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Veranstaltungen im Jahr 2010

18. November 2010: Berufsbildervortrag "Frauen im Recht - Juristinnen im Medizinrecht"

Moderiert wurde die diesmal etwas kleinere Referentinnen-Runde von der Gleichstellungsbeauftragten der Juristischen Fakultät Winnie Locke.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit drei Thesen zum Thema Gleichberechtigung, welche von den Referentinnen gerne aufgegriffen wurden.  Stefanie Reuter, die bei IP- Law mit den Schwerpunkten Arzthaftung sowie Heim- und Pflegerecht betraut ist, schilderte als Erste ihren Werdegang. Anschließend stellte sich Frau Rechtsanwältin Dr. Püschel vor, deren Vergangenheit nach eigener Aussage schon immer "medizinisch" geprägt war. Derzeit ist sie in der Kanzlei Dutz und Bohle in Berlin beschäftigt, wo das Gesundheitsrecht ihren Arbeitsschwerpunkt bildet.  Spontan übergab Frau Locke das Wort an Frau Kästel, die gerade im Medizinrecht promoviert und in der Kanzlei von Frau Püschel arbeitet.  Anschließend folgte noch eine spannende Fragerunde mit den beiden Referentinnen, die sich in Verbindung mit den Anfangsthesen zu einer lebhaften Diskussion mit den Zuhörerinnen entwickelte. Der Abend fand seinen Ausklang traditionsgemäß im Lokal Griebnitzsee.

22. Juli 2010: Semesterabschlussveranstaltung

Zum Sommersemester-Abschluss lud JurMeP alle Mentees und Mentorinnen in den Biergarten "Schleusenkrug" ein. Bei kühlen Getränken und sommerlichen Temperaturen wurden angeregte Gespräche geführt und es gab für die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich über das Semester und die Veranstaltungen von JurMeP auszutauschen.

24. Juni 2010: Berufsbildervortrag "Frauen im Recht – Juristinnen im Medienrecht" 

Auf Wunsch einiger Mentees veranstaltete JurMeP einen Berufsbildervortrag zum Thema "Juristinnen im Medienrecht", der in bewährter Weise von Frau Professor Dr. Assmann moderiert wurde. Wiebke Wiesner von der Filmförderanstalt, kurz FFA, erzählte in ihrem Impulsreferat, wie wichtig es sei, sich im Medienbereich mittels Nebenjobs schon während des Studiums zu etablieren. Sie selbst arbeitete im Filmgeschäft beispielsweise anfänglich als Kabelträgerin. Die freie Journalistin und Rechtsanwältin Anne Kathrin Müller berichtete anschließend von ihrem Werdegang beim RBB und von der Gründung ihrer eigenen Medienkanzlei, die sich direkt auf dem Gelände des Filmparks Babelsberg befindet. Beide sprachen als junge Mütter auch über die Vereinbarkeit von Karriere und Familie sowie über das Referendariat als geeigneten Zeitpunkt zur Familiengründung. Anschließend erzählte Frau Rechtsanwältin Dr. Christine Danziger, die sich auf die Gebiete Patent- und Urheberrecht spezialisiert hat, von der Arbeit in ihrer Kanzlei und ihrem Aufenthalt in den USA. Zum Abschluss sprach Frau Karina Hesse über ihre juristische Tätigkeit beim Nachrichtenmagazin "Stern" und ihre Auslandsaufenthalte in London und New York. Als Justiziarin beim Axel Springer Verlag besteht ihre tägliche Arbeit darin, die Überschriften der „Bild“-Zeitung abzusegnen. Dabei kommt es nicht selten zu Klageverfahren gegen den Verlag, die sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof gelangen.

17. Mai 2010: Besuch der JVA für Frauen

Eine Gruppe von 10 Mentees erhielt die Gelegenheit, den Arbeitsplatz von Staatsanwältin Claudia Köhler, der stellvertretenden Leiterin der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Berlin, kennenzulernen. Dieser befindet sich in der Hauptanstalt der insgesamt vier Standorte der JVA in Berlin.  Bei Kaffee und Tee berichteten  Frau Köhler und eine Sozialarbeiterin über den Alltag in der JVA. Die Mentees stellten viele Fragen. Es zeigte sich, dass die Unterschiede zu einer JVA für Männer in allen Bereichen erheblich sind. Im Bundesgebiet sind lediglich 5 % der Strafgefangenen Frauen.

Bei dem anschließenden Rundgang durch das Gebäude bekam man einen ersten Eindruck vom Leben der dort inhaftierten Frauen. So konnten die Besucherinnen den Innenhof, eine nicht belegte Zelle sowie verschiedene Arbeits- und Freizeitangebote besichtigen. Überraschend für uns war das insgesamt freundliche Klima innerhalb der JVA. Dennoch blieb ein beklemmendes Gefühl, denn das Leben der Frauen dort spielt sich trotz der zahlreichen Freizeitangebote doch hinter hohen Mauern ab.  

4. Februar 2010: Semesterabschlussveranstaltung         

Im Rahmen der diesjährigen Semesterabschlussveranstaltung besichtigten wir die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauerstraße. Die gleichnamige Stiftung besteht aus einem Ensemble des Dokumentationszentrums Berliner Mauer, der Kapelle der Versöhnung, originalen Mauerabschnitten am Sophienfriedhof sowie dem Gelände des Nordbahnhofs. Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und die Fluchtbewegungen aus der DDR aufzuzeigen sowie die letzten Spuren hiervon zu dokumentieren, da diese heute in Berlin kaum noch sichtbar sind.

In den Räumen des Dokumentationszentrums wurde zunächst allgemein über das Gelände und die Historie berichtet, dann gingen wir entlang des längsten erhaltenen Stücks der Vorderlandmauer. So gewannen wir einen guten Eindruck von der gesamten Sperranlage.

Im nahe gelegenen Café "Raja Joseppi" ließen wir den interessanten, höchst informativen Nachmittag und das Semester bei wärmenden Getränken und mit guten Gesprächen ausklingen.

26. Januar 2010: Berufsbildervortrag „Frauen im Recht – Juristinnen im Strafrecht“

Unter der Moderation von Frau Prof. Dr. Dorothea Assmann berichteten vier Referentinnen über ihren Werdegang und den Arbeitsalltag im Bereich des Strafrechts.

Zunächst erzählte die Staatsanwältin Jana Behrendt über ihren Beruf und nannte die für die Bewerbung als Staatsanwältin oder Richterin erforderlichen Voraussetzungen. Claudia Köhler, Staatsanwältin und stellvertretende Leiterin der JVA für Frauen in Berlin, informierte über ihre Arbeit im Bereich Jugendstrafrecht und Sexualdelikte und wie sie es geschafft hat, Kindererziehung und Berufsleben zu koordinieren. Anschließend referierte Beatrice Pawlik, Anwältin für Opfer- und Familienrecht, anhand einiger Fälle  zu häuslicher Gewalt und Sexualdelikten über ihr Tätigkeitsfeld, das Opferrecht. Zuletzt stellte sich Dr. Heide Sandkuhl, Fachanwältin für Strafrecht, vor, die den Zuhörern viele hilfreiche Tipps gab und von ihren eigenen anfänglichen Schwierigkeiten in dem immer noch als „Männerdomäne“ geltenden Strafrecht berichtete. Zwischendurch konnten die Zuhörer immer wieder Fragen sellen.