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Prof. Dr. Uta Herbst präsentiert Forschung zum Intercultural Negotiation Compass



Prof. Dr. Uta Herbst (im Bild mit Sophia Grasser und Prof. Dr. Markus Voeth) präsentierte im Rahmen der International Association for Conflict Management Conference 2026 in Wien den Forschungsbeitrag „Mapping Negotiation Behavior Across Cultures: A Pattern-Based, Attribute-Free Methodological Approach“. 

Die Studie stellt mit dem Intercultural Negotiation Compass einen neuen methodischen Ansatz zur Analyse interkultureller Verhandlungsmuster vor. Im Gegensatz zu klassischen Ansätzen, die kulturelle Unterschiede häufig anhand einzelner Kulturdimensionen oder Ländervergleiche untersuchen, basiert der Intercultural Negotiation Compass auf wahrgenommenen Ähnlichkeiten im Verhandlungsverhalten verschiedener Kulturen.

Mithilfe einer multidimensionalen Skalierung werden Kulturen in einem gemeinsamen Verhandlungsraum verortet und anschließend zu charakteristischen Clustern zusammengefasst. Dadurch können kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede datenbasiert visualisiert werden, ohne auf vorab definierte Kulturdimensionen angewiesen zu sein. Der Ansatz eröffnet neue Möglichkeiten für Forschung und Praxis, interkulturelle Verhandlungen differenzierter zu analysieren und gezielt auf unterschiedliche Verhandlungspartner vorzubereiten.