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Veranstaltungen im Jahr 2019

 

19. September 2019: Besuch des BUND, Landeszentrale in Berlin

Am 19. September 2019 besuchte JurMeP den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Der BUND ist ein gemeinnütziger, förderal organisierter und überparteilicher Verein, der derzeit circa 600.000 Mitglieder umfasst, von denen circa 34.000 Mitglieder ehrenamtlich sind. Des Weiteren hat der BUND sechzehn Landesverbände, welche zum Beispiel Schutzgebiete betreuen, Demonstrationen zum Thema Umwelt organisieren und Lobbyismus betreiben. Unsere Referentin Frau Laura von Vittorelli ist Volljuristin, promoviert derzeit beim Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und arbeitet im Ressort Wasser in der Landeszentrale des BUND in Berlin. Sie kümmert sich um die Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie und die Beschwerden an die EU-Kommission bei Verstoß eines Mitgliedsstaates gegen die Richtlinie. Für Interessierte bietet sich im Referendariat die Möglichkeit die Wahlstation beim BUND zu absolvieren.

Herzlichen Dank an Frau Laura von Vittorelli für den spannenden Vortrag und die aufmerksamen Fragen unserer Teilnehmerinnen.

15. August 2019: Frauenorte-Tour in Potsdam

Am 15. August 2019 organisierte JurMeP mit Frau Dörthe Kuhlmey eine Frauenorte-Tour durch Potsdam. Wir starteten am Luisenplatz in der Potsdamer Innenstadt und spazierten vorbei an Orten, an denen berühmte Frauen der letzten hundert Jahre gelebt und gewirkt haben. Während der Frauenorte-Tour hielten wir an drei Frauenorte-Tafeln unter anderem am Justizministerium und dem Umweltministerium in Potsdam an. Diese informierten uns umfassend über die Persönlichkeit und das Wirken von bekannten Frauen aus Brandenburg wie zum Beispiel Käthe Pietschker, geb. Siemens, die sich dafür einsetze, das Potsdam 1913 eine anständige Badeanstalt bekam oder Eleonore Prochaska, die als Mann verkleidet bei der Schlacht an der Göhrde 1813 kämpfte. Insgesamt existieren vierzig Frauenorte-Tafeln in ganz Brandenburg, an denen an Frauen aus damaliger Zeit erinnert wird.

Wir bedanken uns bei Frau Dörthe Kuhlmey für die interessanten Einblicke und für die finanzielle Unterstützung beim Förderverein der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam.

13. Juni 2019: Berufsbildervortrag „Juristinnen im Medienrecht“

JurMeP veranstaltet jedes Jahr zwei Berufsbildervortrag im Jahr, am Anfang und in der Mitte des Jahres. Der Berufsbildervortrag im Juni 2019 widmete sich dem Thema „Juristinnen im Medienrecht“. Für diese Veranstaltung konnte JurMeP drei Referentinnen aus den verschiedenen Bereichen des Medienrechts gewinnen.

Folgende Referentinnen begrüßten wir auf dem Podium:

-        Frau Dr. Gun Gericke, Justiziariat rbb

-        Frau Nadja Lichtenhahn, Director Legal & Public Affairs UFA GmbH

-        Frau Kirsten Venhues, Leiterin Rechts- und Personalabteilung Studio Babelsberg

Zu Beginn der Veranstaltung stellte sich jede Referentin vor. Neben dem Berufsalltag, erzählten die Referentinnen einiges über ihren Karriereweg. Frau Dr. Gericke berichtete über ihre Tätigkeit im Justiziariat beim rbb in Berlin. Der rbb ist einer der größten Medienarbeitgeber in Berlin-Brandenburg, sodass das Team aus Juristinnen und Juristen zur UFA GmbH und Studio Babelsberg vergleichsweise groß ist. Die Tätigkeit von Frau Dr. Gericke umfasst neben dem Medienrecht ebenso Arbeits- und Vergaberecht. Für angehende Medienrechtlerinnen und Medienrechtler bietet sich im Referendariat eine Station beim rbb an. Frau Nadja Lichtenhahn ist bereits seit zwanzig Jahren bei der UFA GmbH. Interessant war, dass sie bereits vor dem Referendariat bei Sat1 arbeitete und im Referendariat die Wahlstation in den USA bei Columbia Pictures absolvierte. Nach der Wahlstation blieb sie noch ein paar Monate in den USA und arbeitete im Bereich Medienrecht, bevor sie dann für die UFA GmbH zurück nach Deutschland kam. Frau Kirsten Venhues hat ebenso eine interessante Karriere. Sie war bereits zwölf Jahre als Richterin im Zivil- und Familienrecht tätig, bevor sie sich für die Leitungsposition im Studio Babelsberg entschied. Die Intention dahinter war vor allem, dass es sich beim Studio Babelsberg um ein Wirtschaftsunternehmen handelt, welches im Vergleich zur Justiz mitgestaltbar ist. Das Studio Babelsberg ist ein relativ kleines Unternehmen und hat derzeit hundert Mitarbeiter. Frau Kirsten Venhues ist die einzige Juristin und beschäftigt sich insbesondere mit dem Medien,- Gesellschafts- und Arbeitsrecht.

Wir bedanken uns bei den Referentinnen und bei der Moderatorin für die informative Diskussion. Besonderer Dank gilt dem Verein „Freunde und Förderer der Juristischen Fakultät

der Universität Potsdam (e. V.)“, insbesondere Herrn Prof. Dr. Eckart Klein, für die finanzielle Unterstützung.

25. Mai 2019: Kommunikationsworkshop

Das JurMeP-Programm setzt sich aus drei Säulen zusammen: Individualbetreuung-Gruppenangebote-Netzwerk. Im Bereich der Gruppenangebote haben wir in diesem Jahr einen Kommunikationsworkshop für die Mentees veranstaltet. Unsere Mentorin Frau Sandra Bierod-Bähre führte am 25. Mai 2019 ehrenamtlich einen dreistündigen Kommunikationsworkshop durch. Insgesamt neun Teilnehmerinnen hatten hierbei die Möglichkeit, sich mit der Körpersprache und dem Auftreten im Studium und im späteren Berufsalltag vertraut zu machen. Dabei wurde auch auf die Steuerung der Kommunikation und die Stressbewältigung in mündlichen Prüfungssituationen eingegangen.

Anhand einiger Fallbeispiele und Selbstreflexion entwickelten die Teilnehmerinnen Strategien zur effektiven Kommunikation. Insbesondere wurde hier die Bedeutung der Körpersprache hervorgehoben, da diese neben dem Ausdruck einen wichtigen Teil der Kommunikation darstellt. Weiterhin tauschten sich die Teilnehmerinnen auch über eigene Erfahrungen hinsichtlich der Kommunikation aus und lernten dadurch Wichtiges über Kommunikationsmethoden für das Studium und ihren Berufsalltag.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und ganz besonders bei Frau Sandra Bierod-Bähre für den interessanten und interaktiven Workshop.

29. April 2019: Besuch des Auswärtigen Amts, Berlin

Am 13. März 2019 besuchte JurMeP das Auswärtige Amt in Berlin. Wir hörten einen interessanten Vortrag von einem Diplomaten zu außenpolitischen Schwerpunkten der Bundesrepublik Deutschland und Herausforderungen, die deutsche Diplomatinnen und Diplomaten im Ausland zu bewältigen haben. Beeindruckend ist, dass Deutschland 228 Auslandsvertretungen in der Welt repräsentiert und diplomatische Beziehungen zu mehr als 190 Staaten unterhält.

 Im Anschluss an den kurzen Überblick über die Tätigkeitsbereiche des Auswärtigen Amts, erhielten wir Informationen zu Berufs- und Karrierechancen im Auswärtigen Amt. Für Juristinnen und Juristen ist insbesondere der Höhere Dienst interessant. Nach erfolgreichem Abschluss eines umfangreichen Bewerbungsverfahrens, absolvieren die Kandidatinnen und Kandidaten einen 12-monatigen Vorbereitungsdienst, bei diesem sie für zukünftige diplomatische Aufgaben geschult werden. Auffällig ist, dass der Frauenanteil im höheren Dienst um die Hälfte geringer ist als der Männeranteil. Wir würden uns wünschen, dass das Auswärtige Amt dort anknüpft und einen höheren Frauenanteil unterstützt.

Neben beruflichen Perspektiven nach dem 1. Staatsexamen im Auswärtigen Amt, gibt es zudem auch die Möglichkeit ein Praktikum oder eine Station im Referendariat an den weltweiten Standorten des Auswärtigen Amts zu absolvieren. Dafür solltet ihr jedoch genau die Bewerbungsfristen im Blick haben, da diese bereits ein halbes Jahr vor Beginn des Praktikums oder der Station enden.

Wir bedanken uns bei dem Besucherzentrum des Auswärtigen Amts für den informativen Vortrag.

13. März 2019: Besuch der Justizvollzugsanstalt Moabit

Das Juristinnen Mentoring Programm der Universität Potsdam besuchte am 13. März 2019 mit interessierten Mentees die Justizvollzugsanstalt Moabit. Während der umfangreichen Führung durch das Gebäude wurden uns Informationen zu den Hafträumen, dem Ablauf und den Arbeitsaufgaben der Strafvollzugsbeamten gegeben. Die Anstaltsleiterin und Juristin Frau Stein erzählte uns zudem Interessantes über die Aufgabenbereiche einer Juristin in der JVA und dass Stärke eines der wichtigen Eigenschaften in ihrem Beruf ist.

Wir sahen uns die Hafträume an, verweilten kurz im bekannten Tunnel zwischen der JVA Moabit und dem anliegenden Kriminalgericht. Die JVA Moabit ist ausschließlich einen Untersuchungshaft und beherbergt derzeit über 1000 Gefangene. Die meisten Inhaftierten sitzen von ein paar Wochen bis zu drei Jahren in Untersuchungshaft. Grund für einen langen Aufenthalt ist vor allem, dass Rechtsmittel eingelegt wurden und die höhere bzw. höchste Instanz noch nicht darüber entschieden hat. Wenn der Angeklagte rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe veruretilt wurde und alle Rechtsmittel erschöpft sind, werden die Täter in Justizvollzugsanstalten des Landes in den geschlossenen oder offenen Vollzug verteilt.

Wir bedanken uns bei der Anstaltsleiterin Frau Stein sowie bei den Strafvollzugsbeamten, die uns während der Führung begleitet haben und uns umfassende Einblicke in die JVA Moabit geben konnten.

5. Februar 2019: Berufsbildervortrag „Jurist*innen im Medizinrecht“

Der erste Berufsbildervortrag im Jahr 2019 widmete sich dem Thema Medizinrecht. Die
Veranstaltung war mit mehr als 30 Personen gut besucht. Die Moderation übernahm diesmal wieder
Frau Dr. Roswitha Schwerdtfeger, die Fakultätsgeschäftsführerin.
Folgende Referentinnen waren zur Podiumsdiskussion über das Thema „Jurist*innen im
Medizinrecht“ eingeladen:

  • Fr. Rebecca Schönheit, Syndikusanwältin bei der Charité Berlin
  • Fr. Stephanie Kollwitz, Fachanwältin für Medizinrecht

Leider musste Frau Prof. Dr. iur. Alexandra Jorzig die Veranstaltung krankheitsbedingt kurzfristig absagen.
Frau Stephanie Kollwitz ging auf Ihren beruflichen Werdegang ein und schilderte die
Herausforderungen im Bereich Medizinrecht. Frau Rebecca Schönheit hat ebenso über Ihren Weg
im Medizinrecht erzählt und betonte die Bedeutung des Lernkonzepts „Learning by doing“ in ihrem
Bereich. Beide Referentinnen erläuterten die Spezifikationen des Medizinrechts. Selten handelt es
sich bei Rechtsstreitigkeiten im Medizinrecht um grobe Fehler des Arztes, sondern eher um
Kommunikationsprobleme zwischen Arzt und Patient, schilderte die Fachanwältin Frau Kollwitz.
Als große Herausforderung im Medizinrecht gilt das Beweisproblem. Während der Diskussions- und
Fragerunde stellte das Auditorium Fragen zu Perspektiven und Voraussetzungen im Medizinrecht. Beide Referentinnen hoben die Bedeutung der psychischen Belastbarkeit in ihrem Berufsalltag hervor. Wichtig sei, relativ früh zu lernen, den Fall nicht mit nach Hause zu nehmen, betonten die Referentinnen.
Anschließend wurden den Studentinnen wichtige Tipps für den Berufseinstieg gegeben.

Wir bedanken uns bei den Referentinnen und bei der Moderatorin für die informative Diskussion.
Unser besonderer Dank gilt dem Verein „Freunde und Förderer der Juristischen Fakultät der
Universität Potsdam (e. V.)“, insbesondere Herrn Prof. Dr. Eckart Klein, für die finanzielle
Unterstützung.