Veranstaltungen im Jahr 2021

27. November 2021: Einführungsworkshop für Mentorinnen und Mentees

Traditionell stellt das JurMeP-Team Tandems zwischen erfahrenen Juristinnen und Studentinnen der Rechtswissenschaften der Universität Potsdam zusammen. Seit Gründung des Mentoring-Programms im Jahr 2004 betreute JurMeP über 120 Tandems.

Vor der Zusammenstellung der Tandems bietet JurMeP für die zukünftigen Mentees und Mentorinnen einen Einführungsworkshop, welcher der Orientierung für das Mentoring-Programm dient.

Der diesjährige Einführungsworkshop fand unter Beachtung des Hygienekonzepts vor Ort an der Universität Potsdam statt. Zum ersten Mal nahmen am Workshop, sowohl Mentees als auch Mentorinnen gemeinsam teil. Diplompädagogin Frau Lucia Westdickenberg leitete die zwei-stündige Veranstaltung. Spielerisch konnten offene Fragen und Erwartungen an das Programm diskutiert und geklärt werden. Zudem bot die Veranstaltung eine Möglichkeit des Kennenlernens für Mentees und Mentorinnen in lockerer Atmosphäre. Insgesamt 11 Teilnehmerinnen konnten einen ersten Einblick in unser Programm gewinnen und sich ein Bild machen, wofür JurMeP seit 17 Jahren steht.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Teilnehmerinnen und insbesondere bei Frau Westdickenberg  für den interessanten und interaktiven Workshop. 

22. September 2021: Berufsbildervortrag "Juristinnen im Umweltschutz- und Tierschutzrecht" (online)

Den 2. Berufsbildervortrag in diesem Jahr widmeten wir dem Thema „Juristinnen im Umweltschutz- und Tierschutzrecht“. Die Moderation übernahm dieses Mal wieder Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht. Sie ist Inhaberin der Juniorprofessur für Strafrecht an der Universität Potsdam.

Unsere Referentinnen waren:

  • Frau Dr. Davina Bruhn: Sie ist u. a. Vorstandsmitglied der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V. (DJGT) und regelmäßig als Referentin im Tierschutzrecht tätig.
  • Frau Dr. Franziska Heß: Sie ist stellvertretende Vorsitzende des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Sachsen e. V. und der BUND Regionalgruppe Leipzig sowie stellvertretende Sprecherin des BUND Arbeitskreis Recht.
  • Frau Dr. Cornelia Ziehm: Sie ist als selbstständige Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Umwelt- und Energierecht in Berlin tätig. Zu ihren Mandanten zählen Bundeseinrichtungen und Landesministerien, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände, wissenschaftliche Institute und Privatpersonen

Die Referentinnen berichteten von ihrem juristischen Werdegang, wie man auch auf Umwegen zum Jurastudium gelangen kann und von ihrer heutigen beruflichen Realität. Sie sind alle drei als Rechtsanwältinnen in ganz Deutschland tätig. Ein Thema war die hohe Frustrationstoleranz, die man mitbringen sollte, wenn man sich juristisch in den Bereichen Umweltschutz und insbesondere Tierschutz einsetzt. Letztendlich waren sich alle einig, dass die Juristerei besondere Wege bietet, wirklich etwas zu bewirken und trotz dessen, dass Zweifel während der Studienzeit verständlich und normal sind, es sich auszahlt, zu kämpfen und durchzuhalten. Am Ende gaben sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eindringlich mit auf den Weg, dass es das Wichtigste sei, einen Job zu ergreifen, bei dem man morgens gerne zur Arbeit geht.

Wir bedanken uns herzlich bei unserer Moderatorin und unseren Referentinnen für diesen inspirierenden Abend.

22. April 2021: Berufsbildervortrag "Juristinnen im Wirtschaftsrecht" (online)

Der erste Berufsbildervortrag des Jahres 2021 zu dem Thema "Juristinnen im Wirtschaftsrecht" fand angesichts der aktuellen Pandemie online statt. Die Veranstaltung war mit 22 Teilnehmer*innen gut besucht. Zu Gast waren folgende Referentinnen:

  • Frau Kuhlen, Rechtsanwältin und Partnerin insbesondere Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht.
  • Frau Dr. Peters, Rechtsanwältin, Notarin a.D., Mediatorin insbesondere tätig in den Bereichen Gesellschafts-, Wirtschafts- sowie Erbrecht.
  • Frau Vorbeck, Associate im Bereich Wirtschafts- und Umweltrecht mit besonderem Fokus auf energie- sowie umweltrechtliche Angelegenheiten.

Erstmals moderiert wurde der Abend von Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht, Inhaberin der Juniorprofessur für Strafrecht an der Universität Potsdam.

Frau Kuhlen berichtete über ihr Doppelstudium Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften in Berlin und Lausanne. Ihre besondere Leidenschaft in der Studienzeit galt bereits dem Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht. Nachdem Frau Kuhlen einige Zeit im Angestelltenverhältnis in einer Großkanzlei arbeitete, eröffnete sie zusammen mit ihrem Ehemann eine Kanzlei für Wirtschaftsrecht in Berlin.

Frau Dr. Peters stellte klar, dass ihre Faszination für die Juristerei schon immer bestand, ohne jegliche vorherige Einblicke oder Erfahrungen. Ihr Studium in Osnabrück ermöglichte es ihr als eine der damals wenigen Universitäten in Deutschland den Abschluss zusätzlich als Wirtschaftsjuristin zu machen. Steuerrecht begeisterte Frau Dr. Peters bereits in der Studienzeit, weshalb sie nach dem ersten Staatsexamen bei Arthur Anderson begann. Sie promovierte im Steuer- und Gesellschaftsrecht. Frau Dr. Peters erzählte, wie sie nach Münster kam und dort recht schnell zur Partnerin einer in Münster renommierten Wirtschaftskanzlei wurde und dort ebenso als Notarin fungierte. Nachdem sie sich selbstständig gemacht hatte entschied sie sich 2018 mit einer Kanzlei in Berlin zu fusionieren, wo sie heute Partnerin ist. Der Rat von Frau Dr. Peters war, sich nicht einschränken zu lassen und Lernphasen als Chancen zu sehen.

Frau Vorbeck erzählte, dass für sie nicht von Anfang an klar war, ob sie Anwältin werden wollte, jedoch wusste sie bereits sehr früh, dass sie für das öffentliche Recht brannte, weshalb sie auch am Lehrstuhl für öffentliches Recht arbeitete. Frau Vorbeck erzählte, wie sie zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kam. Ihre Aufgabe bestand primär darin, Menschenrechte in Unternehmen wirtschaftlich schwacher Länder zu bewahren. Später war sie im Bereich für Kartellrecht bei Freshfields tätig. Mittlerweile arbeitet Frau Vorbeck als Associate bei PSWP. Frau Vorbeck rät, keine Scheu vor neuen Gewässern zu haben, denn das Studium sei zwar nicht praxisnah, jedoch bekomme man sämtliches Handwerkzeug im Studium, mit dem man die neue Landkarte erfolgreich navigieren könne. Auch riet sie, für das eigentlich sehr interessante Kartellrecht frühzeitig Kenntnisse im wirtschaftlichen Bereich zu erlangen. 

In der Fragenrunde ging es u.a. um Auslandsaufenthalte, zusätzliche Qualifikationen, Praxiserfahrungen insbesondere im Wirtschaftsstrafrecht und die geringe Anzahl an Partnerinnen in Kanzleien.

Wir bedanken uns bei den Referentinnen und bei unserer Moderatorin, Frau Prof. Dr. Anna H. Albrecht, für die informative und offene Diskussion.

27. Februar 2021: Workshop – Reden vor Gruppen (online)

Viele Frauen neigen dazu ihre Fähigkeiten kritischer einzuschätzen als ihre männlichen Kollegen dies tun. Das Training einer selbstsicheren Präsenz ist uns daher ein besonderes Anliegen.

Unsere Referentin für den Workshop „Reden vor Gruppen“ war Frau Sandra Bierod-Bähre. Sie ist selber Juristin und beruflich im Bereich Beratung und Coaching tätig. Der Workshop fand digital statt; dies machte es zu einer besonderen Herausforderung Inhalte, wie beispielsweise ein sicheres Auftreten oder eine selbstbewusste Ausstrahlung, zu vermitteln. Doch gerade an die Relevanz dieser Aspekte wurden die 11 Teilnehmerinnen im Workshop eindringlich erinnert und deren positive Auswirkungen hervorgehoben. Weitere Inhalte waren u. A. Tipps zur inneren Beruhigung, die oft schon kleine Wunder bewirken. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Bierod-Bähre für ihren Vortrag und die vielen wichtigen Impulse zum Thema „Reden vor Gruppen“.

28. Januar 2021: Mentee-Treffen (online)

An einem Donnerstagabend kamen wir zu einem vir­tuellen Treffen mit den frischgebacke­nen Mentees zusam­men.