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Studium an der Gastuniversität

Die Vorbereitung meines Aufenthalts lief relativ problemlos ab. Zu jedem Zeitpunkt standen die Mitarbeiterinnen des International Office mit helfender Hand und stets freundlich zur Verfügung. Man darf dabei aber natürlich auch nicht vergessen, dass es am Ende doch der eigene Auslandsaufenthalt ist. Welche Module und Veranstaltungen man an der Gastuniversität besucht, wo man eine Wohnung findet oder für welche Stadt man sich überhaupt entscheidet, ist eine persönliche Entscheidung und diese erfordert auch ein bisschen Recherchearbeit.
Auch von Seiten der Gastuniversität wurde mir stets zeitnah und freundlich geantwortet, was vieles vereinfacht hat. Einzig die Wohnungssuche war ziemlich schwierig, da die meisten Vermieter nur für mindestens 12 Monate vermieten und das typische Auslandssemester sich ja bekanntermaßen auf 6 Monate beläuft.


Studienfach: Computerlinguistik

Aufenthaltsdauer: 09/25 - 02/26

Gastuniversität: Università degli Studi di Trento

Gastland: Italien

Studium an der Gastuniversität

Für mich war es sehr spannend eine andere Universität in einem anderen Land zu besuchen. Ich konnte durchaus einige Unterschiede zu meiner Heimatuniversität feststellen; grundsätzlich war mehr Eigenarbeit und -initiative gefordert. Das Studienklima war sehr gut und ich habe oft die Bibliothek besucht. Leider ist diese besonders zur Prüfungszeit und am Wochenende unglaublich voll. Und damit meine ich eine Auslastung von 100%. Es kam nicht nur einmal vor, dass ich keinen einzigen Platz gefunden habe. Es gibt ein System um Online einen Platz zu reservieren, aber das habe ich nur von einheimischen Studierenden erfahren und nicht vom International Office der Gastuniversität. Ebenso gibt es ein kleines Fitnessstudio, welches man kostenfrei als Student nutzen kann. Es birgt also gleich mehrere Vorteile sich mit Einheimischen zu vernetzen. Meine Klausuren liefen alle sehr gut und ich hatte auch das Gefühl, dass es tendenziell leichter war als an meiner Heimatuniversität. Das hängt aber natürlich auch stark von den gewählten Kursen und der eigenen Vorerfahrung ab.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Wie eben geschildert ist es sehr zu empfehlen den Kontakt mit Einheimischen oder zumindest Vollzeit-Gastuniversität-Studierenden zu suchen. Dies ist allerdings gar nicht mal so einfach, da man doch ziemlich in der Erasmus-Bubble gefangen ist: Man besucht zusammen Kurse und geht zu Veranstaltungen. Selbst wenn man sehr kontaktfreudig ist, ist es zumindest in der Universität schwierig andere Leute kennenzulernen, da natürlich auch diese in ihrer Freundesgruppe unterwegs sind. Einfacher geht das dann in Bars oder bei Partys bei welchen ich viele neue Leute kennengelernt habe.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Mein Italienisch vor dem Auslandsaufenthalt war sehr rudimentär und ich muss sagen, dass es sich extrem verbessert hat. Ich bin mittlerweile in der Lage mich relativ problemlos zu unterhalten. Natürlich nicht perfekt, aber in 80% der Fälle versteht mich mein Gegenüber und das auch bei etwas umfassenderen Konversationen.

Ich habe aber auch gehört, dass manche ein Jahr im Ausland sind und danach nicht mal einen Kaffee auf der Landessprache bestellen können. Das ist mir ein Rätsel und ich kann es jedem nur empfehlen sich so gut es geht zu bemühen die Sprache bei jeder Gelegenheit anzuwenden. Darüber freuen sich auch die Einheimischen. Den kostenfreien Sprachkurs an von der Universität kann ich demnach auch nur wärmstens empfehlen.

Wohn- und Lebenssituation

Meine Lebensunterhaltungskosten waren ungefähr die gleichen wie in Deutschland, ich musste mich also nicht besonders an andere Umstände anpassen. Meine Unterkunft fand ich wie oben beschrieben sehr knapp vor Beginn des Semesters, war dann aber recht zufrieden damit, zumindest mit meinem Zimmer. Mit meinen anderen Mitbewohnern gab es das Problem, dass alle Erasmusstudierende waren und wussten, dass sie nur ein halbes Jahr bleiben. Darunter hat definitiv die Sauberkeit und Ordnung gelitten. Das ist aber ein generelles Problem.

Eine Besonderheit gab es mit dem Mietvertrag. Dieser wurde mir nur auf italienisch zugesendet, da er sonst nicht rechtskräftig ist. Man ist hier also auf Übersetzungstools angewiesen (aber Vorsicht mit privaten Daten beim Upload ins Internet!).

Studienfach: Computerlinguistik

Aufenthaltsdauer: 09/25 - 02/26

Gastuniversität: Università degli Studi di Trento

Gastland: Italien

Rückblick

Ich kann jedem den Aufenthalt im Ausland empfehlen und kann nun auch persönlich die Empfehlung für Trento aussprechen. Es gibt sehr viel in der Umgebung zu erkunden, egal ob Berge, Seen oder einfach nur tolle Aussichten. Dabei ist es auf jeden Fall empfehlenswert ein Auto zu besitzen. Ich konnte dieses Privileg leider nicht nutzen, muss aber sagen,dass es auch ohne möglich ist, es dauert eben nur häufig doppelt so lange. Wer stattdessen ständig zu Partys gehen will, ist vermutlich in einer der größeren Städte Italiens besser aufgehoben.


Italien

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