Prof. Dr. Marcia C. Schenck

Projekte

Projekte
Foto: Marcia Schenck

Laufende Projekte

„Decolonization, Cold War, and the Organization of African Unity: The Creation of the African Refugee Regime in Global Perspective”

Das Buchprojekt untersucht die Rolle der Organisation für Afrikanische Einheit (OAE) in Bezug auf Flüchtlingsschutzprogramme sowie politische und legislative Arbeit.

Heute existieren weltweit zwei rechtsverbindliche regionale Flüchtlingsschutzregime, eines in Afrika, das andere in Europa. Während der europäische Kontext ausführlich behandelt wurde, ist über den afrikanischen Kontext zu wenig bekannt. Noch weniger ist über die historischen Umstände bekannt, unter denen die OAE ihre Flüchtlingskonvention – die OAE-Konvention von 1969, die bis heute den rechtlichen Eckpfeiler des Flüchtlingsschutzes in Afrika bildet – über die spezifischen Aspekte von Flüchtlingsproblemen in Afrika formuliert hat. Hier setzt dieses Projekt an, welches sich mit den Debatten und Projekten der OAE über den Flüchtlingsschutz seit ihrer Entstehung beschäftigt, um Aussagen treffen zu können, darüber wie die OAE das sogenannte „Flüchtlingsproblem“ von den 1960er Jahren an verstand und zu welchen konkreten Projekten ihr Engagement führte.

Das History Dialogues Project

Das History Dialogues Project (HDP) ist ein so genanntes „blended-learning“ Projekt für angewandte Geschichtswissenschaften, das für lokale Studierende und Studierende mit Fluchthintergrund entwickelt wurde. Es entstand im Verbund mit dem Global History Lab der Princeton University und wird mit weiteren Partnern auf vier Kontinenten, darunter in afrikanischen Ländern, durchgeführt. Das Projekt ermöglicht Studierenden mit verschiedenen disziplinären Hintergründen, ihre eigenen historischen Forschungsprojekte basierend u. A. auf Zeitzeugeninterviews zu formulieren, durchzuführen und in einem internationalen Lernumfeld zu präsentieren und zu diskutieren.

Ein Video zum Projekt finden Sie hier.

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Abgeschlossene Projekte

„Socialist Solidarities and Their Afterlives: Histories and Memories of Angolan and Mozambican Migrants in the German Democratic Republic, 1975–2015”

Dieses Projekt untersucht die staatlich geförderte Bildungs- und Arbeitsmigration zwischen den Volksrepubliken Angola und Mosambik und der Deutschen Demokratischen Republik in den späten 1970er bis 1990er Jahren. Während des Kalten Krieges eröffneten die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der „Zweiten Welt" und der „Dritten Welt" jungen Afrikaner_Innen Migrationswege, um im Ausland zu arbeiten und zu studieren. Dabei sollten die Migrant_Innen technische Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, um nach ihrer Rückkehr zur Entwicklung ihrer aufstrebenden postkolonialen Heimatstaaten beizutragen. Dieses Projekt zeichnet die politischen Übergänge Angolas und Mosambiks von der Dekolonisierung über den Sozialismus bis hin zu den marktwirtschaftlichen Demokratien anhand der gelebten Erfahrungen dieser Migrant_Innen nach. Gestützt auf 268 lebensgeschichtliche Interviews mit ehemaligen Arbeiter_Innen, Studierenden und Regierungsvertreter_Innen  und auf Archivquellen, die während zweijähriger Feldforschungsarbeit in Angola, Mosambik, Portugal, Südafrika und Deutschland gesammelt wurden, stehen die Erinnerungen und Lebenserfahrungen von Angolaner_Innen und Mosambikaner_Innen, die zum Arbeiten und Studieren in die DDR einwanderten, im Mittelpunkt dieses Projektes.

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