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Bodyrules - Organisationsregeln zum Umgang mit dem Körper im Spannungsfeld von Organisation und Zuwanderung

Das Projekt "Bodyrules" wird im Rahmen des Forschungsprogramms "Migration und gesellschaftlicher Wandel" Themenfeld II: "Diversität und institutioneller Wandel durch Zuwanderung" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Projektlaufzeit:

04/2018 – 09/2020


Projektpartner/innen:

Teilprojekt Krankenhaus: Charité, Institut für Medizinsoziologie und Rehabilitationswissenschaften; PD Dr. Liane Schenk (Projektleitung), Pia-Theresa Sonntag (Projektmitarbeiterin), Verena Krobisch (Projektmitarbeiterin)

Teilprojekt Schwimmbäder: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Abt. Migration, Integration, Transnationalisierung; Dr. Ines Michalowski (Projektleitung), Max Behrendt (Projektmitarbeiter)

Teilprojekt Schulen: Universität Potsdam, Professur für Organisations- und Verwaltungssoziologie; Prof. Dr. Maja Apelt (Projektleitung), Annika Koch (Projektmitarbeiterin), Izem Günyakti (Projektmitarbeiterin)

 

Inhalt:

Forschungsleitende Frage des Verbundprojektes ist, wie Organisationen in einer durch Zuwanderung diverser werdenden Gesellschaft auf sich ändernde soziale Normen reagieren. In eine vergleichende Analyse werden Organisationen einbezogen, die von solch einem Wandel besonders berührt sind und für die der Umgang mit dem menschlichen Körper besonders relevant ist: Krankhäuser, Schulen und Schwimmbäder. Dabei spiegelt der Umgang mit dem menschlichen Körper zentrale soziale Normen des Umgangs innerhalb und zwischen den Geschlechtern wider. Diese können über Kulturen und Religionen hinweg variieren. Organisationsregeln etwa zur Badebekleidung, ärztlichen Untersuchung oder zum koedukativen Sportunterricht reflektieren soziale Normen im Umgang mit dem Körper. Das Projekt untersucht, wie diese sozialen Normen sich in den formalen, wie informalen Organisationsregeln widerspiegeln, bzw. durch diese beeinflusst werden, inwiefern die Organisationsregeln eine wachsende kulturelle und religiöse Diversität in Deutschland berücksichtigen und welche Prozesse von Ein- und Ausschluss, d. h. auch welche Konflikte sich daraus ergeben bzw. wie diese bearbeitet werden. Das Projekt basiert zentral auf qualitativen Fallstudien in ausgewählten Organisationen. Das Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft wird hierbei Fallstudien in drei Kliniken durchführen: Der Urologie, der Geburtsmedizin und der Dermatologie. Für die Praxisanwendung sollen eben solche Organisationsregeln, aber vor allem Wege der Entwicklung von Organisationsregeln identifiziert werden, die maximal inklusiv und gleichzeitig minimal konfliktfördernd wirken.