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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Ich wusste bereits, dass es möglich ist, ein Auslandssemester mit Erasmus zu machen. Auf der Website der Uni Potsdam konnte ich dann sehr einfach nachgucken, welche Länder und Universitäten für meinen Studiengang in Frage kommen. Ich wusste bereits vorher, dass ich nach Schweden wollte, und Umeå war die einzige Universität, die für mich in Frage kam. Dann habe ich einfach die Schritte zur Bewerbung für Erasmus befolgt und war relativ schnell in Kontakt mit der Gastuniversität. Meine Kontaktperson war sehr hilfreich und hat mir auf Fragen sehr schnell geantwortet. Dadurch habe ich mich sehr sicher gefühlt.


Studienfach: Soziologie

Aufenthaltsdauer: 09/2025 – 01/2026

Gastuniversität: Umeå University

Gastland: Schweden

Studium an der Gastuniversität

Schweden ist vom Arbeitsaufwand des Studiums her sehr angenehm. Hier ist es so, dass man meistens ein Modul pro Monat hat. Das heißt, es ist sehr einfach, sich selbst zu organisieren und dem Stundenplan zu folgen. Generell fand ich die Anforderungen sehr angenehm. Die Bewertungen und Erwartungen an die Studierenden werden sehr transparent gemacht, und auch die Professor:innen sind immer gut zu erreichen und man kann sich jederzeit an sie wenden. 

Auch die anderen Student:innen sind sehr zuvorkommend, und Gruppenarbeiten waren entspannt und interessant. Ich habe mich an der Universität sehr wohlgefühlt und war oft in der Bibliothek oder in der Uni, um zu lernen und mich mit anderen Student:innen zu treffen. Auch die Bibliotheksmitarbeiter:innen waren sehr hilfsbereit, wenn man Fragen hatte, und die anderen Student:innen waren ebenfalls sehr unterstützend.

Die Bibliothek hatte sehr gute Öffnungszeiten, und selbst wenn sie früher geschlossen hatte, gab es an der Uni sehr schöne und gut ausgestattete Plätze zum Studieren, Lernen und um sich mit anderen zu treffen. Es gibt außerdem ein Infocenter und einen IT-Service, die einem bei allem helfen können, und man kann sich dort jederzeit mit Fragen hinwenden.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Es war sehr einfach, Kontakt zu anderen internationalen Studierenden zu bekommen, und ich habe dort Menschen kennengelernt, mit denen ich auch nach Ende des Austauschsemesters noch Kontakt habe. Ich hatte auch das Glück, einige schwedische Kontakte zu haben, allerdings sind die Schwed:innen etwas schwerer in der Tiefe kennenzulernen. Das hat ein wenig mit ihrer Kultur zu tun, da sie generell etwas zurückhaltender sind, aber trotzdem sehr freundlich und hilfsbereit. Alles in allem steht man definitiv nicht allein da, und man kann Freundschaften schließen, die man vielleicht ein Leben lang behält.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

In Schweden sprechen wirklich alle Englisch, und es gab keinen Moment, in dem ich Probleme hatte, mich zu verständigen. Selbst wenn man sich selbst nicht so sicher im Englischen fühlt, hat man keine Schwierigkeiten. Ich habe außerdem das Gefühl, dass sich die eigenen Englischkenntnisse deutlich verbessern, einfach weil es irgendwann selbstverständlich wird, alles auf Englisch zu machen.

Wohn- und Lebenssituation

Es war sehr einfach, sich über die Universität Umeå für eine Wohnung zu bewerben. Man wird per E-Mail darüber informiert, wie der Prozess abläuft, und es gibt ein eigenes Portal dafür. Man trägt sich in eine Warteliste ein und kann sich dann auf verschiedene Zimmer in den Studentenunterkünften bewerben. Als Austauschstudent:in bekommt man eigentlich immer ein Zimmer, aber selbst wenn nicht, haben viele auch über Facebook ein WG-Zimmer gefunden.

Die Miete ist sehr fair, und es gibt nur wenige Unterschiede zwischen den verschiedenen Standorten. Auch Lebensmittel sind preislich ähnlich wie in Deutschland, wobei man sagen muss, dass alles etwa 2–3 Euro teurer ist. Auch beim Essen gehen zahlt man mehr. Außerdem ist hier eigentlich alles bargeldlos: Man kann wirklich überall mit Karte zahlen, und ich hatte kein einziges Mal Bargeld in der Hand.

In Umeå gibt es ein Stadtzentrum, in dem man shoppen gehen kann, sowie einige Bars und Clubs. Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten, wandern zu gehen oder sich mit anderen Leuten zu treffen. Insgesamt ist es eine kleinere Stadt mit einer sehr entspannten Lebenssituation.

Rückblick

Wenn man im Winter kommt, sollte man sich darauf einstellen, dass es im November, Dezember und Januar teilweise nur etwa vier Stunden Helligkeit pro Tag gibt. Am Anfang ist das etwas schwierig und definitiv eine Umstellung. Man gewöhnt sich jedoch mit der Zeit daran, und es geht allen anderen ähnlich.

Die Universität Umeå ist sehr hilfsbereit, und falls man Fragen hat, kann man sich jederzeit an das Infocenter oder die Erasmus-Verantwortlichen wenden. Wenn ihr nach Umeå kommt, solltet ihr euch auf jeden Fall ein Fahrrad holen. Es gibt einen Laden, in dem man Fahrräder für wenig Geld bekommt. Damit ist man innerhalb von 10–20 Minuten überall in der Stadt.

Wenn ihr euch nach einem Zimmer umschaut, würde ich euch Ålidhem empfehlen. Dort wohnen fast alle Student:innen. Ich habe selbst etwas weiter weg gewohnt, aber man ist so schnell bei allen anderen, dass das kaum einen Unterschied macht.


Schweden

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