentralen Webseite zu zählen, auf der die Vielzahl der universitären Angebote zielgruppenspezifisch und phasenübergreifend zugänglich gemacht wurde. Insgesamt sollte die Optimierung der Studieneingangsphase zum einen darauf abzielen, die soziale und kompetenzbezogene Adaptionsleistung der Studierenden an die spezifischen Anforderungen des Studiums zu unterstützen. Zum anderen soll die Studieneingangsphase so gestaltet werden, dass sie sich den Bedürfnissen der heterogenen Studierendenschaft anpasst, ohne an der Qualität der Ausbildung Abstriche vorzunehmen.
Im Bereich der didaktischen Verzahnung von Online- und Präsenzangeboten hat die Koordination einen wesentlichen Beitrag bei der Entwicklung eines Blended Learning-Formats für einen Brückenkurs Mathematik geleistet sowie die zentrale Webseite zum vollständigen Studienangebot in der Studieneingangsphase in Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Studienangelegenheiten der Universität Potsdam erarbeitet.


Studienorientierung

Online Self-Assesments

Mit der Einführung von Online-Self-Assessments (OSA) an der Universität Potsdam soll Studieninteressenten noch vor der Bewerbung die Möglichkeit gegeben werden, ihre individuellen Interessen, Fähigkeiten, Erwartungen, Persönlichkeitseigenschaften und ihr Vorwissen mit dem Anforderungsprofil eines Studiengangs abzugleichen. So soll langfristig über eine erhöhte Passung zwischen Studierenden und dem jeweiligen Studiengang die Studienzufriedenheit und -identifikation erhöht sowie die Abbruchquote gesenkt werden.
In der ersten Förderphase konnten die OSA für die Studiengänge Ernährungswissenschaft und Rechtswissenschaft online gestellt und können von Studieninteressierten als Instrument der Studienorientierung genutzt werden.
Weitere OSA für die Studiengänge Germanistik und Wirtschaftsinformatik sowie das Lehramt konnten in der Entwicklung so weit vorangetrieben werden, dass mit einer zeitnahen Bereitstellung für Studieninteressierte zu rechnen ist.

Studienberatung, insb. für beruflich Qualifizierte

Für beruflich qualifizierte Studieninteressierte und Studierende bietet die Zentrale Studienberatung eine zielgruppenspezifische und persönliche Beratung bzw. Unterstützung an. Hier erhielten die Ratsuchenden Informationen über die Möglichkeiten des Hochschulzugangs, über den Ablauf von Bewerbungsverfahren, Hinweise zum Feststellungs- und Immatrikulationsverfahren, die Anforderungen des Studiums, sowie Beratung zur Studienorganisation und -finanzierung. Neben der wöchentlich angebotenen offenen Sprechstunde, können nach individueller Terminabsprache die Gespräche bei Bedarf auch in Online Chats, in sozialen Netzwerken oder am Telefon auch außerhalb der behördlichen Sprechzeiten geführt werden.

Die Zentrale Studienberatung griff in ihrem Angebot existierende Strukturen des Beratungsumfeldes der Universität Potsdam auf und entwickelte sie konzeptionell im Rahmen des Universitätskollegs weiter. Auch wurden zielgruppenspezifische Informationsangebote z. B. im Rahmen des „Schnupperstudiums“ und des „Hochschulinformationstages“ oder innerhalb neuer Konzepte wie „Bachelor und dann …?“ angeboten.

 

 


Studienvorphase

Blended Learning für Brückenkurs Mathematik

An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wurden bereits Brückenkurse in Mathematik zur Vorbereitung auf das Studium der Biowissenschaften, der Chemie, der Ernährungswissenschaft, der Geowissenschaften, der Geoökologie, der Mathematik und der Physik angeboten. Der in diesem Teilprojekt angebotene Brückenkurs wurde im Rahmen des Universitätskollegs durch zusätzliche onlinegestützte Lernformate optimiert und erweitert. Mit der webbasierten medialen Unterstützung sollen die Studierenden von Anfang an im Umgang mit Online-Medien geschult werden.

Ziel ist es, den Studierenden in Moodle unterschiedliche Selbstlernangebote bereit zu stellen, um damit ihre Selbstlernkompetenzen zu fördern. Außerdem ermöglichen die Onlinetests zu Beginn und am Ende des Kurses den Studierenden, ihre eigenen mathematischen Fähigkeiten zu überprüfen und auf Grundlage des Feedbacks den weiteren Lernprozess zu planen.

Brückenkurs Mathematik für informatiknahe Studiengänge

Im Brückenkurs Mathematik für informatiknahe Studiengänge wurde insbesondere das Problemlösekompetenztraining in den Fokus gestellt. Diese Kompetenz wird anhand formal mathematischer Inhalte geübt, um technische Aspekte der Informatik in den Hintergrund zu rücken und insbesondere Frauen auf diesem Weg speziell zu fördern.

Mögliche Arbeitsmethoden und Lösungsstrategien werden zu Beginn transparent gemacht und mittels ausgewählter Aufgaben zunächst exemplarisch und dann in kleinen Gruppen geübt. Weiter wurden individuelle und allgemeine Feedbacks während dieser Phasen gegeben sowie mögliche Lösungswege präsentiert.


Studienbeginn

MentoringBQ - Von der Praxis ins Studium

Das Teilprojekt an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät umfasste ein zweisemestriges Unterstützungsangebot für Studienanfängerinnen und -anfänger mit beruflicher Qualifikation. Es soll die Studierzufriedenheit erhöhen und die Abbruchquote verringern.

Das Konzept des Projektes sieht ein auf die Zielgruppe zugeschnittenes Mentoring-Konzept in Form eines Gruppen-Mentorings, die Entwicklung von Lernmaterialien (z. B. die Entwicklung eines Moodle-Kurses), die Durchführung von Präsenzveranstaltungen, die Erarbeitung eines Feedbackinstruments, eine Sprechstunde der Mentorin inkl. Feedback- und Beratungsgesprächen sowie im späteren Projektverlauf die Ausbildung von ehemaligen Teilnehmenden als zukünftige Mentorinnen und Mentoren vor.

Berufsorientierung für Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler

Ziel des Teilprojektes war es, die Studierenden der Geisteswissenschaften für das Thema berufliche Orientierung zu sensibilisieren, ihnen Perspektiven aufzuzeigen und Möglichkeiten für Praxiseinblicke zu schaffen. Das Projekt soll auf diese Weise zu einer höheren Motivation beitragen, das Studium abzuschließen. Zunächst ging es vorrangig um die Bekanntmachung des Projektes und um den Austausch mit Fachvertretungen und Fachschaften der Philosophischen Fakultät.

Der Austausch und die Zusammenarbeit in der Philosophischen Fakultät ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Gemeinsam mit dem Studieneingangskoordinator und den Studienabschlussberaterinnen und -beratern der Fakultät wurde eine Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Studieneingangsphase an der Philosophischen Fakultät gegründet. Darüber hinaus fanden regelmäßige Treffen mit der Studiendekanin und dem Referenten für Studium und Lehre statt. Durch diese Vernetzung können Angebote optimal abgestimmt und weiterentwickelt werden. Ein Resultat der Arbeitsgruppe war die gemeinsame Planung und Durchführung eines Master-Forums im Sommersemester 2018 sowie ein Orientierungsangebot für Bachelorstudierende und Masterstudierende im ersten Semester im Wintersemester 2018/19. Diese Veranstaltungsformate trugen dazu bei, die Studierenden bereits zu Beginn ihres Studiums für die Abschluss- und Berufsorientierung zu sensibilisieren und sie auf die verschiedenen Angebote aufmerksam zu machen.

Wissenschaftliches Englisch für Studierende in den Fächern Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft und Psychologie

Wissenschaftliche Originalarbeiten, mit denen in den fachspezifischen Lehrveranstaltungen bereits in den ersten Semestern gearbeitet wird, werden überwiegend in internationalen, englischsprachigen Journals und Lehrbüchern publiziert. Wenige Erstsemester bringen die notwendigen Englischkompetenzen mit, um mit solchen Texten zu arbeiten. Das Angebot „Wissenschaftliches Englisch für Studierende in den Humanwissenschaften“ richtete sich an Studierende im Lehramt, in der Erziehungswissenschaft und in der Psychologie.

Ziel des Angebots war es, diesen Studierenden eine wissenschaftssprachliche Grundkompetenz in Englisch zu vermitteln, damit sie früh im Studienverlauf relevante englischsprachige Texte und Audiobeiträge verstehen können.


Mit der Verlängerung der Projektförderung bis März 2021 stehen dem Universitätskolleg erneut 1,8 Millionen Euro aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Weiterentwicklung der Studieneingangsphase an der Universität Potsdam zur Verfügung. Dabei sollen bewährte Teilprojekte fortgeführt und neue Formate etabliert werden. Einen Überblick über die aktuellen Teilprojekte finden Sie hier.