60 Jahre BMZ – Was prägt(e) die deutsche Entwicklungspolitik?

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Foto: © Bundesregierung / Egon Steiner
Der erste Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Walter Scheel, beim Gründungsakt des Deutschen Entwicklungsdienstes 1963 zusammen mit John F. Kennedy, dessen Schwester Eunice Shriver, Heinrich Lübke und Konrad Adenauer. © Bundesregierung / Egon Steiner

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  • Laufzeit: 1. Mai 2021 bis 31. August 2021
  • Bewilligte Mittel:         17.000 Euro

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Wissenschaftliche Begleitung zum Jubiläum 60 Jahre Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Im November 2021 wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 60 Jahre alt. Das Jubiläumsjahr wird dazu genutzt, um 1) auf die stark gewachsene Bedeutung des BMZ hinzuweisen, 2) die prägenden Themen und Wegmarken deutscher Entwicklungspolitik herauszuarbeiten, und 3) die zentralen Aufgaben in Gegenwart und Zukunft zu benennen.

Aus diesem Anlass erstellt der Lehrstuhl Geschichte des 19./20. Jahrhunderts einen historischen Rückblick auf das BMZ und bietet damit den Ausgangspunkt für eine weitergehende Erforschung der Geschichte des Ministeriums. Ziel des Vorhabens ist es, die Geschichte des Ministeriums aus zeithistorischer Perspektive hinsichtlich ihrer nationalen, europäischen und internationalen Tragweite näher zu betrachten. Das BMZ ist in der wissenschaftlichen, insbesondere der geschichtswissenschaftlichen, Betrachtung im Vergleich zu anderen obersten Bundesbehörden weitestgehend unbeachtet geblieben. Gleichzeitig wurde Entwicklungspolitik zu einem integralen Bestandteil der deutschen und internationalen Politik.

Vor diesem Hintergrund setzt sich das Vorhaben mit Akteuren, Prozessen und Themen in Entstehung und Transformation von Entwicklungspolitik als eigenständigem Politikfeld auseinander.  Im Vordergrund steht die Frage, auf welchen Leitlinien die Entwicklungspolitik der  Bundesrepublik beruhte und inwiefern sich die deutsche Vergangenheit, namentlich Kolonialismus und Nationalsozialismus, darauf auswirkten. Ferner wird überprüft, welches politische Interesse die Bundesrepublik an der Entwicklungszusammenarbeit hatte, wie die Leitungsebene und der Zeitgeist das Ministerium und seine Themen beeinflussten.

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