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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Der Bewerbungsprozess, die Vorbereitung für mein Erasmus und der Kontakt mit der Gastuniversität verliefen größtenteils reibungslos. Sowohl der Kontakt mit dem International Office der Uni Potsdam als auch dem International Office der HAN University haben mir bei den Formularen, die man im Vorhinein ausfüllen muss etc. sehr geholfen. 

Auch bei allen Fragen und Problemen im Auslandssemester konnte ich mich auch immer an jemanden vor Ort wenden. Das International Team der HAN ist wirklich sehr hilfsbereit und macht auch auf Aktivitäten vor Ort (z.B. Sport und Kultur Zentrum, 5km Lauf, Campus Festival) und Hochschulgruppen (z.B. Erasmus Student Network) aufmerksam. Vorab bekommt man auch Newsletter, die nicht nur wichtige Informationen enthalten, sondern auch Vorfreude aufs Semester bringen. Im Semester gibt es auch regelmäßige Newsletter mit Infos und Angeboten.


Studienfach: Kunst/Englisch Lehramt Sek

Aufenthaltsdauer: 08/2025 - 01/2026

Gastuniversität: Hogeschool van Arnhem en Nijmegen

Gastland: Niederlande

Studium an der Gastuniversität

Das Studienklima an der HAN ist sehr entspannt. Für den Studiengang Education gibt es eine Erasmus-Klasse. Die Lehrpersonen passen ihre Kurse, Kursinhalt und Anforderungen auch daran an, dass man auch genügend Freizeit hat, um das Land und die Kultur zu erkunden. Wir hatten ein paar Studierende, die dies als unterfordernd empfanden. Ich persönlich finde, es bietet eine tolle Möglichkeit, sich das Auslandssemester ganz frei zu gestalten und wenn man besonders wissbegierig ist, kann man ja auch in der Freizeit lernen. Trotzdem ist es vielleicht ganz gut vorab zu wissen, dass man viel Freizeit haben wird, wenn man sich entscheidet, an der HAN zu studieren. 

Sowohl das International Office als auch das Lehrpersonal ist sehr offen, kontaktfreudig und hilfsbereit. Die Organisation vorab sowie vor Ort hat gut funktioniert. Ich habe mich rundum gut betreut gefühlt. 

Ich habe am Campus in Nijmegen studiert. Der Campus ist relativ neu, modern und hat helle Räume mit großen Fenstern und Pflanzen, die für eine angenehme Atmosphäre sorgen. In den Fluren gibt es Tische und Arbeitsecken zum Quatschen oder eben Arbeiten/Lernen. Auf dem Campus gibt es auch mehrere Möglichkeiten Kaffee oder Snacks zu kaufen. Eine Mensa-Kultur wie an der Uni Potsdam habe ich jedoch nicht wahrgenommen. Zum Essen oder Kaffee trinken sind wir meistens in die Stadt gefahren, die auch nur ein paar Minuten mit Fahrrad oder Bus vom Campus entfernt ist. 

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Da ich in einer Erasmus-Klasse war, hatte von der Uni aus wenig Kontakt zu Einheimischen. Es gab am Anfang eine Fahrt mit niederländischen Lehramtsstudierenden und unserer Klasse nach Texel, bei der man in gemischten Gruppen gearbeitet hat. Über Freizeitangebote, z.B. dem Sport und Kulturzentrum kann man jedoch auch gut Kontakt zu Einheimischen aufnehmen. Der Kontakt zu internationalen Studierenden ist unvermeidbar (glücklicherweise!), da man alle Kurse mit denselben Leuten verbringt. Meistens arbeitet man auch in Gruppen oder in der großen Gruppe. Und auch das Freizeitangebot und die Vernetzungsmöglichkeiten für Internationale Studierende ist groß. Das Erasmus Student Network (ESN) bietet regelmäßige Unternehmungen und auch ein paar Fahrten für wenig Geld an. 

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Da Englisch Teil meiner Fächerkombination ist, waren meine Fähigkeiten vor dem Auslandsaufenthalt schon gut. Trotzdem hilft es, regelmäßig Englisch zu reden oder eben manchmal auch Englisch reden zu müssen. Alle meine Kurse wurden auf Englisch abgehalten und dadurch, dass viele verschiedene Muttersprachen aufeinandertreffen, wenn man mit anderen internationalen Studierenden in Kontakt ist, spricht man auch außerhalb des Uni-Kontextes meisten Englisch. Falls man anfangs Hemmungen haben sollte, auf Englisch zu sprechen, ist das schnell überwunden. Und es geht ja allen ähnlich :)

Wohn- und Lebenssituation

Ich habe die ganze Zeit meines Auslandsaufenthaltes im SSHN Studierendenwohnheim Vossenveld gewohnt. SSHN hat mehere Wohnheime, die auch unterschiedlich teuer sind, zwischen denen man wählen kann. Das Angebot wurde mit vorab per Mail zugeschickt und da ich schnell reagiert habe, hatte ich noch die volle Auswahlmöglichkeit. Vossenveld ist zwar am weitesten von der Uni und dem Stadtzentrum entfernt (15-25 min. mit dem Fahrrad), aber ich habe den Fahrtweg bei gutem Wetter oft auch sehr genossen. Ich habe in einer 9er-WG gewohnt, mit der ich mir Küche und 2 Toiletten teilen musste. Ich hatte jedoch meine eigene Dusche und Waschbecken im Vorderbereich meines Zimmers. Dadurch war die Miete mit 613 euro pro Monat jedoch auch teurer als in manch anderem Wohnheim. Das Zimmer ist möbliert gewesen und wer es ganz bequem haben will, kann vorab auch ein Küchen- und Bett Paket kostenpflichtig mitbestellen, worin Besteck, Pfanne, Töpfe, Bettlaken etc. enthalten sind. Ich habe stattdessen das meiste von Zuhause mitgebracht und bin vor Ort nochmal in ein paar Läden einkaufen gegangen. Damit ist man preislich wahrscheinlich im gleichen Rahmen oder sogar günstiger unterwegs. 

Alle Wohnheime, die Uni und das Sport-und Kulturzentrum sind zwar mit Öffis relativ gut angebunden, trotzdem würde ich auf jeden Fall ein Fahrrad empfehlen!! Die meisten internationalen Studierenden leihen es sich vorab über Swapfiets aus. 

Ich hatte in den Niederlanden ähnliche Lebenserhaltungskosten wie in Deutschland, abgesehen von der deutlich teureren Miete, die Reisekosten mal ausgenommen. Dadurch, dass ich jedoch relativ viele Wochenendtrips alle möglichen Städte und Gegenden in den Niederlanden und auch teilweise außerhalb der Niederlande mit den anderen internationalen Studierenden unternommen habe, war es sehr gut, dass ich einiges davor angespart hatte. Das sind aber natürlich auch optionale Kosten. Trotzdem kann man glaube ich nur mit dem Stipendium nicht die Lebenshaltungskosten decken, da die Miete in den Niederlanden so hoch ist.

Meine beiden größten Empfehlungen sind 1) auf jeden Fall ein Abo im Sport- und Kulturzentrum abzuschließen, da man dort täglich zwischen ganz vielen verschiedenen Kursen und Workshops wählen kann, aber auch an wöchentlichen Kursen teilnehmen kann oder die Trainingsräume nutzen kann. Wir haben uns durch bestimmt 20 verschiedene Sportarten probiert, wie Volleyball, Squash, Judo, MMA, Spinning, Pilates, Yoga, Barre-Workout, X-GO-Workout, Latin-Dance und vieles mehr. An den Wochenenden und auch manchmal unter der Woche (es gibt zwischendurch auch Ferien im Semester) sind wir mit dem Zug in andere Städte in den Niederlanden (Utrecht, Maastricht, Amsterdam, Rotterdam, Leiden, Den Haag…) gefahren oder haben uns ein Haus am Meer gemietet und da ein paar Tage verbracht. Holt euch unbedingt ein Gruppenticket bis zu 7 Personen. Umso mehr ihr seid, umso günstiger ist es! Fährt man alleine oder zu zweit, ist es ganz schön teuer. Schöne Museen, Theater, Konzerte, Festivals, Flohmärkte, Food Markets etc. gibt es vermehrt in den größeren umliegenden Städten.

Aber auch in Nijmegen gibt es Angebote und Aktivitäten, auch kostenlos. Viele Angebote werden über Instagram geteilt, z.B. vom Erasmus Student Network oder anderen Hochschulgruppen, was besonders für den Anfang schön ist, um Leute kennenzulernen. Besonders schön ist es bei schönem Wetter am Strand an der Waal oder in den Stadtparks (z.B. Kronenburgpark) zu picknicken und Spiele zu spielen. Wenn es sommerlich ist, kann man auch baden gehen. Nicht weit entfernt gibt es auch einen Nationalpark mit Kunstausstellungen und anderen Angeboten, den ich sehr empfehlen kann (Hoge Veluwe). Wenn es kalt, grau und/oder regnerisch ist, kann man in den zahlreichen Cafes und Bars Kaffee trinken gehen. Dort gibt es auch meisten Spiele. Ein paar Empfehlungen sind Wunderkammer (lange Öffnungszeiten), Phillipse Coffee, Puck Coffee Speciality (Co-Worken möglich), Sport (Co-Worken möglich) Down Town oder das Cafe im Bücherladen Dekker van de Vegt. Kala ist auch ein süßes Cafe und bietet auch Workshops, z.B. zum Keramik bemalen. Und wenn man mal Entspannen möchte, kann man auch ins Kino gehen und am Mittwoch gibt es im Sanadome Spa vergünstigten Eintritt. Schaut auf jeden Fall, was es für Angebote gibt und probiert alles aus!

Studienfach: Kunst/Englisch Lehramt Sek

Aufenthaltsdauer: 08/2025 - 01/2026

Gastuniversität: Hogeschool van Arnhem en Nijmegen

Gastland: Niederlande

Links

Radbout Sport- und Kulturzentrum: https://www.ru.nl/diensten/sport-cultuur-en-ontspanning/radboud-sport-en-cultuur

Gruppenticket 2-7 Personen Zug: https://www.ns.nl/en/tickets/off-peak-group-ticket

Erasmus Student Network Nijmegen: https://esnnijmegen.nl/

Nijmegen Aktivitäten: https://de.intonijmegen.com/sehen-erleben/activitaten

Nationalpark Hoge Veluwe: https://hogeveluwe.nl/de


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