Veranstaltungen im Jahr 2022

20. Januar 2022: Mentee-Treffen (online)

Mit insgesamt 13 der diesjährigen Mentees kamen wir an einem Donnerstagabend zu einem virtuellen Mentee-Treffen bei Zoom zusammen.

 

9. Februar 2022: Berufsbildervortrag "Juristinnen im Recht - white collar crime" (online)

Den ersten Berufsbildervortrag des Jahres 2022 starteten wir mit dem Thema "Juristinnen im Recht - white collar crime". Die Veranstaltung fand, angesichts der Pandemie online mit insgesamt 48 Teilnehmer:innen, statt.

Unsere Referentinnen waren:

  • Frau Dr. Laura Nienaber, Rechtsanwältin im Bereich Wirtschaftsstrafrecht.
  • Frau Dr. Diana Stage, Regierungsrätin in der Finanzverwaltung Brandenburg.
  • Frau Dr. Vivien Veit, Rechtsanwältin im Bereich Wirtschaftsstrafrecht.
  • Frau Rebecca Weber, Staatsanwältin in Berlin.


Moderiert wurde der Abend von Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht, Inhaberin des Lehrstuhls Strafrecht mit Jugendstrafrecht und Kriminologie der Universität Potsdam.

Frau Rebecca Weber erzählte, dass ihr bereits sehr früh im Studium bewusst wurde, dass sie Strafrechtlerin werden möchte. Sie berichtete den zahlreichen Teilnehmer:innen von ihrem Weg zur Staatsanwaltschaft und erwähnte hierbei ihre Zeit als Richterin in Braunschweig. Nach Ihrem Wechsel zur Staatsanwaltschaft Berlin war Sie zunächst für 3,5 Jahre im Bereich der Korruption und Bestechung tätig, bevor Sie in den Bereich der organisierten Kriminalität wechselte, welcher sich u.a. mit der Clankriminalität beschäftigt.

Frau Dr. Vivien Veit wusste ebenfalls schon sehr früh, dass sie im Bereich des Strafrechts tätig sein möchte. Ein Teil ihrer Tätigkeit bei Kapellmann umfasste Compliance Beratung und Interne Ermittlungen. Neben ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin, hält Frau Dr. Veit mehrere Lehraufträge zum Thema Wirtschaftsstrafrecht und Compliance an verschiedenen Hochschulen und hat für die Studierenden ein Compliance-Lehrbuch verfasst. Mittlerweile ist Frau Veit wieder in der klassischen Verteidigung tätig zu sein.

Frau Dr. Nienaber berichtete über ihre Auslandserfahrung in Studium für den LL.M in Lancaster. Sie erzählte, dass sie ursprünglich nicht vor hatte in einer Großkanzlei zu arbeiten. Nichtsdestotrotz landete sie später aufgrund eines Gesprächs mit einer Partnerin in New York bei White and Case LLP, wo sie noch immer tätig ist. Zudem erzählte Frau Dr. Nienaber, dass sie als Dozentin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht tätig war.

Frau Dr. Diana Stages Entschluss Jura an der Universität Potsdam zu studieren begann mit einer Probevorlesung am Neuen Palais. Bevor sie als Regierungsrätin bei der Finanzverwaltung in Brandenburg anfing, war sie unter anderem Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Hellmann und arbeitete mit Herrn Tsambikakis in einer Kanzlei in Köln. Frau Dr. Stage gab Aufschluss über die Anforderungen für eine Karriere bei der Finanzverwaltung.

Die Referentinnen gaben uns spannende Einblicke in ihren Berufsalltag, ihren individuellen Werdegang und beleuchteten Vor- und Nachteile ihrer Wahl. Nach ihren Vorträgen leitete Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht zu der Fragerunde über. Hierbei ging es u.a. um den Master of Laws, sowie um die alltäglichen Aufgaben im Bereich Wirtschaftsstrafrecht.

Wir bedanken uns bei den Referentinnen und bei unserer Moderatorin, Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht, für die informative, austauschreiche und offene Diskussion.

 

10. März 2022: "Juristinnen berichten - Perspektive 1. Staatsexamen" (online)

Am 10. März richteten wir zum ersten Mal gemeinsam mit ELSA Potsdam e.V. die Veranstaltung mit dem Titel: "Juristinnen berichten - Perspektive 1. Staatsexamen" aus. An diesem Abend kamen über Zoom insgesamt 17 Teilnehmer*innen zusammen.

Unsere Referentinnen waren:

Frau Nicole Gebert, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Großkanzlei Morrison & Foerster LLP

Frau Elisabeth Lindemann, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Steuerrecht und Digitalisierung von Prof. Dr. Lars Hummel

Frau Gebert startete den Abend mit ihrem Werdegang. Sie erzählte, wie sie nach dem 1. Staatsexamen zu ihrer Stelle bei Morrison & Foerster LLP kam und gab einige Tipps hinsichtlich der Examensvorbereitung. Insbesondere riet sie dazu einen Ausgleich zu finden und die Ruhe zu bewahren.

Frau Lindemann erzählte, wie sie nach dem Europareferat und ihrem Studium ihre Promotion begann. Sie gab Aufschluss darüber, welche Vorteile eine Stelle an einem Lehrstuhl mit sich bringt. Ihr Rat an die Zuschauer:innen war es, neben der Entwicklung einer Routine, eine Lerngruppe zu bilden.

Themen des Abends waren insbesondere Tipps zur Examensvorbereitung, sowie die beruflichen Einstiegsmöglichkeiten danach.

Herzlichen Dank an unsere Referentinnen für den aufschlussreichen Abend in gemütlicher Runde sowie an ELSA Potsdam e. V. für die gemeinsame Zusammenarbeit.

 

16. März 2022: Gesprächsrunde mit Richterin am Landgericht Frau Dr. Katja Kupko und Richterin am Amtsgericht Frau Louisa-Catharina Muschik (online)

Zu Beginn der neuen Veranstaltungsreihe „Gesprächsrunde mit ...“ stellten sich Frau Dr. Katja Kupko (Richterin am Landgericht) und Louisa-Catharina Muschik (Richterin am Amtsgericht) zunächst vor und gingen dann auf ihren beruflichen Alltag am Gericht ein.

Frau Muschik erzählte, dass sie bereits sehr früh den Berufswunsch der Richterin verspürte. Sie zeigte ihre juristische Ausbildung auf und berichtete, wie ihr die Nebentätigkeit am Lehrstuhl während des Studiums einen interessanten Einblick in die Arbeit ermöglichte. Derzeit arbeitet Frau Muschik am Amtsgericht Kreuzberg (Familiengericht) und in der Ausbildung im Rechtsreferendariat.

Frau Dr. Kupko erkannte in ihrer juristischen Ausbildung ihre Vorliebe für die Verfahrensordnung und die formale Zivilprozessordnung. Ihre Promotion machte sie am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Dorothea Assmann. Zunächst arbeitete sie in einer Kanzlei, bevor Sie die Richterinnenlaufbahn einschlug. Heute arbeitet sie am Landgericht Berlin in der Verwaltung.

Neben einem Einblick in die Richterinnentätigkeit, stellten die Referentinnen die Unterschiede der Arbeitsalltage exemplarisch heraus. Zudem legten sie den Teilnehmerinnen der Gesprächsrunde nahe, die Zeit im Referendariat und Praktika zu nutzen, um das breite Spektrum der juristischen Tätigkeitsfelder kennenzulernen.

Wir bedanken uns bei den Referentinnen für die informative, austauschreiche und offene Diskussion.

 

19. Mai 2022: Berufsbildervortrag "Frauen im Recht - internationale Karierrewege" (online)

Am 19.05. fand bereits unser zweiter Berufsbildervortrag des Jahres 2022 statt. Für 2 Stunden kamen wir mit unseren Referentinnen und Teilnehmerinnen bei Zoom zusammen. Die Moderation übernahm wieder Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht.

Frau Isabelle Beaucampschaltete sich wegen eines kurzfristigen wichtigen Termins zwar nicht live zu uns dazu, allerdings hatte sie für uns freundlicherweise ein kurzes Vorstellungsvideo von sich aufgenommen; mit römischer Kulisse berichtete sie von ihrem Werdegang und ihrer heutigen Arbeit. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität Köln, sowie an der Université Panthéon-Sorbonne (Paris I). Seit Oktober 2021 arbeitet sie aber in Rom als Investigation Officer im World Food Programme der Vereinten Nationen.

Frau Christiane Ahlborn schaltete sich aus Wien dazu, wo sie derzeit als Legal Officer bei der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) arbeitet. Sie hat einen Ph. D. von der Universität Amsterdam, einen LL. M. von der Harvard Law School und einen MIS vom Graduate Institute of International and Development Studies (IHEID). Sie hat auch Arbeitserfahrung bei Human Rights Watch, dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und dem Auswärtigen Amt.

Frau Eva Willems arbeitet bereits seit 2013 im Auswärtigen Amt und war seitdem in der Rechtsabteilung und in Ottawa als Kultur- und Pressereferentin auf Posten. Derzeit ist sie als stellvertretende Botschafterin und Wirtschaftsreferentin in Ljubljana postiert, von wo aus sie sich zu uns zuschaltete. Rechtswissenschaften studierte sie in Düsseldorf und Paris. Zwischenzeitlich machte sie auch ein Praktikum bei den Vereinten Nationen. Während ihres Referendariats absolvierte sie dann eine ihrer Stationen beim Auswärtigen Amt in Berlin und entschied sich so letztendlich für ihren Karriereweg beim Auswärtigen Amt.

Sehr offen und authentisch teilten sie mit uns Tipps und Hinweise zu potentiellen Arbeits-, Praktika- und Referendariatsstellen, Stipendien und vielem mehr. In der anschließenden Diskussion ging es um sagenumwobene Aufnahmeprüfungen, sowie Themen wie die besondere Herausforderung von der Vereinbarkeit der Arbeit in internationalen Organisationen und Familie.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Referentinnen für ihre wertvolle Zeit, die interessanten Einblicke und die vielen hilfreichen Tipps. Auch Frau Prof. Albrecht sind wir wieder sehr dankbar für ihre angenehme und engagierte Moderation.

 

05. Juli 2022: Besuch der JVA Plötzensee

Am Morgen des 5. Juli besuchten wir gemeinsam mit einigen Mentees die Justizvollzugsanstalt Plötzensee.

Der Haftbereich besteht aus zwei großen Gebäudekomplexen mit insgesamt drei Teilanstalten (dem offenen und dem geschlossenen Vollzug sowie den Ersatzfreiheitsstrafen). Insgesamt gibt es in dieser Justizvollzugsanstalt 653 Haftplätze für erwachsene männliche Insassen. Die zweistündige Führung begann im Gebäude für den Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, welches noch der originalen preußischen Architektur von 1870 entspricht. Betont wurde zudem die Wichtigkeit des Hauptziels der Anstalt: Resozialisierung für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Anschließend durften wir über die neu errichtete Luftbrücke zur anderen Seite in die ehemals genannte JVA Charlottenburg, welche damals als Justizvollzugsanstalt für Frauen angedacht war. Hier erfuhren wir mehr über den Alltag eines Inhaftierten im geschlossenen Bereich. Insbesondere die Ausbildungsmöglichkeiten wurden erläutert.

Anschließend führten wir bei Kaffee und Keksen ein einstündiges Abschlussgespräch mit Frau Dr. Käfer, Herrn Dumke, Herrn Wolf und Herrn Bache. Hierbei hat uns Frau Dr. Käfer unter anderem einen Einblick in Ihren beruflichen Werdegang gewährt. Diesen begann sie zunächst als Strafverteidigerin in einer Kanzlei und ist heute Leiterin der Serviceeinheiten der JVA Plötzensee. Zudem durften wir erfahren, wie die beruflichen Perspektiven für Jurist:innen im Bereich des Strafvollzugs aussehen.

Wir danken Frau Dr. Käfer, Herrn Wolf, Herrn Dr. Meyer-Odewald, Herrn Dumke und Herrn Bache für die Möglichkeit einen Einblick in die Justizvollzugsanstalt zu erhalten.

 

18. August 2022: Frauenorte-Tour

Im Land Brandenburg existieren insgesamt vierzig Frauenorte-Tafeln, welche bedeutender Frauen gewidmet sind.

Am Donnerstag, den 18. August 2022, hatten wir das Vergnügen mit Frau Dörthe Kuhlmey eine Frauenorte-Tour durch Potsdam zu erleben. Gestartet sind wir am Luisenplatz und steuerten von dort aus einige Frauenorte in der Potsdamer Innenstadt an. Wir bekamen einen Einblick in das Leben berühmter und eindrucksvoller Frauen der Vergangenheit. Insbesondere erfuhren wir über das Leben von Käthe Pietschker, geb. Siemens, welche Stifterin der ersten Badeanstalt Potsdams war, sowie über Eleonore Prochaska, welche als Mann verkleidet in der Schlacht an der Göhrde 1813 kämpfte und dort ihr Leben opferte.

Bedanken möchten wir uns bei Frau Dörthe Kuhlmey für die spannenden Einblicke. Besonderer Dank gilt dem Verein der Freunde und Förderer der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam, insbesondere dem Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Klaus Herrmann, für die finanzielle Unterstützung.

 

13. September 2022: Besuch zum Landgericht Berlin

Am Dienstag, den 13. September, verbrachten wir den Vormittag im Landgericht Berlin am Tegeler Weg 17. Frau Dr. Katja Kupko, Richterin am Landgericht Berlin, führte uns zunächst durch das Anfang 1900 fertigstellte romanisch geprägte Gerichtsgebäude.

Aufgrund der Pandemie musste sich das für Zivilsachen zuständige Gericht anpassen. Im Rahmen dessen gibt es mittlerweile gesonderte Videokonferenz Säle. Ermöglicht wurde diese besondere Form der Verhandlung durch den § 128a ZPO.

Hinsichtlich der Digitalisierung hat sich das Landgericht auch auf anderen Wegen in den letzten Jahren weiterentwickelt. Durch das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) soll bis 2026 das Ziel komplett digitaler Akten erreicht werden. Dies erleichtert nicht nur die Einreichung von Schriftsätzen, sondern verfolgt den Zweck ökonomischer zu werden.

Wir bekamen eine Einführung in die Grundzüge des Zivilprozesses und in den allgemeinen Gerichtsaufbau. Anschließend durften wir an verschiedene öffentlich zugänglichen Verhandlungen Teil nehmen.

Wir bedanken uns bei Frau Dr. Kupko, für die Ermöglichung das Landgericht und seine Abläufe näher kennenzulernen.