Veranstaltungen 2021

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Viermächte-Abkommens fand am 3. September 2021 um 15.30 eine Festveranstaltung im Berliner Kammergericht, dem ehemaligen Alliierten Kontrollratsgebäude, statt. Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Dominik Geppert (Universität Potsdam), Prof. Dr. Claudia Weber (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt a. d. Oder) mit Studierenden zum Thema: "Schaubühne des Kalten Krieges. Berlin und das Viermächte-Abkommen von 1971."Link zur Podiumsdiskussion

Im Deutschlandfunk beantwortete der Historiker Dominik Geppert Fragen von Michael Köhler zu seinem neuen Buch "Geschichte der Bundesrepublik Deutschland", das am 26. August im Verlag C.H. Beck erscheint. Link zum Interview

Workshop und Sonderheft zu Europa-Referenden
Referenden sind nicht erst seit dem Brexit-Votum ein einflussreicher Faktor in der Europapolitik. Wie beeinflussten sie den europäischen Integrationsprozess, und was kann die Geschichtswissenschaft zur Referendumsforschung beitragen? Diese Fragen diskutierten dreizehn Historikerinnen und Historiker bei einem internationalen Workshop an der Professur für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts,
der am 8. Juni 2021 in digitaler Form stattfand. Hintergrund ist die Arbeit von Professor Dr. Dominik Geppert, Juliane Clegg und Victor Jaeschke an einer Sonderausgabe für das Journal of European Integration History zum Thema „Europa-Referenden seit 1970“. Das Heft wird gemeinsam mit Professor Dr. Michael Gehler (Universität Hildesheim) herausgegeben und versammelt Beiträge aus fünf Ländern.
Erscheinen wird die Sonderausgabe Anfang 2022.

Interdisziplinäre kulturhistorische Tagung (online) vom 24.06.2021 - 25.06.2021. Ende der Bonner Republik? Der Berlin Beschluss 1991 und sein zeithistorischer Kontext. Flyer

Interview Prof. Dr. Dominik Geppert im Deutschlandfunk, Demokratie im „Reinheitsfanatismus“ Hat die Pandemie den Parlamentarismus ausgehöhlt? Der Prozess der Entdemokratisierung laufe schon länger, sagt Dominik Geppert. Der Parlamentarismus sei jedoch älter als die Republik. Die grauen Facetten der deutschen Geschichte würden in einer Art „historischem Waschzwang“ ausgeklammert, kritisiert der Zeitgeschichtler im Dlf. Dominik Geppert im Gespräch mit Michael Köhler.  Link zum Interview

60 Jahre BMZ – Was prägt(e) die deutsche Entwicklungspolitik? Im November 2021 wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 60 Jahre alt. Das Jubiläumsjahr wird dazu genutzt, um 1) auf die stark gewachsene Bedeutung des BMZ hinzuweisen, 2) die prägenden Themen und Wegmarken deutscher Entwicklungspolitik herauszuarbeiten, und 3) die zentralen Aufgaben in Gegenwart und Zukunft zu benennen. Aus diesem Anlass erstellt der Lehrstuhl Geschichte des 19./20. Jahrhunderts einen historischen Rückblick auf das BMZ und bietet damit den Ausgangspunkt für eine weitergehende Erforschung der Geschichte des Ministeriums. Ziel des Vorhabens ist es, die Geschichte des Ministeriums aus zeithistorischer Perspektive hinsichtlich ihrer nationalen, europäischen und internationalen Tragweite näher zu betrachten.

WIE LIBERAL WAR DAS KAISERREICH? Ein Streitgespräch - Prof. Dr. Eckert Conze und Prof. Dr. Dominik Geppert
09.02.2021 18:00 - 19:00 Uhr Digital via ZOOM

Workshop zu Vertrauen und Misstrauen in der Intellektuellengeschichte
Gerade in gesellschaftlichen Krisen begegnen Intellektuelle als einflussreiche Produzenten von Sinnstiftung und Orientierungswissen, die ohne Verfügung über klassische Machtmittel „Politik machen“. Doch wieso hat ihr Wirken Wirkung? Wie können etwa eine Historikerin oder ein Philosoph einen internationalen Konflikt beeinflussen oder zur Bewältigung einer Wirtschafts- oder Gesundheitskrise beitragen? Inwieweit die Analyse der beiden Gefühlshaltungen Vertrauen und Misstrauen als sozialer Mechanismen für diese Fragestellung fruchtbar sein kann, diskutierten neun Historikerinnen und Historiker im Rahmen eines von Jonas Klein (Potsdam/Bonn) und Gabriel Rolfes (Chemnitz) organisierten internationalen Workshops, den die Professur für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts am 3. Juni 2021 gemeinsam mit dem Forschungsbereich Intellectual History der TU Chemnitz in digitaler Form veranstalteten. Dokument zum Download

Für seine Dissertation »Treibhaus Bonn. Die politische Kulturgeschichte eines Romans« wurde Benedikt Wintgens mit dem Wissenschaftspreis 2021 des Deutschen Bundestages ausgezeichnet. In seiner 2019 in der Schriftenreihe der KGParl erschienenen und vonProf. Dr. Dominik Geppert (Uni Potsdam) betreuten Studie untersucht er die politisch-kulturellen Grundlagen von parlamentarischer Demokratie und gesellschaftlichem Pluralismus in der frühen Bundesrepublik. Der Preis wird dem Preisträger voraussichtlich am 19. Mai 2021 durch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble überreicht.