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The Future of Global History

Wissenschaftskolleg zu Berlin, April 2026

Die Globalgeschichte hat sich als einer der am meisten diskutierten Ansätze zum Verständnis der Vergangenheit etabliert. Sie hinterfragt überlieferte Grenzen – nationale, regionale und kontinentale –, indem sie Vergleiche in den Vordergrund rückt, Verbindungen aufzeigt und vor allem Momente der Entkopplung aufzeigt, die teleologische Interpretationen einer zunehmenden Integration ins Wanken bringen.

Doch die Globalgeschichte entfaltet sich vor dem Hintergrund einer sich wandelnden politischen Landschaft. Das Wiederaufleben des Nationalismus, die Dominanz einer auf Persönlichkeiten ausgerichteten Machtpolitik und das Fortbestehen geopolitischer Konflikte stellen dringende Herausforderungen für globale Interpretationsansätze dar. Kann die Globalgeschichte ihre kritische und analytische Schärfe bewahren? Oder läuft sie Gefahr, gerade durch jene Strukturen zum Schweigen gebracht zu werden, die sie zu überwinden sucht?

Zu diesem Thema fand eine Diskussion mit Valeska Huber (Associate Professor am Department für Zeitgeschichte der Universität Wien und Fellow des Wissenschaftskollegs 2025/2026), Ronald C. Po (Associate Professor am Department für International History der London School of Economics and Political Science und Fellow des Wissenschaftskollegs 2025/2026), Marcia C. Schenck (Professorin für Globalgeschichte an der Universität Potsdam, Moderation) und Dorothea Weltecke (Professorin für Europäische Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin) statt.

Die Diskussion kann hier abgerufen werden.