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Sektionstagung in Potsdam, März 2026


Soziale Ungleichheit im Fokus: Tagung der Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ der DGS an der Universität Potsdam

Vom 4. bis 6. März 2026 fand an der Universität Potsdam die Frühjahrstagung der Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) statt. Die Tagung brachte Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, um aktuelle Arbeiten zur Analyse sozialer Ungleichheiten zu diskutieren. 

 

Die Tagung begann am Mittwochvormittag mit einer Begrüßung durch die Organisator:innen und einer inhaltlichen Einführung in das Programm. Den Auftakt bildeten Beiträge zur Analyse neuer Formen sozialer Ungleichheit, etwa zur Entstehung ökologischer Ungleichheiten im Kontext des Anthropozäns oder zu Determinanten von Mindestlohnbeschäftigung beim Berufseinstieg junger Erwachsener.

Ein Schwerpunkt der weiteren Panels lag unter anderem auf Fragen von Migration und sozialer Integration. Diskutiert wurden unter anderem Studien zur Platzierung junger Geflüchteter im deutschen Berufsbildungssystem, zur Bedeutung von Referenzen im Bewerbungsprozess von Auszubildenden sowie zu migrationsbedingten Lohnunterschieden zwischen verschiedenen Generationen von Beschäftigten. Diese Beiträge zeigten, wie eng migrationsbezogene Prozesse mit bestehenden Strukturmechanismen sozialer Ungleichheit verbunden sind. Darüber hinaus widmeten sich mehrere Vorträge der Rolle von Familie, Arbeitsmarkt und sozialer Wahrnehmung für Ungleichheitsdynamiken. Analysen zur Bedeutung elterlicher Arbeitsumfelder für die beruflichen Chancen von Kindern, zu Arbeitslosigkeit und ihren langfristigen Effekten auf Erwerbsbiografien sowie zu gesellschaftlichen Bewertungen von Nicht-Erwerbstätigkeit verdeutlichten, wie vielfältig die Mechanismen sozialer Differenzierung sind. Daneben wurden Projekte zur wachsenden Vermögensungleichheit und zu regionalen Ungleichheiten vorgestellt und Studien zum subjektiven Wohlbefinden und der sich verändernden individuellen Identität in modernen Gesellschaften diskutiert. Eine weiterer Schwerpunkt bildeten Analysen zur Digitalisierung der Gesellschaft, in vielen Vorträgen standen auch Fragen der Weiterentwicklung von sozialwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden im Zentrum.

 

Neben den einzelnen Panels bot die Tagung Gelegenheiten zum Austausch – in Diskussionen nach den Vorträgen ebenso wie in den Pausen und beim gemeinsamen Abendprogramm. Gerade für Nachwuchswissenschaftler:innen bot die Veranstaltung eine wichtige Plattform, um eigene Projekte vorzustellen und Feedback zu erhalten.

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Fachgruppe Soziologie

Organisation: Licia Bobzien, Johannes Giesecke, Andreas Haupt, Ulrich Kohler, Roland Verwiebe, Sarah Weißmann

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