Veranstaltungen im Jahr 2020

17. September 2020: Besuch des Brandenburger Landtags

Am 17. September 2020 konnten wir endlich wieder – nach langer Covid-19-bedingter Pause – eine Veranstaltung in Präsenzform anbieten. Bei schönstem Wetter besuchten wir den Brandenburger Landtag in der Potsdamer Innenstadt. Mit Mundschutz und Sicherheitsabstand nahmen wir zusammen mit interessierten Studierenden der Universität Potsdam an einer Führung durch die Innen- und Außenbereiche des Landtags teil. Etwa 1 ½ Stunden wurden wir, in zwei Gruppen aufgeteilt, durch das Gebäude des Landtags geführt, welches geprägt ist von einer langen und ereignisreichen Vergangenheit. Doch nicht nur die Entstehungsgeschichte und Architektur des Landtags waren Themen, sondern auch die Struktur der Brandenburger Landespolitik im Allgemeinen, sowie die Frauenquoten innerhalb der politischen Parteien und auch die derzeitgen infektionsschutzbedingten Veränderungen im Alltag der Mitarbeitenden.

Wir bedanken uns herzlich bei den Zuständigen des Landtags für die schöne Führung und hoffen, dass es den Studierenden so gut gefallen hat wie uns.

04. Juni 2020: „Tipps für die mündliche Prüfung“

Am 04. Juni 2020 fand eine – für uns vom JurMeP-Team – ganz neue Art der Veranstaltung statt. Über Zoom kamen wir online mit interessierten Mentees und unseren Referentinnen Frau Dr. Christine Linke und Frau Henriette Meier-Ewert zusammen. Frau Dr. Christine Linke prüft bereits seit etwa 20 Jahren Examenskandidatinnen und -kandidaten in ihrer 1. und 2. juristischen Staatsprüfung. Frau Meier-Ewert ist seit über 5 Jahren ebenfalls als Prüferin beim GJPA der Länder Berlin und Brandenburg tätig. Zusammen referierten die beiden über Themen wie z. B. den allgemeinen Ablauf während der mündlichen Prüfung und die Zusammensetzung der Prüfungskommission. Außerdem gaben sie hilfreiche Tipps zum angemessenen Verhalten als Prüfling, insbesondere zur Vermeidung typischer Fehler und z. B. auch dazu, wie wichtig es ist, stets die Rückseite des Aufgabenblattes zu inspizieren. Trotz des nur virtuellen Formats herrschte eine angenehme Atmosphäre und es konnten auch viele Fragen gestellt und beantwortet werden.

Wir bedanken uns sehr bei Frau Dr. Linke und Frau Meier-Ewert für den gemeinsamen Abend und das Teilen ihrer persönlichen Erfahrungen als Prüferinnen.

22. Februar 2020: Bewerbungstraining „Eine erfolgreiche Bewerbung  schreiben – die wichtigsten Regeln (und häufigsten Fehler)“

Am 22. Februar 2020 fand ein Vortrag zum Thema „Bewerbungstraining“ statt. Anna Braun referierte in einem dreistündigen Vortrag darüber, wie eine Bewerbung in der juristischen Arbeitswelt idealerweise aussieht und worauf hierbei zu achten ist.  Sie  ist selbst Volljuristin und seit 2019 für das Land Berlin als Regierungsrätin tätig. Vorher arbeitete sie von 2011-2019 als Rechtsanwältin in einer Wirtschaftskanzlei, in der sie seit 2012 im Rahmen der Betreuung der nichtanwaltlichen, juristischen Mitarbeiter etliche Bewerbungen auswertete und Bewerbungsgespräche führte. Aus diesem Grund konnte sie an die Zuhörerinnen hilfreiche Tipps und Tricks weitergeben, was im Rahmen einer guten Bewerbung zu tun ist und was im Gegenzug besser unterlassen werden sollte.

Wir danken Anna Braun vielmals für den lehrreichen Vortrag und für die ausführliche Beantwortung der zahlreichen Fragen; wie etwa zur sinnvollen Ausgestaltung eines Motivationsschreibens, zur Formulierung von Gehaltsvorstellungen, zur Gradwanderung zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit im Bewerbungsverfahren und vielem mehr.

Wir bedanken uns auch bei dem Verein „Freunde und Förderer der juristischen Fakultät der Universität Potsdam (e. V.)“, insbesondere Herrn Prof. Dr. Eckart Klein, für die finanzielle Unterstützung.

30. Januar 2020: Berufsbildervortrag „Juristinnen im Strafprozess“

Der erste Berufsbildervortrag im Jahr 2020 widmete sich dem Thema Strafrecht. Die Veranstaltung war mit mehr als 40 Personen gut besucht. Folgende Referentinnen waren zur Podiumsdiskussion über das Thema „Juristinnen im Strafprozess“ eingeladen:

·         Claudia Cerreto - Direktorin am Amtsgericht Nauen, Jugendstrafrecht

·         Dr. Katrin Hawickhorst - Fachanwältin für Strafrecht, Strafverteidigerin

·         Bettina Holstein - Fachanwältin für Strafrecht, u.a. Steuerstrafrecht

Die Moderation führte Frau Dr. Roswitha Schwerdtfeger, Fakultätsgeschäftsführerin.

Frau Cerreto berichtete den zahlreichen Zuschauer*innen von ihrem Weg zum Richteramt. Sie begann zwar nach dem Referendariat in einer Anwaltskanzlei zu arbeiten, jedoch wurde ihr relativ schnell bewusst, dass sie als Richterin arbeiten wollte. Sie sammelte Erfahrung in verschiedenen Gerichten unterschiedlicher Instanzen und merkte schnell, dass sie an Strafsachen großen Spaß hatte. Der Vorteil als Richterin sei es, ständig neue Themen zu bearbeiten. So werde es nie langweilig.

Frau Dr. Hawickhorst erzählte den Studierenden von ihren vielfältigen Tätigkeiten als Strafverteidigerin, Prüferin, Dozentin und Ausbilderin. Die Strafverteidigerin, mit Schwerpunkt Gewaltdelikten, unterhält neben einem Kanzleisitz in Berlin nun auch eine weitere Niederlassung in Hamburg und verbringt deshalb viel Zeit in Zügen. Durchhaltevermögen ist ein wichtiges Mittel als Frau im Strafrechtsbereich. Sie berichtet auch davon zu Beginn ihrer Karriere als Selbstständige Schwierigkeiten gehabt zu haben, Beruf und das Muttersein zu vereinen. Hier war es für sie wichtig Personen zu haben, auf die sie sich verlassen konnte.

Frau Holstein machte klar, dass es im Strafrechtsberuf viel Humor und Leidensfähigkeit bedarf. Die Strafverteidigerin, die sich nun auch auf das Steuerstrafrecht spezialisiert hat, berichtet, dass Strafrechtler auch immer Unternehmer seien, die sich von Beginn an gut vernetzen und vermarkten müssen. Ihr Tipp: Dran bleiben und sich ein Netzwerk aufbauen.

Während der Diskussions- und Fragerunde stellte das Auditorium Fragen zu Perspektiven und Voraussetzungen. Alle Referentinnen hoben die Bedeutung der psychischen Belastbarkeit in ihrem Berufsalltag hervor. Wichtig sei, relativ früh zu lernen, den Fall nicht mit nach Hause zu nehmen, betonten die Referentinnen. Dies lerne man mit der Zeit.

Wir bedanken uns bei den Referentinnen und bei unserer Moderatorin, Frau Dr. Schwerdtfeger, für die vielfältige Diskussion. Besonderer Dank gilt dem Verein „Freunde und Förderer der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam (e. V.)“, insbesondere Herrn Prof. Dr. Eckart Klein, für die finanzielle Unterstützung.