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Antworten auf Normkollisionen: Prozedurale Normen und Schnittstellenmanagement in fragmentierten Feldern transnationaler Politik (COLLISIONS)

Von: Andrea LieseAnna Holzscheiter, Freie Universität BerlinSassan Gholiagha, WZB
Zeitrahmen: 2017-2020

Das Forschungsprojekt fragt danach, unter welchen Bedingungen sich Normkollisionen in der internationalen Politik manifestieren und wie unterschiedliche Akteure (staatlich; nicht-staatlich; zwischenstaatlich) auf solche Kollisionen reagieren. Das Forschungsprojekt vergleicht die Genese von Normkollisionen in sechs Feldern internationaler Politik. Menschenhandel, Drogenkontrolle, Organhandel, Flüchtlingsschutz, genetisch modifizierte Organismen und Kinderarbeit. Üpber den Vergleich soll zunächst herausgearbeitet werden, in welchen Kontexten Akteure innerhalb dieser Problemfelder inkompatible normative Positionen feststellen. In einem zweiten Schritt analysiert das Projekt die prozeduralen Normen, die den Antworten der Akteure auf diese wahrgenommenen Normkollisionen zugrunde liegen. Das Projekt träge zu den übergreifenden Zielen der Forschergruppe bei. Indem es Antworten auf horizontale Schnittstellenkonflikte rekonstruiert und analysiert. Zugleich legt es die normativen Prinzipien offen, die diesen Antworten zugrunde liegen. Es werden somit im Projekt wesentliche Erkenntnisse für die gemeinsamen Ziel der Forschergruppe gewonnen: zum einen für die Erstellung eines Inventars von Prinzipien, die den Umgang mit Normkollisionen anleiten, zum anderen für eine empirisch angeleitete Typologie von Antworten auf Normkollisionen. Der theoretische Rahmen des Projekts kombiniert rechtspluralistische Perspektiven und Annahmen aus der (kritischen) konstruktivistischen Normenforschung, um die Ergebnisse aus den vergleichenden Fallstudien zu erklären.

Das Projekt ist Teil der DFG finanzierten Forschergruppe OSAIC. Mehr Informationen zu COLLISIONS und OSAIC finden sich auf der Projektwebseite.


Förderung:

Gefördert im Rahmen der Forschungsgruppe "Overlapping Spheres of Authority" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft