Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
Vor dem Auslandsaufenthalt habe ich unterschiedliche Partnerunis verglichen und mir die Anforderungen auf den jeweiligen Webseiten der Partnerunis durchgelesen.
Für mich wurde die Universidad Rey Juan Carlos in Madrid (https://en.urjc.es) mein Erstwunsch, da sie interessante Kurse anbietet, ich spanisch lernen wollte und mich für Madrid begeisterte. Für diese Uni (so wie einige andere Unis in Spanien) war es eine Vorrausetzung ein Sprachzertifikat mit min. dem Sprachniveau von B1 einzureichen.
Hierfür belegte ich über zwei Semestern hinweg Spanischkurse und absolvierte einen Sprachtest an der Uni Potsdam.
Nach meiner Zusage der Uni Potsdam begann langsam der Bewerbungsprozess an der Uni in Madrid, ich erhielt einen E-Mail-Account und die Zugangsdaten des Bewerbungsportals, hier hatte ich bis Mitte Juni Zeit alle Unterlagen einzureichen. Ich vernetzte mich mit anderen Student*innen, die auch vorhatten an der gleichen Uni wie ich ihr Auslandsemester zu machen. Das half uns, uns über die Situation auszutauschen und einige Unklarheiten zu klären. Der ganze Prozess war etwas komplex und aus der die E-Mail der Gastuni ging zunächst nicht eindeutig hervor, welche Schritte des Bewerbungsprozesses bis zu der Deadline erreicht sein sollten. Nach einiger Zeit bekamen wir zum Glück von der Gastuni eine aufklärende E-mail.
Einige Aspekte des Bewerbungsprozesses wirkten anfangs umfangreich und unübersichtlich, funktionierten am Ende funktionierten am Ende jedoch gut, sodass ich durch den Austausch zu anderen Studierenden oder dem internationalen Office alle Fragen klären konnte.
Studium an der Gastuniversität
Ich belegte Kurse des 1. und 3. Semesters von dem Studiengang “Ciencias de la Actividad Física y del Deporte”. Die Kurse, die ich belegte hatten jeweils 6LP und beinhalteten jeweils 4 Stunden mit Praxis und Theorie Anteilen, in den Praxisstunden hatten wir eine Anwesenheitspflicht. Die Fächer waren überwiegend gut strukturiert und durch den Wechsel zwischen Praxis und Theorie konnte ich das Wissen gut festigen. Ich empfand das Studium als sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig, da wir regelmäßig Abgaben einreichen mussten, wir kleine Präsentationen halten mussten und die Endnote aus vielen Teilaufgaben zusammengesetzt wurde.
Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden
Durch unterschiedliche Veranstaltungen viel es mir sehr leicht, Kontakte mit internationalen Studierenden zu knüpfen. Ich meldete mich für den Spanischkurs vor Semesterbeginn an und lernte dort bereits viele andere Erasmusstudent*innen kennen, mit denen ich über die gesamte Erasmuszeit in Kontakt blieb. In meinem Studiengang traf ich dann weitere Erasmusstudent*innen mit denen ich mich schnell anfreundete. Zudem bot das ESN die Welcome Days im gesamten ersten Monat täglich verschiedene Veranstaltungen an, die den Austausch unter den Erasmus-Studierenden förderte. Durch diese Angebote und Zahlreiche WhatsApp-Gruppen zu unterschiedlichen Themen (z.B. Wandern, Laufen, Language Exchange, Yoga im Park…) kommt man sehr schnell mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt und vieles neues Kennenlernen.
Zu den Spanier*innen viel es mir schwerer tiefere Kontakte zu knüpfen, ich denke, dass vor allem die Sprachbarriere ein großer Faktor war, der mich davon abhielt, offen auf die sie zuzugehen.
Ich nahm an einem Sichtungstraining teil und kam in das Fußballteam der Uni, durch diese Erfahrung lernte ich meine Mitstudentinnen besser kennen und konnte mit ihnen trainieren und an Spielen gegen andere Universitäten teilnehmen. Das war eine sehr bereichernde Erfahrung, jedoch verlief vieles spontan und Trainingseinheiten wurden regelmäßig abgesagt, was die ganze Erfahrung mit dem Team leider einschränkte und inkonsequent machte.
Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt
Durch mein Studium im Ausland hat sich mein Sprachniveau enorm verbessert. Ich studierte auf spanisch, nahm an Spanischkursen teil und sprach mit Spanier*innen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Herausforderung angenommen habe auch wenn ich vor meinem Aufenthalt noch kein hohes Sprachniveau besaß. Es gab Momente in denen die Sprachbarriere sehr herausfordernd und frustrierend war. Auf der anderen Seite war es jedoch sehr bereichernd und schön zu sehen, wie ich Fortschritte im Verstehen und Sprechen machte.
Wohn- und Lebenssituation
Ich schaute mir unterschiedliche Wohnungen auf unterschiedlichen Webseiten wie https://www.idealista.com und https://www.spotahome.com/de an.
Ich suchte gemeinsam mit meinem Freund ca. 2 Monate vor unserem Auslandssemestern nach einer Wohnung. Wir hatten großes Glück und bekamen die erste Wohnung, deren Vermieter wir über Spotahome kontaktiert hatten. Der ganze Prozess lief unkompliziert über die App. Wir entschieden uns für eine Wohnung von Spotahome, da wir viele positive Erfahrungsberichte gehört hatten und die Plattform uns dadurch sehr sicher erschien (auch wenn einige Wohnungen etwas teurer waren).
Zudem erfuhr ich von Freund*innen, dass einige über https://helphousing.com eine Unterkunft gefunden haben.
Studienfach: Sporttherapie und Prävention
Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 02/2026
Gastuniversität: Universidad Rey Juan Carlos
Gastland: Spanien
Rückblick
Madrid hat echt eine perfekte Lage, um Wochenendtrips und Ausflüge zu unternehmen.
So konnte ich schnell andere Städte und die Natur in der Umgebung kennenlernen. Das gefiel mir sehr gut!