(Aktuelle) Forschungsprojekte

Im WS 22/23 sind meine Kapazitäten ausgeschöpft. Ab SS 23 stehe ich sowohl als 1. als auch 2. Betreuerin zur Verfügung.

Geometrische Bildung an den deutschen Hochschulen

„Die Geometrie nicht vernachlässigen!“ (Radatz, 1989, S. 133). So lautet die Überschrift eines Beitrages und gleichzeitig ein Appell an Grundschullehrkräfte. Ebenfalls lässt das Zitat darauf schließen, dass eben jene Gefahr besteht, dass Geometrie im Mathematikunterricht gegenüber anderen Teildisziplinen untergeordnet und somit unzureichend behandelt wird.

Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Einer dieser Gründe kann darin gesehen werden, dass die Einstellungen der Lehrkräfte gegenüber der Geometrie weniger positiv ausfallen (Kuzle, angenommen, submitted; Winter, 2003). Weitere Begründungen können darin gesehen werden, dass die Lehrkräfte mit der Teildisziplin überfordert sind (Radatz, 1989). Auch internationale Vergleichsstudien wie z. B. TEDS-M (2006-2008) deuten darauf hin, dass Lehrpersonen nicht ausreichend auf ihre Aufgabe des effektiven Unterrichtens vorbereitet werden.  Dabei hat die Ausbildung von Lehrkräften einen hohen Stellenwert im deutschen Bildungssystem. Als steuerndes Element nimmt sie Einfluss auf Als steuerndes Element nimmt sie Einfluss auf Bildungsreformen, sowie die Implementierung neu gewonnener Erkenntnisse in der Schule (Cramer, 2012).

Im Rahmen dieses Projektes soll die Hauptfrage untersucht werden, inwiefern Geometrie im Lehramtsstudium der Primarstufe an diversen Hochschulen behandelt wird. Konkreter: Welche Anteile nehmen im Studienfach Mathematik die geometrischen im Vergleich zu anderen mathematischen Disziplinen ein? Wie gestalten sich die qualitätsbeeinflussenden Rahmenbedingungen für die Geometrieveranstaltungen an den ausgewählten Hochschulen? Welche fachwissenschaftlichen Inhalte werden im Lehramtsstudium in den geometrischen Teilen vermittelt? Inwiefern erfahren die fachdidaktischen Lehrerstandards der KMK (2008) eine Einbettung in den Lehrstoff der geometriedidaktischen Veranstaltungen der ausgewählten Universitäten?

Aktuelle Ausschreibung für Bachelor- und Masterarbeiten im Rahmen des Projekes finden Sie hier.

Kinderzeichnungen als externe Darstellungen der geometrischen fundamentalen Ideen und des Unterrichtsklimas im Geometrieunterricht der Primarstufe – Schwerpunkt: Kollektives emotionales Unterrichtsklima

Heutzutage ist unumstritten, dass bereits in der Grundschule Geometrieunterricht erfolgen muss (u.a. Bauersfeld, 1993; Franke & Reinhold, 2015; Mammana & Villani, 1998). Viele Funktionen die der Geometrieunterricht erfüllt, sind für die weitere schulische Laufbahn, aber auch für die alltäglichen Erkenntnisprozesse der Kinder, von großer Bedeutung. Dennoch zeigen empirische Studien, dass der Geometrieunterricht an Grundschulen zuweilen eher als Unterhaltung und nicht als vollwertiger mathematischer Inhalt dient (u.a. Backe-Neuwald, 2000). Die geometrischen Inhalte werden nicht ausreichend oder gar nicht unterrichtet (Glasnović-Gracin & Kuzle, 2018; Kuzle, Glasnović-Gracin, & Klunter, 2018). In diesem Zusammenhang bleiben einige Fragen offen: Welche Vorstellungen zur Geometrie, ausgehend von fundamentalen Ideen, besitzen die Grundschulkinder? Wie wird heutzutage Geometrie unterrichtet? Wie fühlen sich die Kinder im Geometrieunterricht? Das Ziel des Projektes Draw Me Emma ist es, ein aspektreiches und vollständiges Bild vom Geometrieunterricht zu erhalten.

Aktuelle Ausschreibung für Bachelor- und Masterarbeiten im Rahmen des Projekes finden Sie hier.

Anforderungen an Schulbücher ausgehend von fundamentalen Ideen der Geometrie

Heutzutage ist unumstritten, dass bereits in der Grundschule Geometrieunterricht erfolgen muss (u.a. Bauersfeld, 1993; Franke & Reinhold, 2015; Mammana & Villani, 1998). Viele Funktionen die der Geometrieunterricht erfüllt, sind für die weitere schulische Laufbahn, aber auch für die alltäglichen Erkenntnisprozesse der Kinder, von großer Bedeutung. Seit vielen Jahrzehnten ist die Anzahl der Geometrieaktivitäten und -themen weltweit reduziert worden und die Geometrie wurde auf einen etwas eklektischen Mix von Aktivitäten reduziert. Hierzu zeigen empirische Studien, dass der Geometrieunterricht an Grundschulen zuweilen eher als Unterhaltung und nicht als vollwertiger mathematischer Inhalt dient (u.a. Backe-Neuwald, 2000). Die geometrischen Inhalte werden nicht ausreichend oder gar nicht unterrichtet (Glasnović-Gracin & Kuzle, 2018; Kuzle, Glasnović-Gracin, & Klunter, 2018). In jüngster Zeit haben neue Trends begonnen, dieser Tendenz entgegenzuwirken, indem neue Lehrpläne rund um fundamentale Ideen (u.a. Van de Walle & Lovin, 2006; Wittmann, 1999) ausgerichtet sind. Dennoch zeigt die Analyse des Rahmenlehrplans Berlin-Brandenburg (Kuzle & Glasnović-Gracin, eingereicht), dass die fundamentalen Ideen ungleichmäßig verteilt sind und zwei fundamentale Ideen überwiegen. Es ist jedoch nicht klar, ob und wie diese Reform Auswirkung auf Schulbücher hatte. Werden fundamentale Ideen breit und systematisch in den Schulbüchern gefunden oder sind sie ungleichmäßig über die Klassenstufen verteilt? Inwieweit verkörpern die Schulbücher die Positionen der Reformstandards in Richtung eines kohärenteren Geometriecurriculums? Diese Fragen stehen im Zentrum der Studie „Anforderungen an Schulbücher ausgehend von fundamentalen Ideen der Geometrie“.

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