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SUPERvisor Award

Eine exzellente wissenschaftliche Betreuung ist für die Universität Potsdam ein zentrales Element der Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen. Voraussetzung ist zum einen die intensive fachliche Betreuung der Promovierenden durch erfahrene Wissenschaftler*innen mit dem Ziel einer zunehmend selbständigen Forschungsleistung, zum anderen eine transparente, strukturierte und auf die individuellen Lebensumstände angepasste Gestaltung der Promotionsverfahren. Ausgezeichnete Betreuung schafft nicht nur die Basis für qualitativ hochwertige Promotionen und exzellente Forschung, sie trägt auch entscheidend zu einer Kultur der Unterstützung und des Vertrauens bei, stärkt den wissenschaftlichen Austausch und wirkt Machtmissbrauch entgegen.
 

Foto: canva/PoGS

Preisträger*innen des SUPERvisor Awards 2026

Foto: Ernst Kaczynski

Die Potsdam Graduate School (PoGS) hat beim Großen Professorium am 09. Juli 2026 im Botanischen Garten zum zweiten Mal die SUPERvisor Awards an der Universität Potsdam vergeben. Mit diesem Preis wurden vier Forschende für ihr herausragendes Engagement in der akademischen Betreuung und ihren nachhaltigen Einfluss auf die akademische Gemeinschaft geehrt. In der Kategorie "Daily Supervision" wurde Prof. Norbert Marwan vom Institute for Climate Impact Research (PIK) geehrt. In der Kategorie „University Supervision“ gingen die Preise an Prof. Lisa Bruttel vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Prof. Thomas Siedler vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre sowie Prof. Peter van der Beek vom Institut für Geowissenschaften. Die vier Ausgezeichneten wurden von einer Jury ausgewählt. Herzlichen Glückwünsch an die Preisträger*innen!
 

Foto: L. Bruttel

Prof. Lisa Bruttel wurde für Ihre beispiellose Unterstützung und Förderung sowie Ihren Einsatz für Diversität ausgezeichnet. Sie sei ein seltenes Vorbild an Verlässlichkeit mit klaren Terminabsprachen und absoluter Zuverlässigkeit. Sie begegne Promovierenden stets auf Augenhöhe und fordere aktiv Widerspruch ein, was sie offen kommuniziere. Sie sei bei entstehenden Konflikten stets auf Interessenausgleich aus. Sie setze sich für einen geschlechtssensiblen Umgang in der Lehre ein und achte auf eine diverse Zusammensetzung ihres Teams. Sie sei eine außergewöhnliche Betreuerin, die Promovierende beispiellos fördere und fordere.
 

Foto: Klemens Karkow

Prof. Norbert Marwan wurde für seinen aktiven Einsatz für Vielfalt und Inklusion ausgezeichnet. Er schaffe einen sicheren Raum, in dem offene Diskussionen, gegenseitiger Respekt und unterschiedliche Perspektiven gefördert werden. Er sei offen für Kritik und bereit, seine Führungspraktiken zu reflektieren und zu verbessern. Seine Unterstützung ginge weit über die formale Betreuung hinaus: Er schaffe außergewöhnliche Möglichkeiten und vermittele die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen, die erforderlich seien, um diese voll auszuschöpfen. Er behandle die Promovierenden stets mit Fürsorge und Respekt, nicht nur als Forschende, sondern auch als Menschen.
 

Foto: T. Siedler

Prof. Thomas Siedler wurde für seine herausragende Unterstützung und Förderung als Promotionsbetreuer ausgezeichnet. Er sorge dabei für Vereinbarkeit von Forschung und persönlichen Herausforderungen. Er habe Promovierende nicht nur als Forschende geschätzt, sondern auch als Menschen mit wichtigen Verpflichtungen außerhalb der Wissenschaft. Er gebe stets eine klare Orientierung und unterstütze, sich in der komplexen akademischen Landschaft zurechtzufinden, das berufliche Netzwerk aktiv zu erweitern und dabei auch die zukünftige Karriere mit den vielfältigen Optionen im Blick zu behalten. 
 

Foto: Kevin Ryl

Prof. Peter van der Beek wurde für seine Professionalität, Integrität und sein aufrichtiges Engagement für den Erfolg seiner Promovierenden und Postdocs ausgezeichnet. Er schaffe ein Umfeld, das von Vertrauen, Struktur und intellektueller Neugier geprägt sei. Er begleite durch vertrauensbildende Betreuung und starke akademische Unterstützung und fördere eine unterstützende und vielfältige Forschungsgruppe, die hervorragende Vorbilder und Möglichkeiten biete. Er lege großen Wert auf das Wohlergehen seiner Gruppe und schaffe ein respektvolles und unterstützendes Arbeitsumfeld. Er sei ein inspirierendes Vorbild für hervorragende Betreuung.
 

Dr. René Schneider, 2025

„Ich habe mich sehr gefreut. Diese Auszeichnung ist eine klare Wertschätzung der Werte, die mir in der Betreuung wichtig sind.“

Interview

Wir haben mit einem der Preisträger aus 2025, Dr. René Schneider, gesprochen. Betreuung ist mit vielen Erwartungen verbunden, wird aber oft wenig gesehen. Macht ein solcher Preis diese Arbeit sichtbarer? Welche Herausforderungen begegnen Ihnen in der Betreuung immer wieder? Diese und noch mehr Fragen haben uns durch das Gespräch geleitet. Aber lesen Sie selbst das ganze Interview.


Qualitätskriterien der Potsdam Graduate School

Bereits 2007 erarbeitete die Potsdam Graduate School zusammen mit den Fakultäten als eine der ersten Universitäten in Deutschland transparente, strukturierte und individuelle, auch Fächerspezifika einbeziehende Qualitätskriterien als Mindeststandards für Promotionsvorhaben, sowohl für Individual- als auch strukturierte Promotionen.

Individualpromotion

Strukturierte Promotionsprogramme

Porträt Dr. Bettina Buchholz
Foto: T. Hopfgarten

Kontakt:

Dr. Bettina Buchholz

Porträt von Nadja Schubert
Foto: T. Hopfgarten

Kontakt:

Nadja Schubert